DD227465A1 - Fadenfuehrersteuervorrichtung fuer strickmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Fadenfuehrersteuervorrichtung fuer insbesondere Flachstrickmaschinen mit zwischen den beiden einem Stricksystem zugehoerigen Nadelsenkern angeordneten Maschenuebertragungsschlossteilen und mindestens einer parallel zum Nadelbett angeordneten Fadenfuehrerschiene sowie auf der Schiene verschieblichen Fadenfuehrerkaesten, die auf ihrer oberen Seite mit einer seitlich von zwei Anschlaegen berenzten, nach oben offenen Ausnehmung versehen sind, waehrend auf dem Schlitten pro Fadenfuehrerschiene und Stricksystem mindestens ein zum Einfall in die Ausnehmung bestimmter, elektromagnetisch steuerbarer Mitnehmer vorgesehen ist. Um eine erhebliche Verringerung der Breite der Fadenfuehrerkaesten und damit ihrer Masse sowie des notwendigen Schlittenueberhubes zu erreichen, besteht der Mitnehmer erfindungsgemaess aus zwei in Hubrichtung des Schlittens um maximal den Abstand der Kulierpunkte der beiden Nadelsenker voneinander versetzten Mitnahmefingern. Fig. 3
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fadenführersteuervorrichtung für Strickmaschinen, insbesondere Flachstrickmaschinen mit zwischen den beiden einem Stricksystem zugehörigen Nadelsenkern angeordneten Maschenübertragungsschloßteilen und mindestens einer parallel zum Nadelbett angeordneten Fadenführerschiene sowie auf der Schiene verschieblichen Fadenführerkästen, die auf ihrer oberen Seite mit einer seitlich von zwei Anschlägen begrenzten, nach oben offenen Ausnehmung versehen sind, während auf dem Schlitten pro Fadenführerschiene und Stricksystem mindestens ein zum Einfall in die Ausnehmung bestimmter, elektromagnetisch steuerbarer Mitnehmer vorgesehen ist.
Fadenführersteuervorrichtungen der vorstehend erwähnten Art sind sowohl an Flachstrickmaschinen mit konstantem Schlittenhub („Wirkerei-und Strickerei-Technik", Coburg, Nr. 1; Januar 1977, S. 12 u. 13) als auch an Flachstrickmaschinen mit einem beim Arbeiten von Artikeln mit unterschiedlicher Breite die Produktivität erhöhenden, variablen Schlittenhub (DE-OS 3.045.758) bekannt.
Unabhängig vom jeweiligen Maschinentyp ist der Mitnehmer für die Fadenführerkästen mittig zum jeweiligen Stricksystem am Schlitten befestigt. Der Abstand der die auf der oberen Seite der Fadenführerkästen angeordnete Ausnehmung seitlich begrenzenden Anschläge voneinander entspricht dabei dem Abstand der Kulierpunkte der beiden jeweils einem Stricksystem zugehörigen Kulierteile voneinander minus dem zweifachen Fadenführervorlauf, um zu gewährleisten, daß die Fadeneinlage in jeder Hubrichtung des Schlittens ordnungsgemäß erfolgt. Die eine platzsparende Bauweise und damit eine Verringerung der Schlittenmasse ermöglichende Integration des Maschenübertragungsschlosses in das Strickschloß, die an modernen Maschinen üblich ist (s. DE-OS 3.138.981 und DE-OS 3.302.419), erhöht jedoch den Abstand der beiden einem Stricksystem zugehörigen Kulierteile voneinander und vergrößert damit die Breite der Fadenführerkästen. Dadurch erhöht sich nicht nur die Masse der Fadenführerkästen sondern auch der u.a. von der Fadenführerkastenbreite und der Anzahl der Fadenführerkästen pro Schiene abhängige, notwendige Überhub des Schlittens, was die effektive Maschinenleistung in negativer Weise beeinträchtigt.
Es ist deshalb das Ziel der vorliegenden Erfindung, die effektive Maschinenleistung zu verbessern, um damit die auf den Arbeitsgang „Stricken" entfallenden Artikelkosten reduzieren zu können.
Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zu Grunde, die Fadenführersteuervorrichtung der eingangs erwähnten Art so auszubilden, daß sie eine erhebliche Verringerung der Breite der Fadenführerkästen und damit ihrer Masse sowie des notwendigen Schlittenüberhubes gestattet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Mitnehmer aus zwei in Hubrichtung des Schlittens voneinander um maximal den Abstand der beiden Kulierpunkte der beiden Nadelsenker voneinander versetzten Mitnahmefingem besteht.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens sind die Fadenführerkästen jeder Schiene verschieblich durch den in Hubrichtung des Schlittens jeweils hinteren Mitnahmefinger zwischen an der Schiene manuell einstellbar vorgesehenen Schaltkurven zum Ausheben des nachlaufenden Mitnahmefingers des Mitnehmers gegen die Kraft einer ersten Feder in die Auswahlstellung des Mitnehmers, wobei die Mitnahmefinger jeweils an einem starren Anschlag unter der Kraft je einer weiteren Feder anliegend ausgebildet sind, und der in Hubrichtung des Schlittens jeweils vordere Mitnahmefinger gegen die Kraft der weiteren Feder durch an den Fadenführerkästen bzw. Schaltkurven vorgesehene Hubkurven bzw. Anschlägein eine unwirksame Stellung bringbar ist. Alternativ dazu ist es jedoch auch möglich, daß die Mitnahmefinger starr am Mitnehmer angeordnet sind und der Mitnehmer dann durch den Ε-Magnet unter Verzicht auf mechanische Schaltkurven in der Umkehr des Schlittens direkt schaltbar ausgebildet ist.
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Ausführungsbeispiel
Die vorstehend beschriebene Erfindung soll im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Das Schloß einer mit der erfindungsgemäßen Fadenführersteuervorrichtung ausgestatteten Flachstrickmaschine, Fig. 2: eine Draufsicht auf den Schlitten der Maschine,
Fig.3: eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fadenführersteuervorrichtung und Fig.4: eine zu Fig.3 alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fadenführersteuervorrichtung. Das zum Zusammenwirken mit einem Nadelbett bestimmte Schloß der mit der erfindungsgemäßen Fadenführersteuervorrichtung ausgestatteten R/R-Flachstrickmaschine weist ein zwischen zwei Nadelsenkern 1; 2 angeordnetes Strickschloßteil 3 mit zuschaltbarem Maschenübergabeschloßteil 4 sowie zwei wahlweise als Fangheber bzw. Maschenübernahmeschloßteile dienende Austriebsschloßteile 5; 6 auf. Derartige Strickschlösser können mehrere hintereinander auf jedem Nadelbett auf dem Schlitten 7 der Maschine angeordnet sein.
Beim Schlittenhub von links nach rechts strickt dabei der Nadelsenker 1 die beim Rechtshub gebildeten Maschen ab, während beim Linkshub des Schlittens der Nadelsenker 2 wirksam ist. Bei einem Rechtshub des Schlittens 7 befindet sich der zum Fadeneinlegen vorgesehene Fadenführer 8 in einer dem Nadelsenker 1 vorauseilenden, in Fig. 1 mit Volumen dargestellten Position, während er sich beim Linkshub des Schlittens 7 in einer dem Nadelsenker 2 vorauseilenden, in Fig. 1 mit gestrichelten Linien dargestellten Position befindet (Fig. 1).
Jeder Fadenführer 8 ist in üblicherweise an einem Kasten 9 angeordnet, der auf einer parallel zum jeweiligen Nadelbett 10; 11 verlaufenden Schiene verschiebbar ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind pro Nadelbett 10; 11 zwei Schienen 12; 13 bzw. 12a; 13a vorgesehen, auf denen beidseitig jeweils bis zu zwei Fadenführerkästen 9 angeordnet sind. Jeder Fadenführerkasten 9 ist auf seiner oberen Seite mit einer seitlich von zwei Anschlägen 14; 15 begrenzten Ausnehmung 16 versehen, während auf dem Schlitten 7, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein dreisystemiges kombiniertes Strick-Umhängeschloß (gemäß Fig. 1) trägt, pro Fadenführerschiene 12; 13 bzw. 12a; 13a und Stricksystem mindestens ein zum Einfall in die Ausnehmung 16 bestimmter elektromagnetisch steuerbarer Mitnehmer 17 vorgesehen ist (Fig.2 und 3). Erfindungsgemäß besteht jeder Mitnehmer 17 aus zwei in Hubrichtung des Schlittens 7 voneinander maximal um die Distanz a (a = horizontaler Abstand der Kulierpunkte der beiden Nadelsenker 1; 2 voneinander minus 2facher Fadenführervorlauf; s. Fig. 1) versetzten Mitnahmefingern 18; 18'.
Im gewählten Ausführungsbeispiel ergibt sich also der Abstand cder die Ausnehmung 16 der Fadenführerkästen 9 seitlich begrenzenden Anschläge 14; 15 voneinander durch a-b (b = Abstand der Fadenführermitnahmefinger 18; 18' voneinander). Diese-Mitnahmefinger 18; 18' liegen unter der Kraft je einer Feder 19; 19' an einem starren Anschlag 20 an, der mit der unteren Seite eines Querträgers 21 des Mitnehmers 17 identisch ist. Jeder Mitnehmer 17 ist in einer Platte des Schlittens 7 geführt und liegt unter der Kraft einer weiteren Feder 22 in seiner inaktiven Stellung mit seinem Bund 23 an einem Stößel 24 des Steuermagneten 25 auf.
Beiderseits des genutzten Arbeitsbereiches der Maschine befinden sich in üblicherweise an den Fadenführerschienen 12; 12a bzw. 13; 13a arretierte Schaltkurven 26; 27, die manuell in Längsrichtung der jeweiligen Schiene verstellbar sind. Auf den Nasenschrägen 28; 29 der Schaltkurven 26; 27 läuft der jeweils nachlaufende Mitnahmefinger 18; bzw. 18' kurz vor Beendigung jedes Schlittenhubes auf, wodurch der Mitnehmer 17 vom Fadenführerkasten 9 entkuppelt und gleichzeitig gegen die Wirkung der Feder 22 in seine Auswahlstellung gedrückt wird. Während der Schlitten 7 samt Mitnehmer 17 noch ein Stück weitergleitet, bleibt der Fadenführerkasten 9 an dieser Stelle stehen. Während der Umkehr der Schlittenbewegung erfolgt die Auswahl des Mitnehmers 17 durch Betätigung oder Nichtbetätigung des E-Magneten 25. Wird der E-Magnet 25 nicht betätigt, d.h. wird seine Spule nicht erregt, so liegt sein Stößel 24 weiter am Bund 23 des Mitnehmers
17 an, d.h., der Mitnehmer verbleibt in der in Fig.3 dargestellten Position, in welcher die Mitnahmefinger 18 bzw. 18' beim beginnenden Rechtshub des Schlittens 7 nicht in Kontakt mit dem Fadenführerkasten 9 kommen können und diesen folglich auch nicht mitnehmen können.
Wird der E-Magnet 25 dagegen erregt, gibt sein Stößel 24 den Bund 23 des Mitnehmers 17 frei, und der Mitnehmer 17 bewegt sich unter dem Einfluß der Feder 22 nach unten. Der beim beginnenden Rechtshub des Schlittens 7 vorlaufende Mitnahmefinger 18' wird dadurch zunächst von der Schaltkurve 26 und nachfolgend von dem die Ausnehmung 16 des Fadenführerkastens 9 seitlich begrenzenden Anschlag 15 gegen die Wirkung der Feder 19' in Uhrzeigerrichtung verschwenkt, während der nachlaufende Mitnahmefinger 18 nachfolgend am Anschlag 15 zur Anlage kommt und den Fadenführerkasten 9 synchron mit dem Schlitten 7 über das Nadelbett bewegt.
Der Mitnahmefinger 18 nimmt den Fadenführerkasten 9 soweit mit, bis er auf die Nasenschräge 29 der Schaltkurve 27 aufläuft, wodurch der Mitnehmer 17 wieder vom Fadenführerkasten 9 entkuppelt und gleichzeitig gegen die Wirkung der Feder 22 in seine Auswahlstellung gedrückt wird. Nach erfolgter Neuauswahl des Mitnehmers 17 durch den Steuermagnet 25 im rechten Totpunkt der Schlittenbewegung wird im Falle der Erregung des E-Magneten 25 und der dadurch ausgelösten Freigabe des Mitnehmers 17 durch den Stößel 24 der beim beginnenden Linkshub des Schlittens 7 nunmehr vorlaufende Mitnahmefinger
18 zunächst von der Schaltkurve 27 und nachfolgend von dem die Ausnehmung 16 des Fadenführerkastens 9 seitlich begrenzenden Anschlag 14 gegen die Wirkung der Feder 19 entgegen der Uhrzeigerrichtung verschwenkt, während der nachlaufende Mitnahmefinger 18' nachfolgend am Anschlag 14 zur Anlage kommt und den Fadenführerkasten 9 synchron mit dem Schlitten 7 nach links über das Nadelbett bewegt.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird durch die erfindungsgemäße Anordnung der Mitnahmefinger 18; 18' erreicht, daß die Breite der Ausnehmung 16 der Fadenführerkästen 9 (d. h., der Abstand der Anschläge 14; 15 voneinander) erheblich verringert werden kann, nämlich um einen Betrag (b), der dem Abstand der beiden Fadenführerfinger 18; 18' voneinander entspricht.
Das hat den Vorteil, daß die Fadenführerkästen 9 massearm ausgebildet werden können und der notwendige Schlittenüberhub in Abhängigkeit von der Anzahl der Fadenführerkästen 9 pro Schienenseite gleichfalls mindestens um den horizontalen Abstand b der Mitnahmefinger 18; 18'voneinander verringert werden kann.
Die Mitnahmefinger 18; 18' können auch starr am Mitnehmer 17 ausgebildet sein (s. Fig.4). Voraussetzung dafür ist, daß der Steuermagnet 30 kräftig genug ausgebildet ist, um den jeweils nachlaufenden Mitnahmefinger 18; 18' kurz vor Beendigung des jeweiligen Schlittenhubes außer Eingriff mit dem Fadenführerkasten 9 zu bringen, indem der Mitnehmer 17 vom
Steuermagnet 30 direkt hochgeschaltet wird und solange durch den Magnet 30 aktiv gehalten wird, bis der Schlitten 7 versetzt hat und der beim folgenden Hub nachlaufende Mitnahmefinger 18 bzw. 18' beim Abschalten des Steuermagneten 30 in Eingriff mit der Ausnehmung 16 des Fadenführerkastens 9 gelangt. Dadurch werden auch die Schaltkurven 26; 27 entbehrlich, und es ist gleichzeitig möglich, den Weg der Fadenführer 8 von Gestrickreihe zu Gestrickreihe gemäß den Erfordernissen durch zweckentsprechende Betätigung des Magneten 30 zu verändern.
Claims (4)
1. Fadenführersteuervorrichtung für Strickmaschinen, insbesondere Flachstrickmaschinen mit zwischen den beiden einem Stricksystem zugehörigen Nadelsenkern angeordneten Maschenübertragungsschloßteilen und mindestens einer parallel zum Nadelbett angeordneten Fadenführerschiene sowie auf der Schiene verschiebbaren Fadenführerkästen, die auf ihrer oberen Seite mit einer seitlich von zwei Anschlägen begrenzten, nach oben offenen Ausnehmung versehen sind, während auf dem Schlitten pro Fadenführerschiene und Stricksystem mindestens ein zum Einfall in die Ausnehmung bestimmter elektromagnetisch steuerbarer Mitnehmer vorgesehen ist, gekennzeichnet dadurch, daß der Mitnehmer (17) aus zwei in Hubrichtung des Schlittens (7) voneinander um maximal den Abstand der Kulierpunkte der beiden Nadelsenker (1; 2) voneinander versetzten Mitnahmefingem (18; 18') besteht.
2. Fadenführersteuerung gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Fadenführerkästen (9) jeder Schiene (12; 13; 12a; 13 a) verschieblich sind durch den in Hubrichtung des Schlittens (7) jeweils hinteren Mitnahmefinger (18 bzw. 18') zwischen an der Schiene manuell einstellbar vorgesehenen Schaltkurven (26; 27) zum Ausheben des nachlaufenden Mitnahmefingers des Mitnehmers (17) gegen die Kraft einer ersten Feder (22) in die Auswahlstellung des Mitnehmers (17), wobei die Mitnahmefinger (18; 18') jeweils an einem starren Anschlag (20) unter der Kraft je einer weiteren Feder (19; 19') anliegend ausgebildet sind, und der in Hubrichtung des Schlittens (7) vordere Mitnahmefinger (18 bzw. 18') gegen die Kraft der weiteren Feder (19 bzw. 19') durch an den Fadenführerkästen (9) bzw. Schaltkurven (26; 27) vorgesehene Hubkurven bzw. Anschläge (14; 15) in eine unwirksame Stellung bringbar ist.
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Erfindungsansprüche:
3. Fadenführersteuervorrichtung gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mitnahmefinger (18; 18') starr am Mitnehmer (17) angeordnet sind und der Mitnehmer (17) durch den E-Magnet (30) unter Verzicht auf mechanische Schaltkurven in der Umkehr des Schlittens (7) direkt schaltbar ausgebildet ist.
Hierzu
4 Seiten Zeichnungen
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