DD234927A1 - Stuetzvorrichtungen fuer eine waagenbruecke - Google Patents

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Hubertus Zantke
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Radebeul Rapido Waegetechnik
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    • G01GWEIGHING
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    • G01G21/23Support or suspension of weighing platforms
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Abstract

Die Erfindung betrifft Stuetzvorrichtungen fuer eine Waagenbruecke in Brueckenwaagen der mittleren und groben Genauigkeitsklasse insbesondere in Plattformwaagen. Das Ziel der Erfindung besteht in einer stoerkraftfreien Uebertragung der Last einer Waagenbruecke auf ein Hebelwerk durch Stuetzvorrichtungen mit geringem Fertigungs- und Materialaufwand und verbesserten technischen Eigenschaften. Es sind daher Stuetzvorrichtungen zu schaffen, bei denen die pendelnde Eigenschaft von Stuetzkoerpern mit schneidenfoermigen Drehachsen zur selbsttaetigen Zentrierung der Waagenbruecke genutzt und gleichmaessige Pendelbewegungen erreicht und weitere technologische Nachteile beseitigt werden sollen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass eine schneidenfoermige Drehachse eines Stuetzkoerpers, eine Pfanne mit kreisfoermigem Querschnitt und eine Lastschneide des Hebelwerkes von einem zylindrischen Begrenzungsring umfasst sind, wobei die Pfanne an der nach oben gerichteten Flaeche eine v-foermige Rille aufweist, deren Spur mit der Spur der an der Unterseite befindlichen v-foermigen Rille in einer Ebene liegt. Fig. 1

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Stützvorrichtungen für eine Waagenbrücke, die zwischen Auflageflächen der Waagenbrücke und je einer Lastschneide eines Hebelwerkes angeordnet sind und in Brückenwaagen der mittleren und groben Genauigkeitsklasse insbesondere in Plattformwaagen angewendet werden können.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Übertragung der Last einer Waagenbrücke auf ein Hebelwerk, dürfen die Lastschneiden zur vertikale Kräfte, die auf die Waagenbrücke wirken, aufnehmen. In der horizontalen Ebene wirkende Störkräfte, auch Querkräfte genannt, die beim Aufbringen der Last auf die Waagenbrücke entstehen, müssen vom Gestell der Waage aufgenommen werden. Es ist üblich, zu diesem Zweck zwischen Waagenbrücke und Lastschneiden druckkraftübertragende Wälzkörperkombinationen, im weiteren Stützvorrichtungen genannt, einzusetzen, die infolge ihrer konstruktiven Ausführungsart die Wägebrücke bei Querkrafteinwirkung in der horizontalen Ebene gegen Anschläge ausweichen lassen und unter Ausnutzung der Stabilitäts-Kriterien eines massebehafteten Pendels in ihre stabile Ausgangslage zurückführen.
Bekannte Stützvorrichtungen des genannten Prinzips sind in Raudnitz-Reimpell, Handbuch des Waagenbaues, Band 1, S. 161 bis beschrieben.
Bei einer als Kugelsupport bekannten Stützvorrichtung sind zwischen einem mit der Brücke fest verbundenen Oberteil und einem Unterteil, daß eine spielende Lastschneide trägt, mindestens zwei Kugeln gelegt, auf denen die Brücke rollt. Die Kugeln liegen in einer muldenförmigen Vertiefung des Unterteils und rollen unter Drucklast der Brücke nach deren horizontalen Auslenkung an den tiefsten Punkt der Mulde zurück, wodurch die Brücke in ihre stabile Ausgangslage zurückgebracht wird. Um ein Kippen der Stützvorrichtung um die Schneidenlinie zu verhindern, sind jeweils mindestens zwei Kugeln erforderlich, die so angeordnet sind, daß die Verbindungslinie ihre Auflagepunkte senkrecht zur Schneidenlinie steht. Nachteile sind, daß die paarweise anzubringenden muldenförmigen Vertiefungen eine aufwendige paßgenaue Fertigung erfordern und insbesondere bei großen Waagenlasten Kugeldurchmesser erforderlich sind, die Platzbedarf und Materialaufwand ungünstig beeinflussen. Bei einer weiteren Stützvorrichtung für Waagenbrücken wird die Anwendung von mindestens zwei Kugeln vermieden. Ein Stützkörper an der Oberseite ist als Kugelkalotte ausgebildet, die auf einer ebenen Fläche an der Waagenbrücke abrollt. Die Unterseite des Stützkörpers ist keilförmig gestaltet. Die Keilschneide überträgt die Last mittig auf die Auflagefläche einer Pfanne und bildet dort eine Drehachse, die um 90° zur Schneidenlinie der Lastschneide versetzt ist. Die zweite Drehachse bildet die Schneidenlinie. Der Radius der Kugelkalotte ist größer als der Abstand zwischen der Stützfläche an der Brücke und der Schneidenlinie der Lastschneide, wodurch ein zweidimensionaies Schwingen der Brücke mit Rückkehr in eine stabile Ausgangslage möglich ist. Diese Ausführung einer Stützvorrichtung ist auch mit der Bezeichnung Einkugelsupport bekannt.
