DD227046A1 - Elektronisches messgeraet zur bestimmung der laenge eines zahnwurzelkanales - Google Patents

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DD227046A1 DD26782984A DD26782984A DD227046A1 DD 227046 A1 DD227046 A1 DD 227046A1 DD 26782984 A DD26782984 A DD 26782984A DD 26782984 A DD26782984 A DD 26782984A DD 227046 A1 DD227046 A1 DD 227046A1
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Thomas Scheffler
Dieter Pahncke
Jiri Vrana
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Univ Rostock
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der konservierenden Stomatologie. Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Messgenauigkeit und der Erhoehung der Zuverlaessigkeit bei der Bestimmung der Laenge eines Zahnwurzelkanals. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung eines elektronischen Messgeraetes, mit dem, unabhaengig von individuellen Besonderheiten, eine zuverlaessige Lokalisierung des apikalen Wurzelkanalendes mit hoher Genauigkeit moeglich ist. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass mit einer axial im Wurzelkanal schwingenden Elektrode die Widerstandscharakteristik des Wurzelkanals abgetastet und die vom Absolutwert des Widerstandes unabhaengige, fuer jeden Wurzelkanalabschnitt charakteristische Widerstandsaenderung mit Hilfe eines Modulationsverfahrens detektiert und zur Anzeige gebracht wird. Fig. 1.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der konservierenden Stomatologie und kann in Verbindung mit einem speziellen Winkelstück unter Umwandlung der Rotationsbewegung des Motors der zahnärztlichen Behandlungseinheit in eine vertikale Schwingbewegung zum Aufsuchen des unteren (apikalen) Endes des Zahnwurzelkanals verwendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Seit der Einführung der Röntgenaufnahmen zur Feststellung der Länge von Zähnen im lebenden Organismus ist man sich über die Nachteile des Verfahrens, die vor allem in anatomischen Variationen sowohl der Zähne als auch der Zähne im Knochenlager zu sehen sind, einig.
Eine Alternative stellt die elektronische Bestimmung der Zahnlänge dar. Bekannte elektronische Auswertemethoden gehen von einem bestimmten, vom Patienten unabhängigen Widerstandswert zwischen einer Mundschfeimhautelektrode und einer bis zur unteren (apikalen) Öffnung des Wurzelkanals vorgeschobenen Meßelektrode aus (z.B. US-PS 4273531; A61 C19/04; US-PS 4302627; A61 C19/04 oder GB-PS 1439835; A61 C19/04).
Andere bekannte Geräte basieren auf einem Vergleich des aktuellen Widerstandswertes mit mehreren, jeweils bestimmten Eindringtiefen der Meßelektrode in den Wurzelkanal entsprechenden Leitfähigkeitswerten bzw. -schwellen (z.B. DE-OS 3018568, A61 C19/04). Für ein sicheres Messen mit diesen genannten Geräten sind gleiche Verhältnisse an allen Untersuchungsobjekten Voraussetzung. Individuelle Besonderheiten und einige pathologische Zustände können zu Fehlmessungen führen.
Ebenso verhält es sich mit den Geräten nach dem Ultraschall-Prinzip (z.B. A61 c 19/04 : DE-OS 3211669 AI) und dem Vergleichsprinzip (DE-OS 3021302 A61 c 19/04). Hier können schon Feuchtigkeitsunterschiede zu unterschiedlichen Meßergebnissen führen.
Ein anderes bekanntes Gerät (DE-OS 2134435; A61 c 19/04) signalisiert das Wurzelkanalende als Punkt mit dem minimalen Widerstandswert. Hierbei besteht die Gefahr des zu tiefen Eindringens und damit der Verletzung, da sich der Widerstand auch r über das Wurzelkanalende hinaus noch zu kleineren Werten hin verändern kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Erhöhung der Meßgenauigkeit und der Zuverlässigkeit unabhängig von individuellen Besonderheiten sowie die Senkung der Verletzungsgefahr.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu entwickeln, mit dem, unabhängig von individuellen Besonderheiten, eine zuverlässige Lokalisierung des apikalen Wurzelkanalendes mit hoher Genauigkeit möglich ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der für die apikale Wurzelkanaiöffnung typische rapide Widerstandsabfall mit Hilfe einer im Wurzelkanal in axialer Richtung schwingenden Meßelektrode, eines Modulators und eines Demodulators in ein entsprechendes Gleichspannungssignal umgesetzt wird, wobei der absolute Wert des Widerstandes auf Grund individueller Unterschiede der Zähne verschieden sein kann.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiei näher erläutert werden. Fig. 1 stellt das Blockschaltbild der Erfindung dar. Fig. 2 zeigt zwei verschiedene Abhängigkeiten des Anzeigewertes von der Eindringtiefe der Meßelektrode, die jedoch beide ihr Maximum in unmittelbarer Umgebung der apikalen Wurzelkanalöffnung haben.
