DD228460A1 - Vorrichtung zur abspaltung von chlorwasserstoff aus chlorhaltigen verbindungen - Google Patents

Vorrichtung zur abspaltung von chlorwasserstoff aus chlorhaltigen verbindungen Download PDF

Info

Publication number
DD228460A1
DD228460A1 DD26660384A DD26660384A DD228460A1 DD 228460 A1 DD228460 A1 DD 228460A1 DD 26660384 A DD26660384 A DD 26660384A DD 26660384 A DD26660384 A DD 26660384A DD 228460 A1 DD228460 A1 DD 228460A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
chlorine
containing compounds
slot
item
dispersing
Prior art date
Application number
DD26660384A
Other languages
English (en)
Inventor
Maryke Muehlenbruch
Johannes Mennig
Hans-Joachim Buelow
Johannes Kolbe
Original Assignee
Buna Chem Werke Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Buna Chem Werke Veb filed Critical Buna Chem Werke Veb
Priority to DD26660384A priority Critical patent/DD228460A1/de
Publication of DD228460A1 publication Critical patent/DD228460A1/de

Links

Landscapes

  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Olefinoxiden und ungesaettigten Chlorkohlenwasserstoffen. Erfindungsgemaess ist die Vorrichtung ein Vertikalverseifer mit oder ohne Verstaerkungssaeule, mit bis zu 5 Schlitzboeden ohne Ablaufschacht im unteren Teil, die ueber eine Tauchung geflutet sind. Durch die Verwendung der der Erfindung zugrunde liegenden Vorrichtung wird eine Verbesserung der Ausbeute bei gleichem Energieeinsatz erzielt.

Description

Titel der Erfindung
Vorrichtung zur Abspaltung von Chlorwasserstoff aus chlorhaltigen Verbindungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Kontinuierliche Herstellung von Olefinoxiden und ungesättigten Chlorkohlenwasserstoffen
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Es ist bekannt, daß die Abspaltung von Chlorwasserstoff aus chlorhaltigen Verbindungen mit im Oberschuß zugesetzter Kalkmilch # Natron- oder Kalilauge durchgeführt werden kann. Um Ausbeuteverluste durch Bildung von Neben- und Folgeprodukten bzw. durch nichtreagiertes Einsatzprodukt zu vermeiden, ist nach dem Stand der Technik eine exakte pH-Führung, eine gute Vermischung der Reaktanten und das schnelle Entfernen des gebildeten Olefinoxids oder des ungesättigten Chlorkohlenwasserstoffs aus dem Reaktionsgemisch erforderlich. Im kontinuierlichen Betrieb bringt das Arbeiten mit einer Feststoffsuspension, die außerdem noch größere Beimengungen an Ferrosilicium enthalten kann, hinsichtlich der Dosierung, der Regelung des Flüssigkeitsstandes und der Reinhaltung der Apparaturen Schwierigkeiten mit sich.
In der Regel wird die chlorhaltige Verbindung mit Kalkmilch oder wäßriger alkalischer Lösung vermischt und durch einen liegenden Reaktor geschickt, der zur Vermeidung von Rückvermischung mit Schikanen ausgerüstet ist. Zur schnellen Abtreibung des ge-
?U 84-0.1 9391 9
bildeten Olefinoxids bzw* des ungesättigten Chlorkohlenwasserstoffs wird Dampf durch die Flüssigkeit im Reaktor geblasen. Anschließend wird ein großer Teil des Dampfes in einem Dephlegmator kondensiert und zurück in das Reaktionsgemisch geleitet. In der OA-PS 13819 wird ein anderer Reaktortyp beschrieben, bei dem mittels eines Siebes eine bessere Verteilung des einzublasenden Dampfes erreicht wird·
Gemäß der BRD-AS 10 82 234 ist der Verseifer ein mit einem Deckel versehener Behälter, durch den die Reaktionsteilnehmer auf spiralförmiger horizontaler Bahn mit oder ohne Innenrührer geführt werden. In der DDR-PS 105605 wird für die Verseifung die Verwendung eines Schlaufenreaktors oder eines Rührkessels mit Mehrstufen-Irapuls-Gegenstromrührern beschrieben. Die in der Literatur vielfältig vorgeschlagenen mit Dampf im Gegenstrom betriebenen Reaktionskolonnen mit unterschiedlichen Einbauten, wie z. B. Ventilböden (BRD-PS 16 43 847), rotierende Glockenböden (BRD-AS 11 72 249) und Füllkörper (BRD-AS 20 56 198) , sind bei Verwendung ferrosiliciumhaltiger Kalkmilch ungeeignet, da Ferrosilicium u. a. zur Bildung fest anhaftender Haufwerke neigt, die die Einbauten schnell verstopfen und damit eine kontinuierliche Prozeßführung verhindern.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Ausbeute durch Senkung der Verluste im Abwasser und Minimierung der Nebenproduktbildung.
Darlegung des Wesens der Erfindung Aufgabe der Erfindung
Die Abspaltung von Chlorwasserstoff ist bei Verwendung von Kalkmilch, die Ferrosilicium enthalten kann, aus den geschilderten Gründen immer noch mit Problemen verbunden und bisher nicht zufriedenstellend gelöst worden. Aufgabe der Erfindung ist da-
her die Schaffung einer einfachen, zuverlässigen und effektiven Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Olefinoxiden und ungesättigten Chlorkohlenwasserstoffen.
Merkmale der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gelöst, die aus einem Vertikalverseifer mit oder ohne Verstärkungssäule mit bis zu 5 Schlitzboden ohne Ablaufschacht im unteren Teil besteht, die über eine Tauchung geflutet sind. Die Schlitzboden haben eine freie Fläche von 6 bis 18 %, vorzugsweise 8 bis 15 %, und einen Bodenabstand von 200 bis 500 mm, vorzugsweise 250 bis 400 mm, wobei im Gegenstrom geführter Dampf für die Turbulenz sorgt.
Die Schlitzboden können so ausgelegt sein, daß eine konstante Dampfgeschwindigkeit in den Schlitzen über die getauchte Höhe erzielt wird. Das Einstellen der konstanten Dampfgeschwindigkeit über die Böden erfolgt durch eine der zunehmenden Dampfmenge entsprechenden Vergrößerung der freien Fläche nach oben zu.
Das Gemisch der Reaktionspartner, das auf dem obersten der getauchten Böden zugeführt wird, wird durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Reaktors mit stark herabgesetzter Rückvermischung kontinuierlich durch den Reaktor geleitet, daß eine Verringerung der Nebenproduktbildung und der Verluste im Abwasser sowie ein großer Selbstreinigungseffekt erzielt werden.
Ausfuhrungsbeispiel
Der Vertikalverseifer mit einem Durchmesser von 2 ra ist mit 4 Schlitzboden ohne Ablaufschacht ausgerüstet, die eine freie Fläche von 12 % haben und die über eine Tauchung geflutet sind Das Gemisch der Reaktionspartner wird auf den obersten der getauchten Böden zugeführt.
Der Bodenabstand beträgt 200 ram. Am Boden des Reaktors wird im Gegenstrom über einen geeigneten Verteiler Niederdruckdampf eingeblasen. Die Abführung des Abwassers erfolgt unterhalb der Dampfeinleitung.
Durch Verwendung des erfindungsgemäßen Vertikalverseifers ist eine Ausbeutesteigerung um 2,8 % bei gleichem Energieeinsatz möglich.

