DD229610A1 - Abreinigungseinrichtung fuer niederschlagselektrodenfelder in elektroabscheidern - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Ausfuehrung der Abreinigungseinrichtung fuer Niederschlagselektrodenfelder in Elektroabscheidern, vorzugsweise in zum Entstauben trockener, industrieller Abgase eingesetzten Horizontalelektroabscheidern. Ziel der Erfindung ist es, die vorgenannten Maengel zu beseitigen und eine Abreinigungseinrichtung fuer die Reinigung von Niederschlagselektroden in Elektroabscheidern zu schaffen, mit der es moeglich ist, die Schwingungsintensitaet der Niederschlagselektroden zu erhoehen, ohne dass Abstandsminderungen durch seitliches Ausbeulen im elektrischen Feld eintreten, die Anzahl der dem mechanischen Verschleiss unterliegenden Teile zu verringern sowie den Wartungsaufwand zu senken. Erfindungsgemaess werden die streifenfoermigen Niederschlagselektroden im oberen Plattentraeger pendelnd aufgehaengt, das am unteren Ende der Elektrode angebrachte Joch in einer Fuehrungsschiene gefuehrt und die fuer die Erzeugung von Schwingungen erforderlichen Pendelbewegungen durch impulsartig auf speziell ausgebildete und am Joch angebrachte Flaechen gerichtete Druckluftstoesse hervorgerufen.
Description
Titel der Erfindung
Abreinigungseinrichtung für ITiedersehlagselektrodenfelder in Elektroabscheider^
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Ausführung der Abreinigungseinrichtung für ITiederschlagselektrodenfelder in El ektro ab se heidern, vorzugsweise in zum Entstauben trockener, industrieller Abgase eingesetzten Horizont al elektroabscheider!]..
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In Elektroabscheidern für die Entstaubung industrieller Gas-Staub-Gemische werden zu liiederschlagselektrodenfeldern zusammengesetzte streifen- oder plattenfö'rmige STiederschlagselektroden eingesetzt. Um deren Arbeitsweise aufrecht zu erhalten, muß der an diesen Elementen haftende Staub in Abständen entfernt werden. Diese Abreinigung erfolgt dadurch, daß die Niederschlagseiektrodenfeider in Schwingungen versetzt werden. Die dafür erforderliche Energie wird sowohl in Längsais auch in Querrichtung in das Uiederschlagselektrodenfeld eingeleitet. Die bekanntesten Methoden dafür sind der Einsatz von vorzugsweise quer zum Elektrodenfeld wirkenden Vibratoren sowie von längs oder quer wirkenden Überschlaghämmern (Purzelhämmer) und das Auslenken des Niederschlagselektrodenfeldes in Längsrichtung unter Ausnutzung dessen Schwerkraft beim Zurückfallen und Aufprallen an das folgende Uiederschlagselektrodenfeld oder einen Pestpunkt.
Nachteile dieser technischen Lösung bestehen darin, daß, bedingt durch Temperaturunterschiede, Fertigungs- und Montagefehler, die Uiederschlagselektroden Verwindungen aufweisen, die dazu führen, daß Mederschlagselektroden im Klopfgestänge klemmen und somit das Joch der Niederschlagselektrodenwand satt am Amboß anliegt, wodurch die betreffenden ITiederschlagselektroden nur ungenügend von Staub gereinigt
werden.
Auch hat sich gezeigt, daß durch ungleichmäßige Temperatureinwirkung und Fertigungsfehler ein Beulen der Niederschlagselektroden auftritt. Verstärkt wird dieses seitliche Beulen der Niederschlagselektroden durch die quer zur Elektrodenebene und damit in Richtung des geringsten Widerstandsmomentes erfolgende Einleitung der Abreinigungsenergie. Die dabei auftretende Verringerung des Sprühabstandes führt zur Absenkung der Strom- und Spannungskennwerte des Elektroabscheider und damit zum Leistungeabfall in bezug auf die Staubabscheidung.
Ein weiterer Nachteil besteht in dem Auftreten von erheblichem mechanischen Verschleiß an Dreh- und Klopfteilen sowie dem relativ hohen Wartungsaufwand für diese Abreinigungseinrichtung en.
In der DE-OS 31 17 124 wird ein Abreinigungsverfahren beschrieben, bei welchem die Niederschlagselektroden durch Gasstrahlen in Schwingung versetzt werden. Diese Gasstrahlen werden in impulsartigen Intervallen ein- und/oder beidseitig mittels Düsen, die auf die Breitseite der Niederschlagselektrode gerichtet sind, geblasen. Die Druckluftrohre mit den daran angeordneten Düsen dienen dabei gleichzeitig als Pendelbegrenzung der Niederschlagselektroden und sind in mehreren U>enen installiert.
Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß die für die Zuführung des Druckgases und für die Pendelbegrenzung erforderlichen Rohrleitungen den effektiven Abstand zwischen Sprühelektroden und Niederschlagselektroden wesentlich verringern und somit Strom- und Spannungswerte des Elektroabscheider herabsetzen und damit die Abscheideleistung gemindert wird.
Ein weiterer Nachteil dieser Lösung ist, daß durch die Anordnung der mit Düsen versehenen Rohre in verschiedenen Ebenen beiderseitig der Niederschlagselektroden während des Luftstoßimpulses beziehungsweise der Luftstoßimpulse auf die Breitseite der Niederschlagselektroden der bereits abgeschiedene Staub Y„!ieder aufgewirbelt, in den gasdurchströmten Raum
geschleudert wird und nochmals abgeschieden werden muß.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die vorgenannten Mängel zu beseitigen und eine Äbreinigungseinrichtung für die Reinigung von Niederschlagselektroden in Elektroabscheidern zu schaffen, mit der es möglich ist, die Schwingungsintensität der Niederschlagselektroden zu erhöhen, ohne daß Abstandsminderungen durch seitliches Ausbeulen im elektrischen PeId eintreten, die Anzahl der dem mechanischen Verschleiß unterliegenden Teile zu verringern sowie den Wartungsaufwand zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abreinigungseinrichtung zu entwickeln, bei der jeder Niederschlagselektrodenstreifen so intensiv in Schwingung versetzt wird, daß eine gute Abreinigung erzielt wird, bei der das seitliche Beulen oder Ausbeulen verhindert und die Anzahl der mechanischem Verschleiß unterliegenden Teile, insbesondere die Dreh- und Klopfteile der Üb erschlaghammerklop fung, verringert wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jeder Niederschlagselektrodenstreifen im oberen Elektrodenträger pendelnd aufgehängt wird, daß das Joch am unteren Ende der Niederschlagselektrode bis über die Unterkante des unteren Plattenträgers, der nur noch als eine am Abscheidergehäuse befestigte Führungsschiene fungiert, verlängert wird, daß an diesem verlängerten Joch eine konkav ausgebildete Fläche oder ein mit solcher Fläche ausgestatteter Amboß angeordnet ist, daß in Längsrichtung unter der Führungsschiene eine Druckluftleitung mit abzweigenden Rohrstutzen und an diesen befestigte, auf die konkaven Flächen gerichtete Düsen installiert ist und daß das Joch in der Führungsschiene zwischen zwei die Pendelbewegung begrenzenden Anschlägen geführt wird.
Vfird nun über die Düsen in Intervallen Druckluft auf die konkaven Flächen geblasen, so wird die Niederschlagselektrode zwischen den die Pendelbewegung begrenzenden Anschlägen in der Führungsschiene hin- und herpendeln, dabei an den Anschlägen anstoßen und dadurch in Schwingung versetzt. Diese Schwingungen breiten sich über die gesamte Länge der Hiedersohlagselektrode aus und schütteln somit den anhaftenden Staub ab. Durch eine entsprechende Steuerung werden die einzelnen Druckluftrohre sowohl in Reihenfolge als auch im Rhythmus und in Länge der Druckluft impulse gesteuert.
Ausführungsberspiel
Die Erfindung soll nachstehend an Hand eines Beispieles näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Pig. 1: eine perspektivische Ansicht auf die Breitseite einer aus mehreren streifenfö'rmigen Niederschlagselektroden bestehenden ITiederschlagselektrodenwand;
Fig. 2: eine Teilansicht der erfindungsgemäßen Lösung;
Fig. 3: eine Teilansicht der erfindungsgemäßen Lösung in Funktion.
Am oberen Niederschlagselektrodenträger 1 sind die streifenförmigen Efiederschlagselektroden 2 pendelnd, zu einer ITiederschlagselektrodenwand 3 zusammengesetzt, aufgehängt. Jede niederschlagselektrode 2 wird mittels eines an ihrem unteren Ende befestigten Joches 4 in der längs der Richtung des Gasstromes 5 angeordneten und mittels geeigneter Maßnahmen, beispielsweise von Arretierungsklötzen 6, am Abscheidergehäuse 14 befestigten Führungsschiene 7 geführt. Zur seitlichen Begrenzung der Pendelbewegungen sind in dieser Führungsschiene für jede Niederschlagselektrode 2 zwei Anschläge 8 vorgesehen. Das untere Ende des Joches 4 ist mit einer konkav ausgebildeten Fläche 9 oder mit einem Amboß 10 mit einer konkav ausgebildeten Fläche 9 versehen. Unterhalb der Führungsschiene 7 und ebenfalls in Richtung des Gasstromes 5 ist eine Druckluftleitung 11 installiert, an der mit Düsen 12 versehe-
ne Rohrstutzen 13 so befestigt sind, daß die Düsen 12 entgegen der Richtung des Gasstromes 5 auf die konkaven Flächen 9 gerichtet sind. Die seitliche Arretierung des Hiederschlagselektrodenträgers 1 erfolgt in bekannter Weise.
über das Absperrorgan 15» beispielsweise ein Magnetventil, wird Druckluft in gesteuerten Intervallen in die Druckluftleitung 11 eingeblasen und gelangt über die Rohrstutzen 13 zur Düse 12. Die aus der Düse 12 austretende Druckluft trifft auf die konkav ausgebildete Fläche 9 des an der niederschlagselektrode 2 befestigten Joches 4» -drückt diese bis zum hinteren der beiden Anschläge 8. Beim schnellen Schließen des Absperrorganes 15 wird der Druck an der Düse 12 ebenfalls schnell abgebaut, so daß die Niederschlagselektrode 2 in ihre Ausgangsstellung bis zum vorderen Anschlag 8 zurückfallen kann. Durch das schlagartige Auftreffen an die Anschläge 8 der Pendelbegrenzung gerät die niederschlagselektrode 2 in ihrer gesamten Länge in Schwingungen, wodurch der an ihr haftende Staub abgelöst wird und nach unten in den Staubtrichter des Elektroabscheider fallen kann.
Claims (3)
1. Abreinigungseinrichtiing für Niederschlagselektrodenfeider in Elektroabscheider^ insbesondere ITiederschlagselektrodenfelder, die aus einzelnen streifenfönaigen, im Niederschlagselektrodentrager pendelnd aufgehängten Uiederschlagselektroden zusammengesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende jeder Niederschlagselektrode (2) ein Joch (4) angeordnet ist, das zwischen zwei !Führungsschienen (75» begrenzt durch zwei in dieser Führungsschiene (7) angebrachte Anschläge (3), pendeln kann, das bis über"die Unterkante der Führungsschiene (7) verlängert' ist und eine konkave Fläche (9) oder einen mit einer konkaven Fläche (9)" ausgebildeten Amboß (10) besitzt und daß unter der Führungsschiene (7) eine Druckluftleitung (11) installiert ist, an der mit auf die konkaven Flächen (9) gerichteten Düsen (12) versehene Rohrstutzen (13) angeschlossen sind.
2. Abreinigungseinrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (7)mittels Arretierungsklötzen (6) im Abscheidergehäuse (14) befestigt ist und daß die Anschläge (8) gleichzeitig die Distanz zwischen zwei parallelen Führungsschienenhälften herstellen.
Hierzu gehören
3 Stück Zeichnungen.
Priority Applications (1)
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| DD84270836A DD229610A1 (de) | 1984-12-14 | 1984-12-14 | Abreinigungseinrichtung fuer niederschlagselektrodenfelder in elektroabscheidern |
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| DD229610A1 true DD229610A1 (de) | 1985-11-13 |
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| CN108097466A (zh) * | 2018-01-22 | 2018-06-01 | 佛山市科蓝环保科技股份有限公司 | 一种自动清洗阳极板的工业油烟净化设备 |
-
1984
- 1984-12-14 DD DD84270836A patent/DD229610A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
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| CN108097466B (zh) * | 2018-01-22 | 2024-03-12 | 佛山市科蓝环保科技股份有限公司 | 一种自动清洗阳极板的工业油烟净化设备 |
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