DD228500A1 - Verfahren zur identifikation von ablaeufen - Google Patents

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Wolfgang Talke
Gernot Landeck
Klaus Bochmann
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Reichsbahn Forschungs U Entwic
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifikation von Ablaeufen an vorgegebenen festen Punkten einer Ablaufanlage. Ziel der Erfindung ist es, mittels eines Verfahrens bisher bestehende Beschraenkungen des groessten Achsabstandes zu vermeiden und mit geringem Aufwand mindestens die Qualitaetsmerkmale bekannter technischer Loesungen zu erreichen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das mit geringem Aufwand zu bereits bestehenden Einrichtungen zuverlaessig im Sinne einer hohen Verfuegbarkeit und qualitativ hochwertig im Sinne einer geringen Fehlerquote arbeitet. Gemaess der Erfindung wird dies erreicht, indem fuer den an einem Zielpunkt zu identifizierenden Ablauf an einem im Laufweg davor liegenden Anfangspunkt mittels der dort gemessenen Geschwindigkeit und gemessene Zeitpunkt sowie den in geeigneter Weise bestimmten ablaufdynamischen Daten die voraussichtliche Geschwindigkeit und der voraussichtliche Zeitpunkt fuer jeden Zielpunkt ermittelt und vorgemeldet werden, wobei eine Identifikation des Ablaufes an einem Zielpunkt nur dann erfolgt, wenn die gemessene Geschwindigkeit und der gemessene Zeitpunkt mit nur einem Wertepaar der voraussichtlichen Geschwindigkeit und dem voraussichtlichen Zeitpunkt am Zielpunkt uebereinstimmen. Fig. 2

Description

-3- 695 09
Geschwindigkeit und Zeitpunkt, innerhalb vorgegebener Toleranzen mit einem und nur einem vorgemeldetem Wertepaar, der voraussichtlichen Geschwindigkeit und dem voraussichtlichen Zeitpunkt übereinstimmen, wobei die Zahl der für jeden Ablauf im Anfangspunkt ermittelten Wertepaare der Zahl der möglichen Zielpunkte entspricht. Wird dieses Identitätskriterium nicht erfüllt, so muß ein an einem Zielpunkt einlaufender Ablauf, so wurde gefunden, mit dem ältesten für diesen Zielpunkt vom Anfangspunkt vorgemeldeten Ablauf identifiziert werden. Erfindungsgemäß werden für bereits identifizierte Abläufe die Wertepaare mit der voraussichtlichen Geschwindigkeit und dem voraussichtlichen Zeitpunkt sowie die Laufzielvormeldungen an den Zielpunkten nicht mehr dem Verfahren entsprechend benutzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren bedarf als wesentlicher Voraussetzung einen möglichst ungehinderten freien Lauf der Abläufe. Die Anwendung des Verfahrens über Gleisbremsen hinweg ist dann möglich, wenn diese ausgeschaltet oder der zu erwartende Bremsenwiderstand das Wertepaar der gemessenen Geschwindigkeit und gemessene Zeitpunkt am Zielpunkt ausschließlich innerhalb der vorgegebenen Toleranzen verändert oder die Bremsenwiderstandshöhe, so wurde gefunden, vorher bestimmbar ist.
Damit bereits vorhandene geeignete Einrichtungen zur punktförmigen Geschwindigkeits- und Zeitermittlung an den Anfangspunkten und Zielpunkten genutzt werden können, ist es zweckmäßig, diese wahlweise durch die erste oder letzte Achse eines Ablaufes auszulösen, wobei die Wahl in geeigneter Weise je nach Lage eines Gleisschaltmittels vor oder hinter einer Gleisbremse oder Weiche zu treffen ist.
