DD234854A1 - Verfahren und anordnung zur herstellung von granuliertem kalkhydrat - Google Patents

Verfahren und anordnung zur herstellung von granuliertem kalkhydrat Download PDF

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DD234854A1
DD234854A1 DD27341285A DD27341285A DD234854A1 DD 234854 A1 DD234854 A1 DD 234854A1 DD 27341285 A DD27341285 A DD 27341285A DD 27341285 A DD27341285 A DD 27341285A DD 234854 A1 DD234854 A1 DD 234854A1
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granulation
drying
arrangement
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DD27341285A
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Reinhard Boeber
Horst Huckauf
Siegfried Peter
Bernhard Wand
Original Assignee
Dessau Zementanlagenbau Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und die Anordnung zum Loeschen von Kalk und zum Granuliertrocknen des entstehenden Kalkhydrates. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, insbesondere nass geloeschten Kalk durch unmittelbar anschliessende Granuliertrocknung in einer Wirbelschicht in ein abriebfestes Granulat umzuwandeln, welches laenger lagerfaehig ist und bei der Weiterverarbeitung wenig oder keine Staubentwicklung aufweist. Dabei koennen dem Kalkhydrat andere Wirkstoffe entsprechend des spaeteren Verwendungszweckes z. B. zur Behandlung umweltgeschaedigter Waldboeden, zugesetzt werden. Figur

Description

Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines trockenen, granulierten Kalkhydrates in einstellbarer Korngröße und die Anordnung zum Granulieren. Es ist bekannt, Kalkhydrat in Form von Kalkmilch mit geringem Feststoffanteil, Kalkbrei mit hohem Feststoffanteil und als trockenes, sehr feinkörniges Pulver herzustellen.
Während die beiden ersten aus Transportgründen entsprechend der konkreten Bedarfsform beim Kalkanwender hergestellt werden, erzeugt das Kalkhydratpulver ausschließlich der Kalkhersteller.
Ein wesentlicher Nachteil dieses Pulvers besteht in der negativen Beeinflussung der Arbeitsbedingungen durch die hohe Staubbelästigung bei der Weiterverarbeitung, wodurch z. B. Reizungen der Atemwege und der Augen eintreten können. Eine Kombination mit anderen Wirkstoffen ist zwar möglich, erfordert jedoch einen hohen Homogenisierungsaufwand und bei Transport und Lagerung ist eine Entmischung unvermeidlich.
Das Granulieren gewinnt bekanntlich in der Aufbereitungstechnik immer mehr an Bedeutung. So werden beispielsweise Düngemittel teilweise in granulierter Form hergestellt, damit es sich nicht entmischen kann. Weiterhin ist bei der Lagerung und beim Transport der Staubanfall sehr gering. Außerdem wird bei granuliertem Düngemittel eine maschinelle Ausstreuung wesentlich erleichtert.
Die Granuliertechnik wird dabei überwiegend in der Form angewandt, daß die Granalien durch Zuführung von trockenem Material und einem Bindemittel in mechanischen Einrichtungen z. B. Granulierteller, Granuliertrommeln und dgl. aufgebaut werden. Größe, Form und Festigkeit der Granalien hängen dabei stark von konstanten Maschinenfaktoren und von nur konstruktiv veränderbaren Vorrichtungen ab. In diesen Vorrichtungen bilden sich oftmals unerwünschte Ansätze, die nur durch zusätzliche mechanische Vorrichtungen beseitigt werden können.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Produkt beispielweise Kalkhydrat mit höheren Gebrauchseigenschaften und verbesserten Einsatzbedingungen zu erzeugen und gleichzeitig die beim Kalklöschen entstehende Wärme im Gesamtprozeß zu nutzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, aus Kalkhydratmilch, welche durch Ablöschen von gebranntem Kalk mit Wasser hergestellt wird, ein trockenes, abriebfestes Kalkhydratgranulat vorzugsweise in der Korngröße 2 bis 20 mm herzustellen, welches bei der Weiterverarbeitung keine oder nur unbedeutende Staubentwicklung aufweist und in Kombination mit anderen Wirkstoffen auch nach längerer Lagerung und/oder Transport mit diesen ein homogenes Gemisch bildet.
Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, die beim Löschprozeß frei werdende Wärme im weiteren Prozeßablauf zu nutzen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das aus gebranntem Kalk unter Zugabe von Wasser entstehende temperierte Kalkhydrat in Form von Kalkmilch unter Druck einer Granuliertrocknung zugeführt wird. Die Granuliertrocknung erfolgt in einer Wirbelschicht, in die die Kalkmilch eingedüst wird.
Die sich bei der Granuliertrocknung bildenden Granalien werden gleichzeitig mit ihrem Aufbau getrocknet und entsprechend der vorbestimmten Größe ausgetragen. Der Granuliertrockner ist mit einer Zuführung für die Kalkmilch sowie Zuführungen für die Trocknungsluft und gegebenenfalls für andere Wirkstoffe und keimbildendes Material beispielsweise Brüdenstaub ausgestattet. Außerdem ist eine Abzugsvorrichtung für das granulierte Material angeordnet.
Die Nutzung der beim Kalklöschen frei werdenden Wärme erfolgt dadurch, daß die temperierte Kalkmilch sofort dem Trocknungsprozeß zugeführt wird und die Trocknungsluft durch Umströmen der Löscheinrichtung die nach außen abgeführte Wärme aufnimmt. In einem sich anschließenden Wärmetauscher oder einer Brennkammer wird die Trocknungsluft auf die Eintrittstemperatur erwärmt.
Ausführungsbeispiel - ·
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
In der Zeichnung ist eine Anordnung zur Herstellung granulierten Kalkhydrates schematisch dargestellt.
Der Branntkalk und Wasser werden über eine Zuführung 1 einer Kaiklöscheinrichtung 2 aufgegeben. In der Kalklöscheinrichtung 2 wird der gebrannte Kalk mit Wasser vermischt und unter Bildung von Kalkhydrat zu einer Kalkmilch verarbeitet. Diese Kalkmilch wird unter Druck der Wirbelschicht eines Granuliertrockners 3 über die Kalkmilchzuführung 4 aufgegeben.
Durch die unmittelbare Zufuhr der in der Kalklöscheinrichtung 2 gebildeten Kalkmilch zum Granuliertrockner 3 erübrigt sich eine Vorwärmung.
Die sich im Granuliertrockner 3 bildenden Granalien werden gleichzeitig mit ihrem Aufbau getrocknet. Nach Erreichen der gewünschten Größe verlassen sie den Granuliertrockner über einen Granulatabzug δ. Als Keime für die Granulation dienen
staubförmige Kalkhydratteilchen, die in der Wirbelschicht vorhanden sind oder ihr von außen über eine separate Keimzuführung 6 zugeführt werden. Es können als Keime auch andere Wirkstoffe in entsprechend feinkörniger Form aufgegeben werden. Eine weitere Möglichkeit der Kombination mit anderen Wirkstoffen besteht in der separaten Wirkstoff-Zuführung 7 zur Kalkmilch vor der Aufgabe zum Granuliertrockner. Die separat zugeführten Keime können auch entsprechend behandelte Anteile des Fertigguts sein oder aus der Rückführung der beim Löschprozeß entstehenden Brüden stammen.
Die Kalklöscheinrichtung ist mit einem Mantel 9 umgeben. Über eine Leitung 8 wird in den Zwischenraum kalte Trocknungsluft eingeführt, die infolge der freiwerdenden Wärme beim Kalklöschen vorgewärmt und über eine Leitung 10 einem Wärmetauscher 11 zugeführt wird. In dem Wärmetauscher 11 wird sie auf die gewünschte Trocknungstemperatur aufgeheizt und dem Granuliertrockner 3 über eine Leitung 12 aufgegeben. Die Abluft wird aus dem Granuliertrockner 3 mittels Abluftleitung 13 abgeleitet.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein Produkt erzeugt wird, dessen Gebrauchseigenschaften den speziellen Einsatzbedingungen angepaßt ist.
Bei der Granuliertrocknung in einer Wirbeischicht besteht die Möglichkeit der Kombination von Kalkhydrat mit anderen Wirkstoffen, entweder durch Zuführung dieser Wirkstoffe als Granulationskeime oder gemeinsam mit der Kalkhydratsuspension.
Beispielsweise wird die alkalische Behandlung saurer Böden bei gleichzeitiger Vermeidung von Ätzschäden an vorhandenen Kulturen und gleichzeitiger Ausbringung von Nährstoffen bzw. Schädlingsbekämpfungsmitteln ermöglicht.
Gleichzeitig werden mit der Ausnutzung der beim Löschprozeß freiwerdenden Wärme die Aufwendungen für den Granuliertrocknungsprozeß minimiert.
Ein Vorteil dieser kombinierten Anordnung ist demzufolge die Ausnutzung der Wärme aus einem stark exothermen Prozeß in einem anschließenden wärmeverbrauchenden Prozeß.

Claims (7)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung von granuliertem Kalkhydrat aus Kalkmilch, gekennzeichnet dadurch, daß die durch Ablöschen von gebranntem Kalk mit Wasser entstandene Kalkmilch anschließend einer Wirbelschichtgranuliertrocknung zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die beim Kalklöschen freiwerdende Abwärme beim Kalklöschen, vorzugsweise nach zusätzlicher Aufheizung, für die Granuliertrocknung genutzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Kalkhydrat bei der Granulation mit anderen Wirkstoffen versetzt wird.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß der Wirkstoff in fester Form als Granulationskeim eingetragen wird.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß Wirkstoffe durch Beimischung in gelöstem Zustand der wäßrigen Kalkhydratsuspension vorder Granuliertrocknung zugeführt werden.
  6. 6. Verfahren nach Punkt 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Brüdenstaub aus der Kaiklöscheinrichtung der Granuliertrocknung als Granulationskeim zugeführt wird.
  7. 7. Anordnung zur Herstellung von granuliertem Kalkhydrat aus Kalkmilch, gekennzeichnet dadurch, daß einer Kalklöschvorrichtung (2) ein Granuliertrockner (3) über eine Kalkmilchzuführung (4) nachgeschaltet ist und in eine Leitung (10; 12) für die Trockenluft ein Wärmetauscher (11) geschaltet ist.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
DD27341285A 1985-02-20 1985-02-20 Verfahren und anordnung zur herstellung von granuliertem kalkhydrat DD234854A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4917869A (en) * 1987-07-01 1990-04-17 Rolf Graf Lime hydrating plant and process of lime hydrating as well as flue gas desulfurization plant with such a lime hydrating plant and process of flue gas desulfurization

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4917869A (en) * 1987-07-01 1990-04-17 Rolf Graf Lime hydrating plant and process of lime hydrating as well as flue gas desulfurization plant with such a lime hydrating plant and process of flue gas desulfurization

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