DD232297A1 - Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern Download PDF

Info

Publication number
DD232297A1
DD232297A1 DD26524184A DD26524184A DD232297A1 DD 232297 A1 DD232297 A1 DD 232297A1 DD 26524184 A DD26524184 A DD 26524184A DD 26524184 A DD26524184 A DD 26524184A DD 232297 A1 DD232297 A1 DD 232297A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
molecular weight
low molecular
solvent
self
pressure
Prior art date
Application number
DD26524184A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenther Kraeling
Elisabeth Anton
Volker Griehl
Otto Urban
Original Assignee
Chemisch Tech Erzeugnisse Leip
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemisch Tech Erzeugnisse Leip filed Critical Chemisch Tech Erzeugnisse Leip
Priority to DD26524184A priority Critical patent/DD232297A1/de
Publication of DD232297A1 publication Critical patent/DD232297A1/de

Links

Landscapes

  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebaendern auf der Basis von loesungsmittelhaltigen Haftklebstoffen. Erfindungsgemaess wird ein mit einer Antiadhaesivschicht praeparierter Traeger mit einem loesungsmittelhaltigen Haftklebstoff aus niedermolekularem hydroxylterminiertem Poly(alpha-methylstyren), niedermolekularem fluessigem hydroxylterminiertem Poly(alpha-methylstyren), niedermolekularem fluessigem hydroxylterminiertem Polybutadien, Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, Glycerinester von Kolophonium und Toluen ohne Verwendung eines Haftvermittlers beschichtet. Die Klebebaender besitzen eine hohe Klebrigkeit bzw. Schaelfestigkeit und eine gute Alterungsbestaendigkeit.

Description

der Erfindung Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung "betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern unter Verwendung von lösungsmittelhaltigen Haftklebstoffen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Selbstklebebänder bestehen im allgemeinen aus einem flexiblen Träger, auf dem ein Siebstoffüberzug aufgebracht ist, wobei·bei konventionellen Systemen der Auftrag des Klebstoffes auf den !rager als Lösung in einem organischen Lösungsmittel erfolgt.
Klebstoffe, die sich für Selbstklebebänder eignen, müssen ein ausgewogenes Verhältnis von Adhäsion, Kohäsion, Streckbarkeit und Elastizität besitzen. Sie müssen bei Hormaltemperatur auf den verschiedensten Substraten gut und schnell kleben, frei von Kaltfließen sein, Abscherbeanspruchungen widerstehen und diese Eigenschaften während längerer Lagerungsaeiten beibehalten.
Bekannte Haftklebstoffe für Selbstklebebänder basieren in der Hegel auf Lösungen von hochmolekularen, filmbildenden elastomeren Polymeren (Hatur- oder Synthesekautschuk) in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel. Hochmolekulare Polymere liefern jedoch so hochviskose Lösungen, daS sie schwie-
rig zu handhaben sind oder in niedriger Konzentration angewendet werden müssen, wobei auch die Scherfestigkeit bei niedriger Schergeschwindigkeit mit steigendem Molekulargewicht des Polymeren zunimmt.
Biese Polymere können zur Terbesserung der Adhäsion an verschiedene Oberflächenmaterialien, zur Erhöhung der Scher- und Kriechfestigkeit, insbesondere bei erhöhten Temperaturen, mit anderen unpolaren Polymeren oder mit Klebrigmachern compoundiert werden.
lach der US-PS 3 753 936 wird eine Klebstoffmischung aus einem
a) verzweigten kautschukartigem Blockeopolymeren der allgemeinen Formel (A - B) Γ
(A = konjugiertes Dien, B = Monovinylaromat)
b) Metalloxid oder -hydroxid und
c) Hebrigmaeher (Kolophonium-, Polyterpen—, -Phenol— oder Gumaron—Inden-Harz)
in 40 bis 90 Grew.-$ Lösungsmittel erhalten.
Die US-PS 3 73.7 531 beschreibt Haftklebstoffe, die durch Kombination eines klebrigmachenden Harzes (Kohlenwasserstoffharz mit einer Molmasse kleiner 2000, z.B. Copolymere von Kohlenteer, Petroleum oder Terpen, Kondensationsprodukte von aromatischen Kohlenwasserstoffen mit Formaldehyd) mit einem Blocke opolymeren aus mindestens einem elastischen und einem nichtelastischen Block, wobei die Molmasse größer 500 000 ist, hergestellt werden.
Solche konventionellen Haftklebstoffe sind jedoch nicht universell einsetzbar, da sie schlechte chemische Beständigkeit, z.B. gegenüber ölen, Kohlenwasserstoffen, oxidierenden Säuren, erhöhten Temperaturen, Sonnenlicht und Autoxidation, haben.
Ss ist auch bekannt, daß niedrigviskose Klebstofflösungen erhalten werden können, wenn niedermolekulare kautschukartige Polymere verwendet werden. Ss wurde jedoch festgestellt, daß diese Polymeren als Haftkleber für Klebebänder nicht geeignet
sind, da sie beim Abschälen von einer Oberfläche ihre Eohäsion verlieren. Haftkleber, die ihre Kohäsion verlieren, hinterlassen grmrrni. artige, klebrige Heste auf dem Substrat und sind für die meisten ,anwendungen völlig ungeeignet. Nach der IE-PS 28 03 944 weisen Mischungen aus einem !Elastomer (Hatur- oder Synthesekautschuk), einem ganz spezifischem niedermolekularem Polyisopren (cis-G-ehalt größer 75 $, Molnasse 8000 bis 77 000, JL/Kt^ = 1 "bis 2,7) und einem Polyterpenharz eine hohe Zlebrigkeit in der Saite und hohe Fließbeständigkeit in der Wärme auf. Bekannte Systeme mit anderen niedermolekularen Polyisoprenen als Weichmacher fließen in der Wärme und dringen in Unterlagen ein. Filme und Folien auf der Basis dieser bekannten Systeme besitzen in der Hegel eine hohe Selbstklebrigkeit, so daß sie sehr schwierig zu handhaben sind. KLebebandrollen zeigen oft aufgrund der geringen Plastizität der Siebstoffe bei der Alterung eine Deformierung längs des Umfanges der Holle. Biese Hebstoffbeschichtungen haben in der Hegel auch ein geringes Haftvermögen auf dem Trägermaterial, auf das sie aufgebracht sind. Die Träger müssen deshalb zuerst mit einem Haftvermittler, z.B. einem SiIan,, beschichtet werden, bevor der Klebstoff aufgebracht wird.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Selbstklebebänder auf der Basis von lösungsmittelhaltigen Haftklebstoffen herzustellen, die keine Haftvermittlerschicht erfordern und eine verbesserte ELebrigkeit bzw. Schälfestigkeit sowie eine verbesserte Alterungsbeständigkeit besitzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Ber Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern zu entwickeln, wobei ein solcher lösungsmittelhaltiger Haftklebstoff verwendet werden soll, mit dem die obigen Anforderungen erfüllt werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch, gelöst, daß auf· ein Trägermaterial, das einseitig mit einer Antiadhäsivsehieht, insbesondere einem Polysiloxan, präpariert ist, auf der nichtpräparierten Seite der Haftklebstoff, der aus