Erfindungsgemäß kann ein Ablauf an einem Zielpunkt auch dann mit einem vom Anfangspunkt vorgemeldeten Ablauf identifiziert werden, wenn mittels der am Zielpunkt gemessenen Geschwindigkeit und gemessene Zeitpunkt sowie den in geeigneter Weise bestimmten ablaufdynamischen Daten des Ablaufes und dem Laufweg zwischen dem Anfangspunkt und Zielpunkt die wahrscheinliche Geschwindigkeit und der wahrscheinliche Zeitpunkt dieses Ablaufes am Anfangspunkt mit einem und nur einem Wertepaar der gemessenen Geschwindigkeit und dem gemessenen Zeitpunkt am Anfangspunkt innerhalb vorgegebener Toleranzen übereinstimmen. Wird die Reihenfolge der Identifizierung erfindungsgemäß mit der Ermittlung einer wahrscheinlichen Geschwindigkeit und eines wahrscheinlichen Zeitpunktes am Anfangspunkt begonnen und bei nicht erfülltem Identifizierungskriterium mit Wertepaaren der gemessenen Geschwindigkeit und des gemessenen Zeitpunktes am Anfangspunkt anhand der dann nur für wenige Zielpunkte notwendigen Ermittlung von Wertepaaren der voraussichtlichen Geschwindigkeit und dem voraussichtlichen Zeitpunkt am Zielpunkt anhand des Wertepaares der gemessenen Geschwindigkeit und des gemessenen Zeitpunktes am Zielpunkt fortgesetzt, so verringert sich die Anzahl der notwendigen Ermittlungen von Wertepaaren der voraussichtlichen Geschwindigkeit und des voraussichtlichen Zeitpunktes am Zielpunkt. Es wurde außerdem gefunden, daß im Falle von Störungen an Zielpunkten diese übersprungen werden können und die Identifikation an jeweils im Laufweg nachfolgenden Zielpunkten erfolgen kann. Dabei wird die Wertevorgabe für alle nachfolgenden Zielpunkte verfahrensgemäß vorausgesetzt.
Zur Durchsetzung des Verfahrens werden geeignete Einrichtungen zur Berechnung der Wertepaare, voraussichtliche Geschwindigkeit und voraussichtlicher Zeitpunkt am Zielpunkt bzw. wahrscheinliche Geschwindigkeit und wahrscheinlicher Zeitpunkt am Anfangspunkt sowie für Vergleiche und Vormeldungen vorausgesetzt. Zweckmäßig ist das Verfahren mittels elektronischer Recheneinrichtungen zu realisieren.
Die Vorgabe von Toleranzen für das Identitätskriterium der Wertepaare, voraussichtliche Geschwindigkeit und voraussichtlicher Zeitpunkt am Zielpunkt und wahrscheinliche Geschwindigkeit und wahrscheinlicher Zeitpunkt am Anfangspunkt ist als Folge der immer ungenauen Berechnung nach den vorgegebenen bzw. aufgenommenen ablaufdynamischen Daten notwendig. Die Bemessung der Toleranzen erfolgt zweckmäßig anlagebezogen und laufwegbezogen nach stochastischen Wertevorgaben.
Ausführungsbeispiei
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: eine verfahrensgemäße Anordnung mit dem Anfangspunkt P1, Zielpunkt P2 und dem zugehörigen Schwerpunktabstand
des Ablaufes Fig.2: einen angenommenen Gleisplan mit den Gleisen 1 bis 5 und mit einer der Zahl der Laufwege entsprechenden Anzahl
von Zielpunkten P2 Fig.3: eine verfahrensgemäße Anordnung mit nacheinander angeordneten Zielpunkten P2, die in der Reihenfolge der Zuordnung zu den Anfangspunkten P1 mit römischen Ziffern bezeichnet sind
Fig.4: einen angenommenen Gleisplan entsprechend Figur 2 mit nacheinander angeordneten Zielpunkten P2. Ein Teil einer Ablaufanlage mit einem freien Laufweg ls zwischen zwei Gleisbremsen 1 ist in der Figur 1 dargestellt, wobei eine Identifikation eines Ablaufes 3 an einem Zielpunkt P2 erfolgt. Den gleichen Teil der Ablaufanlage als Gleisplan zeigt die Figur zwei. Es sind mehrere freie Laufwege ls zwischen den Gleisbremsen 1 dargestellt und an jedem Zielpunkt P 2 ist eine Identifikation des Ablaufes 3 möglich. An einem Anfangspunkt P1 beginnt mit der Überrollung der letzten Achse der freie Lauf. An einem Gleisschaltmittel 2 des Anfangspunktes P1, zweckmäßig eine Kurzzeitmeßstrecke, werden eine Geschwindigkeit V1 und ein Zeitpunkt t, ermittelt. Für den Ablauf sind zu diesem Zeitpunkt in geeigneter Weise bereits bestimmt worden, eine Ablauflänge £lai (Summe aller Achsabstände), die Lage des Schwerpunktes im Ablaufbezogen auf die erste Achse, eine reduzierte Erdbeschleunigung g' und ein aktueller Laufwiderstand w0. Für alle möglichen Laufwege wurden bereits in geeigneter Weise bestimmt bzw. vorgegeben, ein Abstand I12 zwischen dem Anfangspunkt P1 und dem Zielpunkt P2 und die Summe aller Fahrwiderstände £{w - i).
Für die weitere Berechnung werden zusätzlich folgende Größen definiert, einen auf den Ablaufschwerpunkt bezogenen Laufweg I3 und eine voraussichtliche mittlere Geschwindigkeit vm des Auflaufes 3 zwischen dem Anfangspunkt P1 und dem Zielpunkt P2. Beide Größen sind aus den ablaufdynamischen Daten zu bestimmen:
I3 = I12- £lai, wenn für den Anfangspunkt P1 die letzte Achse und für den Zielpunkt P 2 die erste Achse definiert ist,
I3 = I12 + ZU/ wenn für den Anfangspunkt P1 die erste Achse und für den Zielpunkt P 2 die letzte Achse oder
I5 = I12, wenn für den Anfangspunkt P1 und den Zielpunkt P 2 die erste Achse oder für den Anfangspunkt P1 und den
Zielpunkt P2 die letzte Achse definiert ist.
Die Berechnung der Wertepaare voraussichtliche Geschwindigkeit v2f und voraussichtlicher Zeitpunkt t2f am Zielpunkt P2 erfolgt dann zweckmäßig nach den an sich bekannten Gleichungen der Ablaufdynamik
v2f.= ^v1 2 - 2 g· . la [w0 + S(w - i)] . ΙΟ"3
t = t 2 Is
Für das erfindungsgemäße Identitätskriterium wird eines der nach Figur zwei möglichen fünf Wertepaare eines Ablaufes 3 mit dem an diesem Zielpunkt P2 ermittelten Wertepaares der gemessenen Geschwindigkeit V2 und des gemessenen Zeitpunktes t2 am Zielpunkt P2 nach den Ungleichungen bewertet, wobei die zulässige Toleranz des gemessenen Zeitpunktes Δί berücksichtigt
v2f - Δν < V2 < v2f + Δν und
t2f - Δί < t2 < t2f + Δί
Nur wenn beide Ungleichungen erfülli sind, wird ein Ablauf 3 von mehreren möglichen Abläufen 3 am beireffenden Zielpunkt P2 richtig identifiziert. Ist dieses Identiläiskriierium für keinen von mehreren Abläufen 3 zu erfüllen oder werden beide Ungleichungen gleichzeitig von zwei oder mehr Wertepaaren erfüllt, so wird der Ablauf 3 mit dem ällesien vom Anfangspunkt P1 vorgemeldeien Ablauf 3 für den betreffenden Zielpunkl P2 identifiziert. Das ist aber nur möglich, wenn für alle bereits identifizierten Abläufe 3 die Wertepaare der voraussichtlichen Geschwindigkeit V2f und des voraussichilichen Zeitpunktes t2f am Zielpunkt P2 sowie die Laufzielvormeldungen nicht mehr im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens genutzt werden.
Die gleichen Bedingungen und Verfahrensschritte gelten für die Darstellung in Figur drei und Figur vier. Im Unterschied zu
Figur eins sind in Figur drei mehrere aufeinanderfolgende Identifizierungsschritte an den Zielpunkten P2 gezeigt. Die Reihenfolge der Schritte ist durch römische Ziffern gekennzeichnet. Die Möglichkeit, die Ablaufidentifikaiion sowohl nacheinander als auch parallel enisprechend Figur zwei durchzuführen, zeigi die Figur vier. Eine verfahrensgemäße Anordnung enisprechend Figur
vier erweisi sich dann als besonders nützlich, wenn mittels kurzer freier Laufwege ls eine hohe Genauigkeit der Identifikation
erreicht werden soll. Nachteilig ist dann die Notwendigkeit zusätzlicher Gleisschaltmittel.
Die Ideniifikaiion von Abläufen 3 kann aber erfindungsgemäß auch erfolgen, wenn an einem Zielpunkt P2 das Wertepaar
gemessene Geschwindigkeit V2 und gemessener Zeitpunkt t2 am Zielpunkt P2 sowie zweckmäßig die näherungsweise in
geeigneter Weise besiimmlen ablaufdynamischen Daien, wie ein mittlerer Laufwiderstand w0m, mittlere Fahrwiderstände wm und eine mittlere Ablauflänge laim zur Ermittlung einer wahrscheinlichen Geschwindigkeii v1f und eines wahrscheinlichen
Zeiipunktest-if am Anfangspunkt P1 benutzt werden und als Identitätskriterium die Ungleichungen
v1f - Δν < V1 < v1f + Δν und
t1f - Δί < t, < t1f + Δί
für einen am Anfangspunkl P1 vorgemeldeten Ablauf 3 erfülli werden.
Bei großen zulässigen Toleranzen für die gemessene Geschwindigkeit ν und für den gemessenen Zeilpunkii kann zweckmäßig die Erfüllung einer einzigen Ungleichung als Ideniiläiskriierium vereinbart sein. Werden beide Ungleichungen nichi oder
gleichzeitig für mehrere Abläufe 3 erfüllt, so kann entsprechend den dann für die betroffenen Zielpunkte P2 vorgegebenen
präzisen ablaufdynamischen Daten die Identifikation nach den Ungleichungen für die Wertepaare voraussichtliche
Geschwindigkeit v^ und voraussichtlicher Zeitpunkt t2f am Zielpunkl P2 erfolgen. Es ist offenbar, daß bei dieser Reihenfolge
der Verfahrensschritte die Zahl der Wertepaare voraussichtliche Geschwindigkeit v2f und voraussichilicher Zeitpunkl t2f nur für die Zielpunkle P2 erfolgen muß, deren Wertepaare wahrscheinliche Geschwindigkeii v1f und wahrscheinlicher Zeitpunkt am
Anfangspunki P1 nichi zur Ablaufideniifikaiion führten.

Claims (7)

  1. -2- bob US
    Erfindungsansprüche:
    1. Verfahren zur Identifikation von Abläufen an vorgegebenen festen Punkten einer Ablaufanlage, insbesondere vor Gleisbremsen, Weichen oder Beidrückanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der an einem Zielpunkt (P2) zu identifizierende Ablauf (3) an einem im Laufweg (1) davor liegenden Anfangspunkt (P 1) mittels der am Anfangspunkt (P 1) gemessenen Geschwindigkeit Iv1) und gemessene Zeitpunkt It1) sowie den in geeigneter Weise bestimmten ablaufdynamischen Daten des Ablaufes (3) und der Laufwege (1) zwischen dem Anfangspunkt (P 1) und an sich beliebigen vielen Zielpunkten (P2) die voraussichtliche Geschwindigkeit (v2f) und der voraussichtliche Zeitpunkt (t2f) für jeden Zielpunkt (P2) ermittelt werden, wobei eine Identifikation des Ablaufes (63) an einem Zielpunkt (P2) dann und nur dann erfolgt, wenn die gemessene Geschwindigkeit (v2) und der gemessene Zeitpunkt (t2) innerhalb vorgegebener Toleranzen mit einem und nur einem Wertepaar der voraussichtlichen Geschwindigkeit (v2f) und dem voraussichtlichen Zeitpunkt (t2f) am Zielpunkt (P2) übereinstimmen.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an einem Zielpunkt (P2) zu identifizierende Ablauf (3) von einem im Laufweg (1) davor liegenden Anfangspunkt (P 1) dem als Laufziel vorgegebenen Zielpunkt (P2) vorgemeldet ist, jedoch das Identitätskriterium gemäß Punkt eins nicht erfüllt wird, dann mit dem ältesten für den betreffenden Zielpunkt (P2) vom Anfangspunkt (P 1) vorgemeldeten Ablauf (3) identifiziert wird.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß für bereits identifizierte Abläufe (3) die Wertepaare gemessene Geschwindigkeit (v) und gemessener Zeitpunkt (t) sowie deren Laufzielvormeldungen nicht mehr zur Identifikation benutzt werden.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsenwiderstände von im Laufweg zwischen dem jeweiligen Anfangspunkt (P 1) und jeweiligen Zielpunkt (P2) liegenden Gleisbremsen (1) vorher, spätestens am jeweiligen Anfangspunkt (P 1) bestimmt werden.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein an einem Zielpunkt (P2) befindlicher Ablauf (3) dann mit einem am Anfangspunkt (P 1) vorgemeldeten Ablauf (3) identifiziert wird, wenn mittels der am Zielpunkt (P2) gemessenen Geschwindigkeit (v2) und des gemessenen Zeitpunktes (t2) sowie den in geeigneter Weise bestimmten ablaufdynamischen Daten des Ablaufes (3) und der Laufwege (1) zwischen dem jeweiligen Anfangspunkt und jeweiligen Zielpunkt (P2) die wahrscheinliche Geschwindigkeit (v-,f) und der wahrscheinliche Zeitpunkt (t|f) dieses Ablaufes (3) am Anfangspunkt (P 1) mit einem und nur einem Wertepaar der gemessenen Geschwindigkeit (V1) und des gemessenen Zeitpunktes Ct1) am Anfangspunkt (P 1) innerhalb vorgegebener Toleranzen übereinstimmen.
  6. 6. Verfahren nach Punkt 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein nichterfüllbares Identitätskriterium nach Punkt 5 für einen Ablauf (3) zur Identifikation nach Punkt 1 aller betroffenen Abläufe (3) führt.
  7. 7. Verfahren nach Punkt 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Störungsfalle Zielpunkte (P2) übersprungen werden und die Identifikation an jeweils im Laufweg (1) nachfolgenden Zielpunkten (P2) erfolgt.
    Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifikation von Abläufen an vorgegebenen festen Punkten einer Ablaufanlage, insbesondere von Gleisbremsen, Weichen oder Beidrückanlagen für eine Ablaufkonforme Durchschaltung bereits verfügbarer ablaufspezifischer Steuerdaten.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Es sind bereits Verfahren zur Datendurchschaltung in Ablaufanlagen bekannt, die nach dem Prinzip der Wirkzonensteuerung die ablaufkonforme Weiterschaltung durch eine Besetzt-Frei-Überwachung dieser Zonen bewirken. Zur Anwendung kommt dieses Prinzip bei automatischen Ablaufstellwerken. Der Nachteil bei der Anwendung dieses Verfahrens ist die Beschränkung auf einen größten zulässigen Achsabstand. Bei größeren Achsabständen muß Handbedienung erfolgen. Ein weiterer Nachteil ist die notwendige Anwendung von isolierten Gleisabschnitten und mindestens zwei Gleisschaltmitteln pro Weiche für die Überwachung des Besetztzustandes der Wirkzonen, die durch ihre Vielzahl und ihr Ausfallverhalten die Verfügbarkeit des automatischen Ablaufstellwerkes begrenzen. Ein weiteres Verfahren zur Datendurchschaltung, das ebenfalls nach dem Prinzip der Wirkzonensteuerung arbeitet, beruht auf einer Frei-Besetzt-Überwachung der Wirkzonen mittels Achszählkreisen. Als Nachteile bestehen ebenfalls eine Achsabstandsbeschränkung und Grenzen der Verfügbarkeit durch die Vielzahl der einzusetzenden Gleisschaltmittel für die Achszählung.
    Ziel der Erfindung
    Es ist das Ziel der Erfindung, mittels eines Verfahrens bisher bestehende Beschränkungen des größten Achsabstandes zu vermeiden und mit geringem technischen Aufwand mindestens die Qualitätsmerkmale der bekannten technischen Lösungen zu erreichen. . . ^
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Identifikation von Abläufen zu schaffen, das ohne oder mit geringem zusätzlichen technischen Aufwand zu bereits bestehenden rangiertechnischen Einrichtungen zuverlässig im Sinne einer hohen Verfügbarkeit und qualitativ hochwertig im Sinne einer geringen Fehlerquote arbeitet und damit die Notwendigkeit der jeweils erneuten ablaufkonformen Steuerdatenermittlung an den einzelnen rangiertechnischen Einrichtungen einschließlich des dann erforderlichen technischen Aufwandes aufhebt.
    Gemäß der Erfindung wird dies erreicht, indem für den an einem Zielpunkt zu identifizierenden Ablauf an einem bestimmten, im Laufweg davor liegenden Anfangspunkt dem Zielpunkt vorgemeldet und in an sich bekannter Weise mittels der am Anfangspunkt in geeigneter Weise bestimmten Daten des Ablaufes, wie der Ablauf länge, dem Laufwiderstand, der reduzierten Erdbeschleunigung und den vorgegebenen Daten des Laufweges zwischen dem Anfangspunkt und dem Zielpunkt, wie dem Abstand zwischen Anfangspunkt und Zielpunkt und der Summe aller aktuellen Fahrwiderstände, die voraussichtliche Geschwindigkeit des Ablaufes und der voraussichtliche Zeitpunkt am Zielpunkt bestimmt werden und dann und nur dann die Identifikation des Ablaufes am Zielpunkt erfolgt, wenn die in geeigneter Weise am Zielpunkt gemessenen Größen, wie
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EP Request for examination under paragraph 12(1) filed
B5 Patent specification, 2nd publ. accord. to extension act
IF04 In force in the year 2004

Expiry date: 20041116