DD229335B1 - Justier- und spanneinrichtung fuer die bearbeitung plattenfoermiger werkstuecke - Google Patents

Justier- und spanneinrichtung fuer die bearbeitung plattenfoermiger werkstuecke Download PDF

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DD229335B1 DD27050884A DD27050884A DD229335B1 DD 229335 B1 DD229335 B1 DD 229335B1 DD 27050884 A DD27050884 A DD 27050884A DD 27050884 A DD27050884 A DD 27050884A DD 229335 B1 DD229335 B1 DD 229335B1
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Wolfgang Maedel
Heinz Exner
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Gisag Veb
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Description

Die erfindungsgemaße Justier und Spannvorrichtung geht aus von einer Werkzeugmaschine bekannter Bauart, auf deren Maschinentisch die erfindungsgemaße Vorrichtung mit ihrer Grundplatte befestigt wird Auf dieser Grundplatte befindet sich eine erste Spannbaugruppe mit einer horizontal verstellbaren, um eine vertikale Achse schwenkbaren ersten Spannbacke und eine gegenüberliegende zweite Spann baugruppe mit einer um eine oberhalb der zwischen diesen Spannbacken ausgebreiteten Spannebene verlaufenden horizontalen Achse schwenkbaren zweiten Spannbacke Zwischen diesen Spannbacken befinden sich, diagonal angeordnet, zwei höhenfeste, eine erste Werkstuckauflage bildende Auflagebolzen sowie in der Gegendiagonale zwei weitere gleichsinnig gegen Federkraft hohenverstellbare, oder zweite Werkstuckauflage und eine Justiereinrichtung bildende Auflagebolzen
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, zur Anpassung an unterschiedliche Werkstuckgroßen die beiden Spannbaugruppen sowie auch zusatzlich die Justiereinrichtung und die höhenfesten Auflagebolzen auf der gemeinsamen Grundplatte verstellbar anzuordnen
Als vorteilhaft im Sinne der Erfindung erweist es sich weiterhin, die Einrichtung zur gleichsinnigen Verstellung der hoherverstellbaren Auflagebolzen innerhalb der Justiereinrichtung als einen, mittels Ritzel und Zahnstange antreibbaren Gleitkeil auszubilden, der mit einer die Auflagebolzen aufnehmenden keilförmigen Aufnahme zusammenwirkt Die Vorteile der erfindungsgemaßen Justier- und Spanneinrichtung bestehen vor allem in der Verringerung des apparativen Aufwandes und der Vereinfachung des Justier- und Spannvorganges und damit der Verringerung des Zeitaufwandes fur das Einrichten der zu bearbeitenden Werkstucke Mit der Einrichtung können auch unsymmetrische und, bei entsprechender Ausbildung der Spannbacken, nicht parallelflachig begrenzte Werkstucke sicher und schnell justiert und gespannt werden Die Eigenart der erfinderischen Justiereinrichtung erlaubt es, bei Werkstucken mjt gleichartigem Verzug gegenüber anderen Einrichtungen mit wesentlich verringerten Bearbeitungszugaben auszukommen Die Erfindung wird nachstehend in einem Ausfuhrungsbeispiel an Hand einer Zeichnung naher erläutert
Ausfuhrungsbeispiel
In der Zeichnung zeigen
Figur 1 die Draufsicht auf die Justier- und Spannvorrichtung,
Figur 2 den Schnitt A-A durch die Mitte der Justier- und Spannvorrichtung, Figur 3 den Schnitt B-B durch die Justiervorrichtung
Die Justier- und Spannvorrichtung wird auf dem Maschinentisch einer nicht dargestellten Werkzeugmaschine befestigt Die Justier- und Spannvorrichtung besteht aus der Spannbaugruppe 1, der Spannbaugruppe 2 und der Justiervorrichtung 3 Diese Baugruppen sind auf dem Vomchtungsgrundkorper 12 befestigt
