DD231219A3 - Skiwachs - Google Patents

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DD231219A3
DD231219A3 DD25219683A DD25219683A DD231219A3 DD 231219 A3 DD231219 A3 DD 231219A3 DD 25219683 A DD25219683 A DD 25219683A DD 25219683 A DD25219683 A DD 25219683A DD 231219 A3 DD231219 A3 DD 231219A3
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DD
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wax
ski
resin
snow
plasticizer
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DD25219683A
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Inventor
Juergen Meinert
Christa Eisold
Hans-Juergen Creutz
Original Assignee
Bussard Chemie Veb
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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung beinhaltet ein Skiwachs, das vor allem als Touren- und Langlaufwachs fuer den Massen- und Leistungssport anwendbar ist. Ziel der Erfindung ist es, eine Palette von Langlauf- und Tourenskiwachsen bereitzustellen, die den unterschiedlichen Schneebedingungen optimal angepasst sind und dabei ausgezeichnet Steig- und Gleiteigenschaften besitzen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Langlauf- und Tourenskiwachs auf wissenschaftlicher Grundlage bereitzustellen, wobei die Mischungen systematisch aufgebaut und aus einem Minimum von Bestandteilen bestehen soll. Das erfindungsgemaesse Skiwachs besteht aus einem Paraffin, einem Harz, einem Weichmacher, einem Viskositaetsstabilisator, einem Wachs und einem loeslichen organischen Farbstoff. Die Summe der Anteile von Harz und Weichmacher beziehungsweise deren Verhaeltnis betraegt bei Hartwachs etwa 35 bis 40 Masse-%, beziehungsweise etwa 9 bis 0,5, bei Klister etwa 70 bis 90 Masse-% beziehungsweise etwa 1 bis 2, bei Skare ueber 90 Masse-% beziehungsweise etwa 1 bis 2 und bei Haftgrund etwa 65 bis 75 Masse-% beziehungsweise etwa 2 bis 3, wobei das fuer tiefere Schneetemperaturen anwendbare Skiwachs den hoeheren Gehalt an Harz enthaelt als das fuer hoehere Schneetemperaturen anwendbare Skiwachs.

Description

Die vorgeschlagenen Skiwachse haben bei aller Unterschiedlichkeit eines gemeinsam, sie berücksichtigen nicht oder nur ungenügend die unterschiedliche Schneebeschaffenheit, die sich aus den jeweils herrschenden Schneetemperaturen und der „Schneegeschichte" ergibt.
Seit einigen Jahren sind Material und Konstruktion der Skier entscheidend verändert worden. Parallel dazu haben sich die Technik des Wachsauftragens und vor allem des Langlaufs selbst so grundlegend gewandelt, daß für diese Bedingungen neu entwickelte Wachskompositionen notwendig wurden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Palette von Langlauf- und Tourenskiwachsen bereitzustellen, die den unterschiedlichen Schneebedingungen, den neuesten Skikonstruktionen, den veränderten Spannungsverhalten der Ski und den verwendeten Kunststoff laufsohlen optimaf angepaßt ist. Die Wachsmischungen sollen dem Entwicklungsstand der Lauf- und Auftragstechnik entsprechen.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Langlauf- und Tourenskiwachse auf wissenschaftlicher Grundlage bereitzustellen, wobei die Mischungen systematisch aufgebaut und aus einem Minimum von Bestandteilen bestehen sollen.
Das Langlauf- und Tourenskiwachs besteht erfindungsgemäß aus einem Paraffin, einem Harz, einem Weichmacher, einem Viskositätsstabilisator, einem Wachs und einem löslichen organischen Farbstoff. Je nach Anwendungsbereich der Skiwachse enthalten die einzelnen Skiwachse unterschiedliche Anteile der genannten Bestandteile. Hartwachse, die bei feinkörnigem Schnee angewendet werden, enthalten zusammen etwa 35 bis 40 Ma.-% Harz und Weichmacher. Das Verhältnis von Harz zu Weichmacher liegt zwischen etwa 9 und etwa 0,5. Daneben enthalten die Hartwachse noch etwa 50Ma.-% Paraffin, etwa 5-10Ma.-% Viskositätsstabilisator und bis zu 5 Ma.-% Wachs. Küster wird bei grobkörnigem Schnee eingesetzt. Bei ihm beträgt die Summe der Anteile von Harz und Weichmacher etwa 70 bis 90 Ma.-% und das Verhältnis von Harz zu Weichmacher etwa 1 bis Daneben enthalten Küster noch bis zu 20Ma.-% Paraffin, bis zu 10Ma.-% Viskositätsstabilisator und bis zu 2Ma.-% Wachs.
Haftgrund enthält 65-75 Ma.-% Harz und Weichmacher in einem Verhältnis von etwa 2 bis3,10 bis 15 Ma.-% Paraffin, bis etwa 5Ma.-% Wachs und etwa 5 bis 10Ma.-% Viskositätsstabilisator.
Skare werden bei grobkörnigem abtragendem Schnee auf die Laufsohle aufgetragen und enthalten zusammen über90Ma.-% Harz und Weichmacher, wobei das Verhältnis von Harz zu Weichmacher zwischen etwa 1 und etwa 2 liegt. Daneben sind noch bis zu 10Ma.-% Viskositätsstabilisator enthalten.
Die erfindungsgemäßen Wachsmischungen sind so komponiert, daß das jeweils für tiefere Schneetemperaturen anwendbare Skiwachs den höheren Gehalt an Harz als das für höhere Schneetemperaturen anwendbare Skiwachs enthält.
Zur Kennzeichnung der einzelnen Skiwachssorten und damit zur Kennzeichnung des Anwendungsbereiches der Skiwachse werden diese farbig markiert. Der Gehalt an organischen, löslichen Farbstoffen liegt unter 0,01 Ma.-%.
Als Harz wird vorzugsweise Kolophonium oder ein anderes natürliches Baumharz, als Weichmacher vorzugsweise ein Paraffinöl oder ein anderes mineralisches Öl, als Viskositätsstabilisator vorzugsweise Polyisobutylen und als Wachs vorzugsweise
Polyäthylenwachs verwendet.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Beispielen näher erläutert werden:
Wachsbezeich Anwendungs Paraffin HarzWeichm. Viskosi- Wachs
nung bereich in Ma.-% tätssta-
bilisat.
Hartwachs, feinkörn.
grün Schnee
-4 bis-80C
Küster, grob.-bis
silber feinkörn.
Schnee
um 00C
Haftgrund, feink.,ab-
orange trag. Schnee
ab-8°C
Skare, blau grobk.,ab-
trag. Schnee
-3bis-7°C
55 25 10
51 35
12 50 20
60 32

Claims (7)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Skiwachs, bestehend aus einem Paraffin, einem Harz, einem Weichmacher, einem Viskositätsstabilisator, einem Wachs und einem löslichen organischen Farbstoff, das entsprechend der jeweiligen Zusammensetzung als Hartwachs, Küster, Skare oder Haftgrund verwendet werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Anteile von Harz und Weichmacher etwa 35 bis über 90 Ma,-% beträgt, das Verhältnis zwischen den Anteilen an Harz und Weichmacher im Bereich zwischen etwa 9 und etwa 0,5 liegt und das Skiwachs zusätzlich noch etwa 0 bis 50Ma.-% Paraffin, 0 bis 5Ma.-% Wachs und 5 bis 10Ma.-% Viskositätsstabilisator enthält.
  2. 2. Skiwachs nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Hartwachs die Summe der Anteile von Harz und Weichmacher etwa 35 bis 40 Ma.-% beträgt und das Verhältnis von Harz zu Weichmacherzwischen etwa 9 und etwa 0,5 liegt, wobei das für tiefere Schneetemperaturen anwendbare Skiwachs den höheren Gehalt an Harz erhält als das für höhere Schneetemperaturen anwendbare Skiwachs und daneben noch etwa 50Ma.-% Paraffin, etwa 5 bis 10Ma.-% Viskositätsstabilisator und bis zu 5Ma.-% Wachs enthalten sind.
  3. 3. Skiwachs nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Küster die Summe der Anteile von Harz und Weichmacher etwa 70 bis 90 Ma.-% beträgt und das Verhältnis von Harz zu Weichmacher etwa 1 bis 2 ist und daneben noch biszu20Ma.-% Paraffin, bis zu 10Ma.-% Viskositätsstabilisator und bis zu 2 Ma.-% Wachs enthalten sind.
  4. 4. Skiwachs nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Skare die Summe der Anteile von Harz und Weichmacher über 90 Ma.-% beträgt und das Verhältnis von Harz zu Weichmacher zwischen etwa 1 und etwa 2 liegt, wobei das für tiefere Schneetemperaturen anwendbare Skarewachs den höheren Gehalt an Harz erhält als das für höhere Schneetemperaturen anwendbare Skarewachs und daneben noch bis zu 10Ma.-% Viskositätsstabilisator enthalten sind.
  5. 5. Skiwachs nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Haftgrund die Summe der Anteile von Harz und Weichmacher etwa 65-75 Ma.-% beträgt und das Verhältnis von Harz zu Weichmacher zwischen etwa 2 bis 3 liegt und daneben noch etwa 10 bis 15Ma.-% Paraffin, bis etwa 5Ma.-% Wachs und etwa 5 bis 10Ma.-% Viskositätsstabilisator enthalten sind.
  6. 6. Skiwachs nach Punkt 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an organischen, löslichen Farbstoffen unter 0,01 Ma.-% liegt.
  7. 7. Skiwachs nach Punkt 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Harz vorzugsweise Kolophonium oder ein anderes natürliches Baumharz, als Weichmacher vorzugsweise ein Paraffinöl oder ein anderes mineralisches Öl, als Viskositätsstabilisator vorzugsweise Polyisobutylen und als Wachs vorzugsweise Polyäthylenwachs verwendet werden.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung beinhaltet ein Skiwachs, das als Langlauf- und Tourenwachs für den Leistungs- und Massensport anwendbar ist.
    Charakteristik der bekannten Lösungen
    Das richtige Wachsen der Skilaufflächen ermöglicht es, ohne mechanische Steighilfen Ski zu laufen. Das Wachsen der Ski ist sowohl für den Massen- als auch für den Leistungssport von großer Bedeutung. Im Wettkampf entscheidet es nicht selten über Sieg und Niederlage. Die Wachsmischung muß unter anderem der Schneetemperatur und -beschaffenheit, den topographischen Besonderheiten, dem Fahrergewicht und der durchschnittlichen Skigeschwindigkeit angepaßt sein und einwandfrei auf die Skisohle appliziert werden können.
    Das Langlaufwachs hat die Aufgabe, bei möglichst geringer Gleitreibung eine hohe Haftreibung zwischen Ski und Schnee zu erzielen. Die geringe Gleitreibung ermöglicht eine gute Fahrt. Die hohe Haftreibung soll den Abdruck verbessern.
    Langlaufwachse stellen deshalb immer eine Kompromißlösung dar. In Abhängigkeit von der jeweiligen Schneetemperatur, des Schneealters und der „Schneegeschichte" ist die Schneebeschaffenheit sehr unterschiedlich. Diesen Bedingungen müssen die Langlaufwachse, durch unterschiedliche Rezepturen, in ihren Eigenschaften angepaßt sein.
    Langlaufwachse werden grob in Haftgrund, Hartwachse, Küster und Skare eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen werden die Wachse durch Farbgebung unterschieden und dadurch ihre jeweiligen Einsatzbedingungen kenntlich gemacht.