a) 5 "bis 15 Gew«-$ eines niedermolekularen hydroxylterminierten Poly(alpha-methylstyrens), das eine mittlere Molmasse In von 500 bis 800 aufweist und T,5 bis 2 Hydroxyl endgrupp en pro Molekül enthält
b) 1 bis 5 Gew.-$ eines niedermolekularen flüssigen hy-
drosylterminierten Polybutadiens mit einer mittleren Molmasse fm von 1000 bis 5000, einer MikroStruktur von 10 bis,90 ja 1,2- bzw. 90 bis 10 $ 1,4-Butadieneinheiten und einen Hydroxylgehalt von 0,5 bis 3,4 Masse-56
c) 3 bis 5 Gew»-$ eines Sthylen-Yinylaeetat-Copolymeren, das 20 bis 45 G-ew·-^ Yinylaoe tat einheit en enthält
d) 3 bis 6 Gew.-^ des Glycerinesters von Kolophonium und
e) 70 bis 85 G-ew,--7s eines Lösungsmittels, vorzugsweise loluen,
besteht,
aufgetragen wird· ' .
Der gemäß der Erfindung zur Herstellung von Selbstklebebändern eingesetzte Klebstoff ist transparent. Er besitzt ein hohes Haftvermögen zum Trägermaterial, so daß die Terwendung eines Haftvermittlers nicht notwendig ist. Als Trägermaterial werden die für die Herstellung von Selbstklebebändern üblicherweise eingesetzten Materialien verwendet, wie Plastfolien, metallische oder, textile Träger, Papier oder Glas.
Der Haftklebstoff kann durch übliche Beschichtungsverfahrenauf den Träger aufgebracht werden, beispielsweise mittels Walzen oder eines Sakels. Beim Trockenprozeß zur Entfernung der Lösungsmittel ist ein geringerer Energieaufwand zu verzeichnen, da ein niedrigerer Lösungsmittelanteil bei der Herstellung des Haftklebstoffes im Vergleich zu herkömmlichen
Klebstoffen vorhanden ist· Die erfindungsgemäß hergestellten Selbstklebebänder besitzen eine hohe Abschäl- und Scherfestigkeit sowie eine gate Alterungsbeständigkeit.
Ausfülirungsbeispiele Beispiel 1
8 Masseteile des niedermolekularen hydroxylterminierten Poly (alpha-methylstyrens), 2 Masseteile des flüssigen hydroxy1-terminierten Polybutadiens, 4 Masseteile des Ethylen-Vinylacetat-Gopolymeren und 5 Masseteile des Glycerine sters- von Kolophonium, werden in 81 Masseteilen Toluen gelöst, ITach völligem Auflösen der einzelnen Komponenten wird eine Folienbahn mit Hilfe einer Beschichtungseinrichtung mit dem lösungsmittelhaltigen Haftklebstoff beschichtet und zur Trocknung durch einen Trockenkanal geführt, in dem mittels Warmluftzuführung und Absaugung die Lösungsmittel entfernt werden, lach dem Trocknen der Haftklebstoffschicht erfolgt das Schneiden der Materialbahn in Schmalbänder, entweder auf der gleichen Anlage oder auf einer separaten Schneidemaschine. Bie Schälfestigkeit beträgt 9 II / 25 mm Bandbreite. Sie wird nach folgender Methode ermittelt:
Sin Prüfstreifen von 25 nun Breite wird auf eine Stahlprüfplatte (200x50x2ma, X 12 OrIIi 18,8, in Längsrichtung mit Korundschleifpapier 280 oder P 360 seidenartig geschliffen) geklebt und durch zweimaliges tlberrollen eines schaumstoffbelegten 5 kg-Massestücks angedrückt. Über das eine Ende der St aTil prüfplatte muß der Prüf streif en in einer Länge von ca. 25 cm überstehen. Von diesem Ende der Stahlprüf— platte wird der Prüfstreifen etwa 3 om wieder abgezogen, um es in'die untere Binspannklemme einer Festigkeitsprüfmaschine einzuspannen. Der überstehende -Prüfstreifen wird in die obere Sinspannklemme, eingespannt, so daß sich beim Abziehen (Abschälen) ein Winkel von 180° am Prüfstreifen bildet. Während die Pestigkeitsprüf maschine mit einer Ge-
schwindigkeit von 100 mm/min den Prüf streif en von der Stahlprüf platte abschält, werden mindestens 5 Meßwerte abgelesen (nach, jeweils 15 "bis 20 mm Abschälen), von denen der Mittelwert gebildet wird·
Beispiel 2
Die Arbeitsweise von Beispiel t wird wiederholt, wobei 10 Masseteile des niedermolekularen hydroxylterminierten Poly (alpha-methylstyrens), 2 Masseteile des flüssigen hydroxylterminierten Polybutadiene,' 4 Masseteile des Ethylen—Tiny1-acetat-Gopolymeren und 4 Masseteile des Glycerinesters von Kolophonium in 80 Masseteilen Toluen gelöst werden. Die erhaltene Lösung wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, verarbeitet. Die Schälfestigkeit der. beschichteten Bahn beträgt 12 I A25 mm Bandbreite.

Claims (2)

  1. Erfindungaanspruch
    Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern durch Beschichten eines flexiblen Trägers mit einem lösungsmittelhaltigen Haftklebstoff, gekennzeichnet dadurch, daß der auf einer Seite mit einer intiadhäsivschicht, vorzugsweise einem Polysiloxane präparierte Träger auf der nichtpräparierten Seite ohne Verwendung eines Haftvermittlers mit der Lösung eines Haftklebstoffes beschichtet wird, die aus
    a) 5 bis 15 Gew.—# eines niedermolekularen hydrosylterminierten Poly(alpha-methylstyrens), das eine mittlere Molmas.se Sn von 500 bis 800 aufweist und 1,5 bis
  2. 2 Hydroxylendgruppen pro Molekül enthält
    b) ΐ bis 5 Gew.-$ eines niedermolekularen flüssigen hydroxylterminierten Polybutadiens mit einer mittleren Molmasse In von 1000 bis 5000, einer likrostruktur von 10 bis 90 $> 1,2- bzw. 90 bis 10 # 1,4-Butadieneinheiten und einen Hydroxylgehalt von 0,5 bis 3»4 Masse-$
    c) 3 bis 5 Gew.—fa eines Ethylen—Tinylacetat-Gopolymeren, das 20 bis 45 G-ew.-$ Tinylacetateinheiten enthält
    d) 3 bis 6 QeYJ *—fo des GIy c er ine st er s von Kolophonium und .
    J β) 70 bis 85 Gew·-^ eines Lösungsmittels besteht.
DD26524184A 1984-07-13 1984-07-13 Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern DD232297A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26524184A DD232297A1 (de) 1984-07-13 1984-07-13 Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26524184A DD232297A1 (de) 1984-07-13 1984-07-13 Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD232297A1 true DD232297A1 (de) 1986-01-22

Family

ID=5558817

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD26524184A DD232297A1 (de) 1984-07-13 1984-07-13 Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD232297A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69027944T2 (de) Druckempfindliche Mehrschichtfolie mit einer verbesserten Adhäsion gegenüber plastifizierten Vinylsubstraten
DE102007053432A1 (de) Haftklebebänder für den Rollenwechsel von Flachbahnmaterialien
DE69937111T2 (de) Heißschmelzdruckempfindliche Klebstoffzusammensetzung mit Zwischenerweichungspunkt
DE2607488C2 (de)
DE102012212879A1 (de) Haftklebemasse für ein Klebeband und Verwendung derselben in einem Klebeband
DE2555866A1 (de) Druckempfindlicher klebstoff
DE2531085C2 (de) Extrudierbarer Klebstoff
DE3215849A1 (de) Latexmasse und ihre verwendung
DE102008034369A1 (de) Klebmasse für reversible UV-stabile Haftklebebänder
DE69420765T2 (de) Bituminöses, in der Kälte selbstklebendes Mittel
DE1594065A1 (de) Druckempfindlicher,selbstklebender Klebstoff
DE112005003116B4 (de) Druckempfindliches Klebeband und Verwendung zum Binden eines Kabelbaums
DD232297A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DE69611137T2 (de) Schmelzklebstoff-Zusammensetzungen auf der Basis von Copolymeren, die Ethylen-, Vinylacetat- und Vinylalkoxysilan-Einheiten enthalten
EP0027606A1 (de) Schmelzhaftkleber auf Basis von nichthydrierten, linearen Blockcopolymerisaten A-B-C
DD232295A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DD232293A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DD232299A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DD232294A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DD232296A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DD232298A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DD232300A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DD232302A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern
DE1719166C2 (de) Dünner selbsttragender druckempfindlicher Klebemittel-Übertragungsfilm
DD232301A1 (de) Verfahren zur herstellung von selbstklebebaendern

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee