DD233974A1 - Farbheberantrieb fuer druckmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Farbheberantrieb fuer Druckmaschinen, insbesondere Bogenoffsetdruckmaschinen, mit einem zwangslaeufig angetriebenen Farbheber. Das Ziel besteht in der Schaffung eines Farbheberantriebes zur exakten Uebertragung des eingestellten Farbprofils. Die Aufgabe, Schaffung eines Farbheberantriebes, womit ein Synchronlauf zwischen Farbheber und Farbduktor waehrend ihrer Kontaktzeit realisiert werden kann, wird dadurch geloest, dass auf einer Heberwelle ein mit einer schaltbaren Lamellenkupplung und ueber diese mit einem Heberzahnrad, welches ueber ein Doppelzahnrad mit einem Duktorabtriebszahnrad in Zahneingriff steht, verbundener Freilauf, angeordnet ist. Fig. 1
Description
Die Erfindung betrifft einen Farbheberantrieb für Druckmaschinen, insbesondere Bogenoffsetdruckmaschinen, mit einem zwangsläufig angetriebenen Farbheber.
Bei den bekannten Heberfarbwerken wird der Farbheber pendelnd zwischen Farbduktor und Reibzylinder hin- und herbewegt, wobei der Farbheber vom Farbduktor einen Farbstreifen abnimmt und dem Reibzylinder übergibt. Durch Reibung nimmt der Farbheber dabei immer die Geschwindigkeit der mit ihm in Kontakt gelangenden Walze (Farbduktor/Reibzylinder) an.
Ebenfalls bekannt sind Heberfarbwerke, mit denen es möglich ist, die Umfangsgeschwindigkeit des Farbhebers jeweils der Walze anzupassen, mit welcher der Heber in Wirkverbindung steht. Die Änderung der Umfangsgeschwindigkeit erfolgt dabei ausschließlich bevor der Farbheber mit der jeweiligen Walze in Kontakt kommt.
Ein solches Farbwerk wird durch die DE-PS 613 043 offenbart, wobei ein Zahnrad am Ende der Heberwalzenwelle angeordnet ist, das während der Schwenkbewegung des Farbhebers mit einem federnden Zahnsegment in Eingriff steht.
Während der Anlage des Farbhebers am Farbduktor bzw. dem Reibzylinder wird der Heber ausschließlich durch Friktion vom Duktor bzw. dem Reibzylinder angetrieben.
Die relativ dicke Farbschicht auf dem Farbduktor läßt bei Anlage des Farbhebers am Duktor einen hydrodynamischen Zustand im Spalt entstehen, bei dem die zur Übertragung der Duktordrehbewegung auf den Farbheber notwendigen Reibkräfte stark reduziert werden.
In der wissenschaftlichen Literatur wird für reine Flüssigkeitsreibung ein Schlupf bis ca. 90% genannt.
Der Farbheber bleibt infolgedessen bei der Abwicklung zurück und übernimmt weniger Farbe vom Duktor als bei exakter Ausführung der Rollbewegung.
Außerdem baut sich dadurch eine Farbwulst am Duktor vor der Kontaktstelle auf, die beim Abheben des Farbhebers in unkontrollierbarer Stärke als Heberstreifen mitgerissen wird. Diese Nachteile wirken sich an der Kontaktstelle Farbheber- Farbduktor deshalb besonders stark aus, da die Anlagezeit des Farbhebers am Farbduktor relativ gering ist. Der Drehwinkel des Hebers am Farbduktor beträgt in der Regel weniger als 100 Grad.
Bei Anlage des Farbhebers am Reibzylinder haben die Schlupfverhältnisse kaum noch einen Einfluß auf die exakte Dosierung, weil der Farbheber die aufgenommene Farbe nur noch abzugeben braucht, was durch die relativ große Anlagezeit des Farbhebers am Reibzylinder gesichert ist. Der Farbheber führt dabei mehrere Überrollungen aus, wodurch eine vollständige Farbübertragung der auf dem Farbheber befindlichen Dosierschicht bis zum exakten Schichtdickenausgleich stattfindet.
Ziel der Erfindung ist es, einen Farbheberantrieb für Druckmaschinen zu schaffen, der zur exakten Übertragung des eingestellten Farbprofils beiträgt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Farbheberantrieb für Druckmaschinen zu schaffen, womit ein Synchronlauf zwischen Farbheber und Farbduktor während ihrer Kontaktzeit realisiert werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß auf einer Heberwelle ein mit einer schaltbaren Lamellenkupplung und über diese mit einem Heberzahnrad, welches über ein Doppelzahnrad mit einem Duktorabtriebszahnrad in Zahneingriff steht, verbundener Freilauf angeordnet ist.
Durch diese Erfindung wird in besonders vorteilhafter Weise eine definierte Übertragung der vom Farbduktor angebotenen Farbschicht in das Farbwerk bzw. auf den Bedruckstoff erreicht, da ein unkontrollierbarer Schlupf sowie das Mitreißen Undefinierter Farbschichten vermieden wird. .
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1 Seitenansicht der Dosiergruppe eines Heberfarbwerkes
Fig. 2 prinzipiellen Aufbau des erfindungsgemäßen Farbheberantriebes.
