DD237522A1 - Verfahren zur reinigung von enzymkonzentraten - Google Patents

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DD237522A1
DD237522A1 DD27656185A DD27656185A DD237522A1 DD 237522 A1 DD237522 A1 DD 237522A1 DD 27656185 A DD27656185 A DD 27656185A DD 27656185 A DD27656185 A DD 27656185A DD 237522 A1 DD237522 A1 DD 237522A1
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enzyme concentrates
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odor
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DD27656185A
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Friedhelm Balfanz
Silvia Hirsch
Barbara Winter
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Inst Tech Mikrobiologie
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Enzymkonzentraten, insbesondere von Amylasen und Proteasen. Ziel der Erfindung ist es, ein fuer den technischen Massstab geeignetes und oekonomisch guenstiges Verfahren zur Reinigung von Enzymkonzentraten zu entwickeln. Erfindungsgemaess werden die die Truebung, den Geruch und die Farbe von Enzymkonzentraten beeinflussenden Stoffe durch Zusatz von synthetischen Gerbstoffen ausgefaellt. Die nach dem erfindungsgemaessen Verfahren gereinigten Konzentrate sind klar, weisen keinen Geruch nach Eiweisszersetzungsprodukten auf und sind gleichzeitig keimreduziert. Die gereinigten Konzentrate von alkalischer Protease und von a-Amylase eignen sich besonders fuer den Einsatz in Waschmitteln.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Enzymkonzentraten, insbesondere von Proteasen und a-Amylasen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Herstellung von Enzymkonzentraten gelangen im technischen Maßstab im wesentlichen die Einengung durch thermische Konzentrierung, durch Ultrafiltration, durch Salzfäilung oder durch Kombination dieser Methoden zur Anwendung. Sowohl die thermische Konzentrierung als auch die Ultrafiltration (UF) können jedoch nicht verhindern, daß die im Kulturfiltrat vorhandenen Begleitsubstanzen bzw. bei der UF der entsprechende makromolekulare Anteil mit in das Enzymkonzentrat gelangen. Bei der üblichen Salzfällung wird mit einer Salzkonzentration von ca. 25% gearbeitet, die zwar zu einer teilweisen Reinigung des Endproduktes führt, doch die Umwelt durch hohe Salzkonzentrationen belastet. Die Filtration von Enzymkonzentraten verläuft bei so geringen Durchsätzen und verursacht erhebliche Enzymverluste, daß sie für die technische Anwendung ohne Bedeutung ist.
In den DD-WP 67 685, 75053 und 87754 wird die Herstellung von Enzymkonzentraten bzw. -trockenpräparaten unter Einsatz synthetischer Gerbstoffe (Syntane) beschrieben. Diese Verfahren, die gegenüber der Salzfällung einen wesentlich geringeren Anteil an Fällungsmittel voraussetzen, haben jedoch den Nachteil, daß zur Abtrennung des Fällungsmittels aus dem Enzym-Syntankomplex eine Extraktion mittels organischer Lösungsmitte! notwendig ist. Diese Extraktion hat zudem bevorzugt in der Kälte zwischen 0 und +10°Czu erfolgen, um Aktivitätsverluste zu vermeiden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein für den technischen Maßstab geeignetes und ökonomisch günstiges Verfahren zur Reinigung von Enzymkonzentraten zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Enzymkonzentrate so unter Einsatz geeigneter Stoffe zu reinigen, daß Klärungsgrad, Geruch und Farbqualität wesentlich verbessert werden. Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß aus den durch thermische Einengung und/oder Ultrafiltration der Kulturfiltrate gewonnenen Enzymkonzentraten die die Trübung, den Geruch und die Farbe beeinflussenden Substanzen durch Zusatz von synthetischem Gerbstoff ausgefällt werden.
Bei den synthetischen Gerbstoffen handelt es sich um Kondensationsprodukte ein- und mehrwertiger Phenole, Phenolcarbonsäuren, Phenolsulfonsäuren, Ligninsulfonsäuren sowie Phenolsulfonamiden und aromatischen Aminen, die im Molekül Kohlenstoff-, Sulfon-, Sulfoxy-, Sulfonimidbrücken enthalten.
Der Gerbstoffanteil im Enzymkonzentrat wird so bemessen, daß seine Konzentration von 0,1 bis 10%, vorzugsweise im Bereich zwischen 0,5 und 5% liegt. Die Fällung kann bei Zimmertemperatur erfolgen. Zur Abtrennung der ausgefällten Begleitsubstanzen eignen sich beispielsweise Separation und Filtration. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, daß der pH-Wert der ungereinigten.
und der gereinigten Enzymkonzentrate annähernd gleich gehalten wird.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigten Konzentrate sind klar und weisen keinen Geruch nach Eiweißzersetzungsprodukten auf.
Die Möglichkeit der Anwendung von synthetischen Gerbstoffen zur Abtrennung von unerwünschten Begieitsubstanzen aus Enzymkonzentraten ist insofern überraschend, da aus den Kulturfiltraten nach dem bekannten Stand der Technik nicht die Begleitsubstanzen, sondern die Enzyme selbst gefällt werden.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß klare, nicht nach Einweißzersetzungsprodukten riechende und gleichzeitig keimzahlreduzierte Enzymkonzentrate erhalten werden und die Umweltbelastung durch den verbleibenden Anteil des Fällungsmittels im Endprodukt minimal ist.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigten Konzentrate von alkalischer Protease und von a-Amylase eignen sich besonders für den Einsatz in Waschmitteln.
jsf Uhrungsbeispiele
ie Erfindung soll anhand von Beispielen näher erläutert werden.
iispiel 1
Jr die Fällung wird ein Proteasekonzentrat, das durch Ultrafiltration und thermische Einengung aus Kulturfiltrat von Bacillus :heniformis hergestellt wurde, verwendet. Zu 400 ml dieses Konzentrates mit einem pH-Wert von 7,0'wird.im Verlauf einer tunde unter Rühren die Lösung des synthetischen Gerbstoffes gegeben, so daß deren Konzentration im Konzentrat 4% beträgt, anach wird der pH-Wert erneut auf 7,0 eingestellt. Der Niederschlag wird mittels Zentrifuge abgetrennt. Im erhaltenen onzentrat ist die Trockensubstanz auf 17,0 gegenüber 21,5% gefallen und die Aktivität auf 4200 gegenüber 3780TEHb/g rockensubstanz im Ausgangsmedium gestiegen. Die Aktivitätsausbeute beträgt 99,1 %.
eispiel2
ur Fällung einer α-Amylase aus Bacillus subtilis wurde ein durch thermische Einengung gewonnenes Konzentrat verwendet. Zu 30 mi des a-Amylase-Konzentrates wurde im Verlauf einer Stunde unter Rühren so viel synthetischer Gerbstoff zugesetzt, daß essen Konzentration am Ende 3% betrug. Der ausgefällte Anteil an Begleitsubstanzen entspricht einer
rockensubstanzreduzierung von 4,8%. Während in dem Ausgangskonzentrat eine a-Amylase-Aktivität von 35 280 ΙΕ/ml vorlag, onnte nach der Abtrennung der ausgefällten Substanzen eine Aktivität von 35150 IE/ml nachgewiesen werden. Das entspricht iner Aktivitätsausbeute von 99,6%.

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Reinigung von Enzymkonzentraten, dadurch gekennzeichnet, daß aus den Konzentraten die die Trübung, die Farbe und den Geruch beeinflussenden Substanzen durch Zusatz von synthetischen Gerbstoffen ausgefällt werden.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den synthetischen Gerbstoffen um Kondensationsprodukte ein- und mehrwertiger Phenole, Phenolcarbonsäuren, Phenolsulfonsäuren, Ligninsulfonsäuren sowie Phenolsulfonamiden handelt, die im Molekül Kohlenstoff-, Sulfon-, Sulfoxy- und Sulfonimidbrücken enthalten.
  3. 3. Verfahren nach den Punkten 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der synthetischen Gerbstoffe in den Enzymkonzentraten 0,1 bis 10% vorzugsweise 0,5 bis 5% beträgt.
  4. 4. Verfahren nach den Punkten 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert des ungereinigten und des gereinigten Enzymkonzentrates annähernd gleich gehalten wird.
DD27656185A 1985-05-21 1985-05-21 Verfahren zur reinigung von enzymkonzentraten DD237522A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0565168A3 (de) * 1992-04-08 1994-04-13 Solvay Enzymes Inc
WO1997000932A1 (en) * 1995-06-22 1997-01-09 Unilever N.V. Enzymatic composition

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