DD226774A1 - Kiefergelenkendoprothese - Google Patents

Kiefergelenkendoprothese

Info

Publication number
DD226774A1
DD226774A1 DD226774A1 DD 226774 A1 DD226774 A1 DD 226774A1 DD 226774 A1 DD226774 A1 DD 226774A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
socket
angled
joint
condyle
metal part
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Publication date

Links

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Kiefergelenkendoprothese fuer die Anwendung der medizinischen Betreuung der Patienten mit bestimmten krankhaften Kiefergelenkveraenderungen. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Gestaltung einer Kiefergelenkendoprothese, die den morphologisch-funktionellen Anspruechen des Organismus gerecht wird. Erfindungsgemaess besteht die Kiefergelenkendoprothese aus einem am Unterkiefer anschraubbaren, abgewinkelten Metallteil (Fixationsplatte) mit einem am oberen Ende des Implantatteils angearbeiteten Implantatkopf, der einer natuerlichen Kondyle nachgearbeitet ist und (einem auch hochmolekularen Polyethylen bestehenden) Gegenlager mit Hinterschneidungen zur Erzielung einer festen Verbindung mit dem Knochenzement und mit einer angearbeiteten Befestigungslasche mit einer oder mehreren Bohrungen zur Aufnahme einer oder mehrerer Befestigungsschrauben sowie mit einer konkav gestalteten Laufflaeche fuer das Kopfteil, die ausser Drehbewegungen der Kondyle auch begrenzte Bewegungen in allen horizontalen Richtungen zulassen. Zur Anpassung an den Unterkiefer ist das Metallteil unter einem Winkel von etwa 129 abgewinkelt und ist im Winkelbereich mit zwei Verformungskerben versehen.

Description

-2- 265 985
Ausführungsbeispiel der Erfindung
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: Frontansicht der Fixationsplatte mit Gelenkkopf
Fig. 2: eine Seitenansicht der Fixationsplatte gemäß Fig. 1
Fig. 3: eine Gesamtansicht der Gelenkpfanne
Fig. 4: einen Teilschnitt durch die Gelenkpfanne gemäß Fig. 3
Die Kiefergelenkendoprothese besteht aus:
a) der Fixationsplatte mit Gelenkkopf
b) der Gelenkpfanne mit Befestigungslasche
Durch Kalt-Schmieden wird eine Stange aus einer im Elektronenstrahl-Mikrokammerofen erschmolzene Legierung aus Titan und 0,2% Palladium mit einer Querschnittsminderung von 50% auf ein rechteckiges Profil verformt, das für die anschließende spannende Herstellung der Fixationsplatte 2 besonders geeignet ist. Aus diesem Rohling wird durch Zerspannung der Implantatkopf 3 derart herausgearbeitet, daß die Mittellinie des Implantatkopfes 3'und die Mittellinie des Zwischenstückes 4 der Fixationsplatte 2 etwa um 2,5 mm versetzt sind.
Im unteren Drittel ist die Fixationsplatte 2 um 51° ± 5° zur Senkrechten abgewinkelt. Der Schnittwinkel α beträgt 129° ± 5°. Im Winkelbereich sind eine oder zwei Verformungskerben 5 für eine sekundäre Korrektur zur Anpassung an den Kieferknochen angeordnet. Zur Befestigung sind mehrere, vorzugsweise sechs Befestigungslöcher 6 vorgesehen. Abschließend wird die Fixationsplatte 2 mit dme Implantatkopf 3 mechanisch und elektrolytisch poliert. Aus hochmolekularem Polyäthylen wurde über einen Wärmepreßvorgang in einem entsprechend gestalteten Gesenk eine etwa 1 mm dicke Gelenkpfanne 8 hergestellt. Auf der etwa 14 mm breiten und etwa 18 mm langen konvex gestalteten Schalenoberfläche werden schwalbenschwanzförmige Nuten 9 von etwa 0,5 mm Tiefe eingearbeitet; der mittlere Abstand beträgt etwa 2,5 mm. An die Gelenkpfanne 8 wird gleichzeitig beim Preßvorgang eine abgewinkelte Lasche 12 angepreßt. Die Lasche 12 ist etwa 15 mm lang und 8 mm breit und hat am Ende eine Bohrung 13 zur Aufnahme der Fixationsschraube.
Als Befestigungsschrauben dienen Kortikalisschrauben. Zur Vermeidung der Ausbildung von elektrochemischen Potentialen sollten Fixationsplatte 2 und Implantatkopf 3 aus gleichem Werkstoff hergestellt sein. Die schwalbenschwanzförmigen Nuten 9 dienen zur festen Verbindung der Gelenkpfanne 8 mittels Knochenzement am Schädelknochen 14.

