DD230755A1 - Mittel zur erhoehung des wasseraneignungsvermoegens bei landwirtschaftlichen kulturpflanzen - Google Patents

Mittel zur erhoehung des wasseraneignungsvermoegens bei landwirtschaftlichen kulturpflanzen Download PDF

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DD230755A1
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water
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tea
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monoethanolamine
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DD24110781A
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Hans Bergmann
Reinhardt Boehme
Hans Eckert
Werner Kochmann
Wilfried Kramer
Sieghard Lang
Dieter Roth
Guenther Schilling
Guenther Schoeppe
Guenther Sembdner
Walter Steinke
Hartmut Wozniak
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Forschzent Bodenfruchtbarkeit
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Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel, die bei Kulturpflanzen die Wasseraneignung sowie die ertragswirksame Wasserausnutzung erhoehen und darueber hinaus dieWasserstresstoleranz verbessern. Diese Mittel sind dadurch gekennzeichnet, dass sie neben ueblichen Hilfs- und Traegerstoffen Triethanolamin allein oder eine Kombination dieses Amins mit Monoethanolamin enthalten. Zur Wirkungsverbesserung koennen diese Amine zusaetzlich entweder mit 2-Chlorethanphosphonsaeure oder Salizyl- bzw. Azetylsalizylsaeure oder Aluminiumsulfat oder einem Gemisch dieser zusaetzlichen Wirkstoffe kombiniert werden.

Description

-2- 411 07
Tabelle 2: Der Einfluß von Triethanolamin (TEA) und Wirkstoffkombinationen auf TEA-Basis auf die Wasseraneignung und die Ausnutzung des Bruttowasserdargebotes (WEP) im Prozeß der Zuckerertragsbildung von Zuckerrübenbeständen
Wirkstoff/ Präparat,,
WEP
Veränderung der Wasseraneignung gegenüber der Kontrolle
Weißzuckerertrag
Kontrolle
TEA (4,0 kg/ha) TEA (4 kg/ha) + CEPA (0,15 kg/ha)21 TEA (3 kg/ha) + ASA(I kg/ha)
16,4 kg Weißzucker/ ±0
mm Wasser
18,2+ Weißzucker/mm Wasser erhöhte Aufnahme um 27 mm
18,5+ Weißzucker/mm Wasser erhöhte Aufnahme um 29 mm
18,5+ Weißzucker/mm Wasser erhöhte Aufnahme um 30 mm
100
(=72 dt/ha)
111*
113*
113"
11 Die Mittel wurden in wäßriger Lösung appliziert (Brüheaufwand: 250...500l/ha);
TEA = Triethanolamin; CEPA = 2-Chlorethanphosphonsäure; ASA = Azetylsalizylsäure. 21 CEPA als Solitärpräparat zeigte keine Wirkung
+ s. Tabelle 1
Beispiel 2: Der Einfluß von TEA und Präparaten auf TEA-Basis auf die Wasseraneignung und Ertrag bei Zuckerrüben
In Feldversuchen wurde auf mehreren Lößstandorten der Einfluß der in der Erfindung beschriebenen Mittel in Feldversuchen mit Zuckerrüben (Ponemo) geprüft. Die Mittel sind in wässerigen Lösungen auf trockene Pflanzenbestände gespritzt worden. Die Wirkstoffapplikation erfolgte 2 Wochen nach Bestandesschluß. Jede Wirkstoffvariante wurde in 4facher Wiederholung geprüft (Parzellengroße 20 m2). Zur Ermittlung des Wasseraneignungsvermögens ist nach der Mittelapplikation in Abständen von 3 Wochen der Bodenfeuchtegehalt von 0 bis 70cm Tiefe mit Hilfe von Erdbohrern ermittelt worden. Die Bestimmung der Wasserausnutzung (WEP) geschah auf der Basis des Bruttowasserangebotes, indem der Quotient aus Rübenertrag und Bruttowasserangebot gebildet wurde. Das Bruttowasserangebot errechnete sich aus der Niederschlagssumme vom I.April bis zum 30. September und der gesamten nutzbaren Speicherfeuchte. Nach der manuellen Rodung der Rüben wurden die Rübenkorper gewaschen und gewogen.
Die Untersuchungsergebnisse des Beispiels 2 werden in Tabelle 2 dargestellt. Aus den Ergebnissen geht hervor, daß die Wasseraneignung und der Ertrag durch TEA und die Kombination von TEA mit Azetylsalizylsäure und 2-Chlorethanphosphonsäure verbessert wurden.
Tabelle 1: Der Einfluß von Triethanolamin (TEA) und Präparaten auf TEA-Basis auf die Wasseraneignung, die „Water Use Efficiency (WUE)" und den Ertrag von Weizen (Hatri)11
Wirkstoff21 Wasseraneignung31 WUE (korn bezogen) (biomassebezogen) Kornertrag
100 100
Kontrolle 100 (= 1,50 g Korn/kg Wasser) (= 2,30 g Biomasse/kg 100
(=13,2 kg/Gefäß) Wasser) (=19,6 g/Gefäß)
103 102
PQA(2.10-2mol/l)4) 96 106'*' 110* 98
TEA(2.10-2mol/l) 109+ 106'"' T08+ 115**
TEA-HCI 108+ 114**
(2.10"2тоІ/І) 105<*' 111*
TEA + EA (beides 110* 115**
2.10"2тоІ/І)
11 Feuchteregime ist durch suboptimales Wasserangebot gekennzeichnet (20% bis 35% nWK). 21 Je Gefäß wurden 7 ml einer wässerigen Wirkstofflösung gespritzt.
(PQA: Phenylquecksilberazetat; TEA: Triethanolamin; TEA-HCI: TEA-Hydrochlorid; EA: Ethanolamin) 31 Aufgenommenes Wasserquantum von FEEKES-Stadium 3 bis Reife
41 PQA gilt als bekanntes Präparat zur Beeinflussung des Pflanzenwasserhaushaltes. ; +:α<0,05; + + :α<0,01

