DD226175A1 - Ueberlastsicherung fuer den bindeeinrichtungsantrieb an ballenpressen - Google Patents

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Siegfried Scholz
Stefan Rauschenbach
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Ueberlastsicherung fuer den Bindeeinrichtungsantrieb an Ballenpressen fuer Stroh, Heu und dgl. Das Ziel, eine bessere Auslastung der Ballenpresse zu gewaehrleisten und eine leichtere Ausfuehrung der Antriebsteile zu ermoeglichen, soll durch eine Ueberlastsicherung erreicht werden, die sicher bei einer festgesetzten Havariekraft anspricht, ohne zu ersetzende Teile arbeitet und die Stoerzeiten verringert. Hierzu ragt ein Halter (7) mit einem Mitnehmer (9) von aussen durch eine Ausklinkung (10) in der Rollenbahn (5) am Schaltrad (1) und steht innen ueber. Der Halter wird in diese Stellung durch ein Federelement (11, 14) gebracht. Das Federelement besteht aus einem Spannband (11), das am Halter (7) und am Schaltrad (1) angelenkt ist und die Rollenbahn (5) aussen teilweise umschliesst. Zwischen Spannband (11) und Rollenbahn (5) sind radial mehrere Federn (14) eingespannt. Fig. 1

Description

Titel der Erfindung
Überlastsicherung für den Bindeeinrichtungsantrieb an Ballenpressen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Überlastsicherung für den Bindeeinrichtungsantrieb an Ballenpressen für Stroh, Heu und dgl. in der Landwirtschaft. Derartige Bindeeinrichtungen werden von einem Hauptgetriebe aus über eine Eintourenkupplung, die auf der Welle der Bindeeinrichtung sitzt, angetrieben.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die bekannten Bindeeinrichtungsantriebe (z. B. K 453 vom VEB Kombinat.Fortschritt Landmaschinen) sind derart gestaltet, daß die Eintourenkupplung ein auf der Welle der Bindeeinrichtung lose sitzendes Schaltrad besitzt, das ständig angetrieben wird. Das Schaltrad besitzt eine Rollenbahn mit einem festen Mitnehmer. An der Welle der Bindeeinrichtung ist eine Sperrklinke schwenkbar gelagert, die mit ihrem rollenbestückten Ende über eine Feder gegen die Rollenbahn gezogen wird. Am freien Hebelarm der Sperrklinke wird eine Sperrangel angelegt, die im entkuppelten Zustand die Rolle an der Sperrklinke entgegen der Federwirkung so weit von der Rollenbahn abhebt, daß
sich der Mitnehmer unter der Rolle frei hindurch bewegen kann. Auf der Welle der Bindeeinrichtung ist ferner die Antriebskurbel für die Bindenadeln befestigt. Ist eine bestimmte Menge von Erntegut im Preßkanal verdichtet, so wird die Bindeeinrichtung durch Einkuppeln der Eintourenkupplung angetrieben. Dazu wird über einen vorgeschalteten Mechanismus, wie z. B. ein Strohrad und einen Schaltbügel, die Sperrangel von der Sperrklinke abgezogen. Die Rolle der Sperrklinke wird an einer beliebigen Stelle gegen die Rollenbahn des Schaltrades gezogen und der Mitnehmer fährt gegen die Rolle. Damit ist eine formschlüssige Verbindung .zwischen Schaltrad und Welle der Bindeeinrichtung hergestellt. In diesem System treten neben dem negativen stoßhaften Einrasten der Eintourenkupplung Überlastungen auf, wenn die Nadelschwingenbewegung, die durch die Wellender Bindeeinrichtung angetrieben wird, durch Nadelbruch oder Fehlzuordnung zwischen Nadel und Preßkolben blockiert wird oder wenn die Knüpfapparate infolge Knäuelbildung nicht mehr drehbar sind.
Zur Vermeidung dieser Überlastungen im Bindeeinrichtungsantrieb sind Scherstiftsicherungen bekannt, die. entweder an der Eintourenkupplung oder am vorgeschalteten Getriebe installiert sind.
Nun haben Scherstiftsicherungen den. Nachteil, daß auf Grund der dauernden Kerbwirkungen ein häufiges Abscheren des Scherstiftes auch ohne Überlastung und damit Unterbrechungen des Antriebes eintreten. Damit wird die Leistungsfähigkeit der Ballenpresse negativ beeinflußt. Zum anderen können unkontrolliert andere Scherelemente eingesetzt werden, die auf Grund höherer Festigkeiten keine Sicherheit für die Antriebsteile garantieren, wodurch Folgeschäden nicht ausgeschlossen sind. Weiterhin ist das Wechseln der Scherstifte meist zeitaufwendig, da sich die Scherstiftreststücke beim Abscheren stärker deformiert haben. Ein weiterer Nachteil der Scherstiftsicherung be-
steht darin, daß sich durch Verschleiß an den Scher- , kanten die Scherkraft erhöht. Es ist dadurch keine optimale Auslegung der Scherstiftverbindung möglich, was zu einer stärkeren Dimensionierung aller vor- und nachfolgenden Antriebsteile führt.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Überlastsicherung für den Bindeeinrichtungsantrieb an Ballenpressen zu schaffen, die eine bessere Auslastung der Ballenpresse gewährleistet und eine leichtere Ausführung der vor- und nachfolgenden- Antriebsteile ermöglicht.
Darlegung des Wesens der'Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Überlastsicherung für den Bindeeinrichtungsantrieb an Ballenpressen, der eine Eintourenkupplung mit einem Schaltrad und einer Rollenbahn sowie eine federentlastete Sperrklinke mit einer Rolle besitzt, zu schaffen, der sicher bei einer festgesetzten Havariekraft anspricht, weitestgehend ohne zu ersetzende Teile arbeitet und mit dem die effektive Einsatzzeit der Ballenpresse erhöht wird, d. h. die Störzeiten durch das Ansprechen der Überlastsicherung genutzt werden.
Dies wird dadurch erreicht, daß außerhalb der Rollenbahn am Schaltrad ein Halter schwenkbar gelagert ist. Der Halter trägt am freien Ende einen Mitnehmer, der durch eine Ausklinkung in der Rollenbahn reicht und die Rollenbahn innen überragt. Zwischen dem Halter und dem Schaltrad ist ein Federelement angeordnet.
Bei Einleitung des Kupplungsvorganges, wo die an der Welle der Bindeeinrichtung gelagerte Sperrklinke sich unter Federkraft mit seiner Rolle an einer beliebigen Stelle der Rollenbahn des ständig angetriebenen Schaltrades anlegt,
stößt die Rolle gegen den Mitnehmer, wodurch die Drehbewegung der Welle der Bindeeinrichtung und damit der Bindeapparate und der Nadelschwinge erfolgt. Wird diese Drehbewegung der Welle durch Nadelbruch oder eine andere Havarie blockiert, so drückt die sich hauptsächlich auf der Rollenbahn abstützende Rolle den Mitnehmer und damit den Halter nach außen. Dadurch wird ein Weiterdrehen des Schaltrades ermöglicht und die Welle bleibt stehen. Bei diesem Schwenkvorgang des Halters wird die Spannkraft des Federelementes erhöht. Nach dem Überfahren des Mitnehmers durch die Rolle federt dieser in seine Ausgangslage zurück. In dieser Lage hält das Fedeielement den Halter bzw. Mitnehmer mit einer der normalen Betriebskraft entsprechenden Vorspannung.
Zur Steuerung weiterer Regeleinrichtungen, wie z. B. Sicherung der Nadelstellung, Führung des Schaltbügels und . Schaltsperre, sind am Schaltrad weitere Bahnen und Kurven angebracht. Damit ist der freie Bauraum für das Federelement außerhalb der Rollenbahn sehr eingeengt.
Nach der Erfindung ist es deshalb zweckmäßig, daß außerhalb der Rollenbahn am Halter neben dem Mitnehmer ein Spannband angelenkt ist, das die Rollenbahn teilweise umschließt und an der Rollenbahn oder am Schaltrad einstellbar befestigt ist. Weiter sitzen radial zwischen dem Stammband und der Rollenbahn mehrere Federn.
In Ausgestaltung der Erfindung besitzt das Spannband beidseitig Ösen, durch die Bolzen gesteckt sind, wovon ein Bolzen im Halter gelagert ist und der andere Bolzen eine mittige Querbohrung besitzt, in der ein Gewindestift steckt, der in einer Abstützung am Schaltrad aufgenommen ist. -
Das Spannband umschließt in Normalstellung die Rollenbahn mit einem Abstand. Beim Ausschwenken des Halters mit dem Mitnehmer wird der Krümmungsradius des Spannbandes durch das Zusammendrücken der radial gestellten Federn verkürzt.
Die Betriebsspannung des Federelementes wird hier ebenfalls mittels des Gewindestiftes durch die Änderung des Krümmungsradius erreicht
Durch die erfindungsgemäße Lösung sind beim Ansprechen der Überlastsicherung für den Bindeeinrichtungsantrieb keinerlei zusätzliche Arbeiten zur Wiederinbetriebsetzung notwendig. Nach der Abstellung der Störung, die zur Überlastung führte, ist der Bindeeinrichtungsantrieb sofort betriebsbereit. Damit wird die Auslastung der Ballenpresse verbessert, indem die Störzeiten verringert werden.
Gleichzeitig entfallen die Scherstifte als Losteile, so daß ein möglicher Einsatz von falschen Materialien als Scherstift und somit eine falsche Einstellung der Überlastsicherung ausgeschlossen wird. Weiterhin sind durch die Erfindung die bei der Scherstiftsicherung auftretenden Ermüdungserscheinungen und der damit verbundene erhöhte Instandsetzungsaufwand beseitigt. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß durch eine genaue Dimensionierung der Überlastsicherung ermöglicht wird, die gesamten Antriebsteile leichter zu führen.
Ausführungsbeispiel
Nachstehend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt:
Fig. 1: eine Eintourenkupplung im Moment des Anlaufens der
Rolle an den Mitnehmer;
Fig. 2: die Eintourenkupplung im Moment des Überfahrens des Mitnehmers im Havariefall.
Die Eintourenkupplung besitzt ein Schaltrad 1, auf dem eine Antriebswelle 2 aufgelegt ist. Das Schaltrad 1 ist über ein Wälzlager 3 auf der Welle 4 der Bindeeinrichtung lose gelagert. Am Zahnrad 1 ist seitlich eine Rollenbahn
befestigt und außerhalb der Rollenbahn 5 eine Kurvenbahn einer Sperreinrichtung zur Sicherung der Nadelstellung an- - geschlossen. Am Schaltrad 1 ist ferner außerhalb der Rollenbahn 5 ein sich hauptsächlich konzentrisch erstreckender Halter 7 über einen Stehbolzen 8 schwenkbar aufgenommen, wobei der Halter 7 vom Stehbolzen 8 aus entgegen der Drehrichtung des Schaltrades 1 verläuft. Am freien Ende des Halters 7 ist ein Mitnehmer 9 angeschraubt, der zusammen mit dem Halter 7 durch eine Ausklinkung 10 in der Rollenbahn 5 reicht und über die Rollenbahn 5 innen übersteht. Weiterhin umschließt ein Spannband 11, das mit einer Öse 12 versehen ist und über einen durch die Öse 1 2 gesteckten Bolzen 13 am freien Snde des Halters 7 angelenkt ist, in einem relativ kleinen Abstand die Rollenbahn 5 an ihrer Außenseite teilweise. Zwischen dem Spannband 11 und der Rollenbahn 5 sind Federn '1A-, hier speziell Druckfedern, radial zur Welle 4 eingespannt. Die Federn 14 werden dabei in Bohrungen 15 in der Rollenbahn 5 geführt. Das andere Ende des Spannbandes 11 ist ebenfalls als Öse 16 ausgebildet. Quer zum Spannband 11 liegt in der Öse 16 ein Bolzen mit einer Gewindebohrung. Durch die Gewindebohrung ist ein Gewindestift 18, insbesondere eine Sechskantschraube, geschraubt. Der Gewindestift ist durch eine Abstützung 19 geführt, die Bestandteil der Kurvenbahn 6 ist, und liegt an dieser mit seinem Kopf 20 an.
An der Welle 4 der Bindeeinrichtung ist eine Kurbel 21 fest angebracht, in der eine Sperrklinke 22 schwenkbar gelagert ist. An einem Ausleger der Sperrklinke 22 ist innerhalb der Rollenbahn 5 eine Rolle 23 gelagert. Ferner ist zwischen der Sperrklinke 22 und einem Arm 24 der Kurbel 21 eine Zugfeder 25, die die Rolle 23 gegen die Rollbahn 5 zieht, eingehangen .
Die in Drehrichtung des Zahnrades 1 gelegene Stirnfläche des Mitnehmers 9 ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Form der Rolle 23 angepaßt.

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Überlastsicherung für den Bindeeinrichtungsantrieb an Ballenpressen, wobei der Bindeeinrichtungsantrieb eine Eintourenkupplung mit einem Schaltrad und einer Rollenbahn sowie eine federentlastete Sperrklinke mit einer Rolle besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Rollenbahn (5) am Schaltrad (1) ein Halter (7) schwenkbar gelagert ist, der Halter (7) am freien Ende einen Mitnehmer (9) trägt, der durch eine Ausklinkung (10) in der Rollenbahn (5) reicht und die Rollenbahn (5) innen überragt und zwischen Halter (7) und Schaltrad (1) ein Federelement (11, 14) angeordnet ist.
  2. 2. Überlastsicherung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Rollenbahn (5) am Halter (7) neben dem Mitnehmer (9) ein Spannband (11) angelenkt ist, das die RoIr lenbahn (5) teilweise umschließt und an der Rollenbahn (5) oder am Schaltrad (1) einstellbar befestigt ist, und zwischen dem Spannband (11) und der Rollenbahn (5) mehrere Federn (14) radial sitzen.
  3. 3. Überlastsicherung nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß das Spannband (11) beidseitig ösen (12, 16) besitzt, durch die Bolzen (13, 17) gesteckt sind, wovon ein. Bolzen (13) im Halter (7) gelagert ist und der andere Bolzen (17) eine mittige Querbohrung besitzt, in der ein Gewindestift (18) steckt, der in einer Abstützung (19) am Schaltrad (1) aufgenommen ist.
    - Hierzu 2 Blatt Zeichnungen -
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