DD234768A3 - Verfahren zur trocknung von natriumallylsulfonat - Google Patents

Verfahren zur trocknung von natriumallylsulfonat Download PDF

Info

Publication number
DD234768A3
DD234768A3 DD26665784A DD26665784A DD234768A3 DD 234768 A3 DD234768 A3 DD 234768A3 DD 26665784 A DD26665784 A DD 26665784A DD 26665784 A DD26665784 A DD 26665784A DD 234768 A3 DD234768 A3 DD 234768A3
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
naas
rdv
solution
drying
minimum
Prior art date
Application number
DD26665784A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Baumgaertner
Peter Felsch
Klaus Radau
Herbert Walz
Original Assignee
Berlin Chemie Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Berlin Chemie Veb filed Critical Berlin Chemie Veb
Priority to DD26665784A priority Critical patent/DD234768A3/de
Publication of DD234768A3 publication Critical patent/DD234768A3/de

Links

Landscapes

  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trocknung von Natriumallylsulfonat (NaAS) im Rotationsduennschichtverdampfer (RDV). Das Verfahren nutzt die aufgefundene Erscheinung aus, dass bei steigender Zufuhr von NaAS-Loesung vom RDV die Leistungsaufnahme des Rotormotors durch ein ausgepraegtes Minimum geht. Wird der Arbeitspunkt fuer den RDV-Betrieb in dieses Minimum gelegt, wird mit verhaeltnismaessig niedrigem Energieaufwand und mit hohem Durchsatz ein qualitaetsgerechtes Trockenprodukt mit einem Polymerenanteil unter 0,5% und einer Restfeuchte unter 2% gewonnen. NaAS findet Verwendung als Comonomeres zur Polymerisation von Acrylnitril zu Polyacrylnitril (PAN) und verbessert die Farbaffinitaet der PAN-Faser.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung findet Anwendung bei der Herstellung von Natriumallylsulfonat, das als Comonomeres bei der Polymerisation von Acrylnitril zu Polyarylnitril eingesetzt wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Trocknung des thermisch instabilen Natriumallylsulfonates sind produktschonende Verfahren erforderlich. Bekannt ist die Einengung einer wäßrigen Lösung von Natriumallylsulfonat im Vakuumwalzentrockner. Diese Verfahrensweise ist mit mehreren Nachteilen verbunden. Infolge der thermischen Instabilität des Natriumallylsulfonates muß unter Vakuum getrocknet werden, ohne daß dadurch beim Vakuumwalzentrocknereinsatz die thermische Zersetzung des Natriumallylsulfonates völlig unterbunden wird, so daß sowohl Produktverluste und die Weiterverarbeitung erschwerende Qualitätsbeeinträchtigungen auftreten als auch eine periodische Reinigung der Austragschnecke des Vakuumwalzentrockners erforderlich ist, was seinerseits Stillstandszeiten und körperlich schwere Arbeit mit sich bringt.
Des weiteren ist bekannt, daß Rotationsdünnschichtverdampfer auch als Trockner eingesetzt werden können. Sie haben einen niedrigeren spezifischen Energiebedarf als Walzentrockner und eignen sich zur Trocknung thermisch empfindlicher Güter.
Während die Gesetzmäßigkeiten für Fallstromverdampfer und Rotationsdünnschichtverdampfer mit Rotoren mit starren Wischern weitgehend bekannt sind, ist das für solche mit beweglichen Wischern, wie sie allgemein für Trocknungsprozesse eingesetzt werden, nicht der Fall.
Hier stehen dem Fachmann keine vergleichbaren Berechnungsmethoden zur Verfugung und er ist zur Lösung der gegebenen Aufgabe auf Versuche angewiesen (Autorenkollektiv: Verfahrenstechnische Berechnungsmethoden, Teil 1, Wärmeträger, Apparate und ihre Berechnung. VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie. Leipzig 1980, S. 172-173).
