DD236545A1 - Anstrichstoffe, insbesondere fuer deckanstriche - Google Patents

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DD236545A1
DD236545A1 DD27550685A DD27550685A DD236545A1 DD 236545 A1 DD236545 A1 DD 236545A1 DD 27550685 A DD27550685 A DD 27550685A DD 27550685 A DD27550685 A DD 27550685A DD 236545 A1 DD236545 A1 DD 236545A1
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DD
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calcium carbonate
paints
paintings
paint
particle size
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DD27550685A
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Gert Schwingeweitzen
Horst Schroeder
Hans Hofmann
Juergen Gottschalk
Siegfried Kollosche
Guenter Henschel
Klaus Grossmann
Original Assignee
Forsch Rationalisierung Lacke
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Abstract

Die Erfindung betrifft Anstrichstoffe, besonders fuer Deckanstriche, die zur Verbesserung der Deckfaehigkeit, der Dispergierbarkeit und des Glanzes als Fuellstoff ein aufbereitetes Nebenprodukt der Umsetzung von Ammoniumcarbonat mit Anhydrit, den sogenannten Leunakalk, mit einer oberen Korngroesse von 10 mm enthalten.

Description

100% kleiner 10 μητι, 95% kleiner 5 pm, 40% kleiner 2 pm, 30% kleiner 1 pm und 20% kleiner 0,5pm
aufweist.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Anstrichstoffe auf Basis verschiedener Bindemittel, die zur Herstellung von Deckanstrichen angewendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In Anstrichstoffen werden zur Erzielung der optischen Effekte Pigmente und Füllstoffe eingesetz. Die optischen Effekte sind in erster Linie die Farbe, das Deckvermögen und der Glanz. Angestrebte Farbtöne erreicht man durch die Wahl von geeigneten Pigmenten, die, abhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung, mit Licht derart in Wechselwirkung treten, daß der jeweilige visuelle Farbeindruck entsteht. Deckfähigkeit und Glanz hängen in erster Linie vom Brechungsindex, der Teilchengröße und der Verteilung dieser Pigmente im Anstrich ab. Füllstoffe haben vordringlich die Aufgabe, dem Anstrich „Fülle", mechanische Festigkeit und chemische Widerstandsfähigkeit zu verleihen.
Spezielle Füllstoffe sind in der Lage, die optischen Wirksamkeit von deckenden Pigmenten zu unterstützen; sie können einen einmal im Anstrichstoff erreichten, für die Deckfähigkeit optimalen Verteilungszustand der deckenden Pigmente stabilisieren.
Solche Füllstoffe sind pyrogene Kieselsäuren, synthetische Silicate, wie z. B. synthetische Aluminiumsilicate, gefälltes Calciumcarbonat und extrem feinteilige natürliche Calciumcarbonate. In den Anstrichstoffen für die Deckschicht sind solche Füllstoffe in Masseanteilen von 5 bis 15% enthalten.
Diese speziellen Füllstoffe haben den Nachteil der aufwendigen Herstellung und sehr hohen Kosten.
Pyrogene Kieselsäuren werden aus schwer handhabbaren Rohstoffen in einem komplizierten Pyrolyseprozeß hergestellt.
Synthetische Aluminiumsilicate werden aus hochwertigen Rohstoffen durch komplizierte Fäll-, Trocknungs- und Mahlprozesse gewonnen.
Gefällte hochdisperse Calciumcarbonate stellt man durch energieaufwendiges Brennen von natürlichem Calciumcarbonat und anschließende Karbonisation von Kalkmilch her.
Natürliche hochweiße und hochdisperse Calciumcarbonate setzen das Vorkommen sehr reiner Calciumcarbonatminerale voraus und erfordern einen hohen Aufwand für Zerkleinerung, Klassierung und Trocknung.
Über die Verbesserung der Deckfähigkeit durch Einsatz pyrogener oder gefällter Kieselsäuren in Anstrichstoffen mit Titandioxidpigmenten wird berichtet (Am. Paint and Coatings Journal 58,1974,47, S. 58-71). Nachteilig ist beim Einsatz dieser Stoffe die mögliche Beeinträchtigung des Glanzes, da sie als Mattierungsmittel wirken (Fatipec — Kongreßbuch 1976, S. 193 bis 205). Der Einsatz hochdisperser synthetischer Aluminiumsilicate wird in erster Linie für Dispersionsfarben empfohlen (Fette, Seifen, Anstrichmittel 65,1963, S.1035-1044). An anderer Stelle wird die Frage der Wirtschaftlichkeit von gefälltem Calciumcarbonat in Dispersionsfarben diskutiert (Farbe und Lack 88,1982, S. 13-19).
Ziel der Erfindung
Der Erfindung liegt das Ziel zugrunde, kostengünstige Anstrichstoffe mit verbesserten optischen Eigenschaften zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, spezielle Füllstoffe für Anstrichstoffe zu finden, die bei kostengünstiger Formulierung der Anstrichstoffe gute Dispergierbarkeit, hohe Deckkraft und hohen Glanz mit sich bringen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Füllstoff ein bei der Umsetzung von Ammoniumcarbonat mit Anhydrit als Nebenprodukt anfallendes Calciumcarbonat, z. B. der sogenannte Leunakalk, in seiner aufbereiteten Form allein oderzusammen mitanderen Füllstoffen, wie z. B. Blancfixe, Kaolin oder Calcit, eingesetzt wird. Die aufbereiteten Nebenprodukte sollten eine Körnung unter 10 pm aufweisen. Die Aufbereitung des Nebenproduktes erfolgt z.B. gemäß dem Verfahren der Patentanmeldung WP C 01 F/255778. Eine besonders gute Wirkung wird erzielt, wenn das aufbereitete Nebenprodukt eine Korngrößenverteilung von
-2- 755
100% kleiner 10μηι, 95% kleiner 5 pm, 40% kleiner 2μηι, 30% kleiner 1 μπι und 20% kleiner 0,5pm
aufweist.
Die Einsatzmenge sollte 2 bis 15 Ma.-%, vorzugsweise 2 bis 10Ma.-%, bezogen auf den gesamten Anstrichstoff, betragen. Ist neben dieser Menge an aufbereitetem Calciumcarbonat Titandioxid als Pigment und Blanc fixe oder Kaolin in einem Anstrichstoff auf Basis von Alkydharzen enthalten, so ergeben sich gute Dispergierbarkeit, ein hohes Deckvermögen und hoher Glanz. Anstrichstoffe auf'Basis von Polyvinylacetat mit aufbereitetem Calciumcarbonat, die Titandioxid und Lithopone als Pigmente sowie Kreide und synthetisches Aluminiumsilicat als weitere Füllstoffe enthalten, besitzen gute Dispergierbarkeit und hohes Deckvermögen.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird an folgenden Ausführungsbeispielen erläutert. (Angaben in Ma.-%).
Beispiel 1
Eine erfindungsgemäße Alkydharz-Lackfarbe hat folgende Zusammensetzung:
Titandioxid 8°/«
Blancfixe 3°/<
Kaolin 4°/t
Aufbereitetes Calciumcarbonat 7°/c
Alkydharz-Lösung 66%
Lösungsmittel 10°/«
Sikkative und Hilfsmittel 2°/«
Die wichtigsten Kennwerte dieser Lackfarbe werden im folgenden mit denen einer analogen Lackfarbe, die anstelle von aufbereitetem Calciumcarbonat ein kostengünstiges, hochdisperses, natürliches Calciumcarbonat enthält, verglichen.
Alkydharz-Lackfarbe
mit aufbereitetem mit hochdispersem
Kenngröße Calciumcarbonat natürlichem
Calciumcarbonat
15μηη
77% 90%
Die erfindungsgemäße Alkydharz-Lackfarbe zeigt bei kostengünstigerem Rohstoffeinsatz Verbesserungen des Deckvermögens, des Weißgrades und des Glanzes.
Beispiel 2
Eine erfindungsgemäße PVAC-Latexfarbe hat folgende Zusammensetzung:
Kornfeinheit 15 pm
Deckvermögen
(deckende Schichtdicke) 85 μηη
Weißgrad 78%
Glanzgrad 93%
Lithopone 36%
Kreide 6%
Synthetisches Aluminiumsilicat 2,5 °/<
Aufbereitetes Calciumcarbonat 2,5°/
Polyvinylacetat 24%
Wasser 24%
Hilfsmittel 5%
Die wichtigsten Kennwerte dieser PVAC-Latexfarbe werden im folgenden einer PVAC-Latexfarbe gegenübergestellt, die kein aufbereitetes Calciumcarbonat, dafür jedoch die doppelte Menge des kostenintensiveren synthetischen Aluminiumsilicats enthält.
-3- 755 06
mit aufbereitetem PVAC-Latexfarbe
Kenngröße Calciumcarbonat ohne aufbereitetes
45 pm Calciumcarbonat
Kornfeinheit 45 pm
Deckvermögen 70Mm
(deckende Schichtdicke) 81% 75Mm
Weißgrad 81%
Die erfindungsgemäße PVAC-Latexfarbe hat bei kostengünstigerem Rohstoffeinsatz ein verbessertes Deckvermögen.

Claims (2)

  1. -1- 755 06
    Erfindungsanspruch:
    1. Anstrichstoffe, insbesondere für Deckanstriche, auf Basis verschiedener Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstrichstoff als Füllstoff ein aufbereitetes Nebenprodukt der Umsetzung von Ammoniumcarbonat mit Anhydrit mit einer oberen Korngröße von 10 pm enthält.
  2. 2. Anstrichstoffe nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff eine Korngrößenverteilung von
DD27550685A 1985-04-24 1985-04-24 Anstrichstoffe, insbesondere fuer deckanstriche DD236545A1 (de)

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