DD230581A3 - Vorrichtung zum wenden beutelfoermiger textiler flachformgueter - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum gebrauchsgerechten Wenden beutelfoermig zusammengefuegter flexibler Flachformgueter, z. B. kissenbezuegen oder Saecken. Ziel der Erfindung ist die Erhoehung der Produktivitaet und die Erleichterung der Arbeit beim Wenden. Dabei besteht die Aufgabe darin, die Wendevorrichtung derart zu gestalten, dass die einzelnen Arbeitsgaenge beim Wenden nacheinander aufgegebener Wendestuecke teilweise parallel ablaufen. Dazu sind bei einer Wendevorrichtung, die mit Halte-, Klemm- und Bewegungseinrichtungen sowie Greifern ausgestattet ist, auf einer schrittweise rotierbaren Welle mehrere Arme radial angeordnet, wobei die Arme an ihren aeusseren Enden bogenfoermige und etwa tangential zur Kreisbewegung der Arme verlaufende Wendeelemente tragen. Der Ablagetisch fuer die gewendeten Gueter ist parallel zur Welle geteilt, wobei die der Welle abgewandte Flaeche um eine horizontale Achse schwenkbar ist. Fig. 1
Description
Zum Wenden beuteiförmiger Flachformgüter, wie Säcken, Bettbezügen, Strümpfen, Gürteln, Fellbälgen usw. in die Gebrauchslage sind aus der Patentliteratur verschiedenartige pneumatisch oder mechanisch arbeitende Lösungen bekannt. Eine mechanisch arbeitende Vorrichtung zum Wenden und Aufziehen von Strümpfen ist aus der Erfindungsbeschreibung DD 94977 bekannt. Ein Wendeschieber mit einer Formschablone schiebt sich in den Strumpf, der manuell auf einen Wendebügel geschoben wurde. Der Strumpf wird dabei auf die Formschablone gezogen und gleichzeitig gewendet. Das Abziehen des gewendeten Strumpfes mit der Formschablone von dem Wendeschieber erfolgt mittels eines Greifers. Die mechanische Beanspruchung des Wendegutes während des Wendevorganges ist erheblich. Außerdem ist als Nachteil anzusehen, daß das Wendegut manuell auf die Wendebügel gezogen werden muß.
Eine weitere Vorrichtung zum Wenden beuteiförmig zusammengefügter flexibler Flachformgüter ist aus der Patentschrift DD 137810 bekannt. Diese Vorrichtung weist als offene Kreisringe ausgebildete Wendeelemente auf, die axial verschiebbar auf einer rotierbaren Welle angeordnet sind. Den Wendeelementen sind Klemm- und Abstreifelemente zugeordnet. Außerdem sind pneumatische Leitungen vorgesehen, mittels derer die Klemm- und Abstreifelemente sowie die Luftdüsen zum Ausblasen der Ecken des Wendegutes mit Preßluft beschickt werden. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß bei relativ kurzem Wendegut, z. B. Kissenbezügen, die annähernde Vollkreisbewegung der Wendeelemente während des Wendeprozesses teilweise unnötig ausgeführt wird. Weiterhin laufen alle Arbeitsschritte, wie Aufstülpen des Gutes auf die Enden der Wendeelemente, Festklemmen des Wendegutes, Ausführung des Wendevorganges, Abstreifen des gewendeten Gutes von den Wendeelementen sowie Stapeln und Rücklauf der Wendeelemente, zeitlich nacheinander ab. Dadurch ist die Produktivität dieser bekannten Vorrichtung ungenügend.
Aus der DE-OS 2545114 ist eine Maschine zum Wenden von Kissenbezügen bekannt, bei der ein Nähfuß und ein Greifarm in das offene Ende des zu wendenden Bezuges eintreten und dieses in eine Art Bereitschaftsstellung bringen. Der Wendevorgang wird durch zwei Arme ausgeführt, die an ihren Enden federbelastete Zapfen tragen. Die Arbeits- und Wendebewegung der Arme erstreckt sich horizontal. Die Ausführung sämtlicher Bewegungs- und Wendevorgänge in horizontaler Ebene hat den Nachteil, daß eine große Aufstellungsfläche für die Maschine benötigt wird. Aus der Erfindungsbeschreibung DE-OS 1660069 ist eine Vorrichtung zum Wenden von längsseits geschlossenen Fellbälgen bekannt. Der Balg wird zunächst über ein Rohr gestreift. In diesem Rohr steckt ein weiteres Rohr mit einer Klemmvorrichtung. Das Ende des Balges wird durch die Klemmvorrichtung erfaßt und dann der ganze Balg in das Wenderohr hineingezogen und dabei gewendet. Diese Vorrichtung ist nur für derbe Wendegüter von großer Belastbarkeit und geringen Abmessungen einzusetzen. Außerdem ist der Arbeitsablauf der Vorrichtung uneffektiv, wenn eine Vielzahl von Wendeobjekten nacheinander gewendet werden soll.
Aus der Erfindungsbeschreibung DE-OS 2117824 ist eine Maschine zum Falten «on kleinen und mittleren Wäschestücken bekannt. Die Faltmaschine weist einen Tisch auf, an dessen Umfang vier Faltklappen angeordnet sind, die sich auf den Mittelteil des Tisches klappen lassen. Diese Maschine hat den Nachteil, daß für ihre Aufstellung eine relativ große Fläche benötigt wird. Außerdem kann dieser Faltmaschine nur eine Wendemaschine zugeordnet werden.
Ziel der Erfindung ist die Erhöhung derProduktivität und die Erleichterung der Arbeit beim Wenden beuteiförmig zusammengefügter textiler Flachformgüter aus der Fertigungslage in die Gebrauchslage.
Darlegung des Wesens der Erfindung ~ ,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Wenden beuteiförmiger textiler Flachformgüter derart zu gestalten, daß die einzelnen Arbeitsgänge zum Wenden des Gutes bei nacheinander aufgegebenen Wendestücken teilweise parallel ablaufen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer Wendevorrichtung, die mit Halte-, Klemm- und Bewegungseinrichtungen zur Handhabung der beuteiförmigen Güter sowie linear bewegbaren Greifern zur Abnahme der gewendeten Flachformgüter ausgestattet ist, auf einer schrittweise rotierbaren Welle mehrere Arme radial angeordnet sind,
die an ihren äußeren Enden bogenförmige und etwa tangential zur Kreisbewegung der Arme verlaufende Wendeelemente tragen. Entsprechend einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Ablagetisch für die gewendeten Flachformgüter parallel zur Welle geteilt, wobei die der Welle mit den Wendeelementen abgewandte Fläche des Ablagetisches um eine horizontale Achse schwenkbar ist. Auf der schrittweise rotierbaren Welle können im Winkel von 180° zwei Arme radial angeordnet sein, die an ihren äußeren Enden Wendeelemente tragen. An dieser Welle können aber auch im Winkel von 120° drei bzw. im Winkel von 90° vier Arme radial angeordnet sein, die an ihren äußeren Enden Wendeelemente tragen. Die Wendeelemente weisen die Form eines langgezogenen S auf, wobei in der Beschickungsstellung die nach außen gerichteten Enden der Wendeelemente radial zur Welle verlaufen. Die Aufnahmeenden der Wendeelemente werden durch Aufnahmeflächen gebildet, die quer zur Welle gekrümmt sind. Die Wendeelemente sind an den Enden der Arme um deren Längsachse verstellbar befestigt.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig.2: eine Draufsicht der Vorrichtung entsprechend Fig. 1,
Fig. 3: die Anordnung von drei Armen auf der schrittweise rotierbaren Welle, Fig.4: Die Anordnung von vier Armen auf der schrittweise rotierbaren Welle und Fig. 5: das Aufnahmeende eines Wendeelementes.
Aus einem Maschinengehäuse 1 ragt eine schrittweise rotierbare Welle 2. Im Abstand der Breite der zu wendenden Flachformgüter sind an der Welle 2 radial mehrere Arme 3 paarweise vorgesehen. Dabei können zwei Paare von Armen 3 gegenüberstehend angeordnet sein (Fig. 1). Öderes sind drei bzw. vier Paare von Armen 3 im Winkel von 120° bzw. 90° zueinander auf der Welle 2 vorgesehen (Fig.3 und Fig.4). An ihren äußeren Enden tragen die Arme 3 bogenförmige und etwa tangential zur Kreisbewegung der Arme 3 verlaufende Wendeelemente 4. Die Wendeelemente 4 weisen in der Seitenansicht die Form eines langgezogenen Sauf, wobei in der Beschickungsstellung (Fig. 1) die nach außen gerichteten Enden der Wendeelemente 4 radial zur Welle 2 verlaufen. Die Aufnahmeenden 5 der Wendeelemente 4 werden durch Aufnahmeflächen 6 gebildet, die quer zur Welle 2 gekrümmt sind (Fig. 5). Die Wendeelemente 4 sind an den Endender Arme 3 um deren Längsachse 7 verstellbar befestigt. Am Maschinengehäuse 1 sind offen- und schließbare Klemmeinrichtungen 8 befestigt. Dem Bewegungskreis der Arme 3 mit den Wendeelementen 4 schließt sich ein Ablagetisch 9 für die gewendeten Flachformgüter an, der parallel zur Welle 2 geteilt ist. Die der Welle 2 mit den Armen 3 und den Wendeelementen 4 abgewandte Fläche 10 des Ablagetisches 9 ist um die horizontale Achse 11 schwenkbar. Wie aus Fig. 1 und Fig. 2 ersichtlich, ist der Wendevorrichtung 1 bis 8 mit dem Ablagetisch 9 ein horizontal hin- und her bewegbarer Greiferbalken 12 zugeordnet, der die Greifer 13 trägt. Im rechten Winkel zum Ablagetisch 9 ist eine Fördereinrichtung 14 vorgesehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Durch die Arbeitskraft, die vor der Wendevorrichtung 1 bis 8 (in Fig. 1 links) steht oder sitzt, wird der zu wendende Bezug manuell mit der Seite der Knopfleiste über die Aufnahmeenden 5 der Wendeelemente 4 gestülpt und gleichzeitig zwischen die Klemmeinrichtungen 8 geführt. Die Klemmeinrichtung 8 wird geschlossen und die Welle 2 mit den Armen 3 und den Wendeelementen 4 in Drehung versetzt. Dabei wird der Bezug gewendet. Nach einer Bewegung von 180° setzt die Drehbewegung der Welle 2 aus. Kurz vorher hat sich die Klemmeinrichtung 8 geöffnet. Das nächste Paar der Wendeelemente 4 steht zur Beschickung bereit. Der soeben gewendete Bezug wird durch die Greifer 13 erfaßt und durch die Längsbewegung des Greiferbalkens 12 auf den Ablagetisch 9 und die Fläche 10 gezogen. Nun dreht sich die Fläche 10 um 180° um die Achse 11.
Dabei wird der gewendete Bezug aufgenommen, einmal gefaltet und auf die Fördereinrichtung 14 abgelegt.
Sollen relativ kurze Wendegüter gewendet werden, lassen sich die Wellen 2 mit drei oder vier Paaren von Armen 3 mit Wendeelementen 4 gut zum Einsatz bringen. In diesen Fällen macht die Welle 2 zur Ausführung des Wendevorganges nur eine Drehbewegung von 120° bis 90°. Zur Erleichterung der Beschickung der Wendeelemente 4 können diese um die Längsachsen 7 der Arme 3 leicht nach innen gedreht werden.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Wenden beuteiförmiger textiler Flachformgüter, insbesondere von Kleinbezügen, mit Halte-, Klemm-und Bewegungseinrichtungen zur Handhabung der beuteiförmigen Güter sowie linear bewegbaren Greifern zur Abnahme der gewendeten Flachformgüter, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer schrittweise rotierbaren Welle (2) mehrere Arme (3) radial angeordnet sind, die an ihren äußeren Enden bogenförmige und etwa tangential zur Kreisbewegung der Arme (3) verlaufende Wendeelemente (4) tragen, und daß der Ablagetisch (9) für die gewendeten Flachformgüter parallel zur Welle (2) geteilt ist, wobei die der Welle (2) mit den Wendeelementen (4) abgewandte Fläche (10) des Ablagetisches (9) um eine horizontale Achse (11) schwenkbar ist.
2: Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der schrittweise rotierbaren Welle (2) im Winkel von 180° zueinander zwei Arme (3) radial angeordnet sind, die an ihren äußeren Enden Wendeelemente (4) tragen.
3. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der schrittweise rotierbaren Welle (2) im Winkel von 120° zueinander drei Arme (3) radial angeordnet sind, die an ihren äußeren Enden Wendeelemente (4) tragen.
4. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der schrittweise rotierbaren Welle (2) im Winkel von 90° zueinander vier Arme (3) radial angeordnet sind, die an ihren äußeren Enden Wendeelemente (4) tragen.
5. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendeelemente (4) die Form eines langgezogenen S aufweisen, wobei in der Beschickungsstellung die nach außen gerichteten Aufrfthmeenden der Wendeelemente (4) radial zur Welle (2) verlaufen.
6. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeenden (5) der Wendeelemente (4) durch Aufnahmeflächen (6) gebildet werden, die quer zur Welle (2) gekrümmt sind.
7. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendeelemente (4) an den Enden der Arme (3) um deren Längsachse (7) verstellbar befestigt sind.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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