Über den Einsatz von Rotationsdünnschichtverdampfem zur Trocknung von Natriumallylsulfonat ist bisher nichts bekannt geworden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Trocknungsverfahren für Natriumallylsulfonat, das ohne die genannten Nachteile kostengünstig zu einem qualitätsgerechten Produkt führt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, nach dem unter Anwendung des energetisch vorteilhaften und produktschonenden Rotationsdünnschichtverdampfers bei hohem Durchsatz verlustfrei ein Trockenprodukt mit einer Restfeuchte von maximal 2% und einem Polymerenanteil unter 0,5% aus wäßriger Natriumallylsulfonat-Lösung, wie sie bei der Umsetzung von Allylchlorid mit wäßriger Natriumsulfit-Lösung anfällt, gewonnen wird.
Der mögliche Durchsatz der zur Einengung zugeführten Lösung wird von der Leistungsaufnahme des Rotormotors des Rotationsdünnschichtverdampfers und von der geforderten maximalen Restfeuchte des zu gewinnenden Trockenproduktes begrenzt.
Beim Einsatz eines Rotationsdünnschichtverdampfers zur Trocknung von Natriumallylsulfonat wurde erwartungsgemäß gefunden, daß mit Erhöhung der Zulaufmenge an Natriumailyisulfonat-Lösung über einen großen Bereich die Leistungsaufnahme des Rotormotors und auch die Restfeuchte des Trockenproduktes anstiegen. Aber auch bei sehr niedrigen Durchsätzen war es nicht möglich, die Restfeuchte unter 5% abzusenken, so daß der Rotationsdünnschichtverdampfer als ungeeignet zur Trocknung von Natriumallylsulfonat erscheinen mußte.
Wird jedoch der Durchsatz trotz ständigen Anstiegs von Restfeuchte und Leistungsaufnahme des Rotormotors immer weiter erhöht, durchläuft die Leistungsaufnahme überraschend ein Maximum, dem ein relatives Minimum mit einer Leistungsaufnahme folgt, die der bei einem um etwa 40% niedrigeren Durchsatz gleich ist.
Während dieser um 40% niedrigere Durchsatz zu einem Trockenprodukt mit 5% Restfeuchte führt, wird beim Durchsatz im genannten relativen Leistungsaufnahmeminimum völlig unerwartet ein Produkt mit einer Restfeuchte von 1 % bis 2% gewonnen.
Dieser Effekt war weder vorhersehbar oder berechenbar noch von anderen Stoffsystemen in ähnlicher Form bekannt.
Erfindungsgemäß wird beim Betrieb des Rotationsdünnschichtverdampfers von Beginn an die dem relativen Leistungsminimum des Rotormotors zuzuordnende Zulaufmenge an Natriumallylsuifonat-Lösung voll aufgegeben.
Die genaue Lage dieses Minimums muß in einem einmaligen Vorversuch für die einzuengende 47-53% Feststoff enthaltende Natriumallylsulfonat-Lösung und den eingesetzten Rotationsdünnschichtverdampfer ermittelt werden.
Aus diesem Wege gelangt man zur Lösung der Aufgabe. Sie besteht darin, daß die technische wäßrige Natriumallyisulfonatiösung, deren Feststoffanteil sich im wesentlichen aus 70 bis 75% Natriumallylsulfonat und 25 bis 30% Natriumchlorid zusammensetzt, mit einer spezifischen Zulaufgeschwindigkeit von 58 bis 66 l/h · m2 kontinuierlich einem Rotationsdünnschichtverdampfer mit beweglichen Wischern bei einer Rotordrehzahl von 710 min"1 und einem Dampfdruck von 0,35 bis 0,40 MPa zugeführt wird.
Als Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrenszur Gewinnung eines Natriumallylsulfonats mit einem Polymerengehalt unter 0,5% und einer Restfeuchte zwischen 1 % und 2% ergeben sich das zuverlässig qualitätsgerechte Trockenprodukt, der relativ geringe Energiebedarf und die hohe Apparatekapazität, damit ein verringerter Apparate- und Arbeitszeitaufwand, sowie eine erhebliche Erleichterung der Arbeit.
Ausführungsbeispiel
Einem Rotationsdünnschichtverdampfer, Typ RDA350/2.5- B1 (VEB Chemieanlagenbau Erfurt-Rudisleben), der mit einem 11 -kW-Antriebsmotor ausgerüstet ist, wird bei einer Rotordrehzahl von 710 min "1 und einem Dampfdruck von 0,35 MPa kontinuierlich eine 50%ige wäßrige Lösung von Natriumailylsulfonat mit einer Zulaufgeschwindigkeit von 155 l/h über eine Dosierpumpe zugeführt. Die Lösungszufuhr wird beim Anfahrvorgang nicht allmählich erhöht, sondern erfolgt sofort in voller
Erhalten werden etwa 100 kg/h feinkristallines Natriumailylsulfonat mit einem Polymerengehalt unter 0,5% und einer Restfeuchte

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Trocknung einer 47 bis 53%igen wäßrigen Natriumallyisulfonatiösung, deren Feststoffanteil zu 70 bis 75% aus Natriumallylsuifonat und zu 25 bis 30% aus Natriumchlorid besteht, auf einen Wassergehalt von maximal 2% unter Anwendung der Dünnschichtverdampfung, gekennzeichnet dadurch, daß die Lösung mit einer spezifischen Zulaufgeschwindigkeit von 58 bis 66 l/h m2 kontinuierlich einem Rotationsdünnschichtverdampfer mit beweglichen Wischern bei einer Rotordrehzahi von 710 min"' und einem Dampfdruck von 0,35 bis 0,40 PMPa zugeführt wird.
DD26665784A 1984-08-28 1984-08-28 Verfahren zur trocknung von natriumallylsulfonat DD234768A3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26665784A DD234768A3 (de) 1984-08-28 1984-08-28 Verfahren zur trocknung von natriumallylsulfonat

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26665784A DD234768A3 (de) 1984-08-28 1984-08-28 Verfahren zur trocknung von natriumallylsulfonat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD234768A3 true DD234768A3 (de) 1986-04-16

Family

ID=5559941

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD26665784A DD234768A3 (de) 1984-08-28 1984-08-28 Verfahren zur trocknung von natriumallylsulfonat

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD234768A3 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5589525A (en) * 1992-12-21 1996-12-31 Calgon Corporation Process for preparing novel high solids non-aqueous polymer compositions

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5589525A (en) * 1992-12-21 1996-12-31 Calgon Corporation Process for preparing novel high solids non-aqueous polymer compositions

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2729348A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von faserstoff in einem unter dampfdruck stehenden mahlapparat
DE2027915B2 (de) Verfahren zum abtrennen fluechtiger bestandteile aus polymeren
EP1116728A1 (de) Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zur Trocknung und Gelbildung von lösungsmittelhaltigen gelbildenden Polymeren
DE2706162A1 (de) Anlage zur fortlaufenden waermebehandlung eines eine kammer durchlaufenden behandlungsgutes
DE4230679A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Klärschlammtrocknung
DE10008531A1 (de) Verfahren zum Behandeln eines Produktes in zumindest einem Mischkneter
EP0028726A2 (de) Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von radioaktiven Abwasserkonzentraten aus Verdampferanlagen
DD234768A3 (de) Verfahren zur trocknung von natriumallylsulfonat
EP0166715A2 (de) Verfahren zum Entwässern von Schlämmen und/oder organischen Stoffen sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
EP0078023B1 (de) Verfahren zum Aufschluss von zellulosehaltigem Material mit gasförmigem Fluorwasserstoff
AT505450B1 (de) Dünnschichtbehandlungsapparat
DE1471260C3 (de) Verfahren zur Verbesserung der Filtrationseigenschaften von Asbestfasern
DE3107259A1 (de) "verfahren und vorrichtung zum abscheiden von dampf aus holzfaserstoff enthaltendem material"
AT505461B1 (de) Dünnschichtbehandlungsapparat
DE3244761C2 (de) Eindampfverfahren und Vorrichtung
DE2630349A1 (de) Verfahren zum herstellen von xyloseloesung aus xylanhaltigen rohstoffen
DE2038310C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung reiner und trockener Carboxymethylcellulose
DE1005042B (de) Vorrichtung fuer den gleichmaessigen Durchtritt von von fluechtigen Stoffen zu befreienden Fluessigkeiten durch einen Verdampferraum
DE2132544A1 (de) Verfahren zum Abtrennen von Blutfeststoffen aus einer Fluessigkeit
EP1747246B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum mahlen von cellulose
DE1454801B2 (de) Verfahren zum entfernen von fluessigkeit aus elastomeren
DE1150367B (de) Verfahren zum Trocknen eines nach dem Nassverfahren hergestellten Alkalicyanids
DE1694581B2 (de) Kontinuierliches verfahren und vorrichtung zum abtrennen von polymeren aus loesungen
DE2811507C2 (de)
DE2851601B2 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Holzschliff in einem Holzschleifer

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee