DD229382A1 - Vorrichtung zum greifen und trennen von bahnenmaterial - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Greifen und Trennen von flexiblen Bahnenmaterial aus Textil, Folie oder Kunstleder an Lagenlegemaschinen. Das Ziel der Erfindung ist es insbesonders duenne und flexible Materialien an der gesamten Bahnenbreite sicher zu Erfassen, faltenfrei zu transportieren und an einer bestimmten Stelle einwandfrei zu trennen. Erfindungsgemaess wird dies wie folgt erreicht. Die Vorrichtung besteht aus einer Greif- und Trenneinheit. Von der Greifeinheit, bestehend aus einer Greiferplatte 4 mit Wulst 5 und einer vertikal beweglich gelagerten Greiferschiene 3, wird das Bahnenende erfasst, die Lage von der Rolle abgezogen und anschliessend von der Trenneinheit, bestehend aus Stoffheber 1, einer geteilten Grundplatte 2, einem Druckbalken 6 mit Nut 7 und einem Schneidmesser 8 in der eingestellten Lagenlaenge von der Rolle getrennt. Die Lage wird abgestapelt. Die Arbeitsgaenge laufen automatisch ab bis die gewuenschte Lagenhoehe erreicht ist. Die Erfindung ist einsetzbar an Lagenlegemaschinen wenn jede Lage einzeln von der Rolle getrennt und abgestapelt werden muss. Fig. 1
Description
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Vorrichtung zum Greifen und Trennen von Bahnenmaterial
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Greifen und Trennen von flexiblen Bahnenmaterial an Lagenlegemaschiηen·
Für die Herstellung von Kleinlederwaren wird eine Anzahl von Zuschnitten unterschiedlicher Form und Größe aus Textil- und Foliematerial sowie aus Kunstleder benötigt· Diese Materialien sind vorwiegend sehr dünn und flexibel. Die Anlieferung des Materials erfolgt in Rollen· Zur Durchführung eines effektiven Zuschnitts müssen diese Materialien in einer entsprechenden Lagenzahl den Zuschneidemaschinen zugeführt werden«
Das Legen dieser Materialien in Lagen erfolgte bisher manuell· Jede Lage mußte von der Rolle abgetrennt und abgestapelt werden· Das Bahnende wurde von der Hand erfaßt und weiter abgezogen· Bekannte Lagenlegemaschinen sind für diese Technologie nicht geeignet. Es ist kein Trennvorgang nach jeder Lage möglich· Für das Erfassen von Bahnenenden zum Zwecke des Weitertransports sind mehrere Möglichkeiten bekannt.
So werden Bahnen z.B. durch Vakuumgreifer oder Nadelsysteme erfaßt und transportiert· Diese Systeme ermöglichen einen sicheren,Transport von relativ starren Materialien. Bei sehr dünnen und flexiblen Materialien, die über die gesamte Bahnenbreite gleichmäßig erfaßt werden müssen, sind diese Systeme ungeeignet» Sie ermöglichen kein gleichmäßiges Erfassen der gesamten Bahnenbreite, keinen gleichmäßigen faltenfreien
Transport und die Zugkraft greift nicht gleichmäßig an jeder Stelle der Bahnenbreite an·
Gleichzeitig muß ein einwandfreies Trennen jeder einzelnen Bahn erfolgen· Dies erfordert insbesondere bei den zum Einsatz kommenden dünnen und flexiblen Materialien eine sichere Halterung des Materials an der Schnittstelle·
Dies ist ebenfalls bei den bekannten Lagenlegemaschinen nicht möglich, da ein derartiger Arbeitsgang nicht vorgesehen ist·
Das Ziel der Erfindung ist es mittels einer Vorrichtung dünnes und flexibles Textil- und Foliematerial sowie Kunstleder an der gesamten Bahnenbreite sicher zu erfassen, faltenfrei zu transportieren und einwandfrei von der Holle zu trennen·
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zum Ergreifen und Trennen für dünnes und flexibles Bahnenmaterial zu schaffen, die ein sicheres Erfassen der gesamten Bahnenbreite des Materials ermöglicht und vor dem Trennvorgang das Material an der Trennstelle fest fixiert.
Erfindungsgemäß besteht die Vorrichtung aus einer Greif- und Schneid— einheit.
