DD234281A1 - Verfahren zur druckwasserabschreckung von walzstahlerzeugnissen - Google Patents

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DD234281A1 DD84271435A DD27143584A DD234281A1 DD 234281 A1 DD234281 A1 DD 234281A1 DD 84271435 A DD84271435 A DD 84271435A DD 27143584 A DD27143584 A DD 27143584A DD 234281 A1 DD234281 A1 DD 234281A1
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Bernhard Hoericke
Arnold Joachim
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Florin Stahl Walzwerk
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    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Druckwasserabschreckung von Walzstahlerzeugnissen. Sie ist in der Metallurgie anwendbar, hauptsaechlich bei der Herstellung von Betonstaehlen. Die Erfindung bezweckt, die Gebrauchseigenschaften der thermisch verfestigten Walzstahlerzeugnisse zu verbessern und den Anwendungsbereich dieser Staehle zu erweitern. Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Verfahren zur Druckwasserabschreckung von Walzstahlerzeugnissen die Kuehlparameter so zu veraendern, dass bei gleichbleibenden Festigkeitseigenschaften die Dehnungswerte verbessert werden. Die Loesung sieht vor, das Walzstahlerzeugnis an seiner Oberflaeche so schroff abzuschrecken, dass bei einer Abschreckung von einer Endwalztemperatur um 1 000C auf eine Ausgleichstemperatur ueber 500C die Temperatur des Kerns unmittelbar nach Beendigung der Abschreckung nur um maximal 30C unter der urspruenglichen Endwalztemperatur liegt. Die Vorteile bestehen darin, dass die geringeren Randtemperaturen ein verbessertes Martensitgefuege in der Randzone bewirken. Die kuerzeren Kuehlzeiten fuehren zu einer weniger tiefen Martensitschicht, waehrend der Anteil der ferritisch-perlitischen Kernmasse groesser wird.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist in der Metallurgie bei der Herstellung von Walzstahlerzeugnissen anwendbar. Sie betrifft ein Verfahren zur Druckwasserabschreckung. Der Hauptanwendungsbereich liegt bei der Herstellung von thermisch verfestigten Betonstählen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Verfahren zur Druckwasserabschreckung von Walzgut sind seit Anfang der 60er Jahre bekannt. Nach der DD-PS 84615 wird im Anschluß an das letzte Gerüst eines Walzwerkes eine Wasserabschreckung bei Betonstahl von etwa 1 0000C Walzgutendtemperatur auf eine Ausgleichstemperaturvon ca. 6500C durchgeführt, wobei sich die Kerntemperaturam Ende der Kühlzeit auf ca. 8000C vermindert hat und die Randtemperatur des Walzgutes bei ca. 150°C liegt. Die DE-AS 23 53034 beschreibt das gleiche Verfahren, bezieht sich aber darauf, daß durch eine schroffere Abkühlung die Kerntemperatur am Ende der Druckwasserabschreckung noch ca. 8500C beträgt.
Die DE-AS 2439784 bezieht sich auf die Abkühlung von geripptem Betonstahl, der mit einer Abkühlgeschwindigkeit von mindestens 1000°C/sin einer Stufe auf eine Randtemperatur von 100 bis 3000C abgekühlt und anschließend zu Bunden gehaspelt wird.
Auch die DE-PS 2426920 und die DE-PS 2900271 befassen sich mit der Herstellung von Betonstahl mittels einer intensiven Wasserabkühlung, wobei hier jedoch keine Kerntemperaturen und Abkühlgeschwindigkeiten genannt werden.
In den erstgenannten drei Patentschriften werden Werte für die erreichten Kühlintensitäten genannt, die bei der Druckwasserabkühlung von geripptem Betonstahl bzw. -draht erreicht worden sind.
Die mit den bekannten Verfahren der Druckwasserabschreckung von Walzstahlerzeugnissen erzielten Festigkeitswerte sind ausreichend, die Dehnurfgswerte jedoch erfüllen gerade noch die zulässig geforderten Grenzwerte. Dem gegenwärtigen Trend zu höheren Dehnungswerten kann mit den derzeit bekannten Verfahren nicht mehr entsprochen werden.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung bezweckt, die Gebrauchseigenschaften der thermisch verfestigten Walzstahlerzeugnisse, insbesondere der Betonstähle zu verbessern und den Anwendungsbereich dieser Stähle zu erweitern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren zur Druckwasserabschreckung von Walzstahlerzeugnissen die Kühlparameter so zu verändern, daß bei gleichbleibenden Festigkeitseigenschaften die Dehnungswerte verbessert werden. Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß das Walzstahlerzeugnis an seiner Oberfläche so schroff abgeschreckt wird, daß bei einer Abschreckung von einer Endwalztemperatur um 10000C auf eine Ausgleichstemperatur über 5000C die Temperatur des Kerns unmittelbar nach Beendigung der Abschreckung nur um maximal 300C unter der ursprünglichen Endwalztemperatur liegt. Bei einer derart schroffen Abschreckung treten Grenzbedingungen auf, bei denen die Wärmeübergangskriterien keine weitere Temperatursenkung des Kerns zulassen.
Die Vorteile eines solchen Verfahrens bestehen darin, daß die geringen Randtemperaturen ein verbessertes Martensitgefüge in der Randzone bewirken. Die kürzeren Kühlzeiten führen zu einer weniger tiefen Martensitschicht, während der Anteil der ferritisch-perlitischen Kernmasse bei einem äußerst geringen Anteil der Übergangszone zwischen ferritisch-perlitischer Kernmasse und der hochangelassenen Martensitrandschicht größer wird
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Ausführungsbeispiel
Ein gerippter Betonstahl mit einem Durchmesser von 12 mm wurde bei einer Relativgeschwindigkeit von 15 m/s zwischen Walzgut und Kühlmedium abgeschreckt. Die Temperaturabsenkung des Kerns unmittelbar nach Beendigung des Abschreckens von einer Endwalztemperatur um 1 0000C betrug bei diesen Wärmeübergangskriterien ca. 200C, wobei der Betonstahl nach dem Selbstanlassen eine Temperatur von annähernd 6000C aufwies. Im Vergleich dazu wurde die Relativgeschwindigkeit auf 7 m/s reduziert, d. h. die Kühlzeit entsprechend verlängert. Auch in diesem Falle wurde eine Ausgleichstemperatur von ca. 6000C erreicht.
Es zeigte sich, daß der Stahl, der mit einer Relativgeschwindigkeit von 15 m/s zwischen Walzgut und Kühlmedium abgeschreckt wurde, eine um 20% höhere Dehnung gegenüber den mit einer Relativgeschwindigkeit von 7 m/s hergestellten Stählen aufwies, wo hingegen die erzielten Festigkeiten rahezu die gleichen Werte hatten.
Eine Untersuchung des Gefüges ergab, daß der vergrößerte Anteil der ferritisch-perlitischen Kernmasse in etwa dem prozentualen Anstieg der Dehnungswerte entspricht.

Claims (1)

  1. -1 - / i<i ύθ
    Patentanspruch:
    Verfahren zur Druckwasserabschreckung von Walzstahlerzeugnissen, bei dem die im Kern verbleibende Restwärme ein Selbstanlassen der abgeschreckten Randschicht bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzstahlerzeugnis an seiner Oberfläche so schroff abgeschreckt wird, daß bei einer Abschreckung von einer Endwalztemperatur um 1 0000C auf eine Ausgleichstemperatur über 5000C die Temperatur des Kerns unmittelbar nach Beendigung der Abschreckung nur um maximal 3O0C unter der ursprünglichen Endwalztemperatur liegt.
DD84271435A 1984-12-21 1984-12-21 Verfahren zur druckwasserabschreckung von walzstahlerzeugnissen DD234281B1 (de)

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