DD235916A1 - Verfahren zur vorbereitung von untersuchungsfluessigkeiten fuer fliesssysteme - Google Patents

Verfahren zur vorbereitung von untersuchungsfluessigkeiten fuer fliesssysteme Download PDF

Info

Publication number
DD235916A1
DD235916A1 DD27452585A DD27452585A DD235916A1 DD 235916 A1 DD235916 A1 DD 235916A1 DD 27452585 A DD27452585 A DD 27452585A DD 27452585 A DD27452585 A DD 27452585A DD 235916 A1 DD235916 A1 DD 235916A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
sample
mixing
beginning
determination
undiluted
Prior art date
Application number
DD27452585A
Other languages
English (en)
Inventor
Michael Jaenchen
Gabriele Gruenig
Siegfried Kuehnel
Original Assignee
Forsch Medizin Diagnostik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Forsch Medizin Diagnostik filed Critical Forsch Medizin Diagnostik
Priority to DD27452585A priority Critical patent/DD235916A1/de
Publication of DD235916A1 publication Critical patent/DD235916A1/de

Links

Landscapes

  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
  • Automatic Analysis And Handling Materials Therefor (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein einfaches Verfahren zur Vorverduennung von fluessigen Untersuchungsmaterialen fuer die Bestimmung von darin enthaltenen Untersuchungsparametern mittels verschiedener Methoden im Fliesssystem, bei denen eine Aenderung des Messsignals per Zeiteinheit gemessen werden soll. Das Untersuchungsmaterial wird in bestimmtem Verhaeltnis zur Pufferloesung zusammen mit letzterer in ein Mischstueck ueberfuehrt und weiter in die Messzelle (optisch,elektrochemisch) transportiert, wobei jeweils eine Luftblase Anfang und Ende des verduennten Probestueckes markiert. Das Verfahren ist in chemischen und biochemischen Labors bei der Probenanalyse im Fliesssystem anzuwenden. Fig. 1