Claims (5)

β ^ Erfindunqsanspruch
1. Vorrichtung zur Abspaltung von Chlorwasserstoff aus chlorhaltigen Verbindungen zur kontinuierlichen Herstellung von Olefinoxiden und ungesättigten Chlorkohlenwasserstoffen insbesondere Propenoxid und Tri- bzw· Tetrachlorethen gekennzeichnet dadurch, daß die Vorrichtung ein Vertikalverseifer ist, in dessen unteren Teil Schlitzböden ohne Ablaufschacht angebracht sind.
2. Vorrichtung gemäß Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß bis zu 5 Schlitzböden, vorzugsweise 3 bis 5 Schlitzböden, angebracht sind.
3. Vorrichtung gemäß Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß die freie Fläche der Schlitzböden 6 bis 18 %, vorzugsweise 8 bis 15 %, und der Bodenabstand 200 bis 500 mm, vorzugsweise 250 bis 400 mm, beträgt.
4. Vorrichtung gemäß Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß sie mit einer Verstärkungssäule ausgerüstet ist, die 1 bis
5 Stoffaustauschböden bzw. -einheiten enthält.
DD26660384A 1984-08-24 1984-08-24 Vorrichtung zur abspaltung von chlorwasserstoff aus chlorhaltigen verbindungen DD228460A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26660384A DD228460A1 (de) 1984-08-24 1984-08-24 Vorrichtung zur abspaltung von chlorwasserstoff aus chlorhaltigen verbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26660384A DD228460A1 (de) 1984-08-24 1984-08-24 Vorrichtung zur abspaltung von chlorwasserstoff aus chlorhaltigen verbindungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD228460A1 true DD228460A1 (de) 1985-10-16

Family

ID=5559896

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD26660384A DD228460A1 (de) 1984-08-24 1984-08-24 Vorrichtung zur abspaltung von chlorwasserstoff aus chlorhaltigen verbindungen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD228460A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0033929B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Triacetin
DE2316483C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum chemischen Enthärten von Wasser
DE2522501A1 (de) Verfahren zum herstellen von natriumbicarbonat aus dem ablauf der chlor-alkali elektrolysezelle und vorrichtung hierfuer
EP0111115A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aluminiumalkoholaten
DE4203796A1 (de) Verfahren zur herstellung von dialkylcarbonaten
DE1593228A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Olefinoxyden
DE69803658T2 (de) Verfahren zum bilden von vinylcarboxylatestern
DE2750601C2 (de) Verfahren zur Reinigung von rohem Äthylenoxid, Propylenoxid oder Butylenoxid
DE2922545A1 (de) Verfahren zur herstellung von tert.-butanol
DD228460A1 (de) Vorrichtung zur abspaltung von chlorwasserstoff aus chlorhaltigen verbindungen
EP0070542A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Chlordioxid
EP0042983B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan
EP0064206B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorcyan aus Blausäure und Chlor
DE69010892T2 (de) Verfahren zur herstellung von nitrosylfluorid.
DE3414525C2 (de)
DD227135A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstrellung von olefinoxiden
EP0838450B1 (de) Verfahren zur Umsetzung von Grignardverbindungen mit Carbonylverbindungen und anschliessender Hydrolyse
DE1813673C3 (de) Verfahren zur destillativen Reinigung von Aceton
DE2710399C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfamat
DE2205070A1 (de)
DE1495240C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyisobutenylbernsteinsaureanhydnd
DE19614683A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Propylenoxid durch Chlorhydrinierung und Alkalilaugeverseifung
DE3202378C2 (de)
DE3505064A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-(3-dimethylaminopropyl)-methacrylamid
DE3244486C2 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee