DD237078A3 - Verfahren zur entkeimung von enzymen und anderen biosynthesepraeparaten - Google Patents

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DD237078A3
DD237078A3 DD22691581A DD22691581A DD237078A3 DD 237078 A3 DD237078 A3 DD 237078A3 DD 22691581 A DD22691581 A DD 22691581A DD 22691581 A DD22691581 A DD 22691581A DD 237078 A3 DD237078 A3 DD 237078A3
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DD22691581A
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Willy Nordheim
Hartmut Weise
Heinz Voigt
Michael Woelbing
Manfred Baer
Siegfried Braeuniger
Regina Nordheim
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Willy Nordheim
Hartmut Weise
Heinz Voigt
Michael Woelbing
Manfred Baer
Siegfried Braeuniger
Regina Nordheim
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Abstract

Gebiet: Technische Mikrobiologie und technische Biochemie. Das Ziel ist die technisch zu handhabende Entkeimung von Enzymen und anderen Biosynthesepraeparaten ohne wesentliche Aktivitaetsverluste. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass bei der Entkeimung durch ionisierende Strahlung ein besonderer hypoxischer Schutzeffekt eingeordnet wird. Mikrobiell bzw. viral kontaminierte Praeparate aus mikrobiellen und sonstigen Biosynthesen werden durch ionisierende Strahlung bei Strahlendosen zwischen 500 bis 20 000 Gray unter reduziertem O2-Partialdruck bzw. unter hypoxischen oder anaeroben Bedingungen entkeimt. Die O2-Verarbeitung kann vor der Bestrahlung durch die im zu bestrahlenden Medium vorhandenen Mikroorganismen herbeigefuehrt werden. Moegliche Anwendungsgebiete: Enzymproduktion, Herstellung von Biochemikalien, Pharmaka und Lebensmitteln.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf die Entkeimung von Enzymen und anderen Biosynthespräparaten aus mikrowellen, viralen, pflanzlichen und tierischen Prozessen bzw. Systemen mit Hilfe ionisierender Strahlung, insbesondere Gammastrahlen, unter Ausnutzung eines erniedrigten O2-Partialdruckes bzw. einer Verfahrensweise unter hypoxischen oder anaeroben Bedingungen.
Das Anwendungsgebiet betrifft die technische Herstellung von Enzympräparaten (in ungebundener Form oder als trägerfixierte Enzyme) sowie von anderen Biosyntheseprodukten für verschiedenartige Applikationen und ist auch geeignet für Einrichtungen, die sich in kleinerem Maßstab mit der Isolierung und Anwendung solcher Produkte beschäftigen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Entkeimung von Enzymen und weiteren Biosynthesepräparaten aus diversen Syntheseprozessen ist durch konventionelle Verfahren wie z. B. Filtration, thermische Behandlung oder durch Beigabe von Chemikalien nur umständlich bzw. unökonomisch und auch nicht sicher erreichbar.
Hinsichtlich der Anwendung ionisierender Strahlung zum Zwecke der Herstellung von keimarmen bzw. -freien Biosyntheseprodukten sind in den Wirtschaftspatenten DD 142058 und DD 146147 sowie im DD153 892 Lösungswege dargestellt und Hinweise gegeben worden, die aber unvollständig sind. Auch die vielen Angaben in der Literatur zur Inaktivierung von Viren oder Mikroorganismen durch ionisierende Strahlung vermitteln keine Verfahrensvariante zur ökonomischen und sicheren Entkeimung von und mit Mikroorganismen und/oder mit Viren kontaminierten Biosynthesepräparaten.
Ziel der Erfindung -
Das Ziel der Erfindung ist die technisch handzuhabende Entkeimung von Enzymen und anderen Biosynthesepräparaten mit Hilfe ionisierender Strahlung, insbesondere mit Gammastrahlen, die ohne zeitaufwendige Zwischeniagerungen in Minutenreaktionen zu führen ist und durch die besondere Einordnung eines hypoxischen Schutzeffektes ohne wesentliche Aktivitätsverluste abläuft. Die Inaktivierung der vorhandenen Viren und Mikroorganismen einschl. Mycoplasmen bei gleichzeitiger Schonung des entsprechenden Biosynthesepräparates soll dabei auch gleich in Emballagen möglich sein.
Wesen der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Entkeimung von Enzymen und anderen Biosynthesepräparaten unter Anwendung von ionisierender Strahlung, insbesondere Gammastrahlen, bei Strahlendosen zwischen 500 bis 20000 Gray erfolgt, und zwar unter erniedrigtem CyPartialdruck bzw. unter hypoxischen oder anaeroben Bedingungen, beispielsweise erreichbar durch vorherige mikrobiologische O2-Verarmung mit Hilfe der im zu bestrahlenden Medium vorhandenen Mikroorganismen.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll an Hand folgender Ausführungsbeispiele dargelegt werden:
Beispiel 1 a
Ein flüssiges Glucoamylase-Konzentrat (mit einer Aktivität von 3300 E/ml und einer Lebendkeimzahl — LKZ — von 1,05 107/ml), das noch Restsubstratanteile enthält, wird mit den im Medium befindlichen aktiven Keimen in einem 50-l-PE-Sechskantkanister bis zu 24 Stunden bei einer Temperatur bis maximal 25 0C vor der Bestrahlung belassen (=O2-Verarmungsphase). Danach erfolgt eine Bestrahlung (mit Kanister) in einer Anlage Typ Panorama (Kobalt-60, Gesamtdosis 1OkGy, DL/h 4kGy, 23°C). Nach der Bestrahlung werden ermittelt: mind. 3280E Glucoamylase/ml und sn,2 · 101 LKZ/ml.
Beispiel 1 b
Zum Einsatz gelangt das im Beispiel 1 a beschriebene flüssige Glucoamylase-Konzentrat mit einer Aktivität von 3300E Glucoamylase/ml und einer LKZ von 1,05 107/ml in einem 50-l-PE-Kanister (wie oben). Die Bestrahlung setzt sofort ein (ohne vorherige mikrobiologische O2-Verarmung), und zwar 1OkGy, D|./h 4kGy, 23°C. Nach der Bestrahlung: Si2900E Glucoamylase/ ml und ^2- 102 LKZ/ml.
Beispiel 2
Brauereienzym-Pulver mit etwa 4,5% Wasser (2 x 100 g) wird bestrahlt (Gesamtdosis 8 kGy, DL/h 6,5 kGy, 19°C), und zwar einmal mit vorheriger N2- und im anderen Beispiel mit vorheriger Luftbehandlung. Vorder Bestrahlung: /3-Glucanase 1 200 iE/g, 1010Keime/g. Nach der Bestrahlung: N2-Behandlung—/3-Glucanase 1 000IE/g, 103Keime/g. Luft-Behandlung —/3-Glucanase 680IE/g,104Keime/g.
Beispiel 3
JeO,5l Sonnenblumenöl (Peroxidzahl 6,5, Verseifungszahl 190,1, Verkeimung >103/ml) werden im I.Ansatz mit N2 und im 2. Ansatz mit Luft behandelt. Danach erfolgt sofort die Bestrahlung (in geschlossenen Glasgefäßen in der o. g. Panorama-Anlage): 4kGy,DL/h 6 kGy, 170C.— Die Analysenwerte nach der Bestrahlung sind wie folgt: Mit N2 behandelt—Peroxidzahl 6,7, Verseifungszahl 187,5, VerkeimungsgradO. Mit Luft behandelt—Peroxidzahl 10,1,Verseifungszahl 144,7, starke Färbung (gelb), Verkeimungsgrad zwischen 101 und 102/ml.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Entkeimung von Enzymen und anderen Biosynthesepräparaten durch ionisierende Strahlung, insbesondere Gammastrahlung, zwischen 500 und 20000Gray, insbesondere 2000 und 9000Gray, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkeimung unter erniedrigtem O2-Partialdruck bzw. unter hypoxischen oder anaeroben Bedingungen erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die O2-Verarmung bzw. O2-Beseitigung durch die im zu bestrahlenden Medium vorhandenen Mikroorganismen herbeigeführt wird.
DD22691581A 1981-01-09 1981-01-09 Verfahren zur entkeimung von enzymen und anderen biosynthesepraeparaten DD237078A3 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5618689A (en) * 1995-05-25 1997-04-08 Nestec S.A. Enhanced procedures for preparing food hydrolysates
CN115067488A (zh) * 2022-07-12 2022-09-20 湖北省农业科学院农产品加工与核农技术研究所 小龙虾虾壳的高效酶解方法及虾壳调味料的制备方法

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