DD238390A1 - Verfahren zur herstellung von klebeverbindungen mit schmelzklebstoff - Google Patents

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DD238390A1
DD238390A1 DD27739485A DD27739485A DD238390A1 DD 238390 A1 DD238390 A1 DD 238390A1 DD 27739485 A DD27739485 A DD 27739485A DD 27739485 A DD27739485 A DD 27739485A DD 238390 A1 DD238390 A1 DD 238390A1
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hot melt
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DD27739485A
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Inventor
Karl-Heinz Olbrisch
Gerhard Schneider
Werner Paschen
Bernd Schreiber
Horst Raske
Original Assignee
Elektro Anlagenbau Veb
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Klebeverbindungen, insbesondere zur Befestigung von Installationsbauelementen und/oder -materialien, wie sie bei der Montage elektrischer Anlagen eingesetzt werden. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das die Herstellung zuverlaessiger Klebeverbindungen auf Montagebaustellen mit geringem Aufwand zulaesst. Das Verfahren soll es ermoeglichen, auch bei extremen Klimabedingungen, eine sichere Schmelzklebeverbindung herzustellen. Gemaess der Erfindung werden der Untergrund und die in einer stationaeren Beschichtungsanlage nach einer Vorwaermung mit fluessigem Schmelzklebstoff kaschierten Montageelemente, gleichzeitig mit Hilfe eines Heissluftstromes vorgewaermt, wobei die Vorwaermzeit maximal 1,2 s pro 1 cm2 Klebflaeche betraegt. Auf dem vorgewaermten Untergrund wird das kaschierte Bauelement mit dem erweichten Schmelzklebstoff hoher Viskositaet unter geringen Reibbewegungen auf die vorbehandelte Waermefuegestelle aufgedrueckt. Bei der Befestigung von Plastkanaelen wird der Schmelzklebstoff erfindungsgemaess in Abstaenden punktfoermig vorkaschiert und kontinuierlich befestigt. Bei grossflaechigeren Klebstellen wird unmittelbar vor dem Aufdruecken des Bauteiles die Schmelzklebstoffoberflaeche der Kaschierung entsprechend direkt erwaermt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Klebeverbindungen, insbesondere zur Befestigung von Installationsbauelementen und/oder -materialien wie sie bei der Montage elektrischer Anlagen eingesetzt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Das bekannte Verfahren (DD 144926) zur Herstellung von Klebeverbindungen mit Schmelzklebstoff sieht vor, zuverlässige Klebverbindungen auf Montagebaustellen, auch bei extremen Klimabedingungen wie Kälte und Feuchtigkeit, auszuführen.
Diese technische Lösung beinhaltet das Erwärmen des Untergrundes an der Fügestelle mit einer offenen Flamme, die eine Temperatur von 1 200 bis 1800°C besitzt. Auch bei ungünstigen klimatischen Bedingungen wird die Fügestelle in kurzer Zeit für die weiteren technologischen Schritte vorbereitet.
Zur Erzeugung der erforderlichen Wärme werden Flüssiggasbrenngeräte verwendet. Auf die vorgewärmte Klebfläche des Untergrundes wird stangenförmiger Schmelzklebstoff durch Reibbewegungen aufgetragen, wobei eine gute Oberflächenbenetzung erreicht wird. Auf die so vorbereitete Klebstelle wird das zu befestigende Installationselement aufgedrückt. Infolge der sehr kurzen Aushärtezeit des Schmelzklebstoffs hat die Fügestelle innerhalb weniger Sekunden eine Montagefestigkeit erreicht. Bei notwendiger Demontage werden die Fügestellen auf 700C erwärmt und können somit abgelöst werden. Diese bekannte technische Lösung findet keine Anwendung auf Montagebaustellen, da sie folgende Nachteile aufweist:
Die für den Einsatz von Flüssiggas notwendige Gerätetechnik erfordert einen erhöhten materiell-ökonomischen Aufwand.
Desweiteren ergeben sich zusätzliche Aufwendungen in bezug auf Bereitstellung und Lagerung von Flüssiggas auf Baustellen, wobei die Technologie zur Anwendung von Flüssiggas strengen Sicherheitsbestimmungen unterworfen ist.
Als weitere Nachteile der Klebetechnologie mit offener Flamme sind die ungünstigen Benetzungsbedingungen der kalten Bauelemente und die Verbrennungsgefahr des Schmelzklebstoffs festzustellen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, daß die Herstellung zuverlässiger Klebverbindungen auf Montagebaustellen mit geringem Aufwand zuläßt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, daß es ermöglicht, Klebeverbindungen mit Schmelzklebstoff, der auf der Grundlage thermoplastischer Polymere mit hoher Viskosität hergestellt ist, auf breiter Ebene unter Baustellenbedingungen au1 festem Untergrund (z. B. Beton) zuverlässig zu realisieren. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß
1. die zu klebenden Bauteile in einer stationären Anlage unter optimalen Bedingungen vorgewärmt und anschließend mit flüssigem Schmelzklebstoff kaschiert werden, wobei eine none Benetzung der Klebflächen garantiert ist, und die Bauelement! nach ihrer Abkühlung weiter verarbeitet werden.
2. der Untergrund an der Fügestelle mittels eines Heißluftstromes vorgewärmt wird, wobei die Vorwärmzeit in Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen wie Kälte und Feuchtigkeit sowie der Klebfläche maximal 1,2 Sekunden pro 1 cm2 beträgt und während des Vorwärmens die kaschierte Klebfläche durch einen indirekten, seitlichen Heißluftstrom niedriger Temperatur, hervorgerufen durch Abstrahlung des direkten Heißluftstromes, erwärmt, so daß der Schmelzklebstoff erweicht Der Heißluftstrom wird vorzugsweise unter Verwendung von Elektroenergie erzeugt.
3. auf die vorgewärmte Stelle des Untergrundes werden die mit Schmelzklebstoff vorkaschieren Bauelemente (z.B. Abstandsschellen, Schalter, Steckdosen, Plastkanal o. dgl.) unter geringer Reibbewegung aufgedrückt, so daß eine hohe Oberflächenbenetzung des Untergrundes durch die Verflüssigung des Schmelzklebstoffs auf der heißen Oberfläche gewährleistet ist.
Durch die relativ geringe aufgenommene Wärmemenge des Baukörpers wird eine sehr kurze Aushärtezeit des Schmelzklebstoffs realisiert. Die so angefügten Montagebauelemente erreichen somit nach wenigen Sekunden volle Belastbarkeit.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden.
Es wird davon ausgegangen, daß in einem Neubau mit Außentemperaturen um 5°Ceinefeuchtraumgeschützte, elektrische Anlage auf Betonwänden zu installieren ist.
Gemäß der Erfindung werden an den gekennzeichneten Stellen die mit Schmelzklebstoff kaschierten Abstandschellen, Plastkanäle, Schalter, Steckdosen, Abzweigdosen und Porzellanarmaturen in der Weise auf der Betonwand befestigt, daß die jeweilige Stelle an der Wand direkt und der aufkaschierte Schmelzklebstoff indirekt durch Hineinhalten der Installationselemente in die unmittelbare Nähe der Heißluftabstrahlung gleichzeitig mit dem Heißluftstrom wenige Sekunden erwärmt werden, (bis die Betonwand eine Oberflächentemperatur von ca. 140 bis 18O0C erreicht hat.) Danach wird das beschichtete Bauelement unter geringen Reibbewegungen aufgedrückt. Schon nach kurzer Abkühlzeit kann die Klebstelle belastet werden. Zur Erzeugung der erforderlichen Wärme wird vorzugsweise eine Heißluftpistole eingesetzt, die unter Verwendung von Elektroenergie eine Heißluft erzeugt.

Claims (4)

  1. -1- 238 39C
    Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung von Klebeverbindungen mit Schmelzklebstoff, insbesondere zur Befestigung von Installationsbauelementen und/oder Materialien auf einem abriebfesten Untergrund, wobei der Schmelzklebstoff vor und während der Fügung erwärmt wird, gekennzeichnet dadurch, daß die Installationsbauelemente mittels einer stationären Beschichtungsanlage vorgewärmt, mit flüssigem Schmelzklebstoff kaschiert und damit optimal benetzt, und nach Abkühlen weiterverarbeitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Untergrund an der Fügestelle und die Schmelzklebstoffschicht der Bauelemente gleichzeitig durch Heißluft unter Verwendung von Elektroenergie zur Wirkung kommt, in Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen maximal vorgewärmt wird und danach die kaschierten Materialien unter geringen Reibbewegungen auf die heiße Untergrundfläche aufgedrückt wird, wobei sich der angewärmte und erweichte Schmelzklebstoff kurzzeitig verflüssigt und so eine hohe Benetzung des Untergrundes gewährleistet.
  3. 3. Verfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Verlegen von in Abständen punktförmig beschichteten Plastkanälen kontinuierlich erfolgt, so daß alle Fügestellen in einem einzigen Arbeitsablauf bearbeitet werden.
  4. 4. Verfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß bei großflächigeren Klebstellen (mehr als 25cm2) auch die Kaschierung des Bauelementes unmittelbar vor dem Aufdrücken auf die Fügestelle, angewärmt wird.
DD27739485A 1985-06-14 1985-06-14 Verfahren zur herstellung von klebeverbindungen mit schmelzklebstoff DD238390A1 (de)

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