Die Greifeinheit besteht aus einer feststehenden Greiferplatte mit einer an der Kante liegenden Wulst und einer vertikal gelagerten Greiferschiene. Die Wulst erhöht die Klemmwirkung und unterstützt das Erfassen des Bahnenendes durch die Greiferschiene·
Die Schneideinheit besteht aus einer geteilten Grundplatte, einem Stoffheber, einem Druckbalken und einem Schneidmesser. Das Schneidmesser, vorzugsweise ein Hundmesser, wird zwischen der geteilten Grundplatte auf einer Zahnstange linear bewegt·
Die Linearbewegung des Messerschlittens wird gleichzeitig über die Zahnstange und ein Ritzel in eine rotierende Bewegung für den Antrieb des Schneidmessers umgesetzt· Das Schneidmesser besitzt keinen eigenen motorischen Antrieb· Durch die Fixierung des Materials auf beiden Seiten der geteilten
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Grundplatte mit Hilfe des Druckbalkens genügt eine relativ geringe Umdrehungsgeschwindigkeit des Schneidmessers für ein sauberes Trennen des Materials· Über der Schnittstelle ist im Druckbalken eine Nut angebracht* Der Stoffheber ist horizontal verschiebbar gelagert· Das zu schneidende Material liegt an der Abschlußkante des in Stellung 1 befindlichen Stoffhebers· Die Greifeinheit fährt im geöffneten Zustand gegen den Stoffheber und drückt diesen in die Stellung 2· Dabei fällt das Bahnende des Materials über die gesamte Breite in die geöffnete Greifeinheit· Die Greifeinheit wird geschlossen und fährt mit den festgeklemmten Material in die Ausgangsposition zurück· Die Lage ist abgezogen. Der Stoffheber wird sofort mittels Federkraft in seine Ausgangsposition 1 zurückgedrückt· Der Druckbalken fährt jetzt gegen die geteilte Grundplatte und fixiert das Material auf beiden Seiten der geteilten Grundplatte· Bevor der Druckbalken die geteilte Grundplatte erreichtt ist der Stoffheber wieder in Stellung 2 gedrückt worden·
Der Trennvorgang erfolgt vorzugsweise mit einem Rundmesser· Das Schneidmesser fährt zwischen der geteilten Grundplatte entlang.
Die Nut im Druckbalken verhindert eine Beschädigung des Schneidmessers während des Trennvorganges·
Das Schneidmesser wird auf einer Zahnstange linear bewegt· Diese Linearbewegung wird gleichzeitig in eine rotierende Bewegung des Schneidmessers umgesetzt·
Nach dem Trennvorgang gibt der Druckkolben das Lagenende frei« Die Lage wird abgestapelt· Der Stoffheber geht in seine Stellung 1· Die Greifeinheit ist geöffnet und in Ausgangsposition·' Der Arbeitsablauf kann wieder entsprechend den eingestellten Werten in der Steuerung beginnen·
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden: In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 den Querschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung
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Fig. 2 die Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung Die Vorrichtung besteht aus einer Greif- und Schneideinheit· Die Greifeinheit besteht aus einer feststehenden Greiferplatte 4- mit einer an der Kante liegenden Wulst 5 und einer vertikal beweglich ge— lagerten Greiferschiene 3·
Die Schneideinheit besteht aus einem Stoffheber 1, der geteilten Grundplatte 2, dem Druckbalken 6 mit Hut 7 sowie dem Schneidmesser 8· Das Schneidmesser 8 sitzt auf der Messerwelle 9· Die Messerwelle 9 wird über das Ritzel 10 angetrieben. Linear wird das Schneidmesser 8 durch die Zahnstange 12 bewegt.
Das zu schneidende Material wie z.B. Textil- und Foliematerial liegt auf der Abschlußkante des Stoffhebers 1·
Die Greifvorrichtung fährt aus der Ausgangsposition im geöffneten Zustand gegen den Stoffheber 1 und drückt diesen in seine Stellung 2.
Dabei fällt durch das Eigengewicht bei diesen dünnen und flexiblen Materialien das Bahnenende in der gesamten Breite in die geöffnete Greifeinheit·
Die Greiferschiene 3 wird gegen die Greiferplatte 4 gefahren und somit die Greifeinheit geschlossen. Das Material ist in seiner gesamten Breite festgeklemmt« Die Wulst 5 unterstützt das Erfassen der Bahnenenden und erhöht die Klemmwirkung·
Die Greifeinheit fährt in die Ausgangsposition zurück und zieht dabei die eingestellte Lagenlänge von der Bolle ab. Der Stoffheber 1, der auf einer Seite der geteilten Grundplatte 2 gelagert ist, wird sofort mittels Federkraft wieder in seine Stellung 1 gedrückt· Der Druckbalken 6 fährt gegen die geteilte Grundplatte 2 und fixiert das Material fest an der Trennstelle· Der Stoffheber 1 geht zuvor automatisch in seine Stellung 2· Das Schneidmesser 8 wird zwischen der geteilten Grundplatte 2 entlanggeführt und trennt das Material, Als Schneidmesser 8 wird vorzugsweise ein Rundmesser eingesetzt.
Die Linearbewegung des Messerschlittens 11 wird während des ,Trennvorganges über die Zahnstange 12 und Ritzel 10 in eine rotierende Bewegung für das Rundmesser umgewandelt* Die Drehzahl des Rundmessers kann niedrig gehalten werden, weil durch den Druckbalken 6 eine gute Fixie-
rung des Materials erreicht wird·
Die Berührung des Schneidmessers 8 mit dem Druckbalken 6 wird durch die Nut 7 verhindert·
Nach dem Trennvorgang wird der Druckbalken 6 in die Ausgangsposition zurückgefahren. Die Lage wird auf dem Stapel abgelegt. Der Stoffheber 1 geht in Stellung 1. Auf dem Stoffheber 1 liegt die Abschlußkante des Textil- oder Folierollenmaterials·
Die Ausgangspositionen sind wieder erreicht und die Arbeitsgänge laufen bis zur eingestellten Lagenanzahl bzw· bis zum Ende des Rollenmaterials automatisch ab·
Claims (4)
1· Vorrichtung zum Greifen und Trennen von Bahnenmaterial an Lagenlegemaschinen, insbesondere für dünne und flexible Materialien, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Vorrichtung aus einer Greifeinheit, bestehend aus einer Greiferplatte (4) mit Wulst (5)» einer beweglich angeordneten Greiferschiene (3) und einer Trenneinheit, bestehend aus einem Stoffheber (1), geteilter Grundplatte (2), Druckbalken (6) mit Nut (7) und Schneidmesser (8) zusammensetzt·'
2. Vorrichtung zum Greifen und Trennen von Bahnenmaterial an Lagenlegemaschinen, insbesondere für dünne und flexible Materialien« nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffheber (1) durch die Greiferplatte (4) beim Erfassen des Materials in Stellung zwei geschoben wird und mittels Federkraft nach Wegfall des Druckes in seine Ausgangsposition Stellung eins zurückgleitet·
3» Vorrichtung zum Greifen und Trennen von Bahnenmaterial an Lagenlegemaschinen, insbesondere für dünne und flexible Materialien nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Wulst (5) das Erfassen des Bahnenendes durch die beweglich gelagerte Greiferschiene (3) erleichtert und nach Schließen der Greiferschiene (3) die Klemmwirkung unterstützt·
4-. Vorrichtung zum Greifen und Trennen von Bahnenmaterial an Lagenlegemaschinen, insbesondere für dünne und flexible Materialien nach Punkt 1-3 dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidmesser 8 als Rundmesser ausgeführt ist und die Linearbewegung des Messerschlittens 11 beim Trennvorgang gleichzeitig über die Zahnstange 12 und Ritzel 10 in eine rotierende Bewegung des Schneidmessers 8 umgesetzt wird·
Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD27033484A DD229382A1 (de) | 1984-12-06 | 1984-12-06 | Vorrichtung zum greifen und trennen von bahnenmaterial |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD27033484A DD229382A1 (de) | 1984-12-06 | 1984-12-06 | Vorrichtung zum greifen und trennen von bahnenmaterial |
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| DD229382A1 true DD229382A1 (de) | 1985-11-06 |
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ID=5562932
Family Applications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004056685A1 (en) * | 2002-12-19 | 2004-07-08 | Christopher Max Modra | A laser cutting apparatus |
-
1984
- 1984-12-06 DD DD27033484A patent/DD229382A1/de unknown
Cited By (1)
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