DD230466C2 - Vibrationsminderung mittels variablem anpressdruck bei drucklufthaemmern - Google Patents

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DD230466C2
DD230466C2 DD25349583A DD25349583A DD230466C2 DD 230466 C2 DD230466 C2 DD 230466C2 DD 25349583 A DD25349583 A DD 25349583A DD 25349583 A DD25349583 A DD 25349583A DD 230466 C2 DD230466 C2 DD 230466C2
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Gerd Radtke
Sigrid Birr
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Gerd Radtke
Sigrid Birr
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    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25DPERCUSSIVE TOOLS
    • B25D17/00Details of, or accessories for, portable power-driven percussive tools
    • B25D17/24Damping the reaction force
    • B25D17/245Damping the reaction force using a fluid

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Abstract

Die Erfindung beschreibt eine Vibrationsminderung mit variablem Anpreßdruck bei schlagend arbeitenden handgefuhrten Druckluftwerkzeugmaschinen, insbesondere Drucklufthämmern und hat das Ziel, eine Übertragung der Schwinungen vom Schlagmechanismus auf den Handgriff mittels eines veränderbaren Luftpolsters weitgehend zu vermeiden Dabei besteht die Aufgabe, eine Vibrationsminderung zu erreichen, die in Abhängigkeit von der vom Bedienenden aufgewendeten Andruckkraft wirksam wird Die Losung dieser Aufgabe wird durch die konstruktive Gestaltung des Laufrohrdeckels realisiert, an dessen kegeligen Flachen sich ein veränderbares Luftpolster aufbaut, dessen Gegendruck um so starker wird, je weiter das Laufrohr in den Griff und das Gehäuse eingedruckt wird Damit erreicht man, daß auch bei großem Anpreßdruck durch den Bedienenden, eine wirksame Vibrationsminderung gewährleistet ist Fig 2

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf schlagend arbeitende Druckluftwerkzeugmaschinen, insbesondere Drucklufthammer die mit Mitteln zur Verminderung der Vibrationsubertragung vom Werkzeug auf die Bedienungsperson ausgestattet sind
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Bei schlagend arbeitenden Druckluftwerkzeugmaschinen treten infolge ihrer Wirkungsweise Vibrationen im hohen und niedrigen Frequenzbereich auf Besonders die Vibrationen mit niedrigen Frequenzen verursachen gesundheitliche Schaden bei der Bedienungsperson Um die Einsatzzeiten solcher Druckluftwerkzeugmaschinen zu erhohen, ist es notwendig, diese gesundheitsschädlichen Vibrationen wirksam zu bekämpfen, indem eine Übertragung dieser Schwingungen vom Schlagmechanismus auf den Handgriff vermindert wird
Es ist bekannt, Federn als Schwingungsdampfer einzusetzen In der DE-AS 2204160 besteht der Arbeitszylinder aus einem oberen Druckzylinder und einem unteren Druckzylinder, die gleichachsig verschiebbar in einem Fuhrungskorper gelagert sind und gegenüber diesem jeweils in axialer Richtung mittels mindestens einer vorgespannten Feder abgefedert sind Desgleichen ist auch der Handgriff mit dem an ihm angeformten Mantel gegenüber dem Fuhrungskorper verschiebbar gelagert und ebenfalls in axialer Richtung mittels wenigstens einer vorgespannten Feder abgefedert Nachteilig beim Einsatz von Federn als Schwingungsdampfer wirkt sich aus, daß die Federkraft und Harte so hoch gewählt werden müssen, daß die Schlagkraft des Arbeitszylinders aufgenommen werden kann Je starker jedoch eine Feder ist um so hoher sind auch die übertragenen Schwingungen und je schwacher sie ist, desto hoher ist die Wirkung bezüglich der gewünschten Vibrationsisolierung des Handgriffes
Eine einfachere Ausfuhrung der Schwingungsdämpfung mittels einer Feder zeigt die DE-OS 3212701, wobei die Nachteile die gleichen sind, die bei der DE AS 2204160 beschrieben wurden Des weiteren sind Drucklufthammer bekannt, die zur Dampfung der Vibrationen mindestens eine Feder und ein veränderliches, zwischen Fuhrungshulse und Arbeitszylinder befindliches, von der Druckluftquelle gespeistes Luftvolumen, ein sogenanntes Luftpolster oder Luftkissen, verwenden Die DE PS 1094677 zeigt die Ausfuhrung einer solchen Variante der Schwingungsdämpfung, wobei sich der Zylinder in der Fuhrungshulse nach oben verschiebt und die entlastete Feder zusammen mit dem Luftkissen der Kammer im Handgriff zur Schwingungsdämpfung beitragt, sobald die Bedienungsperson auf das Gerat druckt Damit wird eine Minderung der Ruckstoße und Prellschlage in Abhängigkeit von der vom Bedienenden aufgewendeten Andruckkraft erreicht Ebenfalls durch eine Feder und ein dampfendes Luftkissen wird in der DE-AS 2424136 eine Schwingungsisolation des Handgriffes gewährleistet Als konstruktive Besonderheit ist hervorzuheben, daß das Laufrohr zwei Teilabschnitte mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist und zwischen dem Teilabschnitt mit kleinerem Durchmesser und dem Teilabschnitt mit größerem Durchmesser einen Bund bildet Die Druckluft, die sich stets im Ringraum zwischen Mantel und Laufrohr befindet, übt einen Druck auf die Stirnflache dieses Bundes aus, wodurch ein standig wirkendes dampfendes Luftkissen entsteht Nachteilig bei dieser Art der Dampfung wirkt sich wieder der Einsatz der Federn aus Soll eine wirksame Schwingungsisolation erreicht werden, muß die Steifigkeit der Federn verhältnismäßig gering sein Damit ergibt sich aber eine große Baulange fur die Gerate, wenn am Handgriff eine große Druckkraft entwickelt werden soll Als weiterer Nachteil kommt dazu, daß die Leistung der Gerate herabgesetzt wird
Aus der US PS 3200893 ist eine Druckluftkammer bekannt, der eine zur Stoßdämpfung dienende Luftkammer mit standiger Luftzufur aufweist
Diese Einrichtung zur Schwingungsdämpfung arbeitet zwar ohne Federn, ist aber äußerst kompliziert und damit auch störanfällig
In der SU PS 314641 wird ein Stoßdampfer beschrieben, bei dem zur Erhöhung der Wirkung der Schwingungsdämpfung und Verringerung der Luftentweichung bei der Arbeit des Schlagmechanismus das Gleitelement durch Dichtungsringe aus elastischem Material an die Fuhrungsflache des Griffes angedruckt wird
Aus dem DD-WP 112012 ist eine Dampfungseinrichtung mit einer konisch erweiterten Dampfungskammer bekannt die aber nicht zur Vibrationsminderung sondern zur Aufnahme von Stoßenergie bei leichten Zusammenstoßen von Kraftfahrzeugen dient
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Verbesserung der Vibrationsminderung an Drucklufthämmern mit einfachen konstruktiven Mitteln derart zu erreichen, daß eine Übertragung der Schwingungen vom Schlagmechanismus auf den Handgriff mittels eines veränderbaren Luftpolsters weitgehend vermieden wird
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine wirksame Vibrationsminderung in Abhängigkeit von der vom Bedienenden aufgewendeten Andruckkraft zu erreichen
Erfindungsgemaß wird diese Aufgabe dadurch gelost, daß der Laufrohrdeckel mit zwei gegeneinander angeordneten kegeligen Außendurchmessern versehen wird, wodurch zwischen dem Laufrohrdeckel und dem Handgriff ein veränderbarer Dampfungsraum entsteht Die kegelige Ausfuhrung des Laufrohrdeckels bewirkt, daß der Gegendruck um so starker wird, je weiter das Laufrohr in den Griff bzw das Gehäuse eingedruckt wird Damit werden sehr gute Vibrationsminderungswerte erreicht
Durch den Einsatz elastischer Dichtelemente werden nicht nur die Leckverluste der Druckluft minimal gehalten, sondern auch im Zusammenwirken mit einem Rundring im vorderen Teil des Gehäuses, der zur Fuhrung des Laufrohres benutzt wird, Metall auf Metall-Beruhrungsflachen vermieden Entstehende Querschwingungen können durch diese Anordnung wirksam absorbiert werden Eine Ausfuhrungsvanante der Erfindung soll an Hand der Zeichnungen naher erläutert werden Dabei zeigen
Fig 1 einen Längsschnitt durch einen Drucklufthammer mit der erfindungsgemaßen Vibrationsminderung und Fig 2 einen Längsschnitt durch den erfindungsgemaßen Laufrohrdeckel
Der in Figur 1 dargestellte Drucklufthammer besteht aus einem Laufrohr 5 mit einem entsprechend Figur 2 kegelig ausgeführten Laufrohrdeckel 8, der mit dem Handgriff 1 über den Dampfungsraum 9 schwingungsisoliert verbunden ist Am vorderen Kegelteil 10 des Laufrohrdeckels 8 ist das elastische Dichtelement 3, das in einen Ring 4 eingedruckt und durch das Gehäuse 7 verschraubt wird, und am hinteren Kegelteil 11 des Laufrohrdeckels 8 das elastische Dichtelement 2 angeordnet Im vorderen Teil des Gehäuses 7 ist das Laufrohr 5 mit einem Einstich fur den Rundring 6 versehen Wird von der Bedienungsperson der Drucklufthammer betätigt, so baut sich an den kegeligen Flachen 10,11 des Laufrohrdeckels 8 ein dampfendes Luftpolster 9 auf, dessen Gegendruck um so starker wird, je weiter das Laufrohr 5 in den Griff 1 und das Gehäuse 7 eingedruckt wird Das heißt, je großer der Anpreßdruck durch den Bedienenden wird, um so wirksamer wird das veränderbare Luftpolster 9 zur Vibrationsminderung Die eingesetzten elastischen Dichtelemente 2 3 tragen in Zusammenwirken mit dem Rundring 6 durch ihr elastisches Material zusätzlich zur Vibrationsminderung bei, da sie die Fuhrung des Laufrohres 5 übernehmen und kein Kontakt von Metallflachen mehr stattfindet Damit wird das Ziel der Erfindung durch die Ausfuhrung des Laufrohrdeckels mit zwei gegeneinander angeordneten kegeligen Durchmessern erreicht und zusätzlich durch den Einsatz der elastischen Dichtelemente in Zusammenwirken mit dem Rundnng verbessert

Claims (2)

1 Vibrationsminderung mittels variablem Anpreßdruck bei Drucklufthämmern, mit einem in Axialrichtung verschiebbaren Laufrohr, in dem mittels Druckluft die Hin- und Herbewegung eines Schlagkolbens erzeugt wird, das über einen Laufrohrdeckel mit einem Handgriff verbunden ist, wobei der Handgriff gegenüber dem Laufrohrdeckel durch ein dampfendes Luftpolster schwingungsisoliert wird und Leckverluste der Druckluft durch Dichtelemente weitgehend vermieden werden, gekennzeichnet dadurch, daß der Laufrohrdeckel (8) aus zwei gegeneinander angeordneten Kegelteilen (10,11) besteht, an deren Kegelflachen ein veränderbarer Dampfungsraum (9)gebildetwird,unddaßein Rundring (6) am äußeren Umfang des Laufrohres (5) im vorderen Teil des Gehäuses (7) angeordnet ist
2. Vibrationsminderung mittels variablem Anpreßdruck nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein elastisches Dichtelement (3) am vorderen Kegelteil (10) und ein elastisches Dichtelement (2) am hinteren Kegelteil (11) des Laufrohrdeckels (8) angeordnet ist.
DD25349583A 1983-07-28 1983-07-28 Vibrationsminderung mittels variablem anpressdruck bei drucklufthaemmern DD230466C2 (de)

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