DD231566A1 - Verfahren zur herstellung von 1.5-diacetylhexahydro-1.3.5-triazin-2.4-dion - Google Patents

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DD231566A1
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dadht
triazine
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acetic anhydride
removal
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DD27093784A
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Inventor
Hermann G Hauthal
Original Assignee
Leuna Werke Veb
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Abstract

Diese Verbindung ist in Gegenwart von Peroxoverbindungen ein bleichendes und antimikrobiell wirksames Mittel fuer Wasch-, Bleich-, Desinfektions- und Reinigungsprozesse. Ziel der Erfindung ist es, ein chemisches Verfahren zu entwickeln, dass eine Herstellung von DADHT im industriellen Massstab und mit vertretbarem oekonomischem Aufwand ermoeglicht. Diese Aufgabe wurde erfindungsgemaess dadurch geloest, dass 2,4-Dioxohexahydro-1,3,5-triazin mit Acetanhydrid in Gegenwart von Schwefelsaeure acetyliert wird und nach Abtrennung des gebildeten DADHT die Mutterlauge nach Entfernen der Verunreinigungen durch Zugabe von Erdalkaliverbindungen und nachfolgender destillativer Abtrennung der Essigsaeure in die Reaktion zurueckgefuehrt wird.

Description

L I U ** ^ «
VEB Leuna-Werke Mergeburg,
"V/alter Ulbricht"
LP S4 158
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von 1.5-Diacet-ylhexahydro-1.3.5-triazin-2.4-dion
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Synthese von 1.5-Diacetylhexahydro-1.3.5-triazin-2.4-dio.n (DADHT)
Diese Verbindung ist ein bleichendes und antimikrobiell wirksames Mittel für Wasch-, Bleich-, Desinfektions- und Reinigungsprozesse, die insbesondere bei mittleren Temperaturen durchgeführt werden (BP-PS-77 321).
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ea ist bekannt, DADHT aus 2.4-Dioxohexahydro-1.3.5-triazin (DHT) durch Acetylierung mit Acetanhydrid herzustellen (Soll. Czech. Chem. Commun. 27, 1562 (1962)).
Die Synthese erfolgt durch 5 stündiges Kochen von DHT mit einem 16-fachen Überschuß an Acetanhydrid. Danach -wird das ge-
-Z-
L § U
samte Acetanhydrid durch Destillation im Vakuum entfernt und der Destillationsrückstand aus einem Gemisch von Benzen/Ethylscetat umkristallisiert. Die Ausbeute beträgt 63 % d. Theorie. Diese Herstellungsweise ist für eine technische Herstellung von DADHT nicht geeignet. Der in der bekannten Maßnahme erforderliche große Überschuß an Acetanhydrid bedingt einen sehr hohen Energiebedarf für das Verfahren, der aus der Notwendigkeit einer destillativen Rückgewinnung von Acetanhydrid unter Vakuum resultiert. Weiterhin erfordert die Reaktionszeit von 5 Stunden einen- hohen apparativen Aufwand, und die angegebenen Ausbeuten von 63 % d, Theorie sind für technische Prozesse nicht akzeptabel.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von DADHT zu entwickeln, das in kurzen Reaktionszeiten unter Verwendung eines nur geringen überschußes an Acetanhydrid die Herstellung von DADHT im industriellen Maßstab mit vertretbaren ökonomischen Aufwand ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das DADHT durch Acetylierung von DHT herstellt, ohne daß ein großer Überschuß des Acetylierungsmittels eingesetzt werden muß und dabei eine Ausbeute von mind. 80 % Theorie in Reaktionszeiten unter 5 Stunden erreicht und wobei das Acetylierungsmittel möglichst vollständig ausgenutzt wird.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herstellung von DADHT durch Acetylierung von DHT mit Acetanhydrid erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß nach Abtrennung des durch Acetylierung in Gegenwart von Schwefelsäure gebildeten DADHT die Mutterlauge nach Entfernen der Verunreinigungen durch Zugabe von Erd-
alkaliverbindungen und nachfolgender destillativer Abtrennung von Essigsäure in die Reaktion zurückgeführt wird.
Zweckmäßig erfolgt die Acetylierung in einem Überschuß von 2,2 bis 6 Mol Acetanhydrid pro Mol DHT. Dabei wird nur ein Teil des DHT gelöst, die Reaktion verläuft in Gegenwart einer festen Phase.
Als Katalysator werden 0,05 bis 0,1 Mol Schwefelsäure pro Mol DHT benötigt. Die Reaktion verläuft unter positiver Wärmetönung und wird noch max. 3 Stunden bei 353 K bis 393 0K gehalten. Nach Abkühlung auf 298 0K wird das Reaktionsprodukt DADHT durch Filtration gewonnen. Die Filtrationsmutterlauge wird durch Zugabe von Erdalkaliverbindungen, vorzugsweise Calciumoxid und Abtrennung des Niederschlages von unerwünschten Nebenprodukten befreit. Aus der so gereinigten Muterlauge wird durch Destillation Essigsäure abgetrennt und einer gesonderten Verwendung zugeführt. Die von Essigsäure befreite Muteriauge wird in den nächsten Reaktionsansatz zurückgeführt. Es hat sich als günstig erwiesen, den Filterkuchen mit Acetanhydrid zu waschen. Die Waschfiltrate werden ohne weitere Behandlung in den nächsten Reaktionsansatz zurückgeführt. Der Filterkuchen wird in einem Vakuumtrockenschrank getrocknet. Dieses Produkt ist ohne weitere Reinigungsoperationen als Zusatz für Wasch-, Bleich-, Desinfektions- und Reinigungsprozesse einsetzbar. Die Ausbeuten betragen min. 35 % der Theorie. Durch die Rückführung der Muiferlauge in den Produktionsprozess wird die Materialökonomie des Verfahrens wesentlich verbessert.
Sollte aus besonderen anwendungstechnischen Gründen die Mutterlauge nicht zurückgeführt werden, so kann sie durch Destillation vollständig auf Acetanhydrid aufgearbeitet werden. Bei der Durchführung der Acet/lierungsreaktion in Gegenwart von festem DHT treten die bei den üblichen Verfahren zur Kristallisation bekannten Nachteile, wie das Auftreten von Verkrustungen an den Wärmeübertragungsfläche.n and Behälterwänden, nicht auf.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1 .
In einen_SuIfierkolben werden 200 g DHT eingefüllt und 555 ml Acetanhydrid zugegeben. Dann wird kräftig gerührt. Ist eine einheitliche-Aufschlämmung entstanden, werden 7 ml konz. Schwefelsäure zugegeben. Die Temperatur steigt innerhalb von 20 Minuten auf 343 bis 353 K. Durch zusätzliche Heizung wird die Temperatur auf 373 K gesteigert und solange gehalten, daß eine Gesamtreaktionszeit von 2 Stunden resultiert. Danach γ/ird auf Raumtemperatur abgekühlt und durch eine G4-i1ilterfritte filtriert. Die Mutterlauge (390 g) wird separat abgetrennt und der Filterkuchen nochmals mit Acetanhydrid gewaschen, wobei die Gesamtmenge der Waschflüssigkeit 500 ml beträgt. Die Waschfiltrate werden für einen weiteren Acetylierungsansatz bereitgestellt. Das feuchte DADHT wird im Vakuumtrockenschrank bei 393 K und bei 100 Torr 5 Stunden lang getrocknet.
Ausbeute: 297 g = 86 % d. Theorie
Zur Mutterlauge werden unter Kühlung und Rühren 8 g Calciumoxid gegeben und der entstehende Niederschlag abfiltriert (79 g). Von der sogerelnigten Mutterlauge werden /106 g Essigsäure abdestilliert,
Destillationsbedingungen: Trennleistung der Kolonne 3=15 t'heor. Böden Druck: 10 Torr Rücklaufverhältnis: 10 : 1
lach Abtrennung der Essigsäure verbleiben 205 g Mutterlauge, die für einen 7/eiteren Acetylierungsansatz bereitgestellt werden.
Beispiel 2
Es wird in Analogie zum Beispiel 1 ein Reaktionsansätζ durchgeführt und aufgearbeitet. Zur Mutterlauge werden unter Rühren 20 g Magnesiumacetat zugegeben und der entstehende Niederschlag abfiltriert (70 g). Nach der destillativen Abtrennung von 113 g Essigsäure verbleiben 220 g Mutterlauge, die für einen weiteren Acetylierungsansatz bereitgestellt werden.
Beispiel 3
Ss wird in Analogie zum Beispiel 1 ein Reaktionsansatz durchgeführt und aufgearbeitet. Dabei werden anstelle frischen Acetanhydrids die Mutterlauge aus Beispiel 1 ergänzt durch die entsprechende Menge Waschfiltrat eingesetzt, Nach Aufarbeitung werden die anfallende Mutterlauge und die Waschfiltrate erneut in die Synthese eingesetzt. Die unter Rückführung der Mutterlauge gewonnenen Produkte werden kolorimetrisch und anwendungstechnisch durch Bestimmung der Aktivatorwirkung untersucht. Die nach TOmaliger Rückführung der Mutterlauge erhaltenen Produkte entsprechen in den genannten Qualitätsparametern dem Produkt aus Beispiel 1. .

