DD234609A1 - Abschlussplatten fuer eine mehrteilige endoprothese des nucleus pulposus - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft Abschlussplatten fuer eine mehrteilige Endoprothese des Nucleus pulposus. Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine moeglichst vollwertige Prothese des Nucleus pulposus zu schaffen, die der Distanzhaltung bzw. -wiederherstellung und physiologischen Beweglichkeit in dem betroffenen Wirbelsaeulenabschnitt sichert. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Abschlussplatten fuer eine mehrteilige Bandscheibenendoprothese zu schaffen, die in ihrem technischen Aufbau und in ihrer operationstechnischen Anwendung einfach sind, die ohne aufwendige Bearbeitung der benachbarten Wirbelkoerper einsetzbar sind und die eine mechanische Zerstoerung der angrenzenden Wirbel ausschliessen. Die Aufgabenstellung wird dadurch geloest, dass eine schon beschriebene rotationssymmetrische Abschlussplatte mit konkavem Mittelteil und einem planen, an der Aussenkante gekroepftem Fuehrungsrand an beiden lateralen Seiten mit flaechenfoermigen Verbreiterungen versehen wird. Zusaetzlich oder separat kann die Auflageflaeche der Abschlussplatten dadurch vergroessert werden, dass der Hohlraum zwischen der Rueckseite des konkaven Mittelteils und dem gekroepften Fuehrungsrand durch eine Scheibe aus alloplastischem Material ausgefuellt wird. Moeglich ist auch eine Variante aus Kompaktmaterial.
Description
Die Erfindung betrifft Abschlußplatten für eine mehrteilige Endoprothese des Nucleus pulposus. Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Für den Ersatz von degenerierten oder zerstörten Bandscheiben sind verschiedene Formen ein- oder mehrteiliger Endoprothesen bekannt. Diese Prothesen zeichnen sich alle dadurch aus, daß sie von ihrer Form her vorrangig kreisrund, quadratisch oder im Ausnahmefall rechteckig sind. Diese Auflageflächen sind in der überwiegenden Anzahl der bekannten Lösungen mit kegelförmigen Spitzen (US-PS 4.309.777/DE-OS 2.263.842) zur sicheren Verankerung versehen. Eine andere Form der Auflage und Verankerung ist in der SU-PS 895.433 beschrieben. Bekannt sind auch Varianten, wie in der CH-PS 624.573 dargestellt, bei welchen die Lagerflächen für einen Abstandskörper in die Spongiosa benachbarter Wirbel eingearbeitet werden. Dazu muß die Außenschicht der Auflageflächen der Wirbelkörper zumindest teilweise entfernt werden. Die Verankerung dieser Lagerflächen in der Spongiosa des Wirbelkörpers erfolgt entweder mit Knochenzement oder mit dübeiförmigen Fortsätzen, wie in der CH-PS 640.131 beschrieben.
Die bekannten Lagerpfannen für Bandscheibenendoprothesen haben den Nachteil, daß sie vielfach indie Spongiosa der Wirbelkörper eingearbeitet werden müssen, was mit z.T. langwierigen Manipulationen am Patienten verbunden ist. Außerdem ist es nicht wünschenswert, daß die im Verhältnis zur Spongiosa relativ harte Außenschicht des Wirbelkörpers zerstört wird. Durch die Manipulationen am Wirbelkörper und durch eine ungleichmäßige Druckverteilung besteht außerdem die Gefahr einer mechanischen Zerstörung der Wirbelkörper.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine möglichst vollwertige Prothese des Nucleus puiposus zu schaffen, die neben der physiologischen Beweglichkeit eine Distanzhaltung bzw. -wiederherstellung in dem betroffenen Wirbelsäulenabschnitt sichert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Abschlußplatten für eine mehrteilige Bandscheibenendoprothese zu schaffen, die in ihrem technischen Aufbau und in ihrer operationstechnischen Anwendung einfach sind, die ohne aufwendige Bearbeitung der benachbarten Wirbelkörper einsetzbar sind und die eine mechanische Zerstörung der angrenzenden Wirbel ausschließen.
Diese Aufgabenstellung wird dadurch gelöst, daß eine schon beschriebene rotationssymmetrische Abschlußplatte mit konkavem Mittelteil und einem planen, an der Außenkante gekröpftem Führungsrand an beiden lateralen Seiten mit flächenförmigen Verbreiterungen versehen wird.
Diese Verbreiterungen sind so gewählt, daß sie eine möglichst große Fläche der Wirbelkörpergrund- bzw. Wirbelkörperdeckplatte bedecken. Zusätzliche oder auch separat kann die Auflagefläche der Abschlußplatte dadurch vergrößert werden, daß der Hohlraum zwischen der Rückseite des konkaven Mittelteils und dem gekröpften Führungsrand durch eine Scheibe aus alloplastischem Material, das auch bioaktiv sein kann, ausgefüllt wird. Möglich ist auch eine Unterfütterung mit Knochenzement. Letztlich ist die Verwendung von Kompaktmaterial, in die das konkave Mittelteil und eine Ringnut eingearbeitet sind, für die Herstellung der erfindungsgemäßen Lösung denkbar.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß fast die gesamte zur Verfügung stehende Fläche der benachbarten Wirbelkörpergrund- und -deckplatte zur Aufnahme der zu übertragenden Kräfte ausgenutzt wird. Damit erfolgt gegenüber den bekannten Lösungen eine wesentliche Reduzierung der Druckbelastung pro Flächeneinheit. Dieses Ergebnis ist insbesondere für Wirbelkörper mit reduzierter Belastbarkeit wünschenswert, denn dadurch wird ein Eindrücken oder Einarbeiten der Abschlußplatten in den Wirbelkörper verhindert.
Die Erfindung soll nachstehend an 2 Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Abschiußplatte mit lateralen Verbreiterungen
Fig.2: Scheibe aus alloplastischem Material
Fig.3: Kompaktabschlußplatte
Ausführungsbeispiel 1
Die Abschlußplatte für eine mehrteilige Bandscheibenendoprothese besteht aus einem rotationssymmetrischen Mittelteil 1 mit ringförmigem, planen Führungsrand 2, der am gekröpften Außenrand mit einer Verzahnung 3 versehen ist. Das rotationssymmetrische Mittelteil 1 ist an beiden lateralen Seiten mitflächenförmigen Verbreiterungen 4 versehen. Die flächenförmigen Verbreiterungen 4 entsprechen im Krümmungsradius dem der Wirbelkörpergrund- bzw. Wirbelkörperdeckplatte.
Der Hohlraum unter dem planen Führungsrand 2 kann mit einer Scheibe (5) aus alloplastischem Material oder mit Knochenzement ausgefüllt werden. Hergestellt wird die Abschlußplatte vorwiegend aus einem physiologisch verträglichem Metall. Denkbar sind aber auch andere alloplastische Materialien, wie z. B. bioaktive Keramik oder medizinisches Polyethylen.
Die Abschlußplatte fur eine mehrteilige Bandscheibenendoprothese wird als sogenannte Kompaktabschlußplatte ausgestaltet, in die das konkave Mittelteil 1 und eine Ringnut zur Aufnahme des Führungsrandes eines Distanzstückes eingearbeitet werden. Der Vorteil gegenüber anderen Varianten besteht darin, daß unterhalb des planen Führungsrandes 2 und dem konkaven Mittelteil 1 kein Hohlraum entsteht, so daß die gesamte Grundfläche der Abschlußplatte der Druckübertragung dient.
Claims (4)
- Patentansprüche:1. Abschiußplatten für eine mehrteilige Endoprothese des Nucleus pulposus, gekennzeichnet dadurch, deß eine schon beschriebene, mit einer Verzahnung versehene, rotationssymmetrische Abschlußplatte mit konkavem Mittelteil (1), planem Führungsrand (2) zusätzlich an beiden lateralen Seiten mitflächenförmigen Verbreiterungen (4) versehen ist.
- 2. Abschlußplatte nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß man den Hohlraum unter dem planen Führungsrand (2) mit einer Scheibe (5) aus alloplastischem Material und/oder mit Knochenzement ausfüllt.
- 3. Abschlußplatte nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß sie entweder aus einem physiologisch verträglichen Metall oder aus bioaktiver Keramik oder aus medizinischem Polyethylen besteht.
- 4. Abschlußplatte nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß in eine Kompaktabschlußplatte (6) das konkave Mittelteil (1) und eine Ringnut (7) mit einem dazwischen liegenden Führungsrand (2) eingearbeitet sind.Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
| DD27319285A DD234609B1 (de) | 1985-02-12 | 1985-02-12 | Abschlussplatte fuer eine mehrteilige endoprothese des nucleus pulposus |
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| DE3529761A DE3529761C2 (de) | 1984-09-04 | 1985-08-20 | Bandscheibenendoprothese |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DD234609A1 true DD234609A1 (de) | 1986-04-09 |
| DD234609B1 DD234609B1 (de) | 1988-05-04 |
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Family Applications (1)
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| DD (1) | DD234609B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19817698A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-10-28 | Jan Zoellner | Verwendung einer autopolymerisierenden Zusammensetzung auf Organosiloxanbasis |
-
1985
- 1985-02-12 DD DD27319285A patent/DD234609B1/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19817698A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-10-28 | Jan Zoellner | Verwendung einer autopolymerisierenden Zusammensetzung auf Organosiloxanbasis |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD234609B1 (de) | 1988-05-04 |
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Legal Events
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