DD235154A3 - Hartlot zum loeten von warmfesten staehlen - Google Patents

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DD235154A3
DD235154A3 DD26683484A DD26683484A DD235154A3 DD 235154 A3 DD235154 A3 DD 235154A3 DD 26683484 A DD26683484 A DD 26683484A DD 26683484 A DD26683484 A DD 26683484A DD 235154 A3 DD235154 A3 DD 235154A3
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solder
brazing
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steels
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DD26683484A
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Heiner Bogdahn
Bernd-Peter Salzberg
Original Assignee
Geraete & Regler Werke Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Hartlot zum Loeten von un- bzw. niedriglegierten Staehlen, die mit erhoehten Temperaturen bis 550C belastet werden. Aufgabe der Erfindung ist es, einen billigen Lotwerkstoff fuer das Loeten warmfester Muffenrohrverbindungen zu finden, wobei die mechanischen Eigenschaften der Verbindung den Anforderungen bis zu einer Betriebstemperatur von 550C genuegen muessen. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch geloest, dass die an sich als Widerstandsdraht bekannte Legierung, bestehend aus 86% Cu, 12% Mn und 2% Ni, als Lotwerkstoff eingesetzt wird.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Hartlot zum Löten von un- bzw. niedriglegierten Stählen, die mit erhöhten Temperaturen bis 550°C belastet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Rohrleitungen aus un- bzw. niedriglegierten Stählen werden für den Einsatz mit erhöhten Warmfestigkeitsanforderungen in der Regel durch Gasschmelzschweißen bzw. WIG-Schweißen gefügt. Die Anwendung dieser Schweißverfahren ist sehr teuer, da hochqualifizierte Schweißer erforderlich sind und zur Schweißnahtüberprüfung das Röntgen angewendet wird. Zusätzlich stellt die Beschaffung und der Transport von Schweißgasen besonders unter Baustellenmontagebedingungen eine große Belastung dar. Für das Fügen von Rohrleistungen kleiner Durchmesser setzt sich in den letzten Jahren das Muffenlöten mittels direkter elektrischer Widerstandserwärmung immer mehr durch. Der Einsatz derartiger Lötverbindungen ist auf Grund der Anwendung von Sonderloten bis zu einer Betriebstemperatur von 550°C möglich.
Da es sich bei diesen Loten, bestehend aus 87% Cu, 10% Mn, 3% Co bzw. 50% Cu, 40% Mn, 10% Ni (DRP460 241) bzw. 4-4,8% Ni, 20%-24% Mn, 1 % Fe, Rest Cu (SU-PS 128 271), um Sonderfertigungen handelt, sind die Herstellungskosten sehr hoch. Eine wirtschaftliche Produktion scheitert daran, daß der Bedarf an diesen Loten verhältnismäßig gering ist. Die Folge davon ist, daß die Kosten für die Herstellung einer warmfesten Lötverbindung ebenfalls hoch sind.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, einen billigen Lotwerkstoff zum Löten warmfester Stähle zu finden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, einen in der Herstellung billigen Lotwerkstoff für das Löten warmfester Muffenrohrverbindungen zu finden, wobei die mechanischen Eigenschaften der Verbindung den Anforderungen bis zu einer Betriebstemperatur von 550°C genügen müssen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine an sich als Widerstandsdraht bekannte Legierung aus 86% Cu, 12%
Mn und 2% Ni als Lotwerkstoff eingesetzt wird.
Durch Untersuchungen konnte festgestellt werden, daß Lötverbindungen, die mit einem solchen Lot hergesfeilt werden, auch nach zehnstündiger Zeitstandsbeanspruchung bei 550°C noch fester als der Grundwerkstoff sind.
Ausführungsbeispiel
Das Fügen von Rohren aus unlegiertem Stahl St 35.8 III der Abmessung 12 x 2 mit dem Lot LCuMn12Ni soll im folgenden Beispiel beschrieben werden.
Die Fügestelle wird als Muffenlötverbindung ausgeführt, wobei die notwendige Temperatur durch direkte elektrische Widerstandserwärmung mit einer bekannten Vorrichtung (WP 155 758) erzeugt wird. Die Rohrenden sind zum Löten zu entgraten und von Rost oder Schmutz zu säubern. Dann werden auf die Rohre Lotformteile (Ringe) aus LCuMn12Ni 0 1,0 mm geschoben und mit einer Lehre ausgerichtet, so daß die Muffe mittig über dem Rohrstoß aufsitzen kann. Nach dem Aufschieben der Muffe werden die Rohre so montiert, daß sich die Rohrstöße berühren und somit einen elektrischen Kontakt gewährleisten. Die Lotringe müssen links und rechts an der Muffe anliegen. Nach dem Einstreichen des gesamten Lötbereiches mit Flußmittel „Braslolin RT/1" wird das Lötgerät so lange eingeschaltet, bis die Lotringe abgeschmolzen und in den Lötspalt eingeschossen sind. Wegen der Dünnflüssigkeit des Lotes ist der Montagespalt < 0,1 zu begrenzen. Ist er größer, ist mit Qualitätsmängeln durch Benetzungsfehlstellen zu rechnen.
Das beschriebene Lot liegt in Form von Widerstandsdraht in großer Menge vor, da es in einer Massenproduktion gefertigt wird. Die Folge davon ist, daß die Herstellungskosten sehr gering sind und in etwa denen herkömmlicher Messinglote entsprechen.
Die nickellegierte Manganbronze in der oben ausgeführten Zusammensetzung (LCuMn12Ni) hat gegenüber der im Stand der Technik erwähnten kobaltlegierten Manganbronze eine um 50°C erhöhte Liquidustemperatur (Ts = 1080°C). Diese wirkt sich beim Löten nicht nachteilig aus, sofern als Erwärmungsverfahren die direkte elektrische Widerstandserwärmung gewählt wird.

