DD228391B1 - Magnetbremsschieber fuer einen auflaufrollgang vor dem kuehlbett - Google Patents

Magnetbremsschieber fuer einen auflaufrollgang vor dem kuehlbett Download PDF

Info

Publication number
DD228391B1
DD228391B1 DD26561984A DD26561984A DD228391B1 DD 228391 B1 DD228391 B1 DD 228391B1 DD 26561984 A DD26561984 A DD 26561984A DD 26561984 A DD26561984 A DD 26561984A DD 228391 B1 DD228391 B1 DD 228391B1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
braking
magnetic
profiles
braking surface
rolling
Prior art date
Application number
DD26561984A
Other languages
English (en)
Other versions
DD228391A1 (de
Inventor
Adolf Kirsten
Erich Albrecht
Monika Petzold
Original Assignee
Thaelmann Schwermaschbau Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thaelmann Schwermaschbau Veb filed Critical Thaelmann Schwermaschbau Veb
Priority to DD26561984A priority Critical patent/DD228391B1/de
Publication of DD228391A1 publication Critical patent/DD228391A1/de
Publication of DD228391B1 publication Critical patent/DD228391B1/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B43/00Cooling beds, whether stationary or moving; Means specially associated with cooling beds, e.g. for braking work or for transferring it to or from the bed
    • B21B43/003Transfer to bed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Magnetbremsschieber gelöst, bei dem der Magnetbremsschieber von einer die aktive Bremsfläche bildenden Verschleißplatte aus nichtmagnetisierbarem Werkstoff abgedeckt ist und die Verschleißplatte im Bereich des auflaufenden Walzgutes über den Magnetschenkelendflächen Bohrungen besitzt, welche mit magnetisch gut leitendem Material, entsprechend der Plattenstärke, ausgefüllt sind und die gleichfalls die Magnetpole bilden.
Dabei ist auch erfinderisch, daß die Bohrungen in der Verschleißplatte in einem, dem kleinsten abzubremsenden stabförmigen Walzgut entsprechend, bestimmten Abstand vom Rand des Verschleißelementes der Zwischenwand vorgesehen sind.
Der Funktionsablauf des Abbremsens von stabförmigem Walzgut ist folgender:
Das zu bremsende Walzgut läuft auf den Rollen des Auflaufrollganges und wird durch die Zwischenwände seitlich geführt.
Zwischen den Rollgangsrollen sind die erfindungsgemäßen Magnetbremsschieber angeordnet, die unterhalb der ausgefüllten Bohrungen der Verschleißplatte ein U-Magnetsystem besitzen, welches aus Polschenkel, Magnetjochen mit Spulen besteht, über die die Magnetpole magnetisch induziert werden. Soll der Bremsvorgang eingeleitet werden, werden die Magnetbremsschieber über die Ebene der Rollgangsrollen gehoben, das auflaufende Walzgut wird durch die Magnetpole erfaßt, in diesem Moment ist der Magnetkreislauf geschlossen, und das Walzgut wird abgebremst. Auf Grund der definierten Anordnung der mit leitendem Material ausgefüllten Bohrungen in der Verschleißplatte und somit der Magnetpole ist ein definierter Magnetkraftflußverlauf gegeben.
Da die Verschleißplatte des Magnetbremsschiebers aus nicht magnetisierbarem Werkstof besteht und nur die als Magnetpole ausgebildeten Bohrungen, in einer bestimmten Lage auf der Verschleißplatte vorgesehen, eine Bremsung bewirken, ist sowohl ein definierter Magnetkraftflußverlauf als auch ein exakter Walzgutverlauf gegeben. Dadurch wird das Walzgut von den Zwischenwänden ferngehalten, was einen ruhigen Verlauf des Walzgutes bedeutet.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend näher erläutert werden. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1: eine Schnittdarstellung des Auflaufrollganges mit Magnetbremsschieber und feststehender Zwischenwand, Fig. 2: eine Schnittdarstellung des Auflaufrollganges mit in Aufwärtsbewegung befindlichem Magnetbremsschieber und feststehender Zwischenwand,
Fig.3: den Magnetbremsschieber in der Draufsicht,
Fig.4: eine Seitenansicht des Magnetbremsschiebers, teilweise im Schnitt.
Der in Figur 1 dargestellte Auflaufrollgang zeigt ein auf der Rollgangsrolle 1 laufendes Walzprofil 2. Unterhalb des Walzprofiles 2 und der Rollgangrolle 1 ist der Magnetbremsschieber 3 in Ausgangsstellung vorgesehen. Der Magnetbremsschieber 3 ist mit der unmagnetischen Verschleißplatte 4 nach oben abgedeckt. Die Verschleißplatte 4 weist unmittelbar unterhalb des laufenden Walzprofiles 2 Bohrungen 5 auf, die mit magnetisch gut leitendem Material ausgefüllt sind und die somit gleichfalls die Magnetpole des Magnetsystems bilden. Die Stärke des in den Bohrungen 5 befindlichen Materials entspricht der Plattenstärke der Verschleißplatte 4, wodurch ein Anstoßen des laufenden Walzprofiles 2 ausgeschlossen ist. Die Lage des Walzprofiles 2 auf der Verschleißplatte 4 des Magnetbremsschiebers 3 und den Magnetpolen bei angehobenem Magnetbremsschieber 3 geht aus Figur 2 hervor. Durch die bestimmte Anordnung der Bohrungen 5 und somit der Magnetpole auf der Verschleißplatte 4 ist ein bestimmter Verlauf des Walzprofiles 2 definiert. Aus dieser Figur wird ersichtlich, daß durch die „magnetische Kantenwirkung" der Magnetpole das mit relativ kleiner Querschnittsfläche ausgeführte Walzprofil 2 in einem entsprechenden Abstand vom Verschleißelement 6 der Zwischenwand 7 „festgehalten" wird.
Die Figuren 3 und 4 zeigen zur weiteren Verdeutlichung die wichtigsten Merkmale des erfinderischen Magnetbremsschiebers 3. Es wird nochmals gezeigt, daß das Walzprofil 2 sowohl auf der aus unmagnetischem Werkstoff bestehenden Verschleißplatte 4 als auch auf einem durch die geometrische Form ergebenden Abschnitt der Magnetpole unmittelbar am Rand der aktiven Bremsfläche liegt. Die sich in einem bestimmten Abstand vom Rand der Bremsfläche in den Bohrungen 5 befindlichen Magnetpole werden von an ihrer Unterseite anliegenden U-Magnetsystemen, bestehend aus den Polschenkeln 8; 9; 10; 11 und den Magnetjochen 12; 13, mit den entsprechenden zugehörigen Spulen 14; 15 magnetisch induziert. Der Vorteil der Erfindung liegt insbesondere im definierten Verlauf des Walzprofiles 2, was eine bedeutende Senkung des Verschleißes bewirkt und einen störungsfreien und ruhigen Lauf des Walzprofiles 2 bedeutet.

Claims (2)

  1. Magnetbremsschieber für einen Auflaufrollgang vordem Kühlbett mit einem im Magnetbremsschieber gekapselten Magnetsystem, dadurch gekennzeichnet, daß in den Bohrungen (5) der die aktive Bremsfläche bildenden, aus nicht magnetisierbarem Material bestehenden Verschleißplatte (4) Polendflächen des darunter angebrachten U-Magnetsystems, mit der aktiven Bremsfläche des Magnetbremsschiebers bündig abschließend, angeordnet sind.
    Hierzu
  2. 2 Seiten Zeichnungen
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft einen Magnetbremsschieber für Auflaufrollgänge vor dem Kühlbett, bei dem im Magnetbremsschieber vorgesehene Magnete eine Bremsung des auf dem Auflaufrollgang ankommenden Walzstabes bewirken.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Das Erzeugen einer zusätzlichen Bremskraft mittels Elektro- oder Permanentmagneten zum Abbremsen von thermomechanisch behandelten, d. h. unterhalb der Curietemperatur liegenden, stabförmigen Walzprofilen im Auflaufrollgang vor dem Kühlbett mit dem Ziel, besonders bei hohen Walzendgeschwindigkeiten den Gesamtbremsweg zu reduzieren, ist bekannt. Dabei sind im Inneren der Aushebeschieber Elektro- und in den feststehenden Zwischenwänden einer Aushebevorrichtung Permanentmagnetsysteme angeordnet (SU-Patent 280415).
    Bekannterweise sind die Bremsmagnete derart gestaltet, daß die stabförmigen Walzprofile auf den bis an die Bremsfläche herausgeführten Polendflächen mehrpoliger offener Elektro- oder Permanentmagnetsysteme gleiten, wobei die Profile einen magnetischen Rückschluß bilden und ferner die Elemente zwischen den Polen aus magnetisch nicht leitendem Material bestehen oder nur einen unwesentlichen Nebenschluß zur Magnetflußrichtung durch das Profil bilden. Nachteilig bei der beschriebenen Ausbildung der Magnetsysteme ist, daß nur dann ein nennenswerter Bremseffekt eintritt, wenn die stabförmigen Walzprofile die Polendflächen bei minimalem Luftspalt zwischen Profil und Polendfläche überbrücken. Besonders bei den mit hohen Walzgeschwindigkeiten auflaufenden Walzprofilen ist eine große Laufunruhe zu verzeichnen, die eine gute und konstante Auflage auf den Magnetpolen ausschließt. Durch diesen unregelmäßigen Kontakt werden stark schwankende Bremskräfte und damit erhöhte Bremswege erzielt, die dann erhöhte Anforderungen zum Gleichlegen der Profile auf dem Kühlbett notwendig machen.
    So ist im WP 142157 bereits eine Lösung beschrieben, die eine Anordnung von Elektro- oder Permanentmagneten und deren Ausbildung betrifft, bei dem die Magnetkraft auf der Aushebeschieberfläche in Förderrichtung der auflaufenden Walzprofile sehr gleichmäßig verteilt ist und somit die Bremswege auch bei unruhigem Lauf der Stabprofile in engen Grenzen gehalten werden sowie ein unregelmäßiger Verschleiß der Bremsfläche vermieden wird. Dabei sind die Polendflächen der Magnetsysteme unmittelbar an der Unterseite der aktiven Bremsfläche angeordnet, und die aktive Bremsfläche besteht aus einem magnetisch leitenden Material mit gegenüber Stahl geringerer Sättigungsinduktion, vorzugsweise Grauguß, und die Polabstände der an der Unterseite der aktiven Bremsfläche angebrachten Magnete stehen zur Materialdicke der Bremsfläche in einem bestimmten Verhältnis. Dadurch wird erreicht, daß der aus dem durch das ausgelegte Magnetfeld gesättigten Material der Bremsfläche austretende starke Streufluß den auflaufenden Walzstab über einen breiten Bereich erfaßt und gegen die Bremsfläche preßt. Die Folge des Anpressens ist, daß im Bereich des laufenden Walzstabes sich eine Rille ausarbeitet und somit, insbesondere bei Feinstahl, eine exakte Bremsung von Walzstäben kleineren Durchmessers ausgeschlossen ist. Dieser Nachteil wird noch dadurch unterstützt, daß bei kontinuierlich arbeitenden Kühlbettadjustagen die Achsen der Auflaufrollgangsrollen und damit auch die aktiven Bremsflächen der zwischen diesen Rollen angeordneten Bremsmagnete bzw. Aushebeschieber in einem Winkel von ca. 10°zur Horizontalen geneigt ausgeführt sind. Auf Grund dieser Tatsachen verursachen die beim Aushebevorgang abgebremsten stabförmigen Walzprofile auf dem geneigten Teil der Bremsfläche sowie an der feststehenden Zwischenwand einen großen Verschleiß. Das ist insbesondere bei kleinen Profilen, die mit hohen Geschwindigkeiten auflaufen, der Fall. Besonders der Verschleißeffekt an der feststehenden Zwischenwand wirkt sich nachteilig auf den Aushebevorgang aus und führt unter Umständen zum Festklemmen kleiner Walzprofile und zur Zerstörung der feststehenden Zwischenwand oder des Aushebeschiebers.
    Ziel der Erfindung
    Das Ziel der Erfindung ist es, die Standzeiten der Verschleißteile des Aushebesystems, insbesondere der feststehenden Zwischenwand, zu erhöhen, um den relativ häufigen Wechsel der Verschleißelemente zu reduzieren.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zug runde, einen Magnetbremsschieber zu entwickeln, der durch entsprechende Ausbildung der aktiven Bremsflächen und deren Anordnung von Elektro- oder Permanentmagneten das abzubremsende Walzgut von der Zwischenwand fernhält und die Magnetbremskraft lokal auf das zu bremsende Walzprofil wirkt.
DD26561984A 1984-07-25 1984-07-25 Magnetbremsschieber fuer einen auflaufrollgang vor dem kuehlbett DD228391B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26561984A DD228391B1 (de) 1984-07-25 1984-07-25 Magnetbremsschieber fuer einen auflaufrollgang vor dem kuehlbett

