DD233265A3 - Einrichtung zur gesichtsfeldbelueftung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Luftverteiler mit Gesichtsschutzschild, der die ihm zugefuehrte Frischluft so im Gesichtsfeld verteilt, dass eine moeglichst vollstaendige Verdraengung der schadstoffbelasteten Aussenluft stattfindet. Der Luftverteiler kann an Arbeitsschutzhelmen, Kopfbaendern oder Kappen getragen werden. Die Erfindung ist vornehmlich an Arbeitsplaetzen mit schadstoffbelasteter Arbeitsraumluft einsetzbar und kann in Verbindung mit tragbaren Filter-Luefter-Baugruppen oder mit Frischluftzufuhr ueber Schlaeuche betrieben werden.
Description
Die Erfindung betrifft einen Luftverteiler mit Gesichtsschutzschild, der die ihm zugeführte Frischluft so im Gesichtsfeld verteilt, daß eine möglichst vollständige Verdrängung der schadstoffbelasteten Umgebungsluft stattfindet.
Der Luftverteiler kann an Arbeitsschutzhelmen, Kopfbändern oder Kappen getragen werden.
Die Erfindung ist vornehmlich an Arbeitsplätzen mit schadstoffbelasteter Arbeitsraumluft einsetzbar und kann in Verbindung mit tragbaren Filter-Lüfter-Baugruppen oder mit Frischluftzufuhr über Schläuche betrieben werden.
Bekannte Atemschutzvorrichtungen, die die Erfindung tangieren, lassen sich in drei Typen einteilen:
— allseitig geschlossenen Masken, Hauben oder Helme mit besonderen Maßnahmen zum Abdichten gegen das Gesicht;
— Vorrichtungen, die das mit Frischluft versorgte Atemfeld durch Gesichtsschutzschilde abschirmen, aber keine am Gesicht anliegenden Dichtelemente aufweisen;
— Vorrichtungen, aus denen Freistrahlen austreten und über kleine Düsen oder poröse Füllkörper mit Leiteinrichtung auf die Atemorgane gerichtet werden oder die unmittelbar vor den. Atemorganen Frischluft ausblasen.
Als Beispiele für diese Typen seien genannt:
Typ1 . .
Bei einer Frischluftmaske wird ein Gesichtsschutzschild mittels einer Manschette gegen das Gesicht abgedichtet und Frischluft durch einen Schlauch von der Brust oder durch einen Rohrbogen vom Rücken her unter Überdruck der Maske zugeführt. (DD-
Bei mehreren bekannten Atemschutzhelmen erfolgt die Versorgung mit Atemluft durch ein im Helm integriertes filterndes Gebläse. Ein klappbares Gesichtsschutzschild ist gegen das Gesicht abgedichtet. Die gefilterte Luft wird mit Überdruck dem Raum unter dem Gesichtsschutzschild zugeführt und entweicht seitlich oder am unteren Ende über ein Abluftventil oder einen Abluftschlitz. (DE-OF 2711 590, DE-OF 2941 573, GB-PS 2032284)
Bei einem Frischluftatemschutzgerät berührt der Schirm das Gesicht nur an der Stirn. Aus den als Löcher oder Schlitze ausgebildeten Luftaustrittsöffnungen am oberen Schirm rand tritt ein auf die Innenseite des Schirmes gerichteter Luftstrom aus, zusätzlich erzeugen weitere Luftaustrittsöffnungen am übrigen Teil des Schirmrandes einen tangential zum Kopf, vom Schirm wegströmenden Luftstrom. (DE-PS 1200689)
Bei einem Frischluftatemgerät ohne Abschirmung des Gesichts tritt die Frischluft unter Druck in einen dosenförmigen Behälter, strömt durch einen offenporigen Kunststoffblock und trittaus einer unmittelbar vor den Atemorganen befindlichen und auf diese gerichteten Öffnung aus, wobei ein Frischluftgebiet um Mund und Nase des Trägers gebildet wird. (DE-AS 2135928) Andere Erfindungen haben die Aufgabe, dem Atemfeld schadstofffreie Luft zuzuführen, ohne daß eine Abschirmung des Gesichtsfeldes erforderlich ist, indem durch eine Reihe von Düsen oder durch einen porösen Füllkörper und Strömungsleiteinrichtungen ein großflächiger Luftstrom vor der Stirri austritt und auf das Atemfeld gerichtet ist. (DE-PS 917835, DD-PS 150148)
Als Nachteil wird von vielen Trägern empfunden, daß die Dichtelemente ständig dem Gesicht anliegen oder daß die vor dem Gesicht angeordneten Vorrichtungen eine Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes darstellen. Nachteile vieler Lösungen sind die erforderlichen großen Luftmengen, die mit relativ hohem Druck den Düsen oder Füllkörpern zugeführt werden müssen. Auch ist bei einigen dieser Vorrichtungen der Wirkungsgrad nicht nachgewiesen.
Das Ziel besteht darin, den in einer schadstoffbelasteten Atmosphäre arbeitenden Träger mit schadstoffarmer bzw. -freier Luft zu versorgen, dabei die Nachteile der bekannten technischen Lösungen zu vermeiden, die Trageeigenschaften zu verbessern und zur Senkung des erforderlichen Fertigungsaufwandes die gleichzeitige Verwendung dar vorhandenen Arbeitsschutzhelme zu ermöglichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dem Gesichtsfeld des Trägers Frischluft so zuzuführen, daß zwischen dem Kopf und dem Gesichtsschutzschild eine möglichst vollständige Verdrängung der schadstoffbelasteten Umgebungsluft stattfindet ohne daß eine Abdichtung zwischen Kopf und Gesichtsschutzschild erforderlich wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das gewölbte Gesichtsschutzschild den Kopf schalenförmig so weit umschließt, daß zwischen Schildrand und Kopf nur ein schmaler Luftaustrittsspalt offen bleibt, daß der vor der Stirn angeordnete, großflächige Luftverteiler die Frischluft besonders im Bereich der Schläfen austreten läßt,
daß die Frischluft mit relativ geringer Geschwindigkeit und bereits über die gesamte Breite des Gesichtsfeldes verteilt aus dem Luftverteiler ausströmt, nach Durchströmen des Gesichtsfeldes auf der gesamten Länge des Luftaustrittsspaltes zwischen Kopf und Gesichtsschutzschild aus dem Gesichtsfeld ausströmt und durch diese Strömung das Eindringen von schadstoffbelasteter Umgebungsluft verhindert.
Die Erfindung wird anhand des in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispieles 1 näher erläutert. Es zeigen Fig. 1: Schematische Darstellung des Luftverteilers und der zweiseitigen Luftzuführung Fig. 2: Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Verbindung mit einem Arbeitsschutzhelm Fig. 3: Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Verbindung mit einem Arbeitsschutzhelm Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach diesem Ausführungsbeispiel kann an einem Arbeitsschutzhelm 1 getragen werden, der für diesen Zweck nicht verändert werden muß und dessen Schutzwirkung somit vollständig erhalten bleibt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus dem am Arbeitsschutzhelm 1 befestigten Luftverteiler 2 mit zweiseitiger Luftzuführung 3 und zentralem Luftanschluß 4 und einem Gesichtsschutzschild 5. Die Frischluft wird über den zentralen Luftanschluß 4 und die zweiseitige Luftzuführung 3 dem Luftverteiler 2 beiderseitig zugeführt. Die Austrittsöffnungen des Luftverteilers 2 sind durch luftdurchlässiges, engmaschiges Gewebe 6 abgeschlossen, durch das ein über die gesamte Austrittsfläche verteilter Luftaustritt erzielt wird. Das Gesichtsschutzschild 5 kann gewölbt ausgebildet oder mit einer verzerrungsfreien Planscheibe versehen sein.
Ein Dichtelement 7 aus weichem und elastischem Material verschließt den Spalt zwischen Stirn, Kopfband 8 und Luftverteiler 2 in der Art, daß dort weder die zugeführte Frischluft abströmen noch schadstoffbelastete Umgebungsluft dem Gesichtsfeld zuströmen kann (derartige Abdichtungen sind grundsätzlich bekannt). Die Versorgung mit schadstofffreier Frischluft kann durch Atemluftversorgungsanlagen bekannter Art erfolgen, wie Preßluftnetze oder filternde Gebläse, z. B. bestehend aus einer am Körper getragenen Stromquelle und einem elektrisch betriebenen Gebläse, das schadstoffhaltige Luft aus der Umgebung ansaugt, durch ein Filter bewegt und über einen elastischen Schlauch 9 dem zentralen Luftanschluß 4 zuführt.
Die Gesichtsfeldbelüftung, wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben, kann anstelle des Arbeitsschutzhelmes auch an Kopfbändern oder Kappen bekannter Art befestigt und getragen werden, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung verändert wird.
Ausführungsbeispiel 3
Die Gesichtsfeldbelüftung, wie in den Ausführungsbeispielen 1 und 2 beschrieben, kann auch mit einem als Schweißerschutzschild ausgebildeten Gesichtsschutzschild versehen werden, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung verändert wird.
Die Gesichtsfeldbelüftung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben, kann als Arbeitsschutzhelm besonderer Bauart ausgebildet werden, in den die Kanäle zur zweiseitigen Luftzuführung und der Luftverteiler integriert sind, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung verändert wird.
Claims (2)
- Erfindungsanspruch:1. Einrichtung zur Gesichtsfeldbelüftung zum Schutz vor Schadstoffen, bei der die Frischluft über ein mittels Klemmen an Ärbeitsschutzhelmen anbringbares oder an Kopfbändern bzw. Kappen getragenes ringförmiges Formteil mit zentralem Luftanschluß einem Luftverteiler 2 zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftverteiler 2 großflächig ausgebildet ist, daß die durch Stirn, Schläfen und Gesichtsschutzschild 5 begrenzte Fläche durch eine Luftaustrittsöffnung möglichst vollständig ausgefüllt wird, daß die Luftaustrittsöffnung mit einem luftdurchlässigen Gewebe 6 abgedeckt ist und daß die Luft an den Schläfen in den Luftverteiler 2 einströmt.
- 2. Einrichtung zur Gesichtsfeldbelüftung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung der Luftaustrittsöffnung vorzugsweise austextilem, metallischem oder Kunststoffgewebe besteht.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD25929184A DD233265A3 (de) | 1984-01-09 | 1984-01-09 | Einrichtung zur gesichtsfeldbelueftung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD25929184A DD233265A3 (de) | 1984-01-09 | 1984-01-09 | Einrichtung zur gesichtsfeldbelueftung |
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| DD233265A3 true DD233265A3 (de) | 1986-02-26 |
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| DD25929184A DD233265A3 (de) | 1984-01-09 | 1984-01-09 | Einrichtung zur gesichtsfeldbelueftung |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4752974A (en) * | 1986-05-06 | 1988-06-28 | Shigematsu Works Co., Ltd. | Air-feed type dust protective helmet |
-
1984
- 1984-01-09 DD DD25929184A patent/DD233265A3/de not_active IP Right Cessation
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