DD235195A1 - Stoesselauswerfer fuer kurbelpressen zur massivumformung - Google Patents

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DD235195A1
DD235195A1 DD27407685A DD27407685A DD235195A1 DD 235195 A1 DD235195 A1 DD 235195A1 DD 27407685 A DD27407685 A DD 27407685A DD 27407685 A DD27407685 A DD 27407685A DD 235195 A1 DD235195 A1 DD 235195A1
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DD
German Democratic Republic
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ejector
ram
doppelpleuel
common pivot
gleitsteinführungen
Prior art date
Application number
DD27407685A
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Inventor
Uwe Darr
Lothar Katzemann
Ursula Kuehnhold
Gerd Heimbuerger
Original Assignee
Warnke Umformtech Veb K
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auswerfen der Werkstuecke aus den Oberwerkzeug an einem durch eine Kurbel angetriebenen Pressenstoessel. Ziel sind grosse Auswerferhuebe und -kraefte bei geringerem Verschleiss. Aufgabe ist es, dies mit am Doppelpleuel bzw. am Stoessel angelenkten, ueber Ueberlastsicherungen und gemeinsame Schwenkachsen verbundenen Antriebs- und Auswerferhebeln bei raumsparender und wartungsfreundlicher Bauweise ohne Kurvengetriebe zu erreichen. Geloest wird dies dadurch, dass die Gleitsteinfuehrungen (4) der Antriebshebel (6) am Doppelpleuel (3) sich zwischen dessen Lagerstellen (7; 8) befinden, dass die winkligen Auswerferhebel (10) ueber Gleitgelenke (15, 16) mit einem Auswerferbalken (12) verbunden sind, dass die gemeinsamen Schwenkachsen (5) asymmetrisch zur Stoesselachse (9) angeordnet sind und die Auswerferstifte (14) rueckseitig Kalotten (18) aufweisen. Die Anwendung liegt bei Pressen der Kalt- und Warmmassivumformung, insbesondere bei Schmiedepressen. Fig. 1

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auswerfen der Werkstücke aus dem Oberwerkzeug am durch einen Kurbeltrieb angetriebenen Stößel einer Presse. Sie findet Anwendung bei Pressen zur Kalt- und Warmmassivumformung, insbesondere bei Schmiedepressen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist nach DD-PS 201 258 eine derartige Vorrichtung bekannt, deren Antriebshebel mit einem Ende über eine Scherbuchse und einen Scherbolzen mit einem Auswerferhebel verbunden ist, dessen anderes Ende an einer mit Profilkurven versehenen Auswerferwelle befestigt ist. Die Schwenkbewegung des Auslegers vom Antriebspleuel der Kurbelwelle wird über eine Gleitsteinführung, über den Antriebs- und über den Auswerferhebel auf die Auswerferwelle übertragen, bei deren Bewegung sich die Profilkurven auf den Auswerferstiften abwälzen, wodurch diese zum Ausstoßen der Werkstücke geradlinig bewegt werden.
Von Nachteil sind die relativ geringen Auswerferhübe, die für zahlreiche Anwendungsfälle unzureichend sind. Eine Vergrößerung des Auswerferhubes ist bei begrenztem Schwenkwinkel des Pleuels einerseits durch eine Verlängerung des Pleuelauslegers möglich, wodurch ein großer Raumbedarf erforderlich ist, was einer platzsparenden Bauweise entgegensteht.
Andererseits ist eine Vergrößerung des Auswerferhubes durch die Profilkurven begrenzt, deren Vergrößerung zwangsläufig zu einer Steifeminderung des Stößelkörpers und zu ungünstigen Übertragungswinkeln führt, die eine unzulässige Wälzpressung zur Folge haben; letzterer Nachteil tritt auch bei großen Auswerferkräften auf.
Ein weiterer Nachteil besteht im zeitaufwendigen Wechsel des Scherbolzens nach einer Überlastung des Auswerfers; das notwendige Indeckungbringen der Scherbuchsen zum Einsetzen eines neuen Scherbolzens ist nur über eine entsprechende Pleuelbewegung möglich.
Es ist weiterhin ein Stößelauswerfer nach Eumuco-Prospekt Nr. 210Od bekannt, bei dem der Antrieb eines federbelasteten Auswerferbalkens beidseitig des Stößels vom Doppelpleuel aus über Gleitsteinführungen und in Traversen gelagerten Kurvenhebeln erfolgt.
Die Nachteile dieser Lösung liegen in dem großen Platzbedarf bei Forderung nach größeren Auswerferhüben aus analogen Gründen wie bei der vorgenannten Lösung. Der erhöhte Verschleiß der sich auf dem Auswerferbalken abwälzenden Kurvenprofile bei Anwendung ungünstiger Übertragungswinkel und Wirkung großer Auswerferkräfte ist ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung.
Ziel der Erfindung
Es ist daher das Ziel der Erfindung, bei Stößelauswerfern der eingangs genannten Art relativ große Auswerferhübe und -kräfte bei geringerem Verschleiß zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen derartigen Stößelauswerfer mit Antriebshebeln, die seitlich am Doppelpleuel in Gleitsteinführungen gelagert sind und mit jeweils einem Auswerferhebel eine gemeinsame Schwenkachse haben sowie mit dessen einem Ende über eine Überlastsicherung verbunden sind, bei raumsparender und wartungsfreundlicher Bauweise ohne Verwendung von Kurvengetrieben zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird das durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 beschriebenen Merkmale erreicht. Weitere detaillierte und vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Patentansprüchen 2 bis 6 beschrieben.
Durch den Ort der Anlenkung der Antriebshebel am Doppelpleuel und der Kraftübertragung über die asymmetrisch gelagerten Auswerferhebel und die Gleitgelenke auf den Auswerferbalken sind große Auswerferhübe bei raumsparender Bauweise und große Auswerferkräfte bei geringen Verschleißerscheinungen realisierbar.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: eine vorteilhafte Ausführungsform in Seitenansicht,
Fig. 2: den Teilschnitt A-A aus Fig. 1,
Fig. 3: eine andere vorteilhafte Ausführungsform in Seitenansicht.
j. — t-nj im
Nach Fig. 1 und Fig. 2 wird die durch eine Kurbelwelle 1 gegenüber einem Stößel 2 erzeugte Schwingbewegung eines Doppelpleuels 3 auf jeder Seite über je eine Gleitsteinführung 4 auf je einem in einer Schwenkachse 5 am Stößel 2 gelagerten zweiseitigen Antriebshebel 6 übertragen.
Die Gleitsteinführungen 4 sind am Doppelpleuel 3 raumsparend zwischen dessen Lagerstelle 7 um die Kurbelwelle 1 und dessen Lagerstelle 8 im Stößel 2 angelenkt. Auf der asymmetrisch zur Stößelachse 9 angeordneten Schwenkachse 5 ist gleichfalls je ein winkliger Auswerferhebel 10 gelagert, der die Schwingbewegung des Antriebshebels 6 von dessen anderem Ende über eine als Überlastsicherung dienende Zerreißschraube 11 übernimmt und an seinem anderen Ende über ein Gleitgelenk in eine vertikale Auswerf bewegung eines geführten Auswerferbalkens 12 für durch Federn 13 vorgespannte Auswerferstifte 14 in der Unterseite des Stößels 2 umwandelt.
Die Gleitgelenke zu beiden Seiten des Stößels 2 bestehen aus je einer weiteren Gleitsteinführung 15 und einem darin gelagerten ebenen Drehgelenk 16. In den Drehgelenken 16 sind wiederum seitliche Zapfen 17 des Auswerferbalkens 12 drehbar gelagert. Die Gleitsteinführungen 4,15 nehmen die seitlichen Bewegungsanteile des Doppelpleuels 3 bzw. des Auswerferbalkens 12 gegenüber der Schwenkachse 5 auf.