Claims (2)

  1. / ί U 3
    Erfindüngsanspruch
    1. Verfahren, zur Herstellung von 1.5-Diacetylhexahydro-1.3.5-triazin-2,4-dion (DADHT) durch Acetylierung von 2.4-DiOXohexahydro-1.3.5-triazin (DHT) mit Acetanhydrid, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abtrennung des durch Acetylierung in Gegenwart von Schwefelsäure gebildeten DADHT die Mutterlauge nach Entfernen der Verunreinigungen durch Zugabe von Erdalkaliverbindungen und nachfolgender destillativer Abtrennung von Essigsäure in die Reaktion zurückgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Erdalkaliverbindungen Oxide, Carbonate und/oder Acetate des Magnesiums oder Calciums oder das Calciumhydroxid verwendet wird.
DD27093784A 1984-12-17 1984-12-17 Verfahren zur herstellung von 1.5-diacetylhexahydro-1.3.5-triazin-2.4-dion DD231566A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0413357A3 (en) * 1989-08-17 1992-01-08 Leuna-Werke Ag Process for the preparation of 1,5-diacetyl-2,4-dioxohexa-hydro-1,3,5-triazine

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EP0413357A3 (en) * 1989-08-17 1992-01-08 Leuna-Werke Ag Process for the preparation of 1,5-diacetyl-2,4-dioxohexa-hydro-1,3,5-triazine

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