Claims (2)

1 Mittel zur Erhöhung der Wasseraneignung und Verbesserung der ertragswirksamen Wasserausnutzung bei Kulturpflanzen unter naturlichen Standortbedingungen mit unterschiedlichen Feuchtigkeitsregimen, gekennzeichnet dadurch, daß sie neben üblichen Hilfs- und Tragerstoffen als Wirkstoff Triethanolamin allem oder in Kombination mit Monoethanolamin enthalten, wobei die Basen auch in Form ihrer Salze vorliegen können
-1- 411
Erfindungsanspruch
2 Mittel gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sie als zusätzliche Wirkstoffe entweder 2-Chlorethanphosphonsaure oder Aluminiumsulfat oder Salizyl- bzw Azetylsalizylsaure — gegebenenfalls in Form ihrer Salze — oder Gemische dieser zusätzlichen Wirkstoffe enthalten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die erfmdungsgemaßen Mittel können in Kulturpflanzen bestanden zur Erhöhung des Aneignungsvermogens fur im Boden gespeichertes Niederschlags- und Zusatzwasser zwecks Steigerung der ertragswirksamen Wasserausnutzung angewendet werden
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Der gegenwartige Stand der technischen Losungen ist vor allem dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe von Bodenverbesserungsmitteln (BVM) über bodenphysikalische Prozesse die Wasseraneignung der Pflanzen potentiell vergrößert wird (US-PS 4927428, DD-PS 125372, DE-OS 213286) Auf diese Weise sind große Effektoraufwandmengen zur Erzielung des angestrebten Effektes erforderlich, hinzu kommt ein beträchtlicher technischer Aufwand zur Mittelapplikation. Da außerdem infolge der hohen BVM-Aufwendungen Umweltbelastungen und Ruckstande im Erntegut nicht auszuschließen sind und die organischen Komponenten der BVM einen raschen biologischen Abbau in der wasserkritischen Hauptvegetationspenode in unwirksame Abbauprodukte erfahren, ist die Entwicklung von Phytoeffektoren zur Erhöhung der Wasseraneignung der Pflanzen anzustreben Bekannte Phytoeffektoren (Chlorcholinchlond, Ethrel), die zur Wachstumsregulation eingesetzt werden, verbessern nur sporadisch und in ungenügendem Umfange die Wasseraneignung Darüber hinaus wurden Mittel bekannt, die den Wasserhaushalt der Pflanzen ertragsgunstig gestalten, hierzu zahlen Dimethylsulfoxid (DD-PS 126141), Dezenylbernsteinsaure, aliphatische Epoxymonocarbonsauren (DD-PS 96022), a-Hydroxymonocarbonsauren, a-Ketomonocarbonsauren (DE-OS 1767829; DD-PS 75420) und 1-Triacontanol (DE-OS 2722384) Schließlich werden Mittel zur Erhöhung der Wasseraneignung vorgeschlagen (WPA 01 N/213167), die als Wirkstoff Monoethanolamin oder Kombinationen aus Monoethanolamin mit anderen Phytoeffektoren enthalten
Dimethylsulfoxid ist toxikologisch sehr ungunstig zu bewerten Die Herstellungskosten fur 1-Triacontanol sind fur seine vorwiegend an Reis nachgewiesenen nicht eindeutigen Wasserhaushaltseffekte zu hoch Die hydrologisch gunstige Wirkung der Epoxy-, Hydroxy- und Ketomonocarbonsauren wurden in Gefaßversuchen nur in einem engen Bereich der Bodenfeuchte beobachtet Sämtliche letztgenannten Mittel blieben bei hoher Bodenfeuchte ohne positiven Effekt auf die Wasseraneignung und den Ertrag Auch bei geringen Bodenfeuchten war keine eindeutige Wirksamkeit erkennbar
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, neue Mittel zur Erhöhung der Wasseraneignung und Verbesserung der ertragswirksamen Wasserausnutzung bei landwirtschaftlich wichtigen Kulturpflanzen zu entwickeln, die zugleich die Wasserstreßtoleranz der Pflanzen vergrößern
Darlegung des Wesens der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelost, daß die Mittel zur Erhöhung der Wasseraneignung und Verbesserung der ertragswirksamen Wasserausnutzung bei Kulturpflanzen unter natürlichen Standortbedingungen mit unterschiedlichen Feuchteregimen neben üblichen Hilfs- und Tragerstoffen Triethanolamin allein oder eine Kombination dieses Amins mit Monoethanolamin als Wirkstoff enthalten, wobei die Basen auch in Form ihrer Salze vorliegen können Als zusätzliche Wirkstoffe können die erfmdungsgemaßen Mittel entweder 2-Chlorethanphosphonsaure oder Salizylsäure bzw. Azetylsalizylsaure — gegebenenfalls in Form ihrer Salze- oder Aluminiumsulfat oder Gemische dieser zusätzlichen Wirkstoffe enthalten
Ausfuhrungsbeispiele
Beispiel 1
Der Einfluß von Triethanolamin (TEA) und Präparaten auf TEA-Basis auf die „Water Use Efficiency (WUE)", die
Wasseraneignung und den Ertrag bei Weizen in Abhängigkeit vom Feuchteregime
Der Einfluß von TEA auf die Wasserausnutzung, die Wasseraneignung und den Ertrag wurde im Gefaßversuch ermittelt Die Pflanzenanzucht erfolgte in Gefaßversuchen mit einem Substratgemisch aus Quarzsand und Loßschwarzerde (im Masseverhaltnis2 1 6,5kg lufttrockene Substratmasse) In jedem Mitscherlichgefaß sind 15 Getreidepflanzen kultiviert worden (Dungung/Gefaß 1,80g N[1/2 davon Kopfdüngung], 0,66g P 0,70g K [1/3 davon als Kopfdüngung], 0,32g Mg, 1ml A-Z'ai Losung nach HOAGLAND [1 50 verdünnt])
Das in Gefaßkulturen verbrauchte Wasser (aktuelle Evapo-Transpiration) ist durch täglich wiederholte Wagung der Gefäße ermittelt und im Anschluß an jede Wagung ersetzt worden
Das Transpirationsquantum pro Mitscherlichgefaß wurde-durch Subtraktion des Evaporationsanteils vom Wasserverbrauch/ Gefäß errechnet Die Erfassung des Evaporationsanteils erfolgte in separaten Mitscherlichgefaßen mit abgetötetem Pflanzenmaterial Bei gravimetnschen Wasserverbrauchsermittlungen fand der Biomassezuwachs Berücksichtigung Das ermittelte Ti-anspirationsquantum je Zeiteinheit entsprach dem Quantum des angeeigneten Wassers Die Ausnutzung des angeeigneten Wassers in der biologischen Stoffproduktion (WUE) wurde wie folgt errechnet и,, ic - erzeugte Biotrockenmasse (Korn, Gesamtbiomasse)
Transpirationsquantum (in Vegetationszeit) [g/kg H2OJ
Das zur Beeinflussung des Pflanzenwasserhaushaltes eingesetzte Triethanolamin (TEA) sowie Wirkstoffkombinationen auf TEA-Basis wurden stets in wässeriger Losung auf oberirdische Pflanzenteile im FEEKES-Stadium 6-7 gesprüht (zur Dosierung s Tabellen
Den Ergebnissen der Tabelle 1 ist zu entnehmen, daß TEA und Kombinationen auf TEA-Basis einen wesentlich positiveren Einfluß auf die Wasseraneignung, WUE und Ertragsbildung ausüben als das durch bekannte transpirationsbeeinflussende Effektoren (z B PQA) der Fall ist
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