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung :
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein einfaches Verfahren zur Verdünnung von Lösungen oder biologischen Flüssigkeiten mittels eines Mischstücks für die Bestimmung von darin enthaltenen Parametern im Fließsystem für routinemäßige Untersuchungen, vorwiegend an automatisierten Meßplätzen mit kinetischer oder stationärer Meßwertanzeige.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Anwendung verschiedener Meßmethoden zur automatisierten Bestimmung von Parametern in Flüssigkeiten nach dem Fließprinzip erfolgt in Durchflußzellen mit entsprechenden Sensoren bzw. Küvetten. Um Fehler und Störungen im Fließsystem, insbesondere für die kinetische Meßwertaufnahme, durch Verzerrung de,s wahren Probekonzentrationsprofils zu vermeiden, ist vor allem eine Probenverdünnung vorzunehmen. Das ist einerseits mit einer manuellen externen Verdünnung möglich (Bertermann, K., Pfeiffer, D., Diss., AdW der DDR, Berlin 1983), oder andererseits an eine längere Mischstrecke mit Luftblaseneinführung, Mischstück und Entlüftungsteil, den sogenannten luftsegmentierten Flüssigkeitsstrom (Kontinuierlicher Analysenautomat, Gebrauchsanleitung, VEB MLW, S.4,1976; „SMA12/60", Firmenschrift Technicon Corp., Bad Vilbel, 1976) gebunden. Die Verwendung von Mischstücken mit Luftbläseneinführung und -abscheidung ist durch Dispersionseffekte für diese Art Messungen problematisch, was in einer Verringerung der Empfindlichkeit zum Ausdruck kommt. Hier wird der Weg bzw. die Zeit von der Probenahme zur Meßzelle wesentlich größer. Die von flow injection-Apparaturen her bekannten Confluenzeinheiten sind für kinetische Messungen ebenfalls nur bedingt anzuwenden, weil sich das in einer erhöhter Dispersion äußert. %
Ein Übergang zwischen flow injection und normaler Durchflußapparatur stellt eine an sich bekannte Anordnung mit Luftblasentrennung zwischen Spülflüssigkeit und Probelösung dar, wobei Anfang und Ende des Probelösungssegments durch nur jeweils eine Luftblase von der Spülflüssigkeit getrennt sind.
Mit dieser Methode wurden erfolgreich kinetisch elektrochemische und enzymelektrochemische Substratbestimmungen durchgeführt (M. Jänchen, G. Walzel, K. Bertermann, F.Scheller,Tagungsbd. „Electrochemical Detection in Flow Analysis", Akademiai Kiado, Budapest, S. 227,1983). Der Einsatz extern verdünnter Proben zur Meßbereichsanpassung ist jedoch erforderlich. Dadurch wird der Vorteil eines vorbehandlungsfreien Probeneinsatzes vergeben und es wird ein Diluter bzw. Dosierer und zusätzlich die entsprechende Anzahl von Probengefäßen nötig.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den externen Verdünnungsschritt bzw. die zusätzliche Vdrbereitungsstrecke durch eine Mischung des biologischen Probenmaterials mit dem Puffer vor der Durchflußzelle zu ersetzen. Dadurch werden Geräte, z. B. Diluter bzw. Dosierer, sowie zusätzliche Vajacgefäße bzw. die Vorbereitungsstrecke mit Luftblaseneinführung und Entlüftungsteil eingespart. Der Zeitaufwand zur Probenvorbereitung bzw. Transport der Probe durch die Vorbereitungsstfecke wird verringert. Die Probenmenge beträgt nur ca. I der ehemals erforderlichen Menge.
-2- 745 25
Darlegung des Wesens der Erfindung
Das Wesen der Erfindung besteht darin, mit Hilfe eines Mischstücks das biologische Material, wie Serum, Urin mit dem Puffer zu mischen, wobei zwei Luftblasen an Anfang und Ende die noch nicht verdünnte Probe vom Puffertrennen, nach der Verdünnung im Mischstück wieder zur Abtrennung der vorverdünnten, zur Messung vorbereiteten Probe dienen. Nach dieser Vorverdünnung wird die Probe sofort zur Durchflußzelle geleitet. Das Mischungsverhältnis der Probe mit dem Puffer wird durch die Schlauchdurchmesser in der Dosierpumpe bestimmt. Das an sich bekannte Mischstück hat eine T-Form, wobei das Untersuchungsmaterial mit dem Puffer im Winkel von 180° zusammenfließt und senkrecht dazu abfließt. Der Schlauch vom Mischstück zur Meßzelle hat eine optimierte Länge, die durch den nötigen Weg zur Durchmischung und möglichst geringe Länge für eine hohe Empfindlichkeit bestimmt wird.
Bei der Messung bestimmter Substrate, z. B. Harnsäure, muß die Durchflußgeschwindigkeit mindestens 2 ml/min betragen, weil im anderen Fall bei der Eichung mit wäßrigen Harnsäurelösungen (Arzneimittelbuch der DDRAB (D. L.) DDR 83, Akademieverlag Berlin, 1983) ein Fehler auftritt, der nur durch Zugabe einer dem Normalbereich entsprechenden Albuminmenge zu vermeiden ist.
Durch Messung von wäßrigen Harnsäurevergleichslösungen mit unterschiedlichem Albumingehalt konnte eine direkte Abhängigkeit des Meßsignals vom Albumingehalt beobachtet werden. Durch Albuminzugabe wird ein Teil der Harnsäure an das Eiweiß gebunden und kann nicht gemessen werden. Damit liegen dann gleiche Verhältnisse im Vergleich zum Blutserum vor. Bei erhöhter Fließgeschwindigkeit, ν > 2 ml/min, tritt dieses Problem nicht auf, weil sich der Harnsäure-Eiweiß-Komplex in der kurzen Zeit nicht bilden kann.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachfolgend an drei Ausführungsbeispielen erläutert werden. In der beigefügten Zeichnung zeigt Fig. 1 ein Beispiel für ein Mischstück.
Beispiel 1 Meßanordnung
Verwendet wird eine amperometrische Meßeinrichtung mit kinetischer oder stationärer Auswerteeinheit, Probenspeicher, Dosierpumpe und Durchflußmeßzelle, die mit einer Enzymelektrode über eine H2O2-Anzeige, die dem Clark-Typ mit einer für niedermolekulare Stoffe durchlässigen Membran entspricht, zur Harnsäurekonzentrationsbestimmung ausgerüstet ist. Dabei dient die maximale Oxydationsänderungsgeschwindigkeit des H2O2 als Meßsignal. Meßvorgang
Im Probenspeicher befinden sich Patientenseren, die durch das Schlauchsystem mittels der Dosierpumpe angesaugt und mit dem Phosphatpuffer im Verhältnis 1:20 in das Mischstück sowie weiter zur Durchflußzelle transportiert werden. Die Durchflußgeschwindigkeit beträgt 2 ml/min, die Probenrate 60-80 Stck/h. Die Zeit von der Probennahmebiszum Erscheinen des Meßsignals beträgt etwa 1-2 Minuten, wobei der Meßwert 10 Sekunden nach Kontakt der Probenlösung mit dem Enzymsensor erscheint. Die Meßkurven werden kontinuierlich aufgezeichnet. Die Maxima bilden die gesuchten Meßpunkte.
Beispiel 2 Meßanordnung
Verwendet werden die Geräte aus Beispiel 1 mit dem Unterschied, daß anstelle der Elektrodenzelle eine Photometerdurchflußküvetfe mit Photometer dient, wobei ebenfalls eine kinetische Bestimmung durchgeführt wird (Δ Extinktion/ Δ t). Die zu bestimmende Substanz aus einer biologischen Untersuchungsflüssigkeit ist dabei z. B. NADH. Das Störsignal durch die Küvette tretender einzelner Luftblasen läßt sich dabei leicht elektronisch oder in anderer Weise auswertetechnisch eliminieren. '
Meßvorgang wie Beispiel 1
Beispiel 3 Meßanordnung
wie Beispiel 1 oder 2 Meßvorgang
Ίγπ Probenspeicher befinden sich unverdünnte Urinproben, die mit Hilfe des beschriebenen Systems mit Phosphatpuffer gemischt und zur Glucosebestimmung in die mit einer Glucoseoxydaseenzymelektrode versehene Durchflußzelle gebracht werden. Dabei dient wiederum wie im Beispiel 1 die Änderung des H2O2-Signals pro Zeiteinheit als Meßsignal. Das Mischstück ist dabei so bemessen, daß eine ca. 1:100fache Verdünnung der Probe bei sehr hohen Glucosekonzentrationen resultiert, wobei in einigen Fällen die Messungen mit 1:1 oder höher verdünnten Urinen zu wiederholen ist.

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Ein Verfahren zur Vorbereitung von Flüssigkeiten für Untersuchungen zur Bestimmung von klinisch chemischen oder biochemischen Parametern mittels elektrochemischer oder optischer Methoden im Fließsystem, gekennzeichnet dadurch, daß mit Hilfe eines Mischstücks die unverdünnte Probelösung mit Puffer gemischt wird, wobei nur zwei Luftblasen sowohl Anfang als auch Ende der unverdünnten Lösung markieren und vor der Mischung diese vom Puffer trennen, als auch nach der Verdünnung im Mischstück wieder zur Abtrennung der vorverdünnten Probe dienen.
  2. 2. Verfahren nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß mit Hilfe des Mischstücks Urin-und Serumproben, Fermentationslösungen oder industrielle Abwässer zur Bestimmung von klinisch chemischen oder biochemischen Parametern vorverdünnt werden.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß durch die Art der Probenaufnahme am Probenspeicher die Luftblasen an Anfang und Ende der unverdünnten Probelösung gebracht werden.
  4. 4. Verfahren nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß die unverdünnte Probelösung aus einer Dosierschleife mit je einer Luftblase an Anfang und Ende zum Mischstück transportiert und dort verdünnt werden.
DD27452585A 1985-03-28 1985-03-28 Verfahren zur vorbereitung von untersuchungsfluessigkeiten fuer fliesssysteme DD235916A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27452585A DD235916A1 (de) 1985-03-28 1985-03-28 Verfahren zur vorbereitung von untersuchungsfluessigkeiten fuer fliesssysteme

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27452585A DD235916A1 (de) 1985-03-28 1985-03-28 Verfahren zur vorbereitung von untersuchungsfluessigkeiten fuer fliesssysteme

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD235916A1 true DD235916A1 (de) 1986-05-21

Family

ID=5566359

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD27452585A DD235916A1 (de) 1985-03-28 1985-03-28 Verfahren zur vorbereitung von untersuchungsfluessigkeiten fuer fliesssysteme

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD235916A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69229478T2 (de) Vorrichtung und verfahren zur dosierung von flüssigkeitsproben
DE60007229T2 (de) Probendetektion zum Initiieren der Zeitmessung eines elektrochemischen Tests
DE2130308C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen von enzymatisch umsetzbaren Probensubstanzen
DE2911943A1 (de) Elektrochemisches durchflussystem
Hansen et al. Rapid determination of nitrogen, phosphorus and potassium in fertilisers by flow injection analysis
Ladenson Direct potentiometric measurement of sodium and potassium in whole blood.
DE69702423T2 (de) Methode und Gerät zur Bestimmung von Substanzen in Lösungen, Suspensionen und Emulsionen durch differentielle pH-Messung
DE2262781B2 (de) Verfahren zur bestimmung von anorganischem phosphat in koerperfluessigkeiten
EP1285266B1 (de) Verfahren zur Messung des SO2-Gehalts in Wein
DD235916A1 (de) Verfahren zur vorbereitung von untersuchungsfluessigkeiten fuer fliesssysteme
GB1584853A (en) Automatic analysis of alkali metals halides etc by means of the use ion-selective electrodes
Huang et al. Flow-injection analysis–fluorescence detection for the in vivo on-line determination of calcium in blood with microdialysis sampling
Toffaletti et al. Spectrophotometric micro method for measurement of dialyzable calcium by use of cresolphthalein complexone and continuous-flow analysis.
Mayers et al. A rapid method for measuring blood oxygen content utilizing the oxygen electrode.
DE2130340C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur quantitativen Bestimmung von einzelnen Proben unterschiedlicher Konzentration von Substanzen
Malmstadt et al. Determination of chloride in blood serum, plasma, or other biologic fluids by a new rapid precision method
EP1632773B1 (de) Verfahren zur Detektion einer Gasblase in einer wässrigen Flüssigkeit
AT414172B (de) Verfahren zur detektion einer gasblase in einer wässrigen flüssigkeit
Amador et al. Automated serum calcium analyses corrected for dialysis effects
EP0043483B1 (de) Kunststoff-Einweg-Messküvette enthaltend eine Reaktionslösung und deren Verwendung zur Bestimmung von Hämoglobin
DE2726771A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur elektrochemisch-enzymatischen analyse stroemender fluessigkeiten
Malmstadt et al. Determination of chloride by precision null-point potentiometry
Truchaud et al. Parallel evaluation of Astra 8 and Astra 4 multichannel analyzers in two hospital laboratories.
Schwartz Continuous flow analysis
DE69531346T2 (de) Gasmessung im blut

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee