DD229733A1 - Antriebsanordnung fuer schwenkwerke, insbesondere von tagebaugeraeten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung fuer Schwenkwerke mit zwei uebereinander gelagerten, um eine vertikale Achse drehenden Geraeteteilen und einem auf dem Unterbau, vorzugsweise als Teil der Kugeldrehverbindung ausgebildeten, fest angeordneten Innenzahnkranz, insbesondere von Tagebaugeraeten. Die Erfindung zielt darauf ab, derartige Schwenkwerke raum- und materialsparend sowie schmutzgeschuetzt auszubilden. Aufgabengemaess wird dies erreicht indem der Antrieb 5 fuer das untere Geraeteteil 1 in dessen geschlossener Tragkonstruktion angeordnet und mit seinem Antriebsritzel 4 in den Innenzahnkranz 3 eingreift und der Antrieb 12 fuer das obere Geraeteteil 10 an einer Schwenksaeule 9, die im Unterbau 6 und im unteren Geraeteteil 1 drehbar gelagert ist, an einem Haltearm 11 befestigt ist, mit seinem Ritzel 13 direkt oder ueber Zwischenraeder 14 in den Innenzahnkranz 3 eingreift und in den Unterbau 6 hineinragt. Unterbau 6 und unteres Geraeteteil 1 bilden im Bereich der Antriebsanordnung einen schmutzgeschuetzten, geschlossenen Raum. Fig. 1
Description
-3- 709
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Längsschnitt durch das Schwenkwerk eines Schaufelradbaggers
Fig. 2: Schnitt durch die Kugeldrehverbindung
Der Oberbau als unteres drehbares Geräteteil 1 stützt sich auf einer Kippsicheren-Kugeldrehverbindung 2 mit einem Innenzahnkranz 3 ab.
In diese greifen die Ritzel 4 des Schwenkantriebes 5 ein, der im Oberbau 1 angeordnet ist.
Der Unterbau 6, der als Ringträger ausgebildet ist, enthält in der unteren Ringebene Speichen 7, die das Drucklager 8 der Schwenksäule 9 des Verladeauslegers — als oberes drehbares Geräteteil 10 — tragen. Mit der Schwenksäule 9 ist ein Haltearm 11 für den Schwenkantrieb 12 des Verladeauslegers 10 fest verbunden. Das Ritzel 13 des Schwenkantriebes 12, welcher an dem Haltearm 11 fest angeordnet ist und in den Unterbau 6 hineinragt, greift in das ebenfalls im Haltearm 11 gelagerte Zwischenrad 14 ein, das im Innenzahnkranz 3 kämmt. Die Schwenksäule 9 ist in der oberen Ebene des Oberbaues 1 in einem Radiallager 15 abgestützt. Durch die Schwenksäule 9 ist mit den Versorgungsleitungen für den Verladeausleger 10 auch das Versorgungskabel 16 geführt, das über ein Gehänge 17 in den Oberbau 1 eingeleitet ist.
Am Oberbau 1 sind Anschläge 19, die in den Schwenkwerksendstellungen an die Anschlagpuffer 18 anlaufen, angeordnet.
Claims (2)
1. Antriebsanordnung für Schwenkwerke, insbesondere von Tagebaugeräten mit zwei übereinander gelagerten und unabhängig voneinander um eine gemeinsame vertikale Achse drehenden Geräteteilen, deren unteres Geräteteil auf dem Unterbau mittels einer Kugeldrehverbindung gelagert ist und deren darüber angeordnetes Geräteteil an einer im Unterbau und im unteren Geräteteil drehbar gelagerten Schwenksäule angeordnet ist und die einen mit dem Unterbau, vorzugsweise als Bestandteil der Kugeldrehverbindung fest verbundenen Innenzahnkranz aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsritzel (4; 13) der Schwenkantriebe (5; 12) direkt oder über Zwischenräder (14) in den Innenzahnkranz (3) eingreifen, wobei der Schwenkantrieb (5) des unteren drehbaren Geräteteiles (1) in der geschlossenen Drehplattform des Geräteteiles (1) angeordnet ist, während der Schwenkantrieb (12) des oberen drehbaren Geräteteiles (10) über einen Haltearm (11), in welchem auch ein Zwischenrad (14) gelagert sein kann, mit der Schwenksäule (9) fest verbunden ist und vorzugsweise in den Unterbau (6) hineinragt, sowie daß sämtliche Versorgungsleitungen durch die Schwenksäule (9) geführt sind.
2. Antriebsanordnung nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren drehbaren Geräteteil (1) und am Haltearm (11) der Schwenksäule (9) beidseitig einander zugeordnete Anschlagpuffer (18) und Anschläge (19) vorgesehen sind.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft eine Anordnung von Antrieben für Schwenkwerke, insbesondere von Tagebaugeräten mit zwei übereinander gelagerten, um eine gemeinsame vertikale Achse drehenden Geräteteilen, z. B. eines Schaufelradbaggers mit drehbarem Oberbau, über dessen Drehplattform ein ebenfalls und unabhängig vom Oberbau drehbarer Verladeausleger angeordnet ist.
Darüber hinaus ist die Erfindung anwendbar im Bereich der Umschlagtechnik sowie für analoge Aufgaben im Maschinenbau und der Handhabetechnik,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind Antriebsanordnungen für Schwenkwerke, bei denen der Oberbau als unteres drehbares Geräteteil auf einer Kugeldrehverbindung gelagert ist und ein oder mehrere Antriebe über Ritzel den Oberbau um einen an der Kugeldrehverbindung befestigten oder daneben angeordneten Außenzahnkranz drehen. Die Schwenkwerksantriebe des Verladeauslegers, als oberes drehbares Geräteteil, sind zumeist im Unterbau des Tagebaugerätes untergebracht, wobei ein Getriebe über ein Ritzel ein Großrad, das an der im Unterbau und im Oberbau gelagerten Verladeauslegersäule befestigt ist, dreht. Es sind auch Schwenkwerksantriebe von Verladeauslegern bekannt, die am Drehtisch des Verladeauslegers angeordnet sind und deren Ritzelwellen außen am Oberbau vorbei zu dem auf dem Unterbau befestigten Zahnkranz geführt sind, welcher somit sowohl für die Schwenkbewegungen des Oberbaues als auch des darauf drehbar gelagerten Verladeauslegers genutzt wird.
(SRs 1300 des Ursprungsbetriebes)
Bekannt sind ferner Anordnungen von Doppelkränen, vorwiegend für Schiffe (Patentschrift DE 2227446 C 3 und Offenlegungsschrift DE 2745059 A 1) die über verschiedenartige Lagerungen, — meist über eine Säule — mit ihren Schwenkwerksantrieben in einen gemeinsamen großen Außenzahnkranz eingreifen und damit beide Aufbauten unanhängig zueinander und zum Unterbau drehen können. Bei den vorstehend beschriebenen Anordnungen ist als nachteilig anzusehen, daß sie durch ungünstige Kräfteübertragungen relativ schwere bzw. aufwendige Konstruktionen erfordern, der Ritzeleingriff in den Zahnkranz ungeschützt angeordnet ist und die möglichen Schwenkwinkel der zueinander schwenkenden Teile speziell bei Tagebaugeräten nicht optimal ausgenutzt werden können. Darüber hinaus sind die zur Absicherung der an den drehbaren Geräteteilen angeordneten Bauteile gegen ein Zusammenfahren bei gegenläufiger Bewegung üblichen Endschaltersysteme, insbesondere bei Arbeiten unter Neigungsverhältnissen, nicht ausreichend, weil die großen Hebelarme der Ausleger einen Nachlaufweg über die End-Schaltstellung hinweg zur Folge haben.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Antriebsanordnung für Schwenkwerke insbesondere von Tagebaugeräten zu entwickeln, die raum- und materialsparend, unter Beibehaltung der mehrfachen Nutzung von Getriebebauteilen und in gegen Verschmutzungen geschützter Bauart ausgebildet ist, einen maximalen Schwenkwinkel der Geräteteile zueinander gestattet, sowie eine Torsionskabelführung zur Energieversorgung des Oberbaues ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsordnung für Schwenkwerke mit zwei übereinander gelagerten und unabhängig voneinander, um eine gemeinsame vertikale Achse drehenden Geräteteilen, deren unteres Geräteteil auf dem Unterbau mittels einer Kugeldrehverbindung gelagert ist und deren darüber angeordnetes Geräteteil an einer im Unterbau und im unteren Geräteteil drehbar gelagerten Schwenksäule angeordnet ist und die einen mit dem Unterbau, vorzugsweise als Bestandteil der Kugeldrehverbindung fest verbundenen Innenzahnkranz aufweist, zu schaffen, deren Antriebselemente so angeordnet sind, daß eine schmutzgeschützte Ausbildung des gesamten Schwenkwerkes mit maximalem Schwenkwinkel und guten Übersetzungsverhältnissen erreicht und eine Torsionskabeldurchführung ermöglicht wird. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Antriebsritzel der Schwenkantriebe direkt oder über Zwischenräder in den Innenzahnkranz eingreifen, wobei der Schwenkantrieb des unteren drehbaren Geräteteiles in der geschlossenen Drehplattform angeordnet ist, während der Schwenkantrieb für den oberen drehbaren Geräteteil über einen Haltearm, in welchem auch ein Zwischenrad gelagert sein kann, mit der Schwenksäule fest verbunden ist und vorzugsweise in den Unterbau hineinragt, sowie daß sämtliche Versorgungsleitungen als Torsionskabel durch die Schwenksäule geführt sind.
In weiterer Ausbildung ist vorgesehen, daß zur Absicherung gegen ein Zusammenfahren von an den Geräteteilen angeordneter Tragkonstruktionen zusätzlich zu den notwendigen Endschalteinrichtungen am unteren drehbaren Geräteteil und am Haltearm der Schwenksäule beidseitig einander zugeordnete Anschlagpuffer vorgesehen sind. Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen zu einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD27096784A DD229733A1 (de) | 1984-12-17 | 1984-12-17 | Antriebsanordnung fuer schwenkwerke, insbesondere von tagebaugeraeten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD27096784A DD229733A1 (de) | 1984-12-17 | 1984-12-17 | Antriebsanordnung fuer schwenkwerke, insbesondere von tagebaugeraeten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD229733A1 true DD229733A1 (de) | 1985-11-13 |
Family
ID=5563461
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD27096784A DD229733A1 (de) | 1984-12-17 | 1984-12-17 | Antriebsanordnung fuer schwenkwerke, insbesondere von tagebaugeraeten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD229733A1 (de) |
-
1984
- 1984-12-17 DD DD27096784A patent/DD229733A1/de not_active IP Right Cessation
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