DD232929A5 - Anlage mit einem feuerfest ausgekleideten metallurgischen gefaess - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anlage mit einem feuerfest ausgebildeten metallurgischen Gefaess, insbesondere einem Stahlwerkskonverter, das an seinem oberen Ende mit einer Muendung versehen ist, die an einem ein Abstand oberhalb der Muendung angeordneten Kamin mittels einer zwischen Muendung und Kamin einfuegbaren Haube anschliessbar ist. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage mit einem feuerfest ausgekleideten metallurgischen Gefaess zu schaffen, mit der eine Gefaehrdung der Ausmauerungsmannschaft ausgeschlossen ist und mit der es moeglich ist, auf einfache zeitsparende Weise das Ausmauerungsmaterial in das metallurgische Gefaess einzubringen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe derart geloest, dass nach Entfernung der Haube in den zwischen der Muendung und dem Kamin befindlichen Raum ein den Kamin nach unten zu abdeckender Behaelter mit mindestens einer verschliessbaren Bodenoeffnung mittels einer Trageinrichtung einbringbar ist, wobei die Trageinrichtung mit mindestens einem von seitlich neben der Muendung des Gefaesses bis oberhalb der Muendung des Gefaesses verfahrbaren Hebezeug ausgestattet ist. Fig. 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage mit einem feuerfest ausgekleideten metallurgischen Gefäß, insbesondere einem Stahlwerkskonverter, das an seinem oberen Ende mit einer Mündung versehen ist, die an einen im Abstand oberhalb der Mündung angeordneten Kamin mittels einer zwischen Mündung und Kamin einfügbaren Haube anschließbar ist.
Um das metallurgische Gefäß ausmauern zu können, muß bei Gefäßen mit festem Boden das gesamte Ausmauerungsmaterial von oben in das Gefäß eingebracht werden. Bei einem Gefäß mit abnehmbarem Boden muß lediglich das Material zum Ausmauern bzw. Vergießen der Bodenfuge von oben in das Gefäß eingebracht werden.
Um eine Zugänglichkeit der Mündung des Gefäßes zu erreichen, ist es bei Anlagen der eingangs beschriebenen Art (AT-B-356157, DE-B — 1 583307) bekannt, die zwischen Mündung und Kamin vorgesehene Haube seitlich zu verfahren oder zu heben. Bei Ausmauerungsarbeiten in dem metallurgischen Gefäß ist die Ausmauerungsmannschaft von aus dem Kamin herabfallenden Ansätzen, wie Schlackenstücken, gefährdet. Um eine solche Gefährdung zu verhindern, hat man die untere Kaminöffnung mit Blechen abgedeckt. Dies ist umständlich und zeitraubend. Beim Entfernen der Bleche wurde auf die Bleche herabgefallene Schlacke abgestreift, so daß die Schlacke in den frisch ausgemauerten Konverter fiel. Zum Zweck der Ausmauerung mußte man weiterhin in die Nähe der Mündung transportable Bühnenteile aufbauen, über welche Bühnenteile das Ausmauerungsmaterial vom Hallenkranbereich zur Mündung bringbar war. Zum Absenken des Ausmauerungsmaterials mußte ein eigenes Hebezeug an der Bühne montiert werden.
Ziel der Erfindung ist es, die Gebrauchswerteigenschaften von Anlagen der eingangs beschriebenen. Art auf kostengünstige Weise zu erhöhen.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, eine Anlage mit einem feuerfest augekleideten metallurgischen Gefäß zu schaffen, mit der eine Gefährdung dsr Ausmauerungsmannschaft ausgeschlossen istund mit der es möglich ist, auf einfache zeitsparende Weise das Ausmauerungsmaterial in das metallurgische Gefäß einzubringen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß nach Entfernung der Haube in den zwischen der Mündung und dem Kamin befindlichen Raum ein den Kamin nach unten zu abdeckender Behälter mit mindestens einer verschließbaren Bodenöffnung mittels einer Trageinrichtung einbririgbar ist, wobei die Trageinrichtung mit mindestens einem von seitlich neben Jer Mündung des Gefäßes bis oberhalb der Mündung des Gefäßes verfahrbaren Hebezeug ausgestattet ist. Der den Kamin abdeckende Behälter sorgt dafür, daß aus dem Kamin herabfallende Teile, wie Schlackenansätze, gesammelt werden und bei Entfernen des Behälters nicht mehr in das metallurgische Gefäß stürzen können. Das an der Trageinrichtung verfahrbar angeordnete Hebezeug gelangt bei Instellungbringen des Behälters automatisch in die Arbeitsposition, bei der seitlich neben dem Gefäß abgesetzte Ausmauerungsmaterialien in das Gefäß eingebracht werden können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Trageinrichtung als entlang von Schienen verfahrbarer Rahmen ausgebildet, an dem mindestens eine bis seitlich neben die Mündung des Gefäßes ragende Fahrschiene für das Hebezeug vorgesehen ist. Für ein rationelles Arbeiten bei einfacher Konstruktion ist zweckmäßig die Fahrschiene nach beiden Seiten des Gefäßes bis seitlich dessen Mündung verlängert ausgebildet und mit zwei Hebezeugen ausgestattet.
Vorteilhaft sind zwei zueinander parallele Fahrschienen zur Aufnahme jeweils mindestens eines Hebezeuges vorgesehen.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter von einem Trichter gebildet ist und eine zentral über der Mündung liegende, mittels eines Schiebers verschließbare Trichteröffnung aufweist, wobei die Fahrschiene knapp seitlich neben der Trichteröffnung angeordnet ist. Die trichterförmige Ausbildung des Behälters ermöglicht eine einfache Entleerung desselben durch Öffnen der Trichteröffnung. Dies kann bei einem metallurgischen Gefäß mit abnehmbarem Boden vor Ansetzen des Bodens durch das Gefäß hindurch in den Schlackenkeller bzw. bei einem Gefäß mit festem Boden nach seitlichem Verfahren der Trageinrichtung erfolgen, wobei die angesammelte Schlacke in eine transportable Schurre fällt.
Eine Ausführungsform, bei der das Ausmauerungsmaterial in das Zentrum des metallurgischen Gefäßes bringbar ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter von zwei nebeneinanderliegenden Trichtern gebildet ist, wobei die Fahrschiene zwischen den Trichtern liegend in einer durch die vertikale Achse der Mündung gelegten Ebene angeordnet ist.
Vorteilhaft ist die Trageinrichtung mit einer durch die Mündung in das Gefäß einbringbaren Arbeitsbühne versehen, wodurch sich für metallurgische Gefäße mit einem festen Boden die Möglichkeit eröffnet, das Gefäß von oben her auszumauern, ohne ein eigenes Gerüst vorzusehen.
Vorteilhaft ist die Trageinrichtung mit einem begehbaren Steg versehen, wodurch eine Beobachtung des Gefäßinneren von der Mündung des Gefäßes her möglich ist.
Bei einer Anlage mit einer entlang von Schienen verfahrbaren Haube ist vorteilhaft die Trageinrichtung entlang der die Haube führenden Schienen verfahrbar und an die Haube bzw. ein die Haube tragendes Fahrwerk ankuppelbar.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend in drei Ausführungsbeispielen aufgrund der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1: eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Konverteranlage in schematischer Darstellung gemäß einer ersten Ausführungsform;
Fig. 2: eine ebenfalls teilweise geschnittene Seitenansicht in Richtung des Pfeiles Il der Fig. 1; Fig. 3 und 4 bzw. 5 und 6: in zu den Fig. 1 und 2 analogen Darstellungen zwei weitere vorteilhafte Ausführungsformen. In den Zeichnungen ist ein um eine horizontale Achse 2 kippbarer Stahlwerkskonverter dargestellt, dessen Mündung 3 sich bei aufrecht stehendem Konverter 1 unterhalb eines ortsfesten Kamins 4 befindet. Der Konverter 1 weist einen Stahlmantel 5 und innenseitig eine feuerfeste Auskleidung 6 auf. Der Kamin 4 endet in vertikalem Abstand 7 oberhalb der Mündung 3 des Konverters 1. Zwischen dem unteren Ende 8 des Kamines 4 und der Mündung 3 des Konverters 1 ist eine Haube 9 mittels eines Fahrwerkes 10 einbringbar, wobei das Fahrwerk 10 entlang von beiderseits des unteren Ende 8 des Kamines 4 angeordneten Schienen 11 verfahrbar ist. Die Haube 9 weist eine solche Abmessung auf, daß sie einerseits an die Mündung 3 des Konverters 1 und andererseits an das untere Ende 8 des Kamines 4 anschließt, so daß aus dem Konverter 1 austretende Abgase ohne Belästigung der Umwelt direkt in den Kamin 4 gelangen.
Entlang der die Haube 9 bzw. deren Fahrwerk 10 tragenden Schienen 11 ist erfindungsgemäß eine Trageinrichtung 12 mittels Räder 13 verfahrbar, welche Trageinrichtung 12 von einem knapp unterhalb des unteren Endes 8 des Kamins 4 in Stellung bringbaren, den Kamin peripher umgebenden Rahmen 14 gebildet ist. An diesem Rahmen sind an den Eckpunkten 15 vertikale Streben 16 vorgesehen, an denen die Räder 13 gelagert sind. Innerhalb des Rahmens 14 ist ein Behälter 17, der als Trichter ausgebildet ist, befestigt, dessen untere Trichteröffnung 18 zentral, d. h. in der durch die Mündung 3 gelegten vertikalen Achse 19 liegt. Die Trichteröffnung 18 ist mittels eines Schiebers 20, zu dessen Betätigung ein Handrad 21 vorgesehen ist, verschließbar. Die obere Trichteröffnung 22 entspricht in Form und Größe dem unteren Ende 8 des Kamines 4.
An dem Rahmen 14 ist seitlich der unteren Trichteröffnung 18 und dieser knapp benachbart eine Fahrschiene 23 montiert, die, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, von oberhalb der Mündung 3 bis seitlich neben den Konverter 1 reicht. Entlang dieser Fahrschiene ist ein Hebezeug 24 zum Transport von Ausmauerungsmaterial 25 für den Konverter 1 verfahrbar.
An der Trageinrichtung 12 ist weiterhin ein begehbarer Steg 26 befestigt, von dem aus bei über der Mündung 3 in Stellung gebrachter Trageinrichtung 12 der Innenraum 27 des Konverters 1 beobachtbar ist.
Um einen eigenen Antrieb für die Trageinrichtung zu vermeiden, ist die Trageinrichtung mittels einer schematisch dargestellten Kupplung 28 an die verfahrbare Haube 9 kuppelbar. Sobald die Haube 9 mittels eines nicht dargestellten Antriebs von der Mündung 3 des Konverters 1 weg verfahren wird, gelangt die Trageinrichtung 12 mit dem Behälter 17 und dem Hebezeug 24 automatisch in die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Arbeitsposition.
In Fig. 1 ist mit strichlierten Linien eine Verlängerung 29 der Fahrschiene 23 eingezeichnet, wodurch es möglich ist, zwei Hebezeuge 24; 24' entlang derselben Fahrschiene 23 von seitlich neben dem Konverter 1 bis oberhalb der Mündung 3 des Konverters zu verfahren. Diese Ausführungsform ist insbesondere für einen Konverter 1 mit festem Boden, der nur von oben ausgemauert werden kann, vorteilhaft. Füreinen Konverter mit abnehmbarem Boden—solche Konverterwerdenvorzugsweise von unten herausgemauert — genügt ein einziges Hebezeug 24, welches nur das Material zum Ausmauern und Vergießen der Fuge zwischen Boden und Konvertermantel in den Innenraum 27 des Konverters bringen muß.
Gemäß der in den Fig.3 und 4dargr. ^eilten Ausführungsform ist der Behälter 17; 17'von zwei nebeneinanderliegenden Trichtern gebildet, wobei die oberen Trichteröffnungen 22; 22' der Trichter einander flächenmäßig entsprechend dem unteren Ende 8 des Kamines 4 ergänzen. Die Trichter des Behälters 17; 17'sind symmetrisch zu einer durch die vertikale Achse 19 des Kamines 4 bzw. der Mündung 3 und parallel zu den Schienen 11 gelegten Ebene 30 ausgebildet. Zwischen den beiden Trichtern des Behälters 17; 17' ist in möglichst großem Abstand von der Mündung 3, also knapp unterhalb des unteren Endes 8 des Kamines 4, die Fahrschiene 23 für das Hebezeug 24 vorgesehen. Die Fahrschiene 23 liegt somit in der durch die vertikale Achse 19 der Mündung 3 gelegten Vertikalebene 30, wodurch das Hebezeug 24 genau zentrisch oberhalb der Mündung 3 des Konverters 1 in Stellung gebracht werden kann, so daß auch größere Paletten leicht in den Innenraum 27 des Konverters 1 abgesenkt werden können.
Gemäß der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform ist beiderseits des zentrisch angeordneten Trichters des Behälters 17 jeweils eine Fahrschiene 23; 23'für jeweils ein Hebezeug 24; 24'vorgesehen. Die Trageinrichtung 12 trägt zusätzlich eine mittels Seilzügen 31 heb- und senkbare Arbeitsbühne 32, die mittels seitlicher Ausleger 33 der Form des Innenraumes 27 des Konverters 1 angepaßt werden kann. Zum Heben und Senken der Arbeitsbühne 32 dient ein Antriebsmotor 34, der über Gelenkwellen 35 mit den die Seile der Seilzüge 31 aufwickelnden Trommeln 36 gekoppelt ist.
Bei den in den Fig. 3 und 4 bzw. 5 und 6 dargestellten Ausführungsformen ist es ebenfalls möglich, die Fahrschienen nach beiden , Seiten neben die Mündung des Stahlwerkskonverters zu führen, so daß je Fahrschiene zwei Hebezeuge vorgesehen werden
Claims (9)
1. Anlage mit einem feuerfest ausgekleideten metallurgischen Gefäß, insbesondere einem Stahlwerkskonverter, das an seinem oberen Ende mit einer Mündung versehen ist, die an einen im Abstand oberhalb der Mündung angeordneten Kamin mittels einer zwischen Mündung und Kamin einfügbaren Haube anschließbar ist, gekennzeichnet dadurch, daß nach Entfernung der Haube (9) in den zwischen der Mündung (3) und dem Kamin (4) befindlichen Raum ein den Kamin (4) nach unten zu abdeckender Behälter (17; 17') mit mindestens einer verschließbaren Bodenöffnung (18; 18') mittels einer Trageinrichtung (12) einbringbar ist, wobei dieTrageinrichtung (12) mit mindestens einem von seitlich neben der Mündung (3) des Gefäßes bis oberhalb der Mündung (3) des Gefäßes verfahrbaren Hebezeug (24; 24') ausgestattet ist.
2. Anlage nach Punkt ^gekennzeichnet dadurch, daß dieTrageinrichtung (12) als entlang von Schienen (11) verfahrbarer Rahmen (14) ausgebildet ist, an dem mindestens eine bis seitlich neben die Mündung (3) des Gefäßes ragende Fahrschiene (23; 23') für das Hebezeug (24; 24') vorgesehen ist.
3. Anlage nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Fahrschiene (23) nach beiden Seiten des Gefäßes bis seitlich dessen Mündung (3) verlängert ausgebildet ist und zwei Hebezeuge (24; 24') trägt.
4. Anlage nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß zwei zueinander parallele Fahrschienen (23; 23') zur Aufnahme jeweils mindestens eines Hebezeuges (24; 24') vorgesehen sind.
5. Anlage nach den Punkten 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Behälter (17) von einem Trichter gebildet ist und eine zentral über der Mündung (3) liegende, mittels eines Schiebers (20) verschließbare Trichteröffnung (18) aufweist, wobei die Fahrschiene (23) knapp seitlich neben der Trichteröffnung (18) angeordnet ist.
6. Anlage nach den Punkten 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Behälter (17; 17') von zwei nebeneinanderliegenden Trichtern gebildet ist, wobei die Fahrschiene (23) zwischen den Trichtern liegend in einer durch die vertikale Achse (19) der Mündung (3) gelegten Ebene (30) angeordnet ist.
7. Anlage nach den Punkten 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß dieTrageinrichtung (12) mit einer durch die Mündung (3) in das Gefäß einbringbaren Arbeitsbühne (32) versehen ist.
8. Anlage nach den Punkten 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trageinrichtung (12) mit einem begehbaren Steg (26) versehen ist.
9. Anlage nach den Punkten 1 bis 8, mit einer entlang von Schienen verfahrbaren Haube, gekennzeichnet dadurch, daß die Trageinrichtung (12) entlang der die Haube (9) führenden Schienen (11) verfahrbar ist und an die Haube (9) bzw. ein die Haube (9) tragendes Fahrwerk (10) ankuppelbar ist.
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
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