Claims (5)

1. Kiefergelenkendoprothese mit nachgebildetem Kieferköpfchen und Gelenkpfanne als Gegenlager, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fixationsplatte (2) an ihrem oberen Ende ein Implantatkopf (3) besitzt, der mit einem, dem Unterkiefer (1) angepaßten Zwischenstück (4) derart mit dem geraden Mittelteil der Fixationsplatte (2) verbunden ist, daß die Kraftwirkungslinien des Implantatkopfes (3) mit der des Unterkiefers (1) zusammenfällt und daß über den Implantatkopf (3) eine Gelenkpfanne (8) mit Befestigungslasche (12) derart greift, daß die konkav gestaltete Lauffläche (10) außer Drehbewegungen der Gelenkpfanne (8) auch begrenzte Bewegungen in allen horizontalen Richtungen zuläßt.
-1- 265
Patentansprüche:
2. Kiefergelenkendoprothese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixationsplatte (2) im unteren Drittel um 51° ± 5° zur Senkrechten abgewinkelt ist und im Winkelbereich Verformungskerben (9) besitzt.
3. Kiefergelenkendoprothese nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Implantatkopf (3) außermittig zum geraden Mittelteil angeordnet ist.
4. Kiefergelenkendoprothese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konvexe Seite der Gelenkpfanne (8) Nuten (9) mit schwalbenschwanzförmigen Hinterschneidungen (11) aufweist.
5. Kiefergelenkendoprothese nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkpfanne (8) eine abgewinkelte Lasche (12) mit Bohrung (13) besitzt.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Kiefergelenkendoprothese, die im Rahmen der medizinischen Betreuung der Patienten mit bestimmten krankhaften Gelenkveränderungen angewendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist eine Prothese zum Ersatz des Kiefergelenkköpfchens bekannt, dieaus einem am Unterkiefer anschraubbaren, abgewinkelten Metallteil und einer nachgebildeten Kondyle besteht. Die Kondyle ist dabei mit einem Hals mit einer Schulter verbunden, die auf dem Kieferstumpf aufsitzt. Daran schließt sich das abgewinkelte Metallteil an. Das Gelenkköpfchen lagert in der natürlichen Gelenkpfanne/Schmöker, u. a.: Dtsch. Z. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie 1, 86-92 (1977)/. Solche Implantate werden aus CoCrMo-Gußlegierungen, die üblicherweise für Zahn-Implantate Anwendung finden, hergestellt.
Kiefergelenkimplantate kommen jedoch bevorzugt für jüngere Patienten in Frage, weshalb die Implantate für sehr lange Zeiten, d. h. einige Jahrzehnte im menschlichen Gewebe verbleiben müssen. Für solche langen Zeiten ist die Gewebeverträglichkeit sowie die Korrosionsbeständigkeit der CoCrMo-Legierungen nicht ausreichend, weshalb versucht worden ist, die Prothesen mit besser körperverträgichen Substanzen zu beschichten wie z. B. Polyfluorethylen oder Aluminiumoxyd /Kent, J. N. u. a.: J. Oral Maxillofac Surg. 41 (1983)245-254/.
Die zur Verbesserung der Körperverträglichkeit aufgebrachten Schichten weisen jedoch entscheidende Nachteile auf. So sind die Schichten gegen mechanische Beschädigungen empfindlich, die bei einem zur Anpassung an den natürlichen Kiefer notwendigen Biegevorgang oder beim Anschrauben unvermeidlich sind. Außerdem ist eine langfristige schützende Wirkung der Schicht noch nicht hinreichend nachgewiesen. Zwischen den Schrauben und dem Metallteil kann es zur Spaltkorrosion kommen, da es beim Anschrauben an diesen Stellen unweigerlich zum Abschaben der Beschichtung kommt.
Weiter sindTotalprothesen für das Kiefergelenk bekannt, bei denen die nachgebildete Kondyle in einem künstlichen Gegenlager sitzt. Als Gegenlager ist eine Pfanne aus Keramik oder Silastik vorgeschlagen worden. Diese Gelenkpfanne besteht aus einer 1 bis 4 mm dicken Schale, wobei die komplex gestaltete Lauffläche zur Aufnahme des Kopfteils der Gelenkprothese dient. Die konvexe Fläche ist zweckmäßigerweise so gestaltet, daß außer Drehbewegungen der Kondyle auch begrenzte Bewegungen in allen horizontalen Richtungen möglich sind.
