DD226183A1 - Verfahren zur kontinuierlichen herstellung eines reinen wasserloeslichen glutalgranulates - Google Patents

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DD226183A1
DD226183A1 DD84265622A DD26562284A DD226183A1 DD 226183 A1 DD226183 A1 DD 226183A1 DD 84265622 A DD84265622 A DD 84265622A DD 26562284 A DD26562284 A DD 26562284A DD 226183 A1 DD226183 A1 DD 226183A1
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gluteal
temperature
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granules
glutamic acid
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DD84265622A
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Hagen Haberecht
Joerg Schmidt
Lothar Hartmann
Uwe Wendler
Lothar Moerl
Hans-Joachim Kuenne
Lothar Krell
Original Assignee
Thaelmann Schwermaschbau Veb
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L27/00Spices; Flavouring agents or condiments; Artificial sweetening agents; Table salts; Dietetic salt substitutes; Preparation or treatment thereof
    • A23L27/20Synthetic spices, flavouring agents or condiments
    • A23L27/21Synthetic spices, flavouring agents or condiments containing amino acids
    • A23L27/22Synthetic spices, flavouring agents or condiments containing amino acids containing glutamic acids

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines reinen wasserloeslichen Glutalgranulates, das vorzugsweise in der Lebensmittelindustrie zur Herstellung von Wuerzstoffen Anwendung findet. Das Ziel und die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Glutalgranulate mit guten Gebrauchswerteigenschaften auf der Basis von Glutaminsaeure mit wahlweisem einstellbarem Korngroessenspektrum herzustellen. Erfindungsgemaess wird Glutaminsaeure mit Wasser angemaischt, Natronlauge zugesetzt und auf fluidisierende Granulate versprueht, in einer Wirbelschichtanlage getrocknet, klassiert und gekuehlt.