Das Werkstuck 24 wird zwischen den Spannbacken 4 und 9 gespannt Die Spannbacke 4 ist in horizontaler Richtung durch den Bolzen 5 im Schlitten 6 drehbar gelagert Der Schlitten 6 und die Spannbacke 4 werden mittels der Gewindespindel? und dem Schlüssel 8 bewegt und somit der Spanndruck auf das Werkstuck 24 im Zusammenwirken mit der Spannbaugruppe 2 erzeugt Durch die drehbar gelagerte Spannbacke 4 wird eine etwaige Unparallehtat der Spannflachen des Werkstuckes 24 ausgeglichen Die Spannflachen der Spannbacken 4 und 9 sind im Beispiel flach gehalten, damit Werkstucke mit geringer Dicke bearbeitet werden können
Die Spannbaugruppe 2 besteht aus der Spannbacke 9, die durch den Bolzen 10 im Bock 11 gelagert ist Durch die Anordnung des Bolzens 10 oberhalb der Spannflache der Spannbacke 9 entsteht beim Spannen des Werkstuckes 24 ein Drehmoment 25, welches das Werkstuck 24 auf die Auflagebolzen 14 und 15 druckt Der Bock 11 ist auf dem Vorrichtungskorper 12 befestigt Die Spannbaugruppe 1 und die Spannbaugruppe 2 sind durch den Bolzen 13 zum Abfangen des Spanndruckes miteinander verbunden
Das Ausrichten des unebenen oder verzogenen Werkstuckes 24 erfolgt durch die Justiervorrichtung 3 Das Werkstuck 24 wird auf die zwei diagonal angeordneten Auflagebolzen 14 (Fig 1) aufgelegt, deren Hohe der Unterkante der Spannbacken 4 und 9 entspricht Die zwei ebenfalls diagonal angeordneten vertikal beweglichen Auflagebolzen 15 werden je nach Verzugsrichtung des Werkstuckes 24 über oder unter die Hohe der Auflagebolzen 14 verstellt
Durch das gleichzeitige Verschieben der beweglichen Auflagebolzen 15 in vertikaler Richtung 27 pendelt sich die Unebenheit des Werkstuckes 24 über die Achse der Auflagebolzen 14 aus Dadurch wird eine optimale Lage des Werkstuckes zur Bearbeitungsebene erreicht Das Ausrichten ist beendet, wenn kein spurbares Kippen des Werkstuckes 24 über einen der beiden diagonalen Auflagebolzen 14 und 15 vorhanden ist Die zwei diagonal angeordneten Auflagebolzen 14 sind in vertikaler Richtung fest im Vomchtungsgrundkorper 12 und die beweglichen Auflagebolzen 15 sind fest in der keilförmigen Aufnahme 16 angebracht (Fig 3) Unter der keilförmigen Aufnahme 16 wird der Gleitkeil 17 mittels Ritzel 18 und Zahnstange 19 in und entgegen Richtung 26 bewegt Durch das Verschieben des Gleitkeiles 17 zur Aufnahme 16 werden die zwei Auflagebolzen 15 in vertikaler Richtung 27 bewegt Die Auswahl des Keilwinkeis des Gleitkeiles 17 muß Selbsthemmung gewahrleisten Im Beispiel wurde eine Schrage von 1° gewählt Der durch diese Schrage erreichte große Verstellweg des Gleitkeiles 17 bei kleiner vertikaler Verstellung (Hub) der Auflagebolzen 15 ermöglicht ein gutes gefühlvolles Ausrichten des Werkstuckes 24 Der Gleitkeil 17 und die Aufnahme 16 werden zueinander durch Nut und Feder gefuhrt Die Aufnahme 16 wird in vertikaler Richtung durch den Bolzen 20 gefuhrt Die Druckfeder 21 druckt die Aufnahme 16 auf den Gleitkeil 17 Damit wird die Bewegung der Auflagebolzen 15 nach unten gesichert Die Druckkraft der Druckfeder 21 ist so auszulegen, daß die Reibungskräfte der Führungselemente überwunden werden
Die Betätigung des Ritzels 18 erfolgt über die Welle 22 und das Handrad 23
An dem Handrad 23 besteht die Möglichkeit zum Anbringen einer Markierung ζ B einer Skala zur Bestimmung der Bewegungsrichtung und Lagefixierung der beweglichen Auflagebolzen 15
Zur Gewährleistung der Bearbeitung von Werkstucken mit größeren Maßunterschieden, bei denen der Arbeitsbereich der Spannspindel 7 nicht ausreicht können die Spannbaugruppe 1, die Justiervorrichtung 3 und die Auflagebolzen 14 auf dem Vomchtungsgrundkorper 12 verstellbar angeordnet werden
Ebenso liegt es selbstverständlich im Rahmen der Erfindung, fur nicht parallelflachig begrenzte Werkstucke, die diesen zugewendeten Spannflachen der Spannbacken 9,14 entsprechend angepaßt, ζ Β prismatisch auszubilden

Claims (2)

