DD227765A1 - Verfahren zur herstellung von laufflaechen fuer pneumatikzylinder - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur Herstellung von Laufflaechen fuer Pneumatikzylinder, insbesondere fuer Hub- und Spannboecke an Werkzeug- und Sondermaschinen mit dem Ziel, einer langen Haltbarkeit und Wiederverwendbarkeit bei geringem Herstellungsaufwand. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass die Laufflaeche (5) aus einer Kunststoffschicht, wie vorzugsweise einem Kunstharz besteht, welches unter Zusatz von Graphitpulver in einen Ringspalt zwischen einem Kern (2) und einem Gehaeuse (1) in fluessiger Form eingebracht wird. Weiter dadurch, dass der Kern (2) am Boden einen Bund (3) erhaelt und damit in einer Zentrierbohrung (4) des Gehaeuses (1) aufgenommen ist sowie eine feinstbearbeitete Mantelflaeche aufweist, die im Bereich von 0,02-0,04 mm auf 100 mm Laenge konisch ausgefuehrt ist. Die Erfindung ist im Vorrichtungs-, Werkzeug- und Sondermaschinenbau anwendbar. Figur
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Laufflächen für Pneumatikzylinder, insbesondere für Hub- und Spannböcke an Werkzeug- und Sondermaschinen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Pneumatikspann- und Hubzylinder bekannt, die aus Gußeisen hergestellt werden und einefeinstbearbeitete Lauffläche besitzen. Diese hohe Bearbeitungsgüte ist notwendig, um eine hohe Lebensdauer der Dichtelemente zu erhalten und gute Laufeigenschaften zu gewährleisten. Beim Einsatz dieser Zylinder ist eine trockene und gefettete Luft notwendig, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Aufgrund dieser Bearbeitungsgüte und der Reibpaarung von Kolben und Zylinder, beide aus Metall, kommt es trotz guter Luftaufbereitung zu Korrosionserscheinungen. So ist es notwendig, die Zylinder auszuwechseln noch bevor diese völlig verschlissen sind. Dies ist ein entscheidender Nachteil, der einen hohen Reparatur-. und Materialaufwand bedingt. Weiter ist von Nachteil, daß der Pneumatikzylinder nach Erreichen einer gewissen Verschleißzone nicht mehr regenerierungsfähig ist. Durch diese Nachteile ist die Nutzungsdauer derartiger Pneumatikzylinder sehr eingeschränkt und erreicht selten die vorgegebenen Zeiträume.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, ein Verfahren zur Herstellung von Laufflächen für Pneumatikzylinder zu erstellen, welches eine lange Haltbarkeit sowie die Wiederverwendbarkeit garantiert, eine einfache Anwendbarkeit und einen geringen Herstellungsaufwand erreicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für die Herstellung von Laufflächen für pneumatisch betätigte Zylinder zu schaffen, welches sich zur Neuanfertigung und Aufarbeitung von einer korrosionsbeständigen Oberfläche in der spanlosen Fertigung eignet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Lauffläche aus einer Kunststoffschicht, wie vorzugsweise aus einem Kunstharz besteht, welches mit einem Zusat2 von 2-3% Graphitpulver versetzt ist und in flüssiger Form in einen Ringspalt zwischen einem Kern und einem Gehäuse eingebracht wird sowie nach dem Aushärten eine glatte Oberfläche aufweisi. Weiter dadurch, daß der Zylinder an der Seitenwand des Gehäuses eine ringförmig rauhe Oberfläche besitzt, die entfettet wird und somit einen besonders haftfähigen Untergrund zur aufzubringenden Kunststoffschicht ergibt. Weiterhin dadurch, daß der Kern am Boden einen Bund erhält und damit in einer Zentrierbohrung des Gehäuses aufgenommen ist sowie einefeinstbearbeitete Mantelfläche aufweist, die im Bereich von 0,02-0,04mm auf 100 mm Länge konisch ausgeführt ist. Dazu wird der Zylinder durch Schruppen bearbeitet, um eine rauhe Oberfläche mit Rillen zu erhalten. Am Zylinderboden wird eine scheibenartige Vertiefung eingedreht, die als Zentrierbohrung für den einzuführenden Kern dient. Dieser besitzt eine feinstbearbeitete leicht konische Außenfläche, die die Oberflächengüte der Kunststofflauffläche ergibt. Da der Außendurchmesser des Kerns dem des einzusetzenden Kolbens entspricht, erübrigt sich eine nachträgliche Bearbeitung des Gehäuses. Der zwischen Gehäuse und Kern vorhandene Ringspalt wird nun mit dem Kunstharzgemisch bei Zimmertemperatur ausgegossen. Nach dem Aushärten des Kunststoffes läßt sich der leicht konische Kern gut entfernen, da seine Oberfläche leichteingefettet wurde und die entstandene Lauffläche ist somit einsatzbereit. Der Zusatz von Graphitpulver dient zur Verbesserung der Gleiteigenschaften. Vorteilhaft an diesem Verfahren ist die universelle Einsetzbarkeit für alle kurzhubigen pneumatischen Arbeitszylinder. Ebenso ist es ein Vorteil, daß die Zylinder mit Kunststofflaufflächen auch unter ungünstigen Bedingungen, wie schlecht aufbereiteter Luft, voll funktionsfähig bleiben. Durch dieses Verfahren wird die Lebensdauer der pneumatischen Hub- und Spannzylinder wesentlich erhöht. Weiterhin ist dieses Verfahren besonders im Reparaturbereich bei der Regenerierung von bereits verschlissenen Pneumatikzylindern anwendbar.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt die Figur einen Schnitt durch den Hubzylinder mit Kern.
Ein Gehäuse 1 eines Hubzylinders nimmt einen Kern 2 mit einem Bund 3 in einer Zentrierbohrung 4 auf, die dafür sorgt, daß ein gleichmäßiger Ringspalt zwischen Gehäuse 1 und Kern 2 entsteht. Der Kern 2 ist in seinem Außendurchmesser auf das Nennmaß des Kolbens abgestimmt und dessen leicht konische Oberfläche feinstbearbeitet. Der vorhandene Ringspalt wird nun mit einer flüssigen Kunstharzmischung ausgefüllt und diese härtet bei Zimmertemperatur aus. Anschließend wird der Kern 2 entfernt und die entstandene Lauffläche 5 hat die notwendige Oberflächengüte, so daß ohne Nachbearbeitung der Kolben sofort einsetzbar ist. Der somit komplettierte Hubzylinder ist weitestgehend unempfindlich gegen verunreinigte Luft und hat durch die kunstharzbeschichtete Lauffläche 5 eine bedeutend höhere Lebensdauer.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Laufflächen für Pneumatikzylinder, insbesondere kurzhubige Gußzylinder für Hub- und Spannböcke, dadurch gekennzeichnet, daß die Lauffläche (5) aus einer Kunststoffschicht wie vorzugsweise aus einem Kunstharz besteht, welches mit einem Zusatz von 2-3% Graphitpulver versetzt ist und in flüssiger Form in einem Ringspalt zwischen einem Kern (2) und einem Gehäuse (1) eingebracht wird sowie nach dem Aushärten eine glatte Oberfläche aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder an der Seitenwand des Gehäuses (1) eine ringförmig rauhe Oberfläche besitzt, die entfettet wird und somit einen besonders haftfähigen Untergrund zur aufzubringenden Kunststoffschicht ergibt.
-2- 665
Erfindungsansprüche:
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (2) am Boden einen. Bund (3) erhält und damit in einer Zentrierbohrung (4) des Gehäuses (1) aufgenommen ist sowie eine feinstbearbeitete Mantelfläche aufweist, die im Bereich von 0,02—0,04mm auf 100mm Länge konisch ausgeführt ist.
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Laufflächen für Pneumatikzylinder, insbesondere für Hub- und Spannböcke an Werkzeug- und Sondermaschinen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Pneumatikspann- und Hubzylinder bekannt, die aus Gußeisen hergestellt werden und eine feinstbearbeitete Lauffläche besitzen. Diese hohe Bearbeitungsgüte ist notwendig, um eine hohe Lebensdauer der Dichtelemente zu erhalten und gute Laufeigenschaften zu gewährleisten. Beim Einsatz dieser Zylinder ist eine trockene und gefettete Luft notwendig, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Aufgrund dieser Bearbeitungsgüte und der Reibpaarung von Kolben und Zylinder, beide aus Metall, kommt es trotz guter Luftaufbereitung zu Korrosionserscheinungen. So ist es notwendig, die Zylinder auszuwechseln noch bevor diese völlig verschlissen sind. Dies ist ein entscheidender Nachteil, der einen hohen Reparatur- und Materialaufwand bedingt. Weiter ist von Nachteil, daß der Pneumatikzylinder nach Erreichen einer gewissen Verschleißzone nicht mehr regenerierungsfähig ist. Durch diese Nachteile ist die Nutzungsdauer derartiger Pneumatikzylinder sehr eingeschränkt und erreicht selten die vorgegebenen Zeiträume.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, ein Verfahren zur Herstellung von Laufflächen für Pneumatikzylinder zu erstellen, welches eine lange Haltbarkeit sowie die Wiederverwendbarkeit garantiert, eine einfache Anwendbarkeit und einen geringen Herstellungsaufwand erreicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für die Herstellung von Laufflächen für pneumatisch betätigte Zylinder zu schaffen, welches sich zur Neuanfertigung und Aufarbeitung von einer korrosionsbeständigen Oberfläche in der spanlosen Fertigung eignet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Lauffläche aus einer Kunststoffschicht, wie vorzugsweise aus einem Kunstharz besteht, welches mit einem Zusatz von 2-3% Graphitpulver versetzt ist und in flüssiger Form in einen Ringspalt zwischen einem Kern und einem Gehäuse eingebracht wird sowie nach dem Aushärten eine glatte Oberfläche aufweist. Weiter dadurch, daß der Zylinder an der Seitenwand des Gehäuses eine ringförmig rauhe