Description

Ti fa el der Erfind ung.
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines reinen wasserlöslichen Glu.balgranu.labes
Anwendungsgebiet; der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines .reinen wasserlöslichen Glutalproduktes, das vorzugsweise in der Lebensmittelindustrie zur Herstellung von Würzstoffen für Pisch-, Fleisch-, Gemüse- und Rohkosbgerichte verwendet werden kann.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus der Anwenderindustrie ist bekannt, daß trockene Glutaminsäure mit trockenem Soda im bestimmten stöchiometrischen Verhältnis gemischt wird« Dadurch wird erreicht, daß bei Zugabe von Wasser eine Reaktion und damit Neutralisation statt-7 findet. Der geforderte pH-Wert soll zwischen 6,2 und 6,8 liegen. Das handelsübliche Glutal ist damit kein reines Glutal, sondern ein Gemisch aus Glutaminsäure und Soda. Bei der Anwendung des Produktes kann nicht ausgeschlossen werden, daß auf Grund von Inhomogenitäten und Entmischungserscheinungen im Produkt ph-Wert-Abweichungen bei der Reaktion auftreten. Außerdem ist die vollständige Reaktion und damit der sich einstellende Geschmack des Produktes stark abhängig vom pH-Wert der Speisen, denen das Produkt zugegeben wird, da es zu unerwünschten Nebenreaktionen der beiden Reaktionspartner mit den Speisen kommen kann«,
- 2 -
Außerdem entsteht bei der Reaktion von Glutaminsäure und Soda mit Wasser eine starke COp-Entwicklungo' Der sich bildende Wrasen und die Schaumbildung sind unerwünschte Nebeneffekte. Das mit diesem Verfahren hergestellte Produkt ist in seinem Kerndurchmesser nicht variierbar. Durch die große Kernoberfläche und die Hygroskopizität des Produktes kommt es zur Wasseraufnahme und damit zur Klumpenbildung im Produkt. Das nach den herkömmlichen Verfahren hergestellte Produkt ist nicht staubfrei.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, reine wasserlösliche Glutalgranulate hervorragender Gebrauchsvierteigenschaften, wie Rieselfähigkeit, guter Lagerstabilität und Schüttdichte sowie Vermeidung von Schaum- und Wrasenbildung bei der Anwendung und sehr gute typische Geschmackseigenschaften herzustellen, die unabhängig sind von der Art der Speisen, denen das Produkt zugegeben wird,
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines granulierten wasserlöslichen Glutalproduktes auf der Basis von Glutaminsäure zu entwickeln, bei dem das Produkt ohne Geschmacksbeeinflussung zu Fertiggranulaten mit wahlweisem einstellbaren Korngrößenspektrum gefertigt wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Glutaminsäure mit Wasser, das eine Temperatur von 283 bis 353 E hat, im Verhältnis von 1 : 1 bis 1 : 4 gemischt wird und auf dieses Gemisch eine 4 bis 48 %ige Natronlauge kontinuierlich innerhalb von 35 Minuten zugegeben wird. Die sich ergebende Lösung wird dann mindestens noch weitere 10 Minuten intensiv durchgemischt. Durch das definierte stöchiometrische Verhältnis Glutaminsäure zu Natronlauge ergibt sich ein pH-Wert von 6,2 bis.6,8. Die Lösung, die einen Trockensubstanzanteil von 15 bis 85 % aufweist, wird auf 293 bis 373 K erwärmt und der Kristallisationsstufe durch direktes Versprühen zugeführto
Der Eristallisationsstufe werden, ständig arteigene agglomerierte Granulate, die durch, einen Luftstrom im fluidisierbaren Zustand gehalten werden, zugegeben. Die Temperatur des Lufbsfcromes in der Kristallisations-, Agglomerations- und Klassierstufθ beträgt 353 - 453 K» während die Temperatur der Granulate in den betreffenden Stufen 313 bis 353 2 bei einer Yerweilzeit von 0,6 bis 6 Stunden beträgt. Das aus der Klassierstufe ausgetragene, granulierte Glutalprodukt wird einer Kühlung unterzogen. Danach hat das Produkt einen Durchmesser von 3 bis 8 mm, eine Temperatur von 293 bis 313 K und eine Restfeuchte von 2 bis 10 %. Sin Teilstroin von maximal 10 % des Fertigproduktes wird in einer Mahlst Ufa auf einen mittleren Durchmesser von 1 bis 4 mm zerkleinert und der Agglomerationsstufe zur Aufrechterhaltung des Prozesses zugeführt. Mindestens 90 % des staubfreien, wasserlöslichen, granulierten Fertigproduktes kann sofort verwendet bzw. ge- " lagert werden.
Ausführungsbeispie1
Die erfindungsgemäße Lösung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher dargestellt.
Einem Behälter mit einem Fassungsvermögen von 630 Liter werden mittels einer Dosierbandwaage 294,3 kg Glutaminsäure zugeführt. Diese wird mit 120 Liter Wasser angemaischt und intensiv vermischt. 268,8 Liter einer 24,5 folgen Natronlauge werden der Mischung kontinuierlich innerhalb von 9 Minuten zugegeben, wobei die Substanz ständig gerührt wird. Der Feststoffgehalt der Lösung beträgt 49 Massenprozente. Nach weiteren 30 Minuten Reaktionszeit bei ständiger Durchmischung wird die so hergestellte^Lösung, die einen pH-Wert von 6,2 bis 5,8 aufweist und auf 338 K erwärmt wurde, kontinuierlich mit 140 kg/h in eine Dosierpumpe gegeben. Die Temperatur, Feststoffkonzentration und der pH-Wert bleiben dabei konstant. Die Lösung wird durch eine Rohrleitung einer Zweistoffdüse . zugeführt, die in einem Wirbelschichtapparat angeordnet ist.
Im Wirbelschichtapparat wird die Glutallösung auf die Feststoffoberfläche der fluidisierten Granulate verdüst, wodurch
diese anwachsen und nacheinander eine Kristallisation und Agglomeration erfolgt. Die Temperatur der Feststoffgranulate beträgt in der Wirbelschicht 328 E und die der in die Wirbelkammer einströmenden Luft 413 £· Zur Aufrechterhaltung des Granuliertrocknungsprozesses werden der Wirbelschicht 5 kg/h arteigene Granulate mit einem mittleren Durchmesser von 2 mm und einem Feuchtigkeitsgehalt von 4,5 Massenprozenten zugeführt. Nachdem die Granulate in der Schicht einen Durchmesser von 5 2^ erreicht haben, verlassen sie über eine Klassierstufe staubfrei die Wirbelschicht. Die Temperatur der Granulate beträgt 328 K und der Feuchtigkeitsgehalt 4,5 Massenprozente. Die Granulate werden über eine Zellenradschleuse in einen Fließbettkühler gefördert* Eier erfolgt eine Abkühlung der Granulate durch angesaugte Umgebungsluft auf 303 K.
Der Mengenstrom von 75 kg/h wird in zwei Produkt ströme getrennt, wobei 70 kg/h als Endprodukt mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 4,5 Massenprozente der Lagerung bzw. sofortigen Verwendung und der restliche Produkt strom von 5 kg/h einem geeigneten Zerkleinerungsaggregat zugeführt, einen mittleren Durchmesser von 2 mm zerkleinert und zur Aufrechterhaltung des Granulierprozesses in die Wirbelschicht zurückgeführt wird. Bei Einsatz von zwei Anmaischbehältern kann das gesamte Verfahren kontinuierlich gestaltet werden.

