DD237192A1 - Verfahren zur herstellung eines lumineszenzdosimeters - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines lumineszenzdosimeters

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Abstract

Auf Tassenboeden, die bisher durch Kunststoffbeschichtungen vor Kohlenwasserstoffdurchdringung geschuetzt wurden, wird ein konstruktiver Schichtenaufbau aus Betonen unterschiedlicher Wasser-Zement-Werte so aufgebracht, dass eine wasserdichte Grenzschicht entsteht. An dieser ueber die Mittelschicht feucht zu haltenden Grenzschicht erfolgt durch den Stau des eindringenden Kohlenwasserstoffmediums an der Porenfeuchte des Zementsteines die Abdichtung gegenueber der Durchdringung dieser Stoffe.

Description

Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen konstruktiven Betonschichtenaufbau zu schaffen, bei dem durch die Porenfeuchte des Zementsteines das Eindringen von Kohlenwasserstoffen vermieden wird und so eine Abdichtung erfolgt.
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß die Aufgabe dadurch gelöst werden kann, wenn auf die tragende Stahlbetonkonstruktion ein Mehrschichtenaufbau aus Betonen unterschiedlicher Wasser-Zement-Werte aufgebracht wird. Die erste aufzubringende Schicht wird kapillaraktiv ausgebildet und eine Drainage eingelegt. Durch den Zufluß von Wasser wird in dieser Schicht die Feuchte gespeichert und so die Abdichtung gegenüber Kohlenwasserstoffen gewährleistet.
Die Herstellung dieser kapillaraktiven Schicht erfolgt vorzugsweise aus Leichtzuschlagstoffbeton mit einem Wasser-Zement-Wert von 0,7.
Nach oberflächiger Austrocknung der ersten Betonschicht im Anschluß an deren Fertigung wird die Betondeckschicht eingebracht. Die Kapillaraktivität der ersten Schicht bewirkt das Absaugen von Anmachwasseranteilen aus dem aufgebrachten Betongemenge. Deshalb wird die gezielte Ausbildung einer wasserdichten Grenzschicht zwischen erster und zweiter Betonschicht durch einen geringeren wirksamen Wasser-Zement-Wert als in der Deckschicht erreicht. Der Wasser-Zement-Wert der Deckschicht beträgt 0,4.
Die Deckschicht wird im Gegensatz zur ersten eingebrachten Schicht gründlich nachbehandelt und während der Erhärtung des Betons feucht gehalten.
Treffen Kohlenwasserstoffmedien auf den Schichtenaufbau, dringen diese über das Porensystem des Zementsteines in die Deckschicht ein. Durch die Wahl des Wasser-Zement-Verhältnisses von 0,4 und durch das langfristige Feuchthalten des Betons während seiner Erhärtung wird dieser Vorgang minimiert.
An der Grenzschicht staut sich der eindringende Kohlenwasserstoff an der Porenfeuchte, weil die wasserunlöslichen Kohlenwasserstoffe mit Wasser Phasengrenzen ausbilden.
Das Feuchthalten der Grenzschicht geschieht über die kapillaraktiv ausgebildete untere Betonschicht.
Da die Betonoberfläche gegenüber der Kunststoff beschichtung eine größere Temperaturwechsel beständigkeit aufweist (T 40 K), wird eine Vergrößerung der Nutzungsdauer und damit eine Senkung des Instandhaltungsaufwandes der zu schützenden Konstruktion gewährleistet.
Ausführungsbeispiel
Anhand eines Beispieles und von Zeichnungen soll die Herstellung und der Aufbau der erfindungsgemäßen Lösung näher dargestellt werden.
Wie in Figur 1 dargestellt ist, besteht der erfindungsgemäße konstruktive Schichtenaufbau aus einer Betondeckschicht 1. Der Zementboden dieser Schicht entspricht einer Betonklasse BK 20, d. h. einer geforderten Normwürfeldruckfestigkeit des Betons von RN-20 N m2, wobei das Wasser-Zement-Verhältnis (W/Z) von 0,4 eingehalten wurde.
In der Mittelbetonschicht 4 (W/Z = 0,7) sind Drainageseile 3 angeordnet. Der bisher beschriebene Schichtenaufbau ist auf der Stahlbetonsohle 5 der zu schützenden Konstruktion {Tassenboden) begründet.
Die Herstellung der Konstruktion erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Die Mittelschicht 4, die auf die Stahlbetonsohle aufgebracht wurde, besteht aus Blähton — Leichtzuschlagstoffbeton.
Der Wasser-Zement-Wert W/Z = 0,7 garantiert die kapillaraktive Ausbildung dieser Schicht. Nach oberflächiger Austrocknung der Mittelschicht 4 wird die Stahlbetondeckschicht 1 gefertigt. Durch Absaugen von Anteilen des Anmachwassers aus dem Betongemenge der Deckschicht 1 in die kapillaraktive Mittelschicht 4 bildet sich infolge Wasser-Zement-Wert-Absenkung die wasserdichte Grenzschicht 2 aus.
Vor Nutzungsbeginn ist die Mittelschicht 4 mit Hilfe der Drainageseile 3 mit Wasser zu sättigen. Durch das Nachsaugen von Feuchte in die Grenzschicht 2 wird die Abdichtung gegenüber Kohlenwasserstoffen erreicht.
Es ist festzustellen, daß das Eindringen von Kohlenwasserstoffen in die Deckschicht 1 nach 24 Stunden abgeschlossen ist (Figur 2)
Zu Figur 2 ist das Eindringen von Kohlenwasserstoffen in den Mehrschichtaufbau dargestellt.
Darin bedeuten:
a) Mittelschicht — Einkornbeton
b) Mittelschicht-Blähton— Leichtzuschlagstoffbeton
I. n-Heptan II. Cyclohexan III. Methanol
Zwischen Porenfeuchte und Kohlenwasserstoff tritt ein Druckgleichgewicht ein, welches sich in dem Stau des Kohlenwasserstoffmediums an der Phasengrenze zur Porenfeuchte äußert.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Konstruktiver Betonschichtenaufbau zum Schutz gegen das Eindringen von Kohlenwasserstoffen, gekennzeichnet dadurch, daß während der Fertigung eine wasserdichte Grenzschicht, die neben dem Stau des Porenwassers auch den Stau der eindringenden Kohlenwasserstoffe an der entstehenden Phasengrenze bewirkt, ausgebildet wird.
  2. 2. Konstruktiver Schichtenaufbau nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mittelschicht kapillaraktiv ausgebildet ist und im Beton dieser Schicht Leichtzuschlagstoffe, die eine große Dauerfeuchte ausbilden, verwendet werden.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft einen konstruktiven Betonschichtenaufbau und dient der Verhinderung der Kohlenwasserstoffdurchdringung. Er kann in der chemischen Industrie^'nsbesondere für Gruben- und Tassenkonstruktionen, eingesetzt werden.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Es ist allgemein bekannt, daß feuchte Betone gegenüber Mineralölprodukten undurchlässiger sind als trockene. Feuchtegesättigte Betone führen jedoch nicht zur Verhinderung der Durchdringung durch Kohlenwasserstoffprodukte. Bisher werden deshalb vor allem passive Schutzmaßnahmen zum Erreichen dieser Zielstellung in Form von Kunstharzbeschichtungen eingesetzt. Durch erhöhte Temperaturwechselbelastung und magelnde Haftung der Beschichtung am Untergrund erweisen sich passive Schutzmaßnahmen unter Betriebsbedingungen als sehr empfindlich. Dies führt zu geringen Nutzungszeiten und zu einem hohen Instandhaltungsaufwand. Im DD-WP 114437 wird ein Verfahren zum Schutz des Untergrundes und des Grundwassers vor Verunreinigungen durch umweltgefährdende Flüssigkeiten beschrieben. Zwischen zwei Dichtungsschichten wird eine Zwischenschicht mit durchlässigem Material angeordnet, in deren Poren sich Wasser unter Überdruck befindet. Beim Auftreten von Undichtigkeiten verhindert das Wasser das Eindringen der Flüssigkeiten in den Untergrund. In der Zwischenschicht sorgen Drainagerohrefür eine bessere Verteilung des Wassers. Die Spiegelhöhe des Wassers wird über Schwimmerventile konstant gehalten. Diese Lösung ist kostenintensiv und bedarf eines hohen Wartungsaufwandes.
    Ziel der Erfindung
    Es ist deshalb das Ziel der Erfindung, einen Betonschichtenaufbau zu schaffen, der die Kohlenwasserstoffdurchdringung bei geringen statischen Drücken verhindert und den Instandhaltungsaufwand durch größere Standzeiten der Konstruktion senkt.

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