Sollte während des Umformens ein Werkstück im Oberwerkzeug verklemmen, so daß es im weiteren Arbeitsablauf zur Beschädigung des Stößelauswerfers käme, setzt auf der am meisten überlasteten Seite entsprechend der Dimensionierung das Abreißen der Zerreißschraube 11 ein, wodurch der Stößelauswerfer außer Betrieb gesetzt wird und der Stößel 2 in den oberen Totpunkt zum Entfernen des Werkstückes zurückfährt. Die dabei auftretende Schiefstellung des Auswerferbalkens 12 wird durch die Drehgelenke 16 und rückseitige Kalotten 18 der Auswerferstift 14 aufgefangen, wodurch eine Beschädigung der Zapfen 17 bzw. der einander zugewandten Flächen der Auswerferstifte 14 und des Auswerferbalkens 12 vermieden wird. In der Ausführung nach Fig. 3 erfolgt die Bewegungsübertragung von einem einseitigen Antriebshebel 19 über einen als Überlastsicherung dienenden Scherbolzen 20 und einen winkligen Auswerferhebel 21 auf den Auswerferbalken 12 über ein Gleitgelenk, das aus einer am Auswerferhebel 21 angelenkten Lasche 22 und einem in deren anderem räumlichen Drehgelenk 23 besteht, in dem wiederum ein seitlicher Zapfen 17 des Auswerferbalkens 12 angebracht ist. Der seitliche Bewegungsanteil des Auswerferbalkens 12 gegenüber den Schwenkachsen 5 wird durch die Laschen 22 und die Drehgelenke 23 aufgenommen; letztere fangen auch im Überlastungsfall beim Abscheren des Scherbolzens 20 die Schiefstellung des Auswerferbalkens 12 ab. Das Ausschwenken des Auswerferhebels 21 im Überlastungsfall wird durch einen am Stößel 2 angebrachten Justieranschlag 24 begrenzt, der auch dazu dient, zum schnellen und einfachen Wiedereinsetzen eines neuen Scherbolzens 20 den Antriebshebel 19 und den Auswerferhebel 21 in die erforderliche gegenseitige Position zu bringen.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    1. Stößelauswerfer für Kurbelpressen der Massivumformung mit Antriebshebeln, die seitlich am Doppelpleuel in Gleitsteinführungen gelagert sind und mit jeweils einem Auswerferhebel eine gemeinsame Schwenkachse am Stößel haben sowie mit dessen einem Ende über eine Überlastsicherung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Gleitsteinführungen (4) am Doppelpleuel (3) zwischen dessen Lagerstellen (7; 8) befinden, daß die Auswerferhebel (10; 21) winklig sind, daß letztere mit ihrem anderen Ende über je ein Gleitgelenk (15,16; 22, 23) mit einem bekannten Auswerferbalken (12) für Auswerferstifte (14) verbunden sind, daß die gemeinsamen Schwenkachsen (5) asymmetrisch zur Stößelachse (9) und im Scheitelpunkt der Auswerferhebel (10; 21) angeordnet sind und daß die Auswerferstifte (14) rückseitig Kalotten (18) aufweisen.
  2. 2. Stößelauswerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitgelenke aus einer Wirkverbindung zwischen einer Hebelkalotte und der Auswerferbalkenrückfläche bestehen.
  3. 3. Stößelauswerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitgelenke ein Drehgelenk (16; 23) enthalten, in dem je ein seitlicher Zapfen (17) des Auswerferbalkens (12) angeordnet ist.
  4. 4. Stößelauswerfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehgelenke (16) über weitere Gleitsteinführungen (15) mit den Zapfen (17) des Auswerferbalkens (12) bzw. den Auswerferhebeln (10) verbunden sind.
  5. 5. Stößelauswerfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehgelenke (23) über je eine Lasche (22) gelenkig mit den Auswerferhebeln (21) verbunden sind.
  6. 6. Stößelauswerfer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerferhebel (21) mit je einem Justieranschlag (24) in Wirkverbindung stehen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110355725A (zh) * 2019-08-08 2019-10-22 李洋 一种便携式顶销器及一种渔轮拆卸工具

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