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch
    1. "Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines reinen wasserlöslichen Glutalgranulates auf der Basis von Glutaminsäure, gekennzeichnet dadurch, daß die Glutaminsäure mit Wasser angemaischt, dieser Maische Natronlauge zugesetzt wird, die Mischung mit einem pH-Wert von 6,2 bis 6,8 bei gleichzeitiger Zugabe von arteigenem agglomeriertem, gemahlenem Fertigprodukt auf fluidisierte Granulate versprüht, die Glutallösung zu wählbaren Granulatdurchmessern bei gleichzeitiger Trocknung kontinuierlich kristallisiert, klassiert und gekühlt wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung eines Glutalgranulates nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß beim Anmaischprozeß Wasser mit einer Temperatur von 283 bis 353 E mit Glutaminsäure im Verhältnis von 1:1 bis 1 : 4 gemischt wird.
    Verfahren zur Herstellung eines Glutalgranulates nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß Natronlauge' mit einer Temperatur von 293 bis 363 K und Konzentration von 4 bis 48 % der ilaische zugegeben wird«,
    4o Verfahren zur Herstellung eines Glutalgranulates nach Punkt 1 bis 3» gekennzeichnet dadurch, daß die erforderliche Menge Natronlauge kontinuierlich in einer Zeit von 35 Minuten der Maische zugesetzt und danach das Gemisch noch weitere 10 Minuten intensiv durchgemischt wird»
    5ο Verfahren zur Herstellung eines Glutalgranulates nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Glutallösung der Kristallisationsstufe mit einem pH-Wert von 6,2 - 6,8 und einer Temper atur von 293 bis 373 E sowie einem Anteil an Trockensubstanz von 15 bis 85 % zugeführt wird *
  3. 6. Verfahren zur Herstellung eines Glu.fcalgranu.lat;es nach. Punkt 1 bis 5> gekennzeichnet; dadurch, daß das Glutalprodukt in den Prozeßstufen Kristallisation, Agglomeration und Klassierung mit einer Lufteintrittstemperatur von 353 bis 453 K, bei einer Verweilzeit von 0,5 bis β Stunden, behandelt wirdo
    7« Verfahren zur Herstellung eines Glutalgranulates nach Punkt 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß ein Teilstrom, von 10 % des Fertigproduktes nach der Kühlung einer Mahlstufe zugeführt und dabei auf einen mittleren Durchmesser von 1 bis 4 mm zerkleinert wird,,:
  4. 8. Verfahren zur Herstellung eines Glutalgranulates nach Punkt 1 bis 75 gekennzeichnet dadurch, daß das granulierte Glutalprodukt nach der Kühlung einen Durchmesser von 2 bis 8 mm, eine Temperatur von 293 bis 363 K und eine Eestfeuchte von 2 bis 10 % aufweist·
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AT390550B (de) 1990-05-25
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