    Hartwachse werden bei feinkörnigem Schnee, Küster bei grobkörnigem Schnee, Haftgrund bei abtragendem, feinkörnigem Schnee und Skare bei abtragendem, grobkörnigem Schnee eingesetzt. Langlaufwachse müssen bei allen Schneebedingungen sowohl gute Gleit- als auch Steigeigenschaften besitzen. Da der Lang- oder Tourenläufer oft länger unterwegs ist und sich dabei möglicherweise die Schneeverhältnisse ändern, zeichnet sich ein gutes Langlaufwachs dadurch aus, daß es sich Schneeänderungen bei wechselnden Gelände- und Temperaturverhältnissen weitgehend anpaßt, eine optimale Geschwindigkeit bei gutem Abdruck erreicht wird und möglichst lange auf dem Ski haften bleibt.
    Schon frühzeitig begann man, die Skilaufsohle zu präparieren, um bessere Laufeigenschaften zu erzielen. 1905 wurde das DRP 168353 angemeldet. Weitere folgten, die im wesentlichen aber auf empirischem Wissen basierende Wachskompositionen zum Inhalt hatten.
    Vor knapp vierzig Jahren gab es einen bedeutenden Entwicklungssprung mit der Substitution einiger tierischer und pflanzlicher durch synthetische Rohstoffe für dia Skiwachsfabrikation.
    KÖFLER (OE-PS 175957) setzte einer Paraffin-Wachs-Mischung bis zu 25% Polyäthylen zu und erreichte dadurch eine erhöhte Haftfestigkeit und gute Abriebbeständigkeit bei hoher Gleitfähigkeit. FISCHER (DT-PS 909018) fügte Polyvinylether hinzu, um sowohl eine verbesserte Steig- als auch Gleitfähigkeit zu erreichen.
    MARTINAK (OE-PS 174139) rührte in die geschmolzene Wachsmischung während des Erkaltens Luft ein. Das poröse, schaumartige Wachs sollte ebenfalls die Steig- und Gleiteigenschaften verbessern.
    KUNTRA(DT-AS 1048375) entwickelte eine „Wachsmischung" auf der Grundlage von Nitrocellulose, Harz und Lösungsmittel, während ROSENKRANZ (DD-WP 35028) kautschukmodifizierte Ketonharze, Paraffine und Plastikatoren sowie Fette und Lösungsmittel mischte. SCHISCHLIK (OE-PS 300993) verwendet zum Wachsen von Skilaufsohlen eine mindestens 3%ige Siiikonöllösung in organischen Lösungsmitteln.
    EDMARK (DT-OS 2456629) mischte eine Polystrollösung mit natürlichen oder synthetischen Ölen. Sein „Wachs" ist auch in Aerosolform einsetzbar.
    SEMENTOWA u.a. (SU-PS 536215) verwendeten eine Mischung von Ceresin, Polyäthylenwachs, Paraffin, Chlorparaffin und gegebenenfalls Zinkstearat.
    SAMPSON (US-PS 4126 481) beschreibt eine Mischung aus einer wasserunlöslichen Wachsmatrix mit 3 bis 45Gew.-% eines thermoplastischen wasserlöslichen Polymers.
DD25219683A 1983-06-21 1983-06-21 Skiwachs DD231219A3 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2019145282A1 (de) * 2018-01-23 2019-08-01 Buetzer Marcel Gleitmittel für wintersportgeräte auf basis indigoider moleküle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2019145282A1 (de) * 2018-01-23 2019-08-01 Buetzer Marcel Gleitmittel für wintersportgeräte auf basis indigoider moleküle
CH714773B1 (de) * 2018-01-23 2019-09-13 Peter Buetzer Gleitmittel für Wintersportgeräte enthaltend mindestens ein indigoides Molekül.

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