Oberfläche besitzt, die entfettet wird und somit einen besonders haftfähigen Untergrund zur aufzubringenden Kunststoffschicht ergibt. Weiterhin dadurch, daß der Kern am Boden einen Bund erhält und damit in einer Zentrierbohrung des Gehäuses aufgenommen ist sowie eine feinstbearbeitete Mantelfläche aufweist, die im Bereich von 0,02-0,04mm auf 100mm Länge konisch ausgeführt ist. Dazu wird der Zylinder durch Schruppen bearbeitet, um eine rauhe Oberfläche mit Rillen zu erhalten. Am Zylinderboden wird eine scheibenartige Vertiefung eingedreht, die als Zentrierbohrung für den einzuführenden Kern dient. Dieser besitzt eine feinstbearbeitete leicht konische Außenfläche, die die Oberflächengüte der Kunststofflauffläche ergibt. Da der Außendurchmesser des Kerns dem des einzusetzenden Kolbens entspricht, erübrigt sich eine nachträgliche Bearbeitung des Gehäuses. Der zwischen Gehäuse und Kern vorhandene Ringspalt wird nun mit dem Kunstharzgemisch bei Zimmertemperatur ausgegossen. Nach dem Aushärten des Kunststoffes läßt sich der leicht konische Kern gut entfernen, da seine Oberfläche leicht eingefettet wurde und die entstandene Lauffläche ist somit einsatzbereit. Der Zusatz von Graphitpulver dient zur Verbesserung der Gleiteigenschaften. Vorteilhaft an diesem Verfahren ist die universelle Einsetzbarkeit für alle kurzhubigen pneumatischen Arbeitszylinder. Ebenso ist es ein Vorteil, daß die Zylinder mit Kunststofflaufflächen auch unter ungünstigen Bedingungen, wie schlecht aufbereiteter Luft, voll funktionsfähig bleiben. Durch dieses Verfahren wird die Lebensdauer der pneumatischen Hub- und Spannzylinder wesentlich erhöht. Weiterhin ist dieses Verfahren besonders im Reparaturbereich bei der Regenerierung von bereits verschlissenen Pneumatikzylindern anwendbar.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt die Figur einen Schnitt durch den Hubzylinder mit Kern.
Ein Gehäuse 1 eines Hubzylinders nimmt einen Kern 2 mit einem Bund 3 in einer Zentrierbohrung 4 auf, die dafür sorgt, daß ein gleichmäßiger Ringspalt zwischen Gehäuse 1 und Kern 2 entsteht. Der Kern 2 ist in seinem Außendurchmesser auf das Nennmaß des Kolbens abgestimmt und dessen leicht konische Oberfläche feinstbearbeitet. Der vorhandene Ringspalt wird nun mit einer flüssigen Kunstharzmischung ausgefüllt und diese härtet bei Zimmertemperatur aus. Anschließend wird der Kern 2 entfernt und die entstandene Lauffläche 5 hat die notwendige Oberflächengüte, so daß ohne Nachbearbeitung der Kolben sofort einsetzbar ist. Der somit komplettierte Hubzylinder ist weitestgehend unempfindlich gegen verunreinigte Luft und hat durch die kunstharzbeschichtete Lauffläche 5 eine bedeutend höhere Lebensdauer.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26658984A DD227765A1 (de) | 1984-08-24 | 1984-08-24 | Verfahren zur herstellung von laufflaechen fuer pneumatikzylinder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26658984A DD227765A1 (de) | 1984-08-24 | 1984-08-24 | Verfahren zur herstellung von laufflaechen fuer pneumatikzylinder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD227765A1 true DD227765A1 (de) | 1985-09-25 |
Family
ID=5559883
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD26658984A DD227765A1 (de) | 1984-08-24 | 1984-08-24 | Verfahren zur herstellung von laufflaechen fuer pneumatikzylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD227765A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994011612A1 (de) * | 1992-11-10 | 1994-05-26 | Robert Wilhelm Heiliger | Kolben-zylinder-einheit und verfahren zu deren herstellung |
-
1984
- 1984-08-24 DD DD26658984A patent/DD227765A1/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994011612A1 (de) * | 1992-11-10 | 1994-05-26 | Robert Wilhelm Heiliger | Kolben-zylinder-einheit und verfahren zu deren herstellung |
| TR26950A (tr) * | 1992-11-10 | 1994-09-12 | Heilger Robert Wilhelm | Piston silindir birimi imaline dair yöntem veya bir baska deyisle belli bir yöntem ile imal edilen piston silindir birimi. |
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