  1. Justier- und Spanneinrichtung fur die Bearbeitung plattenförmiger Werkstücke bestehend aus einer auf einer gemeinsamen Grundplatte angeordneten Spannbaugruppe mit einer horizontal verstellbaren, um eine vertikale Achse schwenkbaren Spannbacke und einer gegenüberliegenden Spannbaugruppe mit einer um eine oberhalb der Spannbacken ausgebreiteten Spannebene verlaufenden horizontalen Achse schwenkbaren Spannbacke, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Spannbacken (4, 9) eine Justiereinrichtung (3) angeordnet ist, die aus einer ersten Werkstuckauflage, bestehend aus diagonal angeordneten Auflagebolzen (14), deren Höhe der Unterkante der Spannbacken (A, 9) entspricht, und aus einer zweiten in der Gegendiagonale angeordneten gleichsinnig hohenverstellbaren Werkstückauflage mit Auflagebolzen (15), gebildet ist.
    Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Justieren und Spannen plattenförmiger Werkstucke auf den Arbeitstisch einer Werkzeugmaschine, dann, wenn die Grundflache der Werkstucke wegen ihrer Oberflachenbeschaffenheit wie Verzug, Grat, Unsauberkeit usw , nicht als Auflage zum verzugsarmen Spannen geeignet ist. Sie dient gleichzeitig zum optimalen Justieren der Werkstucke vor dem Spannen in Bearbeitungslage
    Charakteristik der bekannten Lösungen
    Es sind Spannvorrichtungen fur plattenformige Werkstucke nach dem Stand der Technik bekannt, die dadurch charakterisiert sind, daß die Spannkraft in
  2. 2 Richtungskomponenten (Exzenter) zerlegt wird, erstens parallel zum Maschinentisch (Schraubstockprinzip); zweitens senkrecht zum Maschmentisch (Spannschraubenprinzip) Die Vorrichtungen sind fur jeden Spannpunkt einzeln vorhanden Zum Werkstuck werden mindestens 2 in der Regel 4, jeweils 2 gegenüberliegende Spannvorrichtungen benotigt
    In der CH-PS 591922 (IPK 8 23 Q, 3/02) ist ein Schraubstock fur Werkzeugmaschinen vorgeschlagen worden, der 2 Richtungskomponenten an einer Spannbacke vereinigt Dies wird dadurch erreicht, indem an einer Spannbacke ein auf einer kreisförmigen Flache schwenkbar geführtes Winkelanpassungsteil angeordnet ist Der Radiusmittelpunkt der kreisförmigen Flache liegt oberhalb der Oberkante der Druckbacke, so daß das einzuspannende Werkstuck beim Einspannen gleichzeitig nach unten gedruckt wird
    Das Justieren der Werkstucke erfolgt entweder nach konventionellen Methoden durch Unterlagen wie Keile, Abstandsblocke, Stellblocke usw an 3 oder 4 Punkten, was durch Abtasten kontrolliert werden muß, oder, wie im WP B23 Q/224957 beschrieben wird, erzeugt ein durch eine Feder bewegter Stift pro Spannpunkt ein vom Auflagedruck abhangigen, aber von der Lage der Auflageflache unabhängigen Justierpunkt, der beim Spannen fixiert wird und die Eigenkraft der senkrechten Spannkraft darstellt Alle federnden Systeme der beschriebenen Art haben den Nachteil, daß sie von den Auflagekraften abhangen und demzufolge nur einsetzbar sind bei symmetrischen Werkstucken mit symmetrischer Stellung der Auflagepunkte zum Werkstuck, wobei bereits geringe äußere Kräfte (Pendelbewegung) ein Ausweichen aus der Sollage bewirken können, so daß derartige Systeme fur Justierwerke nur in Sonderfallen einsetzbar sind
    Ziel der Erfindung
    Das Ziel der Erfindung ist es, plattenformige Werkstucke in einer kombinierten Justier- und Spannvorrichtung so aufzunehmen, daß auch verzogene Werkstucke (Platten), (Grobbleche) usw so optimal auf einer 4-Punktauflage ausgerichtet werden, daß mit geringsten Bearbeitungszugaben gearbeitet werden kann und die Platten mit geringer Kraftkomponente in Richtung der Auflagepunkte ohne verspannt zu werden nachdem Schraubstockprinzip gehalten und so spanend bearbeitet werden können
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtun g zum Justieren und Spannen plattenförmiger Werkstucke, deren Auflageflachen wegen mangelnder Oberflachenqualitat oder Unebenheit zum direkten Spannen auf dem Tisch einer Werkzeugmaschine ungeeignet sind derart zu schaffen, daß durch die Kombination von höhenfesten und hohenverstellbaren Auflagebolzen einer 4-Punktauflage eine weitestgehende plane Bearbeitungsposition erreichbar wird
DD27050884A 1984-12-08 1984-12-08 Justier- und spanneinrichtung fuer die bearbeitung plattenfoermiger werkstuecke DD229335B1 (de)

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