Wie in Fig. 1 dargestellt, ist an einem Farbduktor 1 ein Farbmesser 2 angestellt, welches mit hier nicht dargestellten, allgemein bekannten Dosierelementen in Wirkverbindung steht. Ein Farbheber 3 ist zwischen dem Duktor 1 und einem Farbreibzylinder 4 angeo dnet.
Dem Farbreibzylinder 4 folgen weitere Farbwerkswalzen, die jedoch für den Erfindungsgegenstand ohne Bedeutung sind und deshalb nicht dargestellt werden.
Der Farbheber 3 ist, ausgehend von einem Duktorabtriebsrad 5 über ein Doppelzahnrad 6 und einem Heberzahnrad 7, mit dem Farbduktor 1 formschlüssig verbunden.
Der Farbheber 3 ist mit einem bekannten Hebergetriebe verbunden, welches aus einem auf einer Heberachse 8 gelagerten gekröpften Hebel 9, einem Koppelglied 10 und einem Rollenhebel 11 besteht. Der Gelenkpunkt zwischen dem Koppelglied 10 und dem Rollenhebel 11 trägt eine Kurvenrolle 12, die an einer Kurvenscheibe 13 anliegt. Diese Anlage wird durch eine Zugfeder 14 gesichert.
!ntsprechend Fig. 2 ist das Doppelzahnrad 6 drehbar auf der Heberachse 8 gelagert.
ibenfalls drehbar ist das Heberzahnrad 7 auf der Heberwelle 15 gelagert.
)as Heberzahnrad 7 ist über eine schaltbare Lamellenkupplung 16 mit einem Freilauf 17 verbunden. Die Sperrichtung des Freilaufs 7 liegt in Gegenuhrzeigerrichtung, d. h. im Linkslauf. Schaltbare Lamellenkupplungen sind bekannt und aus diesem Grund nicht läher dargestellt.
Sie Wirkungsweise ist folgende:
Der von einem nicht dargestellten Elektromotor angetriebene Farbduktor 1 überträgt seine Drehbewegung über das Duktorabtriebszahnrad 5, das Doppelzahnrad 6 auf das Heberzahnrad 7. Über die Lamellenkupplung 16 und den Freilauf 17 wird Jiese Drehbewegung auf den Farbheber 3 übertragen.
Bedeutend schneller und zwar mit Maschinengeschwindigkeit angetrieben werden der Farbreibzylinder 4 und die Kurvenscheibe
^sgehend von der Kurvenscheibe 13 wird dem Farbheber 3 über das Hebergetriebe 10-14 eine zwischen dem Farbduktor 1 und dem Farbreibzylinder 4 hin- und herpendelnde Bewegung verliehen.
Legt sich der Farbheber 3 zum Zwecke der Farbübergabe mit Duktorgeschwindigkeit an den Farbreibzylinder 4 an, so wird der innenliegende Abtrieb des Freilaufes 17, die sogenannte Rollkupplung, frei und der Farbheber 3 nimmt über Friktion die Umfangsgeschwindigkeit des Farbreibzylinders 4 an.
Schwingt der Farbheber 3 mit der Umfangsgeschwindigkeit des Farbreibzylinders 4 zum Farbduktor 1, so wird der Heber 3 zunächst in herkömmlicher Art und Weise vom Farbduktor 1 auf der gesamten Berührungsfläche durch Friktion abgebremst.
Der innenliegende Abtrieb des Freilaufes 17, die Rollkupplung, greift bzw. wird gesperrt, wenn der Farbheber 3, bedingt durch den Schlupf, infolge der dicken Duktorfarbschicht, langsamer drehen will als der Farbduktor 1, wodurch eine exakte Abwicklung zwischen diesen beiden Walzen und damit eine exakte Farbübergabe erreicht wird. Die Entstehung einer Farbwulst vor der Kontaktstelle und unkontrollierte Übertragung dieser Farbe werden verhindert.
Bei am Farbreibzylinder 4 anliegendem Farbheber 3 muß verhindert werden, daß die Heberantriebselemente 5,6,7,16 oder 17 wegen Überlastung zerstört werden, wenn die Maschine rückwärts läuft oder bei stehender Maschine der Duktormotor eingeschaltet wird.
Aus diesem Grund wird in diesen Fällen die Lamellenkupplung 16 in bekannter Weise getrennt.
Zweckmäßigerweise wird dieser Schaltvorgang mit den entsprechenden Betriebszuständen der Maschine gekoppelt.
Claims (2)
- Erfindungsanspruch:Farbheberantrieb für Druckmaschinen mit einem zwischen einem Farbduktor und einem Farbreibzylinder hin- und herpendelnden Farbheber, wobei der Farbheber durch Friktion immer die Umfangsgeschwindigkeit der Walze annimmt, mit welcher er iri Körperkontakt steht, gekennzeichnet dadurch, daß auf einer Heberwelle (15) ein mit einer schaltbaren Lamellenkupplung (16) und über diese mit einem Heberzahnrad (7), welches über ein Doppelzahnrad (6) mit einem Duktorabtriebszahnrad (5) in Zahneingriff steht, verbundener Freilauf (17), angeordnet ist.Hierzu
- 2 Seiten Zeichnungen
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