DD229941A1 - Repetierende mikroliterpipette - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Hohlkolbenpipette, die in repetierender Arbeitsweise als Handpipettierhilfe dient. Mit ihr lassen sich wiederholend gleiche Volumina im Ultramikroliterbereich abgeben. Die Pipette ist bequem in der Handhabung. Durch konstruktive Massnahmen sind Ansaug- und Abgabevolumen voneinander getrennt, so dass immer eine auf den Ansatzkonus aufgesteckte Wegwerfspitze vollgesaugt und mit hoher Tropfenzahl auspipettiert werden kann. Die Pipette besteht erfindungsgemaess aus Ansaugkolben und Abgabesystem und ist in Ruhestellung durch ein Dichtelement gegen Auslaufen gesichert. Beim Pipettieren wird der Hohlkolben durch einen Dichtungskonus verschlossen. Zur Hemmung und Abdichtung des Hohlkolbens dient eine direkt im Ansatzkonus angeordnete Passung. Hierdurch wird die Funktionssicherheit erhoeht. Das Abgabevolumen laesst sich einfach durch Rasterung des Ansaugkolbens in das Einstellelement des Abgabesystems verstellen. Fig. 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Hohlkolbenpipette, die in repetierender Arbeitsweise als Handdosierhilfe dient. Mit ihr lassen sich wiederholend gleiche Volumina im Ultramikroliterbereich abgeben. Sie ist deshalb vorteilhaft als Serienpipettor geeignet.
Bekannt sind repetierende Pipetten, die nach dem Direktverdrängungsprinzip („Capilettor" Fa. Clinicon/„Ultra-Micropipette" Fa. Medata) sowie solche, die mit einem Luftpolster arbeiten. Erstere ermöglichen eine vergleichsweise hohe Präzision auch im Ultramikroliterbereich, sie lassen aber gegenwärtig nicht mehr als etwa 5 Pipettierungen bei Ausführung kleiner 10μΙ zu.
Eine weitere bekannte Lösung ist eine mechanische Hohlkolbenpipette (DD 107392), die mit einem Luftpolster arbeitet. Sie garantiert die gewünschte hohe Tropfenzahl, erlaubt aber keine Trennung von Ansaug- (d. h. Gesamtvolumen der auf den Ansatzkonus aufgesteckten Weg we rf spitze) und Abgabevolumen. Die Ansaugmenge ist— bedingt durch die Konstruktion und den für verschiedene Abgabevolumen unterschiedlichen Weg des Ansaugkolbens — nicht begrenzt, so daß beim Ansaugen Pipettiergut in die Pipette gelangen kann.
Zur Verstellung des Abgabevolumens muß die Pipette so geöffnet werden, daß auch Funktionsdichtungen betroffen sind.
Weiterhin läuft die Pipette bei senkrechter Haltung aus.
Zur Abdichtung werden Funktionsgummis eingesetzt, deren Lebensdauer begrenzt ist.
Es ist Ziel der Erfindung, eine repetierende Pipette zur Verfügung zu stellen, die einfach und bequem in der Handhabung ist sowie sich universell vom Ansaugvolumen an verschiedene Wegwerfspitzen anpassen läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine repetierende Mikroliterpipettezu schaffen, bei der eine auf den Ansatzkonus aufgesteckte Wegwerfspitze unabhängig vom Abgabevolumen immer vollgesaugt werden kann. Weiterhin sollen vorteilhafterweise zur Erhöhung der Funktionssicherheit keine Funktionsgummis eingesetzt sein.
Das Abgabevolumen läßt sich auf einfache Weise ohne Demontage der Pipette justieren. Die Pipette läuft in Ruhestellung bei senkrechter Haltung nicht aus und läßt sich im zusammengebauten Zustand vollständig prüfen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einer Pipette, bestehend aus Ansaugkolben und einem Hohlkolben als Abgabekolben, die in einem Gehäuse axial verschiebbar angeordnet sind, wobei der Hohlkolben — gehemmt durch ein Widerlager — während des Pipettierens durch ein Abdichtelement verschlossen ist
— Ansaug- und Abgabekolben als getrennte Funktionseinheiten ausgeführt sind
— das Abgabesystem bestehend aus Einstellelement und Hohlkolben während der Ruhephase durch eine Dichtfläche gegen das Belüftungsloch abgedichtet ist.
Der Ansaugkolben läuft in einer speziellen Passung, die zu seiner Abdichtung gegen die Umluft dient. Durch Variation des Ansaugkolbens in der Länge läßt sicri das Ansaugvolumen verändern. Nach Betätigung trifft der Ansaugkolben auf das Einstellelement des Abgabekolbens, das er bis zu einem festen Anschlag bewegen kann. Der Weg des Einstellelements ist der Pipettierweg. Der Gesamtweg des Ansaugkolbens dient in der Rückwärtsbewegung nach Zuhalten des Belüftungsloches im Griff zum Ansaugen des Pipettiergutes in eine auf den Ansatzkonus aufgesteckte Wegwerfspitze.
Der Vorteil der Trennungyon Ansaugkolben und Abgabekolben besteht weiterhin darin, daß durch Rasterung des Ansaugkolbens in das Einstellelement und nach Festhalten des Abgabesystems das Pipettiervolumen einfach verstellt werden
Durch Verlegen des gleichzeitig als Abdichtung des Hohlkolbens dienenden Widerlagers in den aufgeschraubten Ansatzkonus wird die Funktionssicherheit der Pipette erhöht.
Zum Verschluß des Hohlkolbens während der Pipettierbewegung dient ein Dichtungskonus. Die Pipette ist im montierten Zustand vollständig prüfbar.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Pipette
Fig.2: Ausführungsform der Pipettiervolumenverstellung
Fig.3: Lösung zur Abdichtung des Hohlkolbens durch einen Dichtungskonus Fig.4: Ansatzkonus mit Widerlager
Zur Erleichterung der Montage besteht die Pipette aus einem Oberteil 4 sowie einem Unterteil 19. Beide sind mittels einer Schraubverbindung 12 (mit Abdichtung 13) verbunden. Im Unterteil 19 befindet sich das Hohlkolbensystem 17, das gegenüber dem Stand der Technik mit einem Dichtungskonus 15 arbeitet. In der Pipettierbewegung verschließt der Dichtungskonus 15 den Hohlkolben 17 über die Begrenzungshülse 16. Das Widerlager (Hemmung und Abdichtung des Hohlkolbens) ist als Ansatzkonus 20 ausgebildet. Eine Feder 18 bewirkt die Rückwärtsbewegung des Abgabesystems, das aus Einstellelement 8, Gestänge 11, Steuerelement 14 (Detailzeichnung Fig.3) und Hohlkolben 17 besteht.
Im Oberteil 4 ist der Ansaugkolben 2 angeordnet. Zur besseren Bedienbarkeit wird ein Bedienknopf 1 aufgesetzt. Der Ansaugkolben 2 verhindert mit dem Dichtungskonus 5 einen Lufteintritt über das Belüftungsloch 6 im Griff 7 in Ruhestellung.
Der Ahsaugkolben 2 ist über eine Passung 3 abgedichtet. In der Vorwärtsbewegung trifft der Ansaugkolben 2 auf das Einstellelement 8 des Abgabekolbens 17 und bewegt dieses bis zum Anschlag auf die Schraubverbindung 12 (Pipettierweg).
Durch eine Feder 9 wird der Ansaugkolben 2 zurückgedrückt. Nach Zuhalten des Belüftungsloches 6 kann eine auf den Ansatzkonus 20 aufgesteckte Wegwerfspitze vollgesaugt werden. Das Ansaugvolumen ist durch Variation des Ansaugkolbens 2 in seiner Länge beeinflußbar. Das Abgabevolumen läßt sich durch Rasterung des Ansaugkolbens 2 in das Einstellelement 8 ohne Öffnen der Pipette verstellen. Der Abgabekolben 17 wird hierbei durch eine formschlüssige Verbindung arretiert. Das Einstellelement 8 ist über die Sicherung 10 gegen ungewolltes Verstellen geschützt.
Claims (8)
- Erfindungsansprüche:1. Repetierende Mikroliterpipettezum wiederholten Abgeben gleicher Volumina, bestehend aus einem Ansaugkolben und einem Hohlkolben als Abgabekolben, die in einem Gehäuse axial verschiebbar angeordet sind, aus einem Widerlager zur Hemmung des Hohlkolbens, einem Element zum Abdichten des Hohlkolbens während des Pipettierens, einer zum Zwecke des Ansaugens verschließbaren Belüftungsöffnung sowie einem Einstellelement für den Pipettierweg, gekennzeichnet dadurch, daß— Ansaug(2)- und Abgabekolben (17) als getrennte Funktionseinheiten ausgebildet sind— das Abgabesystem, bestehend aus Einstellelement (8) und Hohlkolben (17) während der Ruhephase durch eine Dichtfläche gegen das Belüftungsloch (6) abgedichtet ist
- 2. Pipette nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Dichtfläche (5) gegen das Auslaufen in Ruhestellung am Ansatz des Ansaugkolbens (2) befindet.
- 3. Pipette nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Weg des Abgabekolbens (17) durch ein mit ihmverbundenes Einstellelement (8) veränderlich ist.
- 4. Pipette nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Weg des Ansaugkolbens (2) veränderlich ist.
- 5. Pipette nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Abgabekolben (17) durch einen Dichtungskonus (15) zum Zwecke des Pipettierens abgeschlossen wird.
- 6. Pipette nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Widerlager (21) als Dichtung direkt im Ansatzkonus (20) angeordnet ist.
- 7. Pipette nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Ansatzkonus (20) direkt als Dichtung und Widerlager für den Hohlkolben (17) ausgeführt ist.
- 8. Pipette nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Einstellelement (8) durch ein aufvulkanisiertes Gummizwischenstück (10) verdrehsicher gestaltet ist.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
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| DD229941A1 true DD229941A1 (de) | 1985-11-20 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202008013219U1 (de) | 2008-10-04 | 2008-12-18 | Schmiedl, Dieter, Dr. | Forensische Pipette zum Befeuchten und Handhaben von Probenträgern auf Basis einer Mikroliterpipettenspitze |
-
1984
- 1984-12-20 DD DD27122584A patent/DD229941A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
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| DE202008013219U1 (de) | 2008-10-04 | 2008-12-18 | Schmiedl, Dieter, Dr. | Forensische Pipette zum Befeuchten und Handhaben von Probenträgern auf Basis einer Mikroliterpipettenspitze |
| EP2172269A1 (de) | 2008-10-04 | 2010-04-07 | Eppendorf Ag | Forensische Pipette zum Anfeuchten und Behandeln von Probenträgern auf Basis einer Mikroliter-Pipettenspitze |
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