Ein entscheidendes operationstechnisches Problem besteht nun darin, wie die Pfanne zu fixieren ist. Das Anbringen von Schrauben in unmittelbarer Nähe der Pfanne ist nicht möglich, da hier nur eine geringe Dicke der Knochensubstanz vorliegt. Aus dem gleichen Grunde ist auch das Einarbeiten von Nutzen unmöglich, so daß keine zuverlässige Bindung über den Knochenzement möglich wird. /Frentzel, G. u. a.: in K. Schuchardt: Fortschritte der Kiefer- und Gesichtschirurgie, Bd. 21, S. 117-119, Thieme-Verlag, Stuttgart 1976/.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, eine Kiefergelenkendoprothese zu entwickeln, die eine sichere, gewebeverträgliche Fixation am Schädelknochen bzw. Unterkieferknochen sowohl des Kieferköpfchens als auch der Gelenkpfanne ermöglicht. Darüber hinaus soll eine sekundäre Korrektur im Bereich des Winkelbereiches der Fixationsplatte gegeben sein.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kiefergelenkendoprothese zu schaffen, die den morphologisch-funktionellen Gegebenheiten des menschlichen Organismus gerecht wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Fixationsplatte aus einem, an den Unterkiefer anschraubbaren, abgewinkelten korrigierbaren Metallteil und einem am oberen Ende des Implantatteiles angearbeiteten Implantatkopf besteht. Der Implantatkopf ist einer natürlichen Kondyle nachgearbeitet. Das Metallteil ist im unteren Teil zur Anpassung an den Unterkiefer um 51° ± 5° zur Senkrechten abgewinkelt; im Winkelbereich sind für eine sekundäre Korrektur Kerben vorgesehen.
Das abgewinkelte Metallteil besitzt mehrere, vorzugsweise 5-6 Befestigungslöcher, mit denen es mittels Befestigungsschrauben am Unterkieferast befestigt wird.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung erfolgt die Fixation der Gelenkpfanne durch eine Arretierung am Schädelknochen über Knochenzement, wobei zur Erzielung einer einwandfreien Brdung zwischen Gelenkpfanne und Knochenzement in die konvexe Seite der Gelenkpfanne kleine Nuten vorgesehen sind, die mit schwalbenschwanzähnlichen Hinterschneidungen versehen sind. Zum anderen wird insbesondere zur Aufnahme horizontal wirkender Kräfte außerdem an der Gelenkpfanne eine Lasche mit einer oder mehreren Bohrungen angebracht, so daß eine Fixation mit einer oder mehreren Schrauben an einer dickeren Schädelknochenstelle möglich wird. Die Fixation erfolgt durch Anschrauben am Jochbogen.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3715000C2 (de)
DE69533129T2 (de) Zahnimplantat
DE3886366T2 (de) Abstandsstück für Zahnimplantat.
DE4230009C5 (de) Vorrichtung zur Rekonstruktion von Zähnen
EP0319717B1 (de) Wurzelstift
EP2010092B1 (de) Dentalimplantat und verfahren zu seiner montage
DE102005013200B4 (de) Zweiteiliges Zahnimplantat aus Keramik
DE2733394B2 (de) Kunstzahn mit implantierbarer Zahnwurzel
EP1547543A1 (de) Abutment für Dentalimplantate
EP2005915B1 (de) Dentalimplantat
DE2540077A1 (de) Implantierbare vorrichtung
EP2742905A1 (de) Dentalimplantat
DE2517702B2 (de) Femurteil einer Hüftgelenktotalendoprothese
DE19638232B4 (de) Zahnmedizinisches Implantat
DE2836152A1 (de) Mehrteiliges implantat zur dauerverankerung von zahnersatz
DE10358680A1 (de) Abutment für ein Zahnimplantat, Zahnimplantat mit einem solchen Abutment sowie Verfahren zum Herstellen von Zahnersatz unter Verwendung des Zahnimplantats
EP1336388A1 (de) Dentalimplantat
DD226774A1 (de) Kiefergelenkendoprothese
DD226774B1 (de) Kiefergelenkendoprothese
CH673579A5 (de)
DD256077A1 (de) Basalfixiertes dentalimplantat zur befestigung von zahnersatz
CH665118A5 (de) Dentale verankerung.
DE1020439B (de) Zur Befestigung von Zahnprothesen dienendes subperiostales Implantat
DE102024003253B4 (de) Vorrichtung zur kortikalen Fixation eines Zahnimplantats
DE2754917A1 (de) Dentales implantat