Der Ausgang des Generators 1, der eine Wechselspannung mit einer Frequenz von etwa 10 kHz und einer Amplitude von einigen 100mV erzeugt, ist mit einer großflächigen Mundschleimhautelektrode 2 verbunden, und über das Zahnfleisch und tiefer gelegene anatomische Strukturen wird der Stromkreis zur im Wurzelkanal axiale Schwingungen ausführenden Meßelektrode 3 geschlossen. Durch die Bewegung der Meßelektrode 3 mit einer Schwingungsweite von etwa 1 mm erfolgt eine Messung jeweils entlang eines gewissen Kurvenstücks der Widerstandscharakteristik des Wurzelkanals. Der Modulator 4 liefert ein dem momentanen Widerstandswert umgekehrt entsprechendes moduliertes Wechselspannungssignal, das mit Hilfe des Demodulators 5 und des nachfolgenden Filters 6 in ein der relativen Widerstandsänderung entsprechendes Gleichspannungssignal umgesetzt wird. Diese Gleichspannung läßt sich sowohl mit Hilfe der Anzeige 7 direkt visuell auswerten als auch durch eine anschließende Maximumsauswertung 8 zur Auslösung eines akustischen, optischen oder elektromechanischen Signals des Signalgebers 9 benutzen. Das Ermitteln der Eindringtiefe in den Wurzelkanal erfolgt üblicherweise mit Hilfe eines auf die Meßelektrode aufschiebbaren Gummistoppers.

Claims (1)

  1. -2- 678 29
    Erfindungsanspruch:
    Elektronisches Meßgerät zur Bestimmung der Länge eines Zahnwurzelkanals mittels Meßelektroden, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einem Generator (1) erzeugtes Wechselspannungssignal über eine großflächige Mundschleimhautelektrode (2) und tiefer gelegene anatomische Gebilde auf eine axial im Zahnwurzelkanal schwingende Meßelektrode (3) übertragen wird und in Abhängigkeit vom momentanen Widerstandswert zwischen beiden Elektroden (2; 3) auf einen Modulator (4) wirkt, der mit einem Demodulator (5) verbunden ist, dessen durch ein Filter (6) geglättetes Ausgangssignal mit dem Anstieg der Widerstandscharakteristik des Zahnwurzelkanals im Zusammenhang steht, und das sowohl direkt über eine Anzeige (7) sichtbar gemacht, als auch mit Hilfe einer Maximumsauswertung (8) zur Auslösung akustischer, optischer oder elektromechanischer Meldesignale verwendet werden kann.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der konservierenden Stomatologie und kann in Verbindung mit einem speziellen Winkelstück unter Umwandlung der Rotationsbewegung des Motors der zahnärztlichen Behandlungseinheit in eine vertikale Schwingbewegung zum Aufsuchen des unteren (apikalen) Endes des Zahnwurzelkanals verwendet werden.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Seit der Einführung der Röntgenaufnahmen zur Feststellung der Länge von Zähnen im lebenden Organismus ist man sich über die Nachteile des Verfahrens, die vor allem in anatomischen Variationen sowohl der Zähne als auch der Zähne im Knochenlager zu sehen sind, einig.
    Eine Alternative stellt die elektronische Bestimmung der Zahnlänge dar. Bekannte elektronische Auswertemethoden gehen von einem bestimmten, vom Patienten unabhängigen Widerstandswert zwischen einer Mundschleimhautelektrode und einer bis zur unteren (apikalen) Öffnung des Wurzelkanals vorgeschobenen Meßelektrode aus (z.B. US-PS 4273531; A61 C19/04; US-PS 4302627; A61 C19/04 oder GB-PS 1439835; A61 C19/04).
    Andere bekannte Geräte basieren auf einem Vergleich des aktuellen Widerstandswertes mit mehreren, jeweils bestimmten Eindringtiefen der Meßelektrode in den Wurzelkanal entsprechenden Leitfähigkeitswerten bzw. -schwellen (z. B. DE-OS 3018568, A61 C19/04). Für ein sicheres Messen mit diesen genannten Geräten sind gleiche Verhältnisse an allen Untersuchungsobjekten Voraussetzung. Individuelle Besonderheiten und einige pathologische Zustände können zu Fehlmessungen führen. Ebenso verhält es sich mit den Geräten nach dem Ultraschall-Prinzip (z. B. A61 c 19/04 : DE-OS 3211669 AD und dem Vergleichsprinzip (DE-OS 3021302 A61 C19/04). Hier können schon Feuchtigkeitsunterschiede zu unterschiedlichen Meßergebnissen führen.
    Ein anderes bekanntes Gerät (DE-OS 2134435; A61 c19/04) signalisiert das Wurzelkanalende als Punkt mit dem minimalen Widerstandswert. Hierbei besteht die Gefahr des zu tiefen Eindringens und damit der Verletzung, da sich der Widerstand auch r über das Wurzelkanalende hinaus noch zu kleineren Werten hin verändern kann.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist die Erhöhung der Meßgenauigkeit und der Zuverlässigkeit unabhängig von individuellen Besonderheiten sowie die Senkung der Verletzungsgefahr.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu entwickeln, mit dem, unabhängig von individuellen Besonderheiten, eine zuverlässige Lokalisierung des apikalen Wurzelkanalendes mit hoher Genauigkeit möglich ist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der für die apikale Wurzelkanalöffnung typische rapide Widerstandsabfall mit Hilfe einer im Wurzelkanal in axialer Richtung schwingenden Meßelektrode, eines Modulators und eines Demodulators in ein entsprechendes Gleichspannungssignal umgesetzt wird, wobei der absolute Wert des Widerstandes auf Grund individueller Unterschiede der Zähne verschieden sein kann.
    Ausführungsbeispiel
    Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiei näher erläutert werden. Fig. 1 stellt das Blockschaltbild der Erfindung dar. Fig. 2 zeigt zwei verschiedene Abhängigkeiten des Anzeigewertes von der Eindringtiefe der Meßelektrode, die jedoch beide ihr Maximum in unmittelbarer Umgebung der apikalen Wurzelkanalöffnung haben. Der Ausgang des Generators 1, der eine Wechselspannung mit einer Frequenz von etwa 1OkHz und einer Amplitude von einigen 100mV erzeugt, ist mit einer großflächigen Mundschleimhautelektrode 2 verbunden, und über das Zahnfleisch und tiefer gelegene anatomische Strukturen wird der Stromkreis zur im Wurzelkanal axiale Schwingungen ausführenden Meßelektrode 3 geschlossen. Durch die Bewegung der Meßelektrode 3 mit einer Schwingungsweite von etwa 1 mm erfolgt eine Messung jeweils entlang eines gewissen Kurvenstücks der Widerstandscharakteristik des Wurzelkanals. Der Modulator 4 liefert ein dem momentanen Widerstandswert umgekehrt entsprechendes moduliertes Wechselspannungssignal, das mit Hilfe des Demodulators 5 und des nachfolgenden Filters 6 in ein der relativen Widerstandsänderung entsprechendes Gleichspannungssignal umgesetzt wird. Diese Gleichspannung läßt sich sowohl mit Hilfe der Anzeige 7 direkt visuell auswerten als auch durch eine anschließende Maximumsauswertung 8 zur Auslösung eines akustischen, optischen oder elektromechanischen Signals des Signalgebers 9 benutzen. Das Ermitteln der Eindringtiefe in den Wurzelkanal erfolgt üblicherweise mit Hilfe eines auf die Meßelektrode aufschiebbaren Gummistoppers.
DD26782984A 1984-10-01 1984-10-01 Anordnung zur bestimmung der laenge eines zahnwurzelkanales DD227046B1 (de)

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