DD229683A1 - Gipsbinder mit wasserretendierendem zusatz - Google Patents

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DD229683A1
DD229683A1 DD27094284A DD27094284A DD229683A1 DD 229683 A1 DD229683 A1 DD 229683A1 DD 27094284 A DD27094284 A DD 27094284A DD 27094284 A DD27094284 A DD 27094284A DD 229683 A1 DD229683 A1 DD 229683A1
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DD
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gypsum
water
binder
starch
gypsum binder
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Application number
DD27094284A
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Inventor
Rainer Grohmann
Georg Kraemer
Herbert Kraetz
Helmut Guenther
Original Assignee
Harzer Gipswerke Rottleberode
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Gipsbinder mit wasserretendierendem Zusatz, der als Spachtelgips, Duennbettmasse, Fugenfueller u. ae. im Bauwesen angewendet werden kann. Ziel der Erfindung ist es, einen Gipsbinder mit wasserretendierenden Eigenschaften zu entwickeln, bei dem als alleinige wasserretendierende Zusaetze Staerke oder Staerkeabbauprodukte verwendet werden und dieser sich durch gute Verstreichbarkeit auch auf stark saugendem Untergrund auszeichnet. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass zum Gipsbinder 0,2 bis 2% einer speziellen Quellstaerke zugesetzt wird, die sich durch eine Kaltwasserloeslichkeit von 15 bis 50% und einem Sedimentvolumen von 20 bis 40 ml aus hochgequollenen Gelkoerpern auszeichnet.

Description

Gipsbinder mit wasserretendierendem Zusatz
Anwendungsse biet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft einen Gipsbinder mit wasserretendierendem Zusatz, der als Spachtelgips, Dünnbettmasse, Fugenfüller u. ä. im Bauwesen angewendet werden kann.
Charakterisierung^dgs .bekannten_technischen Standes
Es ist bekannt, Gipsbinder mit wasserretendierenden Zusätzen herzustellen, die als Spachtel,- Füll- und Putzmasse angewendet werden. Die wasserretendierenden Zusätze sollen dabei ein Aufbrennen des Gipsgemisches auf den Trägeruntergrund verhindern und das Verstreichen der Gipsmischung in dünnen Schichten ermöglichen· Vorgeschlagen wurde bereits für diese Zwecke der Zusatz von chemisch modifizierten ZeI-IuIoseverbindungen wie Methyl-, Ethyl- und/oder Methylethylzellulose sowie Garboxymethylzellulose entsprechend DE-OS 2540954, DD-WP 133134, DE-AS_2411028. Mit Methyl-, Ethyl- und Methylethylzellulose lassen sich zwar bei geringen Zusatzmengen gute wasserretendierende Gipsmischungen herstellen, jedoch sind diese Zusatzmittel sehr teuer, da sie nur durch aufwendige komplizierte Technik herstellbar und außerdem nicht in ausreichender Menge verfügbar sind· Um diesen Nachteil zu beseitigen, wird seit vielen Jahren versucht, auch Stärkeprodukte als wasserretendierende Stoffe in Gipsmischungen einzusetzen. U. a· wurde in DD-WP 73730 bereits vorgeschlagen, Zeafarin, eine Quellstärke auf Mais-
basis, als wasserretendierenden Zusatz in Gipsmischungen einzusetzen. Allerdings wurde schon bei diesem Patent deutlich, daß trotz hoher Zusatzmengen die wasserretendierende Wirkung dieses Produktes nicht ausreichend ist und andere Zusatzmaterialien wie z· B. chemisch modifizierte Zelluloseverbindungen, z. B. Carboxylmethylzellulose (in DD-Y/P 7373O als Zellin S bezeichnet) als zusätzliches 'Wasserretentionsmaterial und Harnstofformalde'hydharz zum Zwecke der Versiegelung des Trägeruntergrundes erforderlich sind· In der Praxis hat es sich gezeigt, daß selbst solche Gipsmischungen, die neben Stärke als hauptsächliche Wasserretentionskomponente noch andere modifizierende Stoffe enthalten, für stark saugende Untergründe nicht geeignet sind, weil diese Produkte schlecht verstreichbar sind und zu Verklumpungen neigen· Bekanntgewordene Ergebnisse mit Dextrin zeigen analoge Resultate. Daraus wird deutlich, daß es trotz jahrelanger Bemühungen noch nicht gelungen ist, brauchbare Spachtelmassen aus Gipsbinder für Untergründe aller Art mit Zusatzmitteln auf Stärke herzustellen, d. h. das dieses in ausreichender Menge vorhandene Basismaterial nicht verwendet werden kann, da die bisher vorgeschlagenen Stärkeprodukte in den technisch-technologisch möglichen und ökonomisch sinnvollen Zusatzmengen keine ausreichende Wasserretention besitzen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, einen Gipsbinder mit wasserretendierenden Eigenschaften für Spachtelarbeiten zu entwickeln, bei dem als alleinige wasserretendierende Zusätze Stärke oder Stärkeabbauprodukte verwendet werden, dieser sich durch gute Yerstreichbarkeit auch auf stark saugendem Untergrund auszeichnet und dadurch die Abhängigkeit von hochwertigen und teuren modifizierten Zellulosen abgebaut wird.
Darlegeung .des, Wesens, der Erfindung
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen Gipsbinder mit wasserretendierenden Eigenschaften für Spachtelarbeiten zu entwickeln, der sich auch auf stark saugendem Untergrund gut verstreichen läßt und dessen Wasserretentionsmittel ausschließlich aus modifizierter Stärke besteht» Nach umfangreichen Untersuchungen und 'Testes wurde überraschenderweise gefunden, daß durch Zusatz zum Gipsbinder von 0,2 bis 2 % einer speziellen Quellstärke mit einer KaItwasserloslichkeit von 15 bis 50 %, vorzugsweise 25 bis 35 % und einem Sedimentvolumen von 20 bis 40 ml aus hochgequollenen Gelkörpern, ein modifizierter Gipsbinder mit hoher Wasserretention als ürockenmischung hergestellt werden kann. Als Kaltwasserlöslichkeit wird dabei der Abdampfrückstand des klaren Zentrifugates .einer gerührten Suspension, Rührzeit 15 min, von 1 g Stärkeprodukttrockenmasse in 100 ml destilliertem Wasser von 20° C verstanden. Das Sedimentvolumen besteht aus den im Schwerefeld sich aus vorgenannter Suspension nach 5 Std. abgesetzten hochgequollenen Stärkepartikel.
Geeignet sind dabei Quellstärken aus pflanzlichen Produkten, die durch chemische Aufbereitung hergestellt werden. Hierbei ist es unerheblich, ob die Stärke mit den optimalen Quellungseigenschaften, die durch Kaltwasserlöslichkeit und Sedimentvolumen zum Ausdruck gebracht werden, aus wenig quellungsfreudiger Getreidestärke durch quellungsfördernde Zusätze (z· B. Alkalien), chemischer Umsetzung zu Estern bzw. Ethern oder Stärkeabbau hergestellt werden oder von Kartoffelstärke ausgegangen wird, die mittels quellungsverzögernder Zumischungen (z· B. Oxalsäure, Magnesiumsulfat, Borax) oder Stärkemolekülvernetzung (z. B. über Phosphatbrücken) modifiziert wird.
Weiter wurde ermittelt, daß diese spezifische Quellstärke in der Feinheit von = 300 um eingesetzt werden muß, um einen guten Quell- und Lösungsprozeß zu garantieren. Optimale Werte, werden bei Feinheiten = 200 yum erzielt, so daß diese Materialfeinheit vorzugsweise eingehalten werden sollte. Zur weiteren Regulierung der Eigenschaften des Gipsbinders
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mit wasserretendierenden Eigenschaften können außerdem Abbinder egulier er, Verflüssiger, Hydrophobierungsmittel, Fungizide, Farbstoffe sowie Füllstoffe bekannter Art und Größenordnung wahlweise zugesetzt werden· Als Grundkomponente für den modifizierten Gips eignet sich je nach gewünschten Festigkeitseigenschaften tf-und/oder fi> -Gips·
Der erfindungsgemäße modifizierte Gipsbinder eignet sich für die qualitätsgerechte Verspachtelung von Bauteilen mit stark saugendem Untergrund und für das Versetzen von Gipsbauteilen - im Dünnbettverfahren. Gegenüber dem Stand der Technik ist es jetzt möglich, durch alleinigen Zusatz von in Mengen verfügbaren billig und einfach herstellbaren. Stärkeprodukten einen wasserretendierenden Gipsbinder mit sehr guten technischen Eigenschaften herzustellen. Dadurch, wird eine, neue Materialbasis für die Modifizierung von Gipsbindern erschlossen. Gleichzeitig treten Vorteile im Transport, Lagerhaltung und im technologischen Prozeß der Herstellung des wasserretendierenden Gipsbinders auf, da nur ein Zusatz für seine Herstellung erforderlich ist·
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll, nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden:
Gipsbinder G5 B3 ( f> -Halbhydrat) wird mit 0,3 % einer Quellstärke auf Kartoffelstärkebasis, in der 0,5 % Oxalsäure und 0,5 % Borax eingearbeitet sind, und deren Feinheit = 200 /tun ist, vermischt. Sine solche Quellstärke ist unter der Handelsbezeichnung Dallminat HH bekannt. Sie besitzt eine Kaltwasserlöslichkeit von 32 % und ein Sedimentvolumen von 30 ml. -^er durch diese Mischung entstehende Gipsbinder mit wasserretendierenden Eigenschaften besitzt eine Wasserretention von 100 %, d. h» daß durch 5 min Absaugen mit einem Unterdruck von 60 mm Quecksilbersäule aus einer mit einem Wasser-Gips-Wert von 0,7 angerührten Gipsmischung kein Wasser abgesaugt werden konnte. Dieser Test wurde nach einer Quellzeit von 5 min. durchgeführt.
9 7 Π Q A O
Zum Vergleich, wurden Versuche mit nicht erfindungsgemäß en Gipsmischungen mit folgenden Ergebnissen durchgeführt:
Gipsmischung Wasserretention
Gipsbinder G5 B3 ohne Zusatz 66,3 %
Gipsbinder G5 B3 mit 3 % Quellstärke mit einer Kaltwasserlöslichkeit von 9 % und einem Sedimentvolumen von 18 ml (z.B. Zeafarin) 72,6 %
Gipsbinder G5 B3 mit 0,3 % Quellstärke mit einer Wasserlöslichkeit von 68 % und einem Sedimentvolumen von 5 ml (z· Bo Ballminat CB) 75,8 %
Gipsbinder G5 B3 mit 0,3 % Methylzellulose (Tylöse MH 2000 xp) S5 %
Gipsmischung analog Ausführungsbeispiel 1 und zusätzlicher Einmischung von 0,1 % Zitronensäure zur Verlängerung der Abbindezeit.

Claims (4)

«a* Patentanspruch.
1. Gipsbinder mit wasserretendierendem Zusatz aus Stärke
dadurch gekennzeichnet, daß zum Gipsbinder 0,2 bis 2 % einer speziellen Quellstärke mit einer Kaltwasserloslichkeit von 15 bis 50 %, vorzugsweise 25.bis 35 %» und einem Sedimentvolumen von 20 bis 40 ml aus hochgequollenen Gelkörpern zugesetzt sind, wobei die Kaltwasserlöslichkeit als Abdampfrückstand des klaren Zentrifugatea einer gerührten Suspension, Rührzeit 15 min, von 1 g Stärkeproduktenmasse in 100 ml destilliertem Y/asser von 20 G bestimmt wird und das Sedimentvolumen das im Schwerefeld aus vorgenannter Suspension abgesetzte Volumen hochgequollener Stärkepartikel darstellt·
2. Gipsbinder nach ?kt. 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Quellstärke aus pflanzlichen Produkten besteht und chemisch aufbereitet ist.
3· Gipsbinder nach ?kt.-1 bis 2 dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellstärke in einer Feinheit = 300 ytim zugemischt ist.
4· Gipsbinder nach Pkt. 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Grundkomponente ei- und/oder β -Gips ist und zur weiteren Regulierung der Eigenschaften noch Abbinderegulierer,
Verflüssiger, Hydrophobierungsmittel, Fungizide, Farbstoffe sowie-Pullstoffe bekannter Art und Größenordnung wahlweise enthalten sind.
DD27094284A 1984-12-17 1984-12-17 Gipsbinder mit wasserretendierendem zusatz DD229683A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0807612A1 (de) * 1996-05-15 1997-11-19 Roquette FrÀ¨res Stärkeprodukthaltige Gipszusammensetzung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1997043225A1 (fr) * 1996-05-15 1997-11-20 Roquette Freres Nouvelle composition de platre contenant un compose amylace
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