DD227930A1 - Abfanggutter fuer einen mehrfarben-tintenstrahldrucker - Google Patents
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Abstract
Bei der Erfindung handelt es sich um ein Abfanggutter fuer einen Mehrfarben-Tintenstrahldrucker. Das Ziel der Erfindung ist es, ein einfach herstellbares Abfanggutter fuer nicht benoetigte Tintentroepfchen eines Mehrfarbensystems zu schaffen, wobei die Aufgabe bestand, durch eine geeignete konstruktive Ausgestaltung des Abfanggutters die Probleme, die sich beim Ein- und Ausschalten des Mehrfarbensystems hinsichtlich der Troepfchenflugbahn ergeben, zu beseitigen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, indem auf einem Traegerteil die einzelnen Gutterelemente im Abstand und entsprechend der Geometrie der Duesenspalten angeordnet sind, so dass ein einstueckig ausgebildetes Abfanggutter entsteht, das in seiner Gesamtheit in den Ein- und Abschaltphasen der Tintenstroeme verschieb- bzw. verschwenkbar ist. Fig. 1
Description
Abfanggutter für einen Mehrfarben-Tintenstrahldrucker Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung kann in der Tintenstrahldrucktechnik einge-
setzt werden
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei einem kontinuierlichen Tintentropfendruck müssen die für den Druck nicht benötigten Tropfen abgefangen werden. Dazu werden die abzufangenden Tropfen mit einem Abfangpotential aufgeladen und mittels eines Ablenkelektrodenpaares in ein Abfanggutter abgelenkt, während ungeladene Tropfen auf das Papier gelangen. Es ist auch die umgekehrte Verfahrensweise gebräuchlich
Diese Abfanggutter besitzen verschiedene Ausführungsformen.
So wird in der DE-AS 2 355 336 ein Tropfenfänger in Form eines Abfangmessers verwendet, das konvex gekrümmt ist und eine Absaugeinrichtung am unteren Teil des Messers aufweist. In der DE-AS 2 118 427 wird eine Vorrichtung bekannt gemacht, mit der die sogenannte Verlusttinte abgeleitet wird. Diese Abfangvorrichtung erstreckt sich über die gesamte Druckbreite und besteht aus zwei Leisten, die eine Rinne bilden. Diese Rinne verursacht eine Kapillarwirkung, durch die die abgefangene Tinte abgeleitet wird.
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Diese Art von Abfanggutter ist nicht geeignet, die Tintentröpfchen eines Mehrfarben-Druckers abzufangen, wenn die einzelnen Tinten getrennt über Rückführleitungen für den Druck wieder zur Verfügung gestellt werden sollen. Außerdem ist es oft erforderlich, die Tintenabfanggutter in den Bereich der Flugbahn hinein- bzw. herauszuschwenken. Beim diskontinuierlichen Tintentröpfchendruck wird dieses Problem umgangen. Dafür treten verstärkt andere Schwierigkeiten auf j wie etwa das Eintrocknen der Düsen in Druckpausen. Verhindert werden kann das Eintrocknen durch aufwendige Maßnahmen.
Für ein Mehrfarbensystem muß für jede Farbe eine separate Tintenabfangblende eingesetzt werden, wie es in der JP-PS 56-138521 aufgezeigt ist. Es handelt sich dabei um voneinander unabhängige Behälter, die,jeweils für eine Farbe oder wie es hier gezeigt wird, für eine Düse eingesetzt sind.
Ziel der Erfindung ist es, ein einfach herstellbares Abfanggutter für nicht benötigte Tintentröpfchen eines Mehrfarbensystems zu schaffen.
Wesen der Erfindung 25
- Technische Aufgabe
Aufgabe der Erfindung ist es, durch eine geeignete konstruktive Ausgestaltung des Abfanggutters die Probleme, die sich beim Ein- und Abschalten des Mehrfarbensystems hinsichtlich der Tröpfchenflugbahn ergeben, zu beseitigen.
- Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, in dem das einstückig und starr ausgebildete Abfanggutter einzelne Gutterelemente besitzt, die-so parallel zu den Düsenmündun-
gen eines Druckkopfes auf einem Trägerteil angeordnet sind, daß die Teilung der Gutterelemente dem Teilungsmaß der Düsenspalten entspricht, daß die Gutterelemente Fangschneiden besitzen, und daß die Gutterelemente am unteren Teil in jeweils einem Sammelraum münden, wobei diese Sammelräume jeweils mit einem Tintenabfluß versehen sind, über die abgefangene Tinte mittels Schläuchen oder Rohren zu den Tintenvorratsbehältern zurückgeführt werden, daß das gesamte Abfanggutter etwa senkrecht zur Richtung der Düsenspalten in einer zur Aufzeichnungsebene parallelen Ebene verschwenk- oder verschiebbar ist.
Die Erfindung soll anschließend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1: eine Darstellung des Abfanggutters 20
Fig. 2 a - c: die Flugbahn der Tintentröpfchen bei Druckbeginn bzw. -ende und während des Druckvorganges
Die Fig. 1 zeigt das Abfanggutter 1 in seiner Gesamtheit.
Die Gutterelemente 2 sind parallel zu den Düsenmündungen angeordnet, so daß Tröpfchen, die mit einem Abfangpotential beladen worden sind, von den hier nicht gezeigten Ablenkelektroden von ihren Flugrichtungen so abgelenkt werden, daß sie auf die Gutterelemente auftreffen. Für jede Farbe steht ein gesondertes Gutterelement 2 zur Verfügung. Die Gutterelemente 2 sind als Hohlteile ausgebildet, welche auf einem ^gemeinsamen Trägerteil 3 im Abstand der Düsenspalten des Mehrfarben-Tintenstrahldruckers angeordnet sind. Sie bestehen jeweils aus einem Fängerabschnitt und einer Fangschneide 4, einem Sammelraum 5 und einem separaten Tintenabfluß 6, durch den die abgefangene Tinte aus jedem Tintensystem in
den zugehörigen Tintenkreislauf zurückgeführt wird. Das Tintenstrahl-Hochdruckverfahren benutzt einen kontinuierlichen Tropfenstrom, bei dem die Tropfengröße und der Tropfenabstand sehr konstant sind. In der Einschalt- oder Ausschaltphase, in der die Tintenzufuhr zum Tropfengenerator durch Schaltventile eine Sprungfunktion durchläuft, ist die Konstanz des Tropfenstromes nicht zu gewährleisten. Die ersten generierten Tropfen beim Einschalten sind erheblich größer, die Tropfenabstände nicht konstant, der Abrißpunkt der Tropfen vom geschlossenen Strahl vor der Düse stabilisiert sich erst und selbst die Strahlrichtung weist noch Abweichungen von der Sollrichtung auf. Ähnliches gilt für den Abschaltprozeß. Die in diesen Phasen generierten Tropfen sind für den Druckprozeß nicht verwertbar. Sie müssen in jedem Fäll in den Fänger gelenkt werden. Dies ist jedoch bei der Verfahrensvariante, bei der die geladenen Tropfen abgefangen werden, mit Schwierigkeiten verbunden, wenn die Ladeelektrodengeometrie ein Passieren und Laden der größeren und leicht fehlgerichteten Tropfen nicht zuläßt.
Das Problem kann dadurch gelöst werden, daß sowohl die Ladeelektroden und die Abfanggutter 1 in der Ein- und Abschaltphase in ihrer Stellung zum Strahl in einer bestimmten Weise verändert werden. Dies wird in Fig. 2 a — c am Beispiel des Strahlzuschaltens gezeigt. Zunächst ist die Ladeelektrodenanordnung aus dem Strahlbereich herausgeschwenkt (hier nicht dargestellt), das Abfanggutter 1 befindet sich in einer Stellung gegenüber den Düsen, die das Abfangen von ungeladenen Tropfen (Strich-Punkt-Linie) Fig. 2a ermöglicht. Alle zu Beginn der Tropfenerzeugung produzierten Tropfen werden abgefangen. Wenn der Tropfenbildungsprozeß stabilisiert ist, kann die Ladeelektrode (hier nicht dargestellt) eingeschwenkt und die Tropfen zur Ablenkung geladen werden. Die geladenen Tropfen nehmen nun sämtlich eine Flugbahn ein, die in Fig. 2b als Strich-Punkt-Punkt-Linie dargestellt
ist. " '
In der Fig. 2c wird das Abfanggutter 1 soweit verschwenkt, daß die geladenen und abgelenkten Tropfen gerade noch abge-
fangen werden. Ein ungeladenes Tröpfchen folgt nun der Strich-Punkt-Linie und trifft auf den Aufzeichnungsträger.
Bei einer Mehrfarben-Tintenstrahl-Druckeinrichtung, bei der für jede Farbe eine Düsenspalte vorgesehen ist und diese Düsenspalten in Druckrichtung gestaffelt sind, ist für jede Farbe ein Gutterelement 2 vorgesehen. Da es zweckmäßig ist, die Tinten gleichzeitig zu- oder abzuschalten, müssen alle Gutterelemente 2 gleichzeitig in die Tintenströme hinein- oder aus den Tintenströmen herausgeschwenkt werden.
Erfindungsgemäß werden alle G-utterelemente 2 auf einem gemeinsamen Träger 3 angeordnet, der durch einen hier nicht näher dargestellten Schwenk- bzw. Schiebemechanismus in den Tropfenstrom ein- oder ausgeschwenkt wird, wobei die Schwenk- oder Verschiebebewegung des Abfanggutters 1 im wesentlichen senkrecht zur Düsenspalte verläuft. Bei Abweichung von der senkrechten Bewegung trägt die entsprechende Bewegungskomponente zur Beabstandung vom Tropfenstrom bei.
Claims (2)
1. Abfanggutter für einen Mehrfarben-Tintenstrahldrucker, mit dem die nicht benötigten Tintentropfen für jede Farbe separat abgefangen werden können, gekennzeichnet dadurch, daß
- das einstückig und starr ausgebildete Abfanggutter (1)· einzelne Gutterelemente (2) besitzt, die so parallel zu den Düsenmündungen eines Druckkopfes auf einem Trägerteil (3) angeordnet sind, daß die Teilung der Gutterelemente (2) dem Teilungsmaß der Düsenspalten entspricht, daß die
- Gutterelemente
(2) Fangschneiden (4) besitzen, und daß die
- Gutterelemente (2) am unteren Teil in jeweils einem Sammelraum (5) münden, wobei diese Sammelräume (5)
- jeweils mit einem Tintenabfluß (6) versehen sind, über die die abgefangene Tinte mittels Schläuchen oder Rohren den Tintenvorratsbehältern zurückgeführt werden,
- daß das gesamte Abfanggutter (1) in einer zur Aufzeichnungsebene parallelen Ebene verschwenk— oder verschiebbar ist.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26910484A DD227930A1 (de) | 1984-11-05 | 1984-11-05 | Abfanggutter fuer einen mehrfarben-tintenstrahldrucker |
| DE19853533346 DE3533346A1 (de) | 1984-11-05 | 1985-09-19 | Abfanggutter fuer einen mehrfarben-tintenstrahldrucker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26910484A DD227930A1 (de) | 1984-11-05 | 1984-11-05 | Abfanggutter fuer einen mehrfarben-tintenstrahldrucker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD227930A1 true DD227930A1 (de) | 1985-10-02 |
Family
ID=5561935
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD26910484A DD227930A1 (de) | 1984-11-05 | 1984-11-05 | Abfanggutter fuer einen mehrfarben-tintenstrahldrucker |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD227930A1 (de) |
| DE (1) | DE3533346A1 (de) |
-
1984
- 1984-11-05 DD DD26910484A patent/DD227930A1/de not_active IP Right Cessation
-
1985
- 1985-09-19 DE DE19853533346 patent/DE3533346A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3533346A1 (de) | 1986-05-15 |
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