DD226775A1 - Verfahren zur herstellung eines diaetetischen praeparats - Google Patents

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DD226775A1
DD226775A1 DD26670384A DD26670384A DD226775A1 DD 226775 A1 DD226775 A1 DD 226775A1 DD 26670384 A DD26670384 A DD 26670384A DD 26670384 A DD26670384 A DD 26670384A DD 226775 A1 DD226775 A1 DD 226775A1
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DD
German Democratic Republic
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preparation
nitrogen
treatment
amino acid
tryptophan
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Application number
DD26670384A
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English (en)
Inventor
Hans Geipel
Kurt Roehr
Manfred Friedrich
Original Assignee
Berlin Chemie Veb
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Praeparates zur diaetetischen Behandlung der Niereninsuffizienz, das eine maximale Rezyklisierung von Stickstoff gewaehrleisten soll. Die Aufgabe wurde dahingehend geloest, dass man auf ein durch Proteinhydrolyse hergestelltes Aminosaeurengemisch in saurer Loesung Nitrit einwirken laesst und dem erhaltenen Hydroxisaeurengemisch Lysin und Threonin, sowie gegebenenfalls Tryptophan, zusetzt.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung eines diätetischen Präparates
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Präparates zur diätetischen Behandlung, das eine maximale Rezyklisierung von Stickstoff gewährleisten soll. Das Hauptanwendungsgebiet liegt in der Therapie der Niereninsuffizienz, Jedoch auch in der Behandlung anderer Stickstoffakkumulationskrankheiten.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Als Folge einer vorliegenden Niereninsuffizienz reichern sich im menschlichen Organismus stickstoffhaltige Stoffwechselschlacken an (Urämie). Im Endstadium der Urämie führt nur noch die Dialysebehandlung zur Senkung des Harnstickstoffgehaltes. Durch diätetische Therapie kann in vielen Fällen die Dialysebehandlung vermieden bzw. zeitlich verzögert werden. Da trotz bilanzierter Verabreichung von essentiellen Aminosäuren stickstoffhaltige Stoffwechselprodukte angereichert werden, wird gemäß DE-2712777 die Verwendung eines Gemisches essentieller Aminosäuren vorgeschlagen, in welchem einige Hydroxi- oder Eetoanaloge anstelle der entsprechenden Aminosäuren enthalten sind..Zwar könnten theoretisch außer Threonin und Lysin alle übrigen essentiellen Aminosäuren dem Organismus auch in Form der Hydroxi— oder Ketoanalogen zugeführt werden, jedoch spielen
bei der' Auswahl der Aminosäurenanalogen auch Fragen der synthetischen Zugänglichkeit und der Ökonomie ihrer Herstellung eine Rolle. Es ist bisher nicht gelungen, zur Behandlung der Niereninsuffiaienz ein Arainosäurengemisch herzustellen, in dem alle Aminosäuren, außer Lysin und Threonin, in Form der Hydroxi- oder Ketoanalogen vorhanden sind. Daher kann eine optimale Senkung der Harnstoffkonzentration im Blurt nicht durch diätetische Behandlung erzielt v/erden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Herstellung eines Präparates zur diätetischen Behandlung der Niereninsuffizienz, bei dem der -vorstehend beschriebene Nachteil weitgehend vermieden wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung eines Präparates, das eine maximale Rezyklisierung von Stickstoff im menschlichen Organismus gewährleistet, aufzuzeigen, das mit leicht zugänglichen und billigen Rohstoffen ausgeführt werden kann. Die Aufgabe wurde dahingehend gelöst, daß auf ein durch Proteinhydrolyse hergestelltes Aminosäurengemisch, das essentielle und nichtessentielle Aminosäuren enthält, in saurer, wässriger Lösung Nitrit zur Einwirkung gebracht wird. Dabei bilden sich, unter Abspaltung von Stickstoff, die Hydroxianalogen der Aminosäuren* Bei der in üblicher V/eise vorgenommenen Aufarbeitung erhält man ein Produkt, dem die Aminosäuren Lysin und Threonin zugemischt werden* Wird als Ausgangsprodukt ein Aminosäurengemisch verwendet, das durch Säurehydrolyse gewonnen worden ist, muß zusätzlich Tryptophan - entweder vor oder nach der Behandlung mit Nitrit - zugegeben werden. Das erfindungsgemäß hergestellte Produkt zeichnet sich dadurch aus, daß es gegenüber den bisher verwendeten diätetischen Mitteln einen erheblich reduzierten Aminostickstoffgehalt aufweist und neben den Kohlenstoffgerüsten der essen-
tiellen Aminosäuren auch die entsprechenden Vorstufen nicht— essentieller Aminosäuren enthält. Auf diese Weise liegt ein erhöhtes Angebot an Stickstoffrezeptoren -vor und die wünschenswerte Rezyklisierung "von Stickstoff wird maximal "verbessert. Das neue Präparat kann vorwiegend zur Therapie der Niereninsuffizienz, aber .auch zur Behandlung anderer Stickstoffakkumulationskrankheiten verwendet werden.
Ausführungsbeispiele
1.) 50 g eines durch Säurehydrolyse von Kasein erhaltenen Aminosäurengemisehes werden in 200 ml Wasser und 60 g 37%iger Salzsäure gelöst. Die Lösung wird mit Eis gekühlt und dann unter Rühren eine Lösung von 40 g Natriumnitrat in 200 ml Wasser innerhalb einer Stunde zugegeben. Anschließend wird das Gemisch auf Raumtemperatur erwärmt. Das gebildete Natriumchlorid wird in bekannter Weise entfernt und die Lösung im Takuum eingedampft, wobei die gebildeten Hydroxisäuren als Rückstand erhalten werden. Dem Gemisch werden 1,71 g L-Threonin, 3,4 g L-Lysinmonohydrochlorid und 0,74 g L-Tryptophan zugegeben.
2.) 50 g eines durch Säurehydrolyse von Kasein erhaltenen Aminosäurengemisches werden mit 0,74 g L-Tryptophan versetzt und dann, wie im Beispiel 1 beschrieben, weiterbehandelt. Das erhaltene Gemisch der Hydroxisäuren wird mit 1,71 g L-Threonin und 3,4 g L-Lysinmonohydrochlorid versetzt.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch
    1.) Verfahren zur Herstellung eines Präparates zur diätetischen Behandlung der Niereninsuffizienz, gekennzeichnet dadurch, daß man auf. ein durch Proteinhydrolyse hergestelltes Aminosäurengeniisch in saurer Lösung Nitrit einwirken läßt und dem erhaltenen Hydroxisäurengemisch Lysin und Threonin, sowie gegebenenfalls Tryptophan, zusetzt.
  2. 2.) Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß ; das gegebenenfalls zuzusetzende Tryptophan dem.Aminosäurengemisch ror der Behandlung mit ITitrit beigefügt wird.
DD26670384A 1984-08-29 1984-08-29 Verfahren zur herstellung eines diaetetischen praeparats DD226775A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19534602C2 (de) * 1995-09-18 1999-09-09 Milupa Ag Verwendung von Threonin zur Behandlung der Phenylketonurie

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