DD227128A1 - Verfahren zur herstellung eines putz- und mauermoertels - Google Patents

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Helmut Bietz
Egbert Thiel
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Bauakademie Ddr
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/18Waste materials; Refuse organic
    • C04B18/24Vegetable refuse, e.g. rice husks, maize-ear refuse; Cellulosic materials, e.g. paper, cork
    • C04B18/28Mineralising; Compositions therefor
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Putz- und Mauermoertels zur Waermedaemmung von Innen- und Aussenwaenden an Bauten. Aus der holzverarbeitenden Industrie, insbesondere fuer die Herstellung von Spanplatten, sollen die abfallenden Holzabfaelle einer wirtschaftlichen Verwertung im Bauwesen als Leichtzuschlagstoff fuer Putzmoertel mit einer Rohdichte 0,7 kg/dm3 und fuer Mauermoertel mit einer Rohdichte 1,3 kg/dm3 im verarbeiteten Zustand eingesetzt werden. Erfindungsgemaess wird Mauermoertel in einem Masseverhaeltnis Holz zu hydraulischem Bindemittel zwischen 0,1 und 0,3 bei einem Wasser-Zement-Wert von 0,5 bis 0,7 und Putzmoertel in einem Masseverhaeltnis Holz zu hydraulischem Bindemittel 0,4 bei einem Wasser-Zement-Wert von 0,7 bis 1,0 hergestellt werden, wobei die Holzteilchen der Spanfraktion 0/2 mm angehoeren. Als hydraulische Bindemittel werden vorwiegend schnellabbindende Zemente verwendet. Beim Putzmoertel kann zum Zement Kalkhydrat im Verhaeltnis 2:1 eingesetzt werden. Die Erfindung kann als Putz- und Mauermoertel zur Waermedaemmung an Bauten im Wohnungs-, Gesellschafts- und Industriebau zur Anwendung kommen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Putz- und Mauermörtel zur Wärmedämmung von Innen- und Außenwänden an Bauten im Wohnungs-, Gesellschafts- und Industriebau.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur wärmetechnischen Verbesserung von Mauerwerk sind Leichtmauermörtel und Dämmputze mit leichten Zuschlagstoffen bekannt. Als Bindemittel werden in der Regel bekannte hydraulische Bindemittel (Kalk, Zement) eingesetzt, von denen die Leichtzuschlagstoffe umhüllt und verbunden werden.
Als leichte Zuschlagstoffe sind Bims, Polystyrol, Blähperlit, Blähvermiculit, Gasbetongranulat, Gummi, Granulat und deren Gemische bekannt.
In der DE-OS Nr. 2161757 wird ein Baumörtel beschrieben, derein geringes Gewicht und eine schlechte Wärmeleitfähigkeit aufweist. Kies und Sand werden durch isolierstoffumhüllte Holzteilchen ersetzt und mit normalen hydraulischen Bindemitteln und Wasser vermischt. Zur Realisierung dieses Verfahrens ist eine aufwendige Vorrichtung erforderlich. Außerdem stehen Teer und Bitumen als Isolierstoff nicht in ausreichender Menge zur Verfugung.
Die DE-OS Nr.2304478 beinhaltet eine Mörtelmischung mit einem Weißfeinkalkanteii von 0,5 bis8Gew.-% und einem Holzmehlanteil von 0,1 bis 5Gew.-%. Der erfindungsgemäße Effekt liegt in der Herstellung von risse- und treibfreien Putzen.
Zur dekorativen Gestaltung von Wandflächen sind Putzmörtel bekannt, in denen Holzfasermehl eingearbeitet ist (DE-OS Nr.2036837). Mit einer durchschnittlichen Holzfaserlänge von 200^m werden Holzfaserteilchen in einem Mischungsverhältnis zu Sand bzw. Ton und Holzteilchen von etwa 1:20 eingearbeitet. Als Bindemittel dient ein wasserempfindlicher organischer Kleber, wodurch der Putz nicht witterungsbeständig und nur als Innenputz verwendbar ist.
Ziel der Erfindung
Aus der holzverarbeitenden Industrie, insbesondere für die Herstellung von Spanplatten, sollen die anfallenden Holzabfälle, die bisher verkippt, verbrannt und somit wenig ökonomisch verwertet werden, einer weiteren wirtschaftlichen Verwertung im Bauwesen als Leichtzuschlagstoff in Putz- und Mauermörteln zugeführt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen wärmedämmenden Putz- und Mauermörtel auf der Basis hydraulischer Bindemittel mit Holzpartikeln als leichten Zuschlagstoff herzustellen, der als Putzmörtel eine Rohdichte von ς < 0,7kg/dm3 und als Mauermörtel eine Rohdichte von ς < 1,3 kg/dm3 bei gefügedichter Struktur im verarbeiteten Zustand aufweist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Mauermörtel in einem Masseverhältnis Holzpartikel zu hydraulischem Bindemittel zwischen 0,1 bis 0,3 bei einem Wasser-Bindemittel-Wert von 0,5 bis 0,7 und ein Putzmörtel in einem Masseverhältnis Holzpartikel zu hydraulischem Bindemittel >0,4 bei einem Wasser-Bindemittel-Wert von 0,7 bis 1,0 hergestellt werden. Die Holzpartikel sind in bekannter Weise imprägniert und mineralisiert. Ihre durchschnittliche Größe entspricht der Fraktion 0/2 mm. Als hydraulische Bindemittel werden vorwiegend schnellabbindende Zemente verwendet. Zur Verringerung der Rohdichte beim Dämmputz wird zum Zement Kalkhydrat in einem Verhältnis von 2:1 eingesetzt. Für diese Zwecke sind auch luftporenbildende Zusatzmittel, die dem Dämmputz in üblicher Dosierung zugegeben werden, zu nutzen.
Ausführungsbeispiel
Als Holzteilchen werden Spanreste der Fraktion Vinm aus der Spanplattenverarbeitung verwendet. Diese sind bereits mit organischen Harzen, die die abbindeverzögernde Wirkung der Saccharide einschränken, imprägniert. Zur vollständigen Ausschaltung der Wirkung der Saccharide werden die Spanreste vor dem Vermischen mit Zement bzw. hydraulischem Kalk mit einer 33%igen Salzlösung oder durch Kalkmilch (Kalkgehalt 20%) mineralisiert. Die Mineralisierung kann entweder im spanplattenproduzierenden Bereich oder im Prozeß der Mörtelherstellung erfolgen.
Beispiel 1
Als Mauermörtel wird ein Gemenge aus 0,55 MT Zement, 0,12 MT Spanreste und 0,33 MTWasser hergestellt. Zur Mineralisierung wird entsprechend der Spanmenge eine 3%ige Salzlösung oder Kalkmilch im Verhältnis 1:1 dem Gemenge zugesetzt.
Beispiel 2
Als Putzmörtel wird ein Gemenge von 0,45 MT Zement, 0,18MT Spanabfall und 0,37 MTWasser hergestellt. Die Mineralisierung erfolgt wie im Ausführungsbeispiel 1.
Beispiel 3
Zur besseren Verarbeitbarkeit und zur Dichtereduzierung beim Putzmörtel wird ein Gemenge aus 0,30MT Zement, 0,15MT Kalk, 0,18 MT Spanabfall und 0,37 MT Wasser hergestellt und wie üblich mineralisiert.

Claims (4)

  1. -1- 672
    Erfindungsansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung eines Putz- und Mauermörtels unter Verwendung hydraulischer Bindemittel mit Holzteilchen als Leichtzuschlagstoff und diese Holzteilchen mit bekannten Mitteln imprägniert und mineralisiert, dadurch gekennzeichnet, daß Mauermörtel in einem Masseverhältnis Holz zu hydraulischem Bindemittel zwischen 0,1 bis 0,3 bei einem Wasser-Bindemittel-Wert von 0,5 bis 0,7 und Putzmörtel in einem Masseverhältnis Holz zu hydraulischen Bindemittel >0,4 bei einem Wasser-Bindemittel-Wert von 0,7 bis 1,0 hergestellt werden, wobei die durchschnittliche Größe der Holzteilchen der Fraktion °/2mm entspricht.
  2. 2. Verfahren nach Hauptpunkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als hydraulisches Bindemittel schnellabbindende Zemente verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach den Punkten 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Putzmörtel zum Zement Kalkhydrat in einem Verhältnis 2:1 eingesetzt wird.
  4. 4. Verfahren nach den Punkten 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Putzmörtel luftporenbildende Zusatzmittel in üblicher Dosierung zugesetzt werden.
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