DD231484A1 - Verfahren zum schweissen textiler flaechengebilde - Google Patents
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Abstract
Im Verpackungswesen oder an technischen Textilien, wo oft nur eine geringe Nahtfestigkeit, aber eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit gefordert wird, findet diese erfindungsgemaesse Loesung Anwendung. Textile Gewebe und Gewirke, die aus mehreren Materialkomponenten bestehen, deren ueberwiegender Anteil nicht schweissbar bzw. im Hochfrequenzfeld nicht erwaehnbar ist, sind mitels einer Schweissnaht zu verbinden. Die Aufgabe, gewirkte oder gewebte Flaechengebilde, die aus mehreren Materialkomponenten bestehen, von denen mindestens eine schweissbar ist, durch Schweissen im Nahtbereich zu fuegen, ohne dass ein zusaetzliches Schweisshilfsmittel erforderlich ist, wird erfindungsgemaess dadurch geloest, dass das textile Flaechengebilde im vorgesehenen Nahtbereich so gewebt oder gewirkt ist, dass der thermoplastische Anteil an der Verbindungsstelle vorhanden ist, welche dann beim Verschweissen mit der weiteren Materialkomponente uebereinander zum Liegen kommt. Im Nahtbereich der Verbindungsstelle sind die nicht schweissbaren Materialkomponenten nicht durchgewebt bzw. gewirkt.
Description
Verfahren zum Schweißen textiler Flächengebilde
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schweißen textiler Flächengebilde, wie sie beispielsweise im Verpackungswesen oder an technischen Textilien Anwendung finden- wo -oft nur eine geringe Nahtfestigkeit, aber eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit gefordert wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Es ist bekannt, daß durch Schweißen texfiler Gewirke und Gewebe, die aus mehreren Materialkomponenten bestehen, von denen mindestens eine nicht schweißbar ist durch den Einsatz entsprechender Schweißhilfsmittel eine Nahtverbindung möglich ist. Weiterhin ist bekannt, daß textile Flächengebilde, bei denen alle Materialkomponenten oder der ausschlaggebende Teil einer Komponente schweißbar ist, ohne
Schweißhilfsmittel miteinander verschweißt werden können. Andere nicht schweißbare Materialien können nur mit einem entsprechenden Schweißhilfsmittel. wie z.B. Folien aus PVC oder PVAC, miteinander verbunden werden. Außerdem ist bekannt, daß beim HF-Schweißen ohne Schweißhilfsmittel textiler Flächengebilde, die aus zwei Komponenten bestehen (DD-PS 197 508 und DB-OS 2 800 606). eine Komponente A im Hochfrequenzfeld erwarmungsfähig und die andere Komponente B thermoplastisch sein muß. Die vorgenannten Lösungen haben den Nachteil, daß gewirkte oder textile Fläehengebilde. deren Hauptkomponente aus einem nicht schweißbaren oder einem im Hochfrequenzfeld nicht erwärmungsfähigen Material besteht, nicht schweißbar oder nur unter Einsatz eines Schweißhilfsmittels, wie z.B. PVC oder PVAC. verbunden werden können.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, textile Gewebe oder Gewirke, die aus mehreren Materialkomponenten bestehen, deren überwiegender Anteil nicht schweißbar bzw. im·Hochfrequenzfeld nicht erwärmbar ist- mittels einer Schweißnaht zu verbinden.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, welches es ermöglicht, gewirkte oder gewebte Fläehengebilde- die aus mehreren Materialkomponenten bestehen, von denen mindestens eine schweißbar ist, durch Schweißen im Nahtbereich zu fügen, ohne daß ein zusätzliches Schweißhilfsmittel erforderlich ist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das textile Fläehengebilde im vorgesehenen Nahtbereich so gewirkt oder gewebt ist, daß der thermoplastische Anteil
an der Verbindungsstelle vorhanden ist. welche dann beim Verschweißen mit der weiteren Materialkomponente übereinander zum Liegen kommt.
Bereits bei der Herstellung der Gewirke oder Gewebe, die aus mehreren Materialkomponenten bestehen, ist die schweißbare Materialkomponente im Nahtbereich allein enthalten, d.h.. die nicht schweißbaren Materialkomponenten sind im Bereich der Schweißnaht nicht durchgewebt bzw. gewirkt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Im Verpackungswesen sind textile Überzüge zum Schutz gegen Beschädigung üblich. Diese werden u.a. als endloser Schlauch aus einem Gewirke- das z.B. aus zwei Materialkomponenten besteht, hergestellt.
Die Komponente A enthält beispielsweise 70 % Baumwolle und die Materialkomponente B 30 % Polyamid. Während der Endlosherstellung des textlien Schlauches wird im Nahtbereich die Materialkomponente A- also der Baumwollanteil weggelassen, so daß an dieser Stelle nur die Materialkomponente B. also das reine Polyamid, enthalten ist. Mit Hilfe einer Wärmeimpulsschweißmaschine vom Typ WIS ist es möglich, den textlien Schlauch im vorgesehenen Nahtbereich zu verschweißen. Gute Ergebnisse wurden bei folgender Einstellung erreicht: Heizzeit: 2 Sekunden
Füge- bzw. Kühlzeit: 2,4 bis 3 Sekunden Fügedruck: 52 kp cm
Schweißnahtlänge: 100 mm
Die zu erzielende Festigkeit der Schweißnaht entspricht maximal der des Anteiles des Polyamidgewirkes - ist also anders als die des Gewirkes. bestehend aus den Material— komponenten A und B. Der endlose textile Schlauch kann nach oder während des Schweißvorganges durch einen ent-
sprechenden Schnitt in seine Einzelstücke getrennt werden, Der Vorteil dieses Verfahrens ist, daß an für sich nicht schweißbare textile Plächengebilde miteinander ohne zusätzliche Schweißhilfsmittel durch Schweißen verbunden werden können. Für viele Zwecke, besonders im Verpackungswesen, sind die zu erreichenden Nahtwertfestigkeiten ausreichend.
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVerfahren zum Schweißen textiler Flächengebilde ohne Anwendung weiterer Schweißhilfsmittel- in dem die textlien Flächengebilde aus mindestens zwei Materialkomponenten bestehen- von denen mindestens eine Materialkomponente verschweißbar ist- g kennzeichnet dadurch . daß das textile Flächengebilde im Nahtbereich so gewirkt oder gewebt ist. daß der thermoplastische Anteil an der Verbindungsstelle vorhanden ist, welche dann beim Verschweißen mit der weiteren Materialkomponente übereinander zum Liegen kommt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD27131584A DD231484A1 (de) | 1984-12-20 | 1984-12-20 | Verfahren zum schweissen textiler flaechengebilde |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD27131584A DD231484A1 (de) | 1984-12-20 | 1984-12-20 | Verfahren zum schweissen textiler flaechengebilde |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD231484A1 true DD231484A1 (de) | 1986-01-02 |
Family
ID=5563735
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD27131584A DD231484A1 (de) | 1984-12-20 | 1984-12-20 | Verfahren zum schweissen textiler flaechengebilde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD231484A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0308167A1 (de) * | 1987-09-14 | 1989-03-22 | Fabrex Limited | Verbindung von Stoffen |
| DE19719282A1 (de) * | 1997-05-07 | 1998-11-12 | Thomas Hinderer | Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zweier Materialbahnen |
-
1984
- 1984-12-20 DD DD27131584A patent/DD231484A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0308167A1 (de) * | 1987-09-14 | 1989-03-22 | Fabrex Limited | Verbindung von Stoffen |
| DE19719282A1 (de) * | 1997-05-07 | 1998-11-12 | Thomas Hinderer | Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zweier Materialbahnen |
| DE19719282C2 (de) * | 1997-05-07 | 1999-04-08 | Thomas Hinderer | Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zweier Materialbahnen |
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