Eine ähnliche Stützvorrichtung zur Brückenabstützung auf die Endschneide eines Lasthebels ist auch im Zusammenhang mit einem System vereinheitlichter Stützanordnungen für Waagen mit Hebelwerken in der Figur 22 G der DE-AS 2 540 219 als Ausführungsvariante beschrieben. Diese enthält zusätzliche Mittel zur Lagesicherung für Stütze und Pfanne. Die Stütze enthält am oberen und unteren Ende eine kragenförmige Randleiste als Zentrierorgan. Um ein Verschieben der Pfanne zur Lastschneide in Richtung der Schneidenlinie zu verhindern, ist in der Mitte eine Stahlkugel vorgesehen, die je zur Hälfte in Schneide und Pfanne eingelassen ist. Weiterhin sind Gestaltungseinzelheiten zur Bestimmung der Winkellage der Pfannenspur gegenüber einer Drehachse der Stütze vorhanden.
Diese Ausführungsarten weisen Vorteile gegenüber dem Kugelsupport mit mindestens zwei Kugeln auf, Der Materialeinsatz und der Platzbedarf ist insbesondere bei hohen Waagenlasten geringer. Die Justierung ist einfacher. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch, daß infolge des Abstandes zwischen Auflagefläche und Schneidenlinie der Pfanne die um 90° versetzten Drehachsen nicht in einer Ebene liegen, dadurch die Rückstellkräfte nach dem Kippen der Stützvorrichtung um die jeweilige Drehachse unterschiedlich groß sind und demzufolge das Einschwingen in die stabile Ausgangslage ungleichmäßig erfolgt. Weitere Nachteile bestehen darin, daß durch das Einlassen der Kugel in Schneide und Pfanne die lastübertragende Schneide in der Mitte unterbrochen werden muß und damit ein erhöhter Fertigungsaufwand erforderlich ist und die Tragfähigkeit der Schneide herabgesetzt wird. Einen erhöhten Fertigungsaufwand erfordern auch die kragenförmige Randleiste und weitere Gestaltungseinzelheiten zur Bestimmung der Winkellage der Pfannenspur gegenüber der Drehachse der Stütze.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die störkraftfreie Übertragung der Last einer Waagenbrücke auf ein Hebelwerk durch Stützvorrichtungeh mit geringem Fertigungs- und Materialaufwand, bei geringstem Platzbedarf und mit verbesserten technischen Eigenschaften zu realisieren.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Stützvorrichtungen für eine Waagenbrücke, die zwischen Auflageflächen der Waagenbrücke und je einer Lastschneide eines Hebelwerkes angeordnet sind, zu schaffen, bei denen die pendelnde Eigenschaft von Stützkörpern mit schneidenförmigen Drehachsen zur selbsttätigen Zentrierung der Waagenbrücke genutzt werden, wobei gegenüber bisherigen Ausführungen eine gleichmäßige Pendelbewegung erreicht und bekannte technologische Nachteile beseitigt werden sollen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Pfanne, die einen kreisförmigen Querschnitt aufweist, eine schneidenförmige Drehachse des Stützkörpers und die Lastschneide des Hebelwerkes von einem zylindrischen Begrenzungsring umfaßt sind, wobei die Pfanne an der nach oben gerichteten Fläche eine v-förmige Rille aufweist, deren Spur mit der Spur der an der Unterseite befindlichen v-förmigen Rille in einer Ebene liegt.
Die Aufgabe wird weiterhin gelöst, indem eine Breite B der schneidenförmigen Drehachse des Stützkörpers einer Breite B' der Schneidenlinie der Lastschneide entspricht, und diese Breiten die längsten Seiten der schneidenförmigen Drehachse und der Lastschneide an deren Schneidenlinie sind und eine annähernd punktförmige und spielfreie Berührung mit dem Innendurchmesser D des Begrenzungsringes aufweisen. Der zylindrische Begrenzungsring ist ferner mit der einen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Pfanne lagegesichert.
Die vorgeschlagenen Stützvorrichtungen für eine Waagenbrücke, die zwischen den Auflageflächen der Waagenbrücke und je einer Lastschneide eines Hebelwerkes angeordnet sind, übertragen die auf der Waagenbrücke liegende Last störkraftfrei als Druckkraft über die Paarung Stützkörper und Pfanne auf die Lastschneiden eines Lasthebels. Die Stützvorrichtung, deren Stützkörper oben als Kugelkalotte ausgebildet ist und unten die schneidenförmige Drehachse aufweist, die zur Schneidenlinie der Lastschneide um 90° versetzt ist und mit der schneidenförmigen Drehachse in einer Ebene liegt, ermöglicht ein gleichmäßiges Pendeln der Waagenbrücke. Durch konstruktive Ausgestaltung des Stützkörpers erfolgt ein selbsttätiges Zentrieren der Waagenbrücke in eine stabile Lage. Der die schneidenförmige Drehachse des Stützkörpers und die Schneidenlinie der Lastschneide des Hebelwerkes, die um 90° versetzt in einer Ebene liegen, umfassende, annähernd spielfrei angeordnete zylindrische Begrenzungsring verhindert ein seitliches Auswandern der Waagenbrücke gegenüber dem Hebelwerk. Er gewährleistet in Verbindung mit der annähernd punktförmigen und spielfreien Berührung der schneidenförmigen Drehachse des Stützkörpers und der Schneidenlinie der Lastenschneide am Innendurchmesser des Begrenzungsringes eine reibungsarme Beweglichkeit beim Pendeln des Stützkörpers in der Spur der v-förmigen Rille an der nach oben gerichteten Fläche der Pfanne beziehungsweise von Stützkörper und Pfanne um die um 90° versetzte Schneidenlinie der Lastschneide.
Ausführungsbeispiel
Die erfindungsgemäße Stützvorrichtung wird durch ein Ausführungsbeispiel beschrieben und anhand einer Zeichnung näher erläutert. '.'.
Figur 1: zeigt eine Schnittdarstellung einer Stützvorrichtung im eingebauten Zustand.
Figur 2: zeigt eine um 90° gedrehte Schnittdarstellung der gleichen Stützvorrichtung.
Figur 3: zeigt die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Pfanne mit Begrenzungsring als Draufsicht.
Figur 1 beziehungsweise Figur 2 enthält zwischen einer Auflagefläche 1, einer angedeuteten Waagenbrücke 2 und einer Lastschneide 6 eines angedeuteten Lasthebeis 7 die Ausführung einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung. Diese besteht aus einem Stützkörper 3, der oben als Kugelkalotte 4 ausgebildet ist und sich auf der Auflagefläche 1 der Waagenbrücke 2 abstützt. Der untere Teil des Stützkörpers 3 ist keilförmig gestaltet und stützt sich mit seiner schneidenförmigen Drehachse 5 in der Spur einer v-förmigen Rille 10 einer einen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Pfanne 8 ab. Diese stützt sich ihrerseits mit einer v-förmigen Rille 11 auf der Lastschneide 6 des Lasthebels 7 ab. Die Spuren der v-förmigen Rillen 10 und 11 sind in eine Ebene gelegt und so angeordnet, daß die schneidenförmige Drehachse 5 des Stützkörpers 3 und die Schneidenlinie 12 der Lastschneide 6 entsprechend Figur 3 90° gedreht liegen. Die Pfanne 8, die schneidenförmige Drehachse 5 und die Lastschneide 6 sind von einem zylindrischen Begrenzungsring 9 umfaßt, der entsprechend Figur 3 mit der Pfanne 8 durch zwei diagonal angeordnete Stiftschrauben 13 lagegesichert sind.
Zur Gewährleistung einer annähernd spielfreien Berührung mit dem Innendurchmesser D des Begrenzungsringes 9 weisen die schneidenförmige Drehachse 5 des Stützkörpers 3 und die Schneidenlinie 12 der Lastschneide 6 eine gleiche Breite B beziehungsweise B' auf, wobei diese Breiten geringfügig kleiner gehalten sind als der Innendurchmesser D des Begrenzungsringes
Zur Herbeiführung des selbsttätigen Zentrierens der Waagenbrücke in eine stabile Lage ist der Stützkörper 3 konstruktiv so ausgeführt, daß der Kugelradius R der Kugelkalotte 4 größer ist als die Höhe H des Stützkörpers 3, die dem Abstand zwischen der Auflagefläche 1 der Waagenbrücke 2 und der Schneidenlinie 12 der Lastschneide 6 entspricht.
Die Vorteile der erfinderischen Stützvorrichtung bestehen darin, daß eine störkraftfreie Übertragung der Last einer Waagenbrücke auf ein Hebelwerk möglich ist, weil der Stützkörper unten eine schneidenförmige Drehachse aufweist, die zur Schneidenlinie der Lastschneider um 90° versetzt ist und mit dieser in einer Ebene liegt, wodurch ein gleichmäßiges Pendeln der Waagenbrücke erreicht wird. Die konstruktive Ausgestaltung des Stützkörpers gestattet weiterhin ein gleichmäßiges selbsttätiges Zentrieren der Waagenbrücke in eine stabile Lage. Bei Anwendung moderner Fertigungstechnologien, wie beispielsweise des Feingußverfahrens und infolge der Einfachheit der vorwiegend rotationssymmetrischen Bauteile, erfordert die Herstellung einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung nur einen geringen Aufwand an spanender Formung. Kleine Einbaumaße ermöglichen ferner den Aufbau platzsparender Waagenkonstruktionen.

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Stützvorrichtungen für eine Waagenbrücke, die zwischen Auflageflächen der Waagenbrücke und je einer Lastschneide eines Hebelwerkes angeordnet sind, mit einem Stützkörper der oben als Kugelkalotte ausgebildet ist und unten eine schneidenförmige Drehachse aufweist, die mittig an der nach oben gerichteten Fläche einer Pfanne angreift, wobei diePfanne an ihrer Unterseite eine zur Drehachse des Stützkörpers um 90° gedreht angeordnete v-förmige Rille zur Aufnahme der Lastschneide besitzt, der Kugelradius des Stützkörpers größer ist als der Abstand zwischen der Auflagefläche der Waagenbrücke und der Schneidenlinie der Lastschneide und zusätzliche Mittel zur Lagesicherung für Stützkörper und Pfanne vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfanne (8), die einen kreisförmigen Querschnitt aufweist, die schneidenförmige Drehachse (5) des Stützkörpers (3) und die Lastschneide (6) des Hebelwerkes von einem zylindrischen Begrenzungsring (9) umfaßt sind, wobei die Pfanne (8) an der nach oben gerichteten Fläche eine weitere v-förmige Rille (10) aufweist, deren Spur mit der Spur der an der Unterseite befindlichen v-förmigen Rille (11) in einer Ebene liegt.
  2. 2. Stützvorrichtungen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Breite (B) der schneidenförmigen Drehachse (5) des Stützkörpers (3) einer Breite (B') der Schneidenlinie (12) der Lastschneide (6) entspricht, und diese Breiten die längsten Seiten der schneidenförmigen Drehachse (5) und der Lastschneide (6) an deren Schneidenlinie (12) sind und eine annähernd punktförmige und spielfreie Berührung mit dem Innendurchmesser (D) des Begrenzungsringes (9) aufweisen.
  3. 3. Stützvorrichtung nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Begrenzungsring (9) mit der einen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Pfanne (8) lagegesichert ist.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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