DD238330A1 - Verfahren und stoff zur beseitigung von lecks an hohlfasern eines dialysators - Google Patents

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DD238330A1
DD238330A1 DD26854784A DD26854784A DD238330A1 DD 238330 A1 DD238330 A1 DD 238330A1 DD 26854784 A DD26854784 A DD 26854784A DD 26854784 A DD26854784 A DD 26854784A DD 238330 A1 DD238330 A1 DD 238330A1
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DD
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hollow fibers
substance
dialyzer
housing
bundle
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DD26854784A
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Inventor
Karl Gaertner
Peter Mallwitz
Kurt Brethauer
Siegfried Garbe
Original Assignee
Medizin Labortechnik Veb K
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Stoff zur Beseitigung von Lecks an Hohlfasern, die in Dialysatoren Verwendung finden. Mit der Erfindung soll die Reparatur einzelner, in Hohlfaserbuendeln enthaltener, defekter Hohlfasern ermoeglicht werden, um von vornherein eine Vermischung des Blutstromes mit dem Dialysatstrom auszuschliessen. Das Verfahren soll einfach, sicher und ohne nennenswerten Aufwand realisierbar sein und einen nur geringen Material- und Zeiteinsatz erfordern. Um das zu erreichen, werden die zu einem Buendel zusammengefassten, in das Dialysatorgehaeuse eingelegten Hohlfasern durch einen ersten an jedem Gehaeuseende ausgefuehrten stirnseitigen Schnitt geoeffnet, danach mit einem ein Thyxotropiemittel enthaltenden pastenfoermigen Stoff bestrichen, anschliessend unter gleichzeitigem Weiterauftragen des Stoffes ueber einen Zeitraum von etwa einer Minute einem Vakuum ausgesetzt und danach bis zur Vornahme eines zweiten Schnittes in senkrechter Stellung gelagert.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Stoff zur Beseitigung von Lecks an Hohlfasern eines Dialysators, der zur Stofftrennung in Fluiden, insbesondere in künstlichen Nieren, Verwendung findet.
Da die Hohlfasern von Blut durchströmt werden, ist deren Dichtheit von besonderer Bedeutung. Daher werden die Dialysatoren vor ihrem Einsatz geprüft. Stellt sich heraus, daß eine oder mehrere der sich zwischen den beiden Stirnseiten des Dialysatorgehäuses erstreckenden, an ihren Enden mit Kunstharz zu Köpfen zusammengefaßten Hohlfasern undicht sind, müssen diese verschlossen weren, um der Gefahr einer Vermischung des Blutstromes mit dem Dialysatstrom und der damit verbundenen Lebensgefahr für den Patienten vorzubeugen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In der Praxis werden die Stirnseiten des in das Dialysatorgehäuse eingesetzten und abgedichteten Hohlfaserbündels mit einer Wachsschicht verschlossen. Danach erfolgt die Einleitung eines gasförmigen Mediums, z.B. Stickstoff, über einen oder beide Stutzen für den Dialysatstrom in das Dialysatorgehäuse bis ein Druck von ca. 0,185 MPa im Gehäuse anliegt. Sind alle Hohlfasern dicht, bleibt der Druck im Gehäuse konstant.
In eventuell vorhandene undichte Hohlfasern tritt durch das Leck das Druckmedium ein und erzeugt in den die Hohlfasern an beiden Enden verschließenden Wachsschichten jeweils eine Öffnung. Der damit verbundene Druckabfall zeigtzunächst einmal das Vorhandensein zumindest einer undichten Hohlfaser an. An den Perforierungen der Wachsschichten läßt sich die Zahl und die Lage der undichten Hohlfasern erkennen, die dann gezielt mit Kunstharz abzudichten sind. Ist die Abdichtung erfolgreich verlaufen, müssen die Wachsschichten abgeschnitten werden. Dieses Verfahren ist, vor allem in Bezug auf Zeit, sehr aufwendig und erfordert in Hinsicht der manuell vorzunehmenden Abdichtung der beschädigten Fasern ein beachtliches handwerkliches Können und einen relativ hohen Zeitaufwand. In der DD-Patentanmeldung WP 218988 ist ein Verfahren zur Leckbeseitigung beschrieben. Zur Reparatur der defekten Fasern wird Kunstharz verwendet, das durch die Dialysateinlaß- und -auslaßstutzen des Dialysatorgehäuses mit einer Zentrifugalkraft zwischen 9ON und 150N und einer zwischen 333°K und 343°K liegenden Temperatur den Stirnseiten der Faserbündel zugeführt wird.
Dieses Verfahren eignet sich sehr gut für die Reparatur von Hohlfaserdialysatoren, erfordert aber eine Zentrifuge. Nicht zu vermeiden ist hierbei auch, daß das Kunstharz, wenn auch nur wenig, in die unversehrten Hohlfasern eindringt. Diese werden jedoch durch Beschneiden der Stirnseiten des Dialysators wieder geöffnet.
Ziel der Erfindung
Mit der Erfindung sollen ein einfaches, sicheres und ohne nennenswerten maschinellen Aufwand realisierbares Reparaturverfahren für Hohlfasern und ein dazu geeigneter Stoff verfügbar werden, die mit einem nur geringen Material- und Zeiteinsatz einwandfreies Verschließen defekter Hohlfasern gewährleisten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und einen Stoff zur Beseitigung von Lecks an Hohlfasern zu entwickeln, bei dem das Reparaturmedium im wesentlichen nur in die defekten Hohlfasern tief eindringt, in die unbeschädigten aber nur oberflächlich.
Erfindungsgemäß ist die Aufgabe dadurch gelöst worden, daß die zu einem Bündel zusammengefaßten, in das Dialysatorgehäuse eingelegten Hohlfasern durch einen ersten, an jedem Gehäuseende ausgeführten stirnseitigen Schnitt geöffnet, danach mit einem ein Thyxotropiemittel enthaltenden Stoff bestrichen, anschließend unter gleichzeitigem Weiterauftragen des Stoffes über einen Zeitraum von ca. einer Minute, einem Vakuum von 4 bis 10 10"3Pa ausgesetzt und danach bis zur Vornahme eines zweiten Schnittes in senkrechter Stellung gelagert werden. Der hierfür benötigte Stoff befindet sich während der Verarbeitung in einem pastenförmigen Zustand mit einer Viskosität von 9 bis 13Pa · s und zeichnet sich durch eine Mischung aus 25 bis 35% modifiziertem Rizinusöl mit einem Anteil von 300 bis 400mg KOH pro Gramm, 63 bis 73% Semipropolymer mit einem Isozyanatgehalt von 13 bis 15% und einem Anteil von 1.5 bis 2.5% Siliziumdioxidatum aus.
Ausführungsbeispiel
Mit einem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden.
Zunächst wird das die zu einem Bündel zusammengefaßten Hohlfasern aufnehmende Gehäuse des Dialysators in eine Haltevorrichtung gespannt und in eine horizontale Lage gebracht. An die für den Dialysatzufluß- und -abfluß vorgesehenen Stutzen werden mit einer Vakuumpumpe verbundene Schläuche angeschlossen. Die Stirnseiten des Faserbündels, als sogenannte Köpfe ausgebildet, werden senkrecht zur Längsachse des Faserbündels geschnitten, so daß sämtliche Hohlfasern an beiden Enden geöffnet sind. Danach wird die ein Thixothropiemittel enthaltende Paste auf die Stirnseiten des Hohlfaserbündels als dünne Schicht aufgetragen. Sobald die Stirnseiten vollständig mit der Paste bedeckt sind, wird das Vakuum in einer Höhe von 8 · 1CT3Pa an das Dialysatorgehäuse gelegt, das sich in denjenigen Hohlfasern ausbreitet, die an irgendeiner Stelle einen Defekt aufweisen. Hierdurch wird die die Öffnungen der Hohlfasern bedeckende Paste in diese hineingesogen, wodurch deren Verschluß erfolgt. Solange das Vakuum am Gehäuse anliegt, im vorliegenden Fall eine Minute, und Paste in defekte Fasern eingesogen wird, wird auf die Stirnseite je nach Bedarf Paste zugeführt. Pro Faserbündel werden nurca.2Gramm Paste benötigt.
Dieser geringe Bedarf ist darauf zurückzuführen, daß sich in den unbeschädigten Fasern kein Vakuum aufbaut und demzufolge in diese auch keine Paste eintreten kann.
Die mit einer Viskosität von 10Pa- s verwendete Paste bestseht aus einem Gemisch von 30% modifiziertem Rizinusöl (300— 400mg KOH/g Rizinusöl), 68% Semipropolymer mit eiern Isozyanatgehalt von 14% und 2% Silizium dioxidatum (SiO2) als Thixotropiemittel.
Der Mischungsansatz dieser Paste wird vor der Verarbeitung für ca. drei Minuten bei einem Vakuum von 10"3Pa entgast.
Nachdem in die defekten Hohlfasern keine Paste mehr eingesogen wird, d. h. wenn diese verschlossen sind, werden die Vakuumanschlüsse vom Gehäuse gelöst, das im Anschluß daran in eine senkrechte Stellung gebracht wird, wobei die untere Stirnseite eine Abdeckung erhält. Nach dem vollständigen Abbinden der Paste werden die Stirnseiten des Faserbündels mit einem zweiten Schnitt versehen.
Mit diesem letzten Verfahrensschritt werden sämtliche Fasern mit Ausnahme der ursprünglich defekten beiderseits durchgehend geöffnet und können der weiteren, nicht zu dieser Erfindung gehörenden Verarbeitung unterzogen werden.

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Beseitigung von Lecks an Hohlfasern eines Dialysators, dadurch gekennzeichnet, daß die zu einem Bündel zusammengefaßten,in das Dialysatorgehäuse eingelegten Hohlfasern durch einen ersten, an jedem Gehäuseende ausgeführten stirnseitigen Schnitt geöffnet, danach mit einer ein Thyxotropiemittel enthaltenden Stoff bestrichen, anschließend unter gleichzeitigem Weiterauftragen des Stoffes über einen Zeitraum von ca. einer Minute einem Vakuum von 4 bis 10 10"3Pa ausgesetzt und danach bis zur Vornahme eines zweiten Schnittes zwischengelagert werden.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu einem Bündel zusammengefaßten Hohlfasern in senkrechter Stellung gelagert werden.
  3. 3. Stoff zur Beseitigung von Lecks an Hohlfasern eines Dialysators, gekennzeichnet dadurch, einen während der Verarbeitung pastenförmigen Zustand mit einer Viskosität von 9 bis 13 Pa s und eine Mischung aus 25 bis 35% modifizierten Rizinusöl, 63 bis 73% Semipropolymer und 1,5 bis 2,5% Siliziumdioxidatum.
  4. 4. Stoff nach Punkt 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rizinusöl einen Anteil von 300 bis 400 mg Kaliumhydroxid pro Gramm und das Semipropolymer ein Isozyanatgehalt von 13 bis 15% aufweist.
DD26854784A 1984-10-19 1984-10-19 Verfahren und stoff zur beseitigung von lecks an hohlfasern eines dialysators DD238330A1 (de)

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