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26561984A DD228391B1 (de) 1984-07-25 1984-07-25 Magnetbremsschieber fuer einen auflaufrollgang vor dem kuehlbett

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD228391A1 DD228391A1 (de) 1985-10-09
DD228391B1 true DD228391B1 (de) 1987-08-26

Family

ID=5559110

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD26561984A DD228391B1 (de) 1984-07-25 1984-07-25 Magnetbremsschieber fuer einen auflaufrollgang vor dem kuehlbett

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD228391B1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
PT743108E (pt) * 1995-05-09 2000-12-29 David Teng Pong Metodo e aparelho para fornecer varao laminado a uma cama de arrefecimento

Also Published As

Publication number Publication date
DD228391A1 (de) 1985-10-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3635258C1 (de) Magnetkraftsystem fuer reibungsarmen Transport von Lasten
EP0897449A1 (de) Elektromagnetisches antriebssystem für magnetische schwebe- und tragesysteme
DE3347635A1 (de) Magnetisches gehaenge von transportmitteln
DE2250372B2 (de) Magnetsystem für die Schwebeführung eines entlang einer Fahrbahn bewegten Fahrzeugs
DE68906743T2 (de) Magnetschienenbremse.
DE102006019707B4 (de) Permanentmagnetschwebevorrichtung
DE2844361A1 (de) Elektromagnet fuer mit gleichstrom gespeiste kontaktgeber
DE2535206C3 (de) Elektromagnetische Greifvorrichtung für ferromagnetisches Material
DE1564338B2 (de) Elektromagnet mit waelzanker
DE60114219T2 (de) Vorrichtung und verfahren zur stabilisierung eines länglichen metallischen objekts aus magnetischem material
DD228391B1 (de) Magnetbremsschieber fuer einen auflaufrollgang vor dem kuehlbett
DE69102124T2 (de) Schleifmaschine für Holzplatten.
DE731121C (de) Kontaktfedergruppe
DE2721356C2 (de)
DE3125805A1 (de) Waage mit elektromagnetischer kraftkompensation
DE69610009T2 (de) Steuervorrichtung mit Elektromagnet mit Kern ohne Reibung und Verwendung bei Ventilen mit Kontinusteuerung
DD142157A1 (de) Kuehlbettbremsmagnet
DE19818336C1 (de) Elektrisch-pneumatischer Umformer sowie diesen umfassender Regler
DE9421998U1 (de) Transportvorrichtung für Werkstückträger
EP1647656A2 (de) Schiebetür mit rollengelagerter Trageinrichtung
DE139461C (de)
DE102004039985A1 (de) Relais
AT388119B (de) Verfahren zum beschichten bzw. impraegnieren von warenbahnen und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
EP0769374A1 (de) Magnetbalken
DE3382698T2 (de) Schalter.

Legal Events

Date Code Title Description
IF04 In force in the year 2004

Expiry date: 20040726