Claims (4)

  1. - 1 - ODO Of
    Patentanspruch:
    Hartlot zum Löten von warmfesten Stählen, bestehend aus einer Kupfer-Mangan-Nickel-Legierung, gekennzeichnet durch die Verwendung der als Widerstandsdraht bekannten Legierung aus 86% Kupfer, 12 Mangan und
  2. 2% Nickel.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Hartlot zum Löten von un- bzw. niedriglegierten Stählen, die mit erhöhten Temperaturen bis 55O0C belastet werden.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Rohrleitungen aus un- bzw. niedriglegierten Stählen werden für den Einsatz mit erhöhten Warmfestigkeitsanforderungen in der Regel durch Gasschmelzschweißen bzw. WIG-Schweißen gefügt. Die Anwendung dieser Schweißverfahren ist sehr teuer, da hochqualifizierte Schweißer erforderlich sind und zur Schweißnahtüberprüfung das Röntgen angewendet wird. Zusätzlich stellt die Beschaffung und der Transport von Schweißgasen besonders unter Baustellenmontagebedingungen eine große Belastung dar. Für das Fügen von Rohrleistungen kleiner Durchmesser setzt sich in den letzten Jahren das Muffenlöten mittels direkter elektrischer Widerstandserwärmung immer mehr durch. Der Einsatz derartiger Lötverbindungen ist auf Grund der Anwendung von Sonderloten bis zu einer Betriebstemperatur von 5500C möglich.
    Da es sich bei diesen Loten, bestehend aus 87% Cu, 10% Mn,
  3. 3% Co bzw. 50% Cu, 40% Mn, 10% Ni (DRP 460 241) bzw.
  4. 4-4,8% Ni, 20%-24% Mn, 1 % Fe, Rest Cu (SU-PS 128 271), um Sonderfertigungen handelt, sind die Herstellungskosten sehr hoch. Eine wirtschaftliche Produktion scheitert daran, daß der Bedarf an diesen Loten verhältnismäßig gering ist. Die Folge davon ist, daß die Kosten für die Herstellung einer warmfesten Lötverbindung ebenfalls hoch sind.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, einen billigen Lotwerkstoff zum Löten warmfester Stähle zu finden.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Aufgabe der Erfindung ist es, einen in der Herstellung billigen Lotwerkstoff für das Löten warmfester Muffenrohrverbindungen zu finden, wobei die mechanischen Eigenschaften der Verbindung den Anforderungen bis zu einer Betriebstemperatur von 550°C genügen müssen.
    Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine an sich als Widerstandsdraht bekannte Legierung aus 86% Cu112% Mn und 2% Ni als Lotwerkstoff eingesetzt wird.
    Durch Untersuchungen konnte festgestellt werden, daß Lötverbindungen, die mit einem solchen Lot hergestellt werden, auch nach zehnstündiger Zeitstandsbeanspruchung bei 5500C noch fester als der Grundwerkstoff sind.
    Ausführungsbeispiel
    Das Fügen von Rohren aus unlegiertem Stahl St 35.8 III der Abmessung 12x2 mit dem Lot LCuMn12Ni soll im folgenden Beispiel beschrieben werden.
    Die Fügestelle wird als Muffenlötverbindung ausgeführt, wobei die notwendige Temperatur durch direkte elektrische Widerstandserwärmung mit einer bekannten Vorrichtung (WP 155 758) erzeugt wird. Die Rohrenden sind zum Löten zu entgraten und von Rost oder Schmutz zu säubern. Dann werden auf die Rohre Lotformteile (Ringe) aus LCuMnI2Ni 0 1,0 mm geschoben und mit einer Lehre ausgerichtet, so daß die Muffe mittig über dem Rohrstoß aufsitzen kann. Nach dem Aufschieben der Muffe werden die Rohre so montiert, daß sich die Rohrstöße berühren und somit einen elektrischen Kontakt gewährleisten. Die Lotringe müssen links und rechts an der Muffe anliegen. Nach dem Einstreichen des gesamten Lötbereiches mit Flußmittel „Braslolin RT/1" wird das Lötgerät so lange eingeschaltet, bis die Lotringe abgeschmolzen und in den Lötspalt eingeschossen sind. Wegen der Dünnflüssigkeit des Lotes ist der Montagespalt < 0,1 zu begrenzen. Ist er größer, ist mit Qualitätsmängeln durch Benetzungsfehlstellen zu rechnen.
    Das beschriebene Lot liegt in Form von Widerstandsdraht in großer Menge vor, da es in einer Massenproduktion gefertigt wird. Die Folge davon ist, daß die Herstellungskosten sehr gering sind und in etwa denen herkömmlicher Messinglote entsprechen. Die nickellegierte Manganbronze in der oben ausgeführten Zusammensetzung (LCuMn12Ni) hat gegenüber der im Stand der Technik erwähnten kobaltlegierten Manganbronze eine um 5O0C erhöhte Liquidustemperatur (Ts = 10800C). Diese wirkt sich beim Löten nicht nachteilig aus, sofern als Erwärmungsverfahren die direkte elektrische Widerstandserwärmung gewählt wird.
DD26683484A 1984-08-31 1984-08-31 Hartlot zum loeten von warmfesten staehlen DD235154A3 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000018537A1 (en) * 1998-09-28 2000-04-06 Sumitomo Special Metals Co., Ltd. Brazing filler alloy for stainless steel, brazed structure manufactured by using the brazing filler alloy, and brazing filler material for stainless steel
DE10355188A1 (de) * 2003-11-26 2005-06-30 Deutsches Elektronen-Synchrotron Desy Verfahren zur Herstellung eines Vakuumrohrs einer Synchrotronstrahlungsquelle
DE102009059686A1 (de) * 2009-12-19 2011-06-22 Umicore AG & Co. KG, 63457 Legierung

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EP2512725B1 (de) 2009-12-19 2018-02-21 Umicore AG & Co. KG Verwendung einer cu-legierung zum löten von bauteilen von abgasanlagen. 84-88 %kupfer; 8.5-13.5%mangan; 1.5-4 %cobalt oder nickel; 0-0.5% silizium.

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