DD238473A5 - Schlitzmaskenelektronenkanone fuer katodenstrahlroehren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Schlitzmaskenelektronenkanone fuer den Einsatz in einer Kathodenstrahlroehre, die eine Vielzahl von in der angegebenen Reihenfolge und in einem bestimmten Abstand voneinander angeordnete Kathoden, ein Steuergitter, ein Schirmgitterelektrodensystem und zumindest zwei Hauptfokussierlinsenelektroden aufweist. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer einfach herstellbaren Elektronenkanone mit einem Abschirmgitter, an das fuer die Reduzierung des Problems der Ausbauchungsverzerrung eine dynamische Spannung angelegt wird, wobei die unerwuenschte Helligkeitsmodulation moeglichst geringer als bei bekannten Ausfuehrungen sein soll. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass das Schirmgitterelektrodensystem zwei voneinander entfernte Metallteile umfasst, wobei zumindest eines der Teile eine Vielzahl von laenglichen, rechtwinkligen Schlitzen aufweist, die in eine seiner Flaechen eingearbeitet sind, und wobei die Schlitze eine Tiefe haben, die kleiner als die Dicke des Teiles ist und dem anderen Teil gegenueberliegen, sowie eine Vielzahl von kreisrunden Aperturen, die mit den Schlitzen in Verbindung stehen und durch das Teil hindurchgehen. Fig. 2
Description
Die Erfindung betrifft Schlitzmasken-Elektronenkanonen wie beispielsweise jene, die bei Farbbildröhren Anwendung finden, und insbesondere eine verbesserte Elektronenkanone mit einer zweiteiligen Schirmgitterelektrode, die in der Lage ist, einen durch dynamische Modulation in der Form variablen Elektronenstrahl zu erzeugen.
Es gibt mehrere unterschiedliche Arten von Elektronenkanonen, die bei Farbbildröhren Anwendung finden. Eine Ausführungsart, die gegenwärtig breite Anwendung findet, ist die Schlitzmasken-Elektronenkanone. Die Schlitzmasken-Elektronenkanone dient der Erzeugung von mindestens zwei und vorzugsweise drei Elektronenstrahlen in einer gemeinsamen Ebene und der Ausrichtung der Strahlen längs konvergenter Strahlenwege zur Bildung eines kleinen Flecks auf dem Bildschirm.
Es war ein allgemeiner Trend in Richtung auf Schlitzmasken-Farbbildröhren mit größeren Ablenkungswinkeln mit dem Ziel kürzerer Röhren zu verzeichnen. Bei Röhren mit einem Ablenkungswinkel von 110° wurde jedoch festgestellt, daß die Elektronenstrahlen bei ihrer Ablenkung in Richtung der äußeren Abschnitte des Bildschirmes übermäßig stark verzerrt werden. Derartige Verzerrungen, die gewöhnlich als linsenförmige Ausbauchungen bezeichnet werden, erscheinen auf dem Schirm der Bildröhre als unerwünschte schwache Schatten, als Nachzieheffekt, der von einem Lichtkern oder -fleck erwünschter Stärke ausgeht. Derartige Verzerrungen sind zumindest teilweise auf die Wirkungen der Randabschnitte der Ablenkungsfelder des Röhrenablenkjoches auf den Elektronenstrahl während seines Durchgangs durch die Elektronenkanone sowie auf die Ungleichmäßigkeit der Jochablenkfelder selbst zurückzuführen.
Wenn sich die Randfelder bis in den Bereich der Elektronenkanone erstrecken, wie dies gewöhnlich der Fall ist, können die Strahlen im geringen Maße aus der Achsrichtung in einen stärker aber rationsbehafteten Abschnitt der Elektronenlinse der Kanone abgelenkt werden. Das Ergebnis ist häufig eine linsenförmige Verzerrung des Elektronenstrahl-Auftreffleckes, die sich vom Strahlfleck zur Bildschirmmitte erstreckt. Dieser Zustand ist besonders bei Röhren störend, die mit selbstkonvergierenden Ablenkjochen mit Ring-Ablenkspulen ausgestattet sind, und zwar wegen der verhältnismäßig starken Randfelder der Ringspulen.
Die selbstkonvergierenden Ablenkjoche weisen ungleichmäßige Felder auf, die dafür sorgen, daß die Elektronenstrahlen mit zunehmendem horizontalen Ablenkwinkel zunehmend divergiert werden. Diese ungleichmäßigen Felder verursachen auch eine vertikale Konvergenz der Elektronen innerhalb der einzelnen Strahlen. Auf diese Weise werden die Strahlflecke, die rechts und links von der Mitte des Bildschirmes entfernt liegen, in vertikaler Richtung überkonvergiert, so daß in vertikaler Richtung sowohl nach oben als auch nach unten linsenförmig verzerrt wird.
Die vertikalen Ausbauchungen des runden Lichtflecks zur Linsenform, die sowohl auf die Effekte der Jochrandfelder im Bereich der Elektronenkanone als auch auf die Ungleichmäßigkeit der Jochfelder zu rückzuführen ist, ist ein unerwünschter Zustand, der zu einer schlechten Auflösung eines auf dem Bildschirm gezeigten Bildes führt.
Es ist bekannt, daß zur Kompensierung des obenbeschriebenen Astigmatismus des Strahlflecks unsymmetrische Elektronenkanonenelektroden verwendet werden, die in der Elektronenoptik der Kanone für einen Ausgleichs-Astigmatismus sorgen. Siehe z.B. US-PS 4234814, in dereine Schirmgitterelektrode beschrieben wird, die eine Apertur aufweist, die rückwärts zur Katode hin einen rechtwinkligen Querschnitt und nach vorn zum Bildschirm hin einen runden Querschnitt hat. Dieses astigmatische Schirmgitter besteht aus elektrischer Sicht aus einem Stück und wird während des Röhrenbetriebes mit einer festen GS-Vorspannung gespeist. Während diese Elektronenkanone den linsenförmigen Ausbauchungsastigmatismus bei einigen Röhren in hinreichendem Maße reduziert, ist bei anderen Röhren noch eine weitere Korrektur wünschenswert, und zwar betrifft dies insbesondere Röhren mit sehr weitem Ablenkungswinkel, und dies speziell wiederum dann, wenn sie für die Wiedergabe von Druckschrift in der Nähe der Bildschirmecken eingesetzt werden sollen.
Bekannt ist ebenfalls eine zweiteilige Schirmgitterelektrode, die eine erste Aperturplatte mit einer verlängerten Apertur, die sich durch die erste Platte hindurch erstreckt, und eine zweite Platte mit einer durch sie hindurchgegebenen runden Apertur umfaßt. Ein solcher Elektrodenaufbau wird in der US-PS 4319163 offenbart. Beim Betrieb dieser Elektronenkanone wird die zweite Platte mit einer GS-Vorspannung gespeist und die erste Platte mit einer GS-Vorspannung gespeist, der ein dynamisches Signal überlagert ist, das mit den horizontalen und/oder vertikalen Ablenkungssignalen synchronisiert wird. Ein Nachteil dieser Ausführung besteht darin, daß die Helligkeit der Röhre durch die angelegte dynamische Spannung ebenfalls moduliert wird, es sei denn, die Modulationsspannung ist sehr klein.
Die US-PS 4443736 offenbart einen Schirmgitterelektrodenaufbau einschließlich einer Gruppe von drei Aperturmetallplatten, die durch zwei elektrisch isolierende Teile voneinander getrennt sind. Die beiden äußeren Platten haben drei in Reihe angeordnete Aperturen, und die mittlere Platte hat mindestens eine längliche Apertur, die sich zweckmäßigerweise mindestens bis zu den Außenrändern der beiden äußeren Aperturen der äußeren Platten erstrecken soll. Bei dieser Elektronenkanone werden die beiden äußeren Platten elektrisch an das Schirmgitterpotential angeschlossen, und ein dynamisches Signal wird der angelegten Gleichspannung überlagert. Die Außenplatte neben der Steuergitterelektrode sorgt dafür, daß die Helligkeitsmodulation der Röhre so klein wie möglich gehalten wird, obwohl jedoch bei diesem patentierten Aufbau eine Helligkeitsschwankung im Bereich von 20 bis 30% auftritt. Für die weitere Reduzierung der Helligkeitsmodulation ist es erforderlich, an die Katode eine Gegenmodulationsspannung anzulegen. Der Drei-Platten-Aufbau sorgt auch für Schwierigkeiten während des ,beading '-Vorgangs, da der Abstand zwischen den benachbarten Metallplatten klein sein muß.
Demgemäß ist es wünschenswert, eine Elektronenkanone mit einem Abschirmgitter zu schaffen, an das für die Reduzierung des Problems der Ausbauchungsverzerrung eine dynamische Spannung angelegt wird und das einfacher herzustellen ist, jedoch bezüglich der unerwünschten Helligkeitsmodulation zumindest das gleiche oder ein besseres Ergebnis ermöglicht als bei Elektronenkanonenausführungen älterer Patente.
Erfindungsgemäß umfaßt die Schlitzmasken-Elektronenkanone für eine Katodenstrahlröhre einen verbesserten Strahlformungsbereich und Strahlfokussierelektroden. Der verbesserte Strahlbereich umfaßt eine Vielzahl von Katoden, ein Steuergitter und ein neuartiges Schirmgitterelektrodensystem, dessen Teile im bestimmten Abstand in abgegebener Reihenfolge angeordnet sind. Das Schirmgitterelektrodensystem besteht aus zwei Metallteilen, die in einem bestimmten Abstand voneinander angeordnet sind und von denen zumindest eines eine Vielzahl von rechtwinkligen Längsschlitzen aufweist, die in eine ihrer Oberflächen eingearbeitet wurden. Die Schlitze haben eine Tiefe, die geringer ist als die Dicke des Metallteils, wobei sich die Schlitze auf der dem anderen Teil gegenüberliegenden Seite befinden. Eine Vielzahl von kreisförmigen Aperturen, die mit den Schlitzen in Verbindung stehen und die die Metallteile durchdringen, sind in diese eingearbeitet.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Aufriß (teilweise im Axialschnitt) von einer Katodenstrahlröhre, die die neuartige Elektronenkanone in sich trägt.
Fig. 2 einen Längsriß teilweise im Schnitt von einem Ausführungsbeispiel der neuartigen Elektronenkanone gemäß Fig. 1. Fig. 3 einen Grundriß eines Gitterteiles der Schirmgitterelektrode der Elektronenkanone gemäß Fig.2.
Fig.4 eine schematische Darstellung eines Satzes von typischen Wellenformen der Signale, die für den Betrieb der neuartigen Elektronenkanone verwendet werden.
Fig. 5 für bestimmte Punkte der Signalwellenform gemäß Fig.4, die an die Schirmgitterelektrode angelegt wird, die entsprechende Lage auf dem Schirm der Bildröhre.
Fig. 6 eine schematische Darstellung eines anderen Satzes von typischen Signalwellenformen, die für den Betrieb der neuartigen Elektronenkanone eingesetzt werden.
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Fig.7 für bestimmte Produkte der Signalwellenform gemäß Fig. 6, die an die Schirmgitterelektrode angelegt wird, die entsprechende Lage auf den Schirm der Bildrohre.
Fig.8 einen Längsriß teilweise im Schnitt von einem zweiten Ausführungsbeispiel der neuartigen Elektronenkanone gemäß Fig.l.
Fig.9 einen Grundriß der beiden übereinandergelagerten Gitterteile der Schirmgitterelektrode, deren Gitterteile senkrecht angeordnete Schlitze haben.
Figur 1 zeigt eine Farbbildröhre 8 mit einem Glaskolben 10, derein rechtwinkliges Schirmträgerfeld 12 und einen röhrenförmigen Hals 14, der mit einem rechtwinkligen Trichter 16 verbunden ist, umfaßt. Feld 12 besteht aus einem Bildschirmträger 18 und einer peripheren Seitenwand 20, die mit dem Trichter 16 verbunden ist. Ein mosaikartiger Drei-Farben-Phosphorschirm 22 ist auf der innenfläche des Schirmträgers 18 aufgebracht. Schirm 22 ist vorzugsweise ein Zeilenrasterschirm, bei dem sich die Phosphorzeilen im wesentlichen rechtwinklig zur hochfrequenten Rasterzeilenabtastung der Röhre, d.h. senkrecht auf der Ebene gemäß Fig. 1) erstrecken. Eine Mehrapertur-Farbsteuerelektrode oder Schattenmaske 24 ist mit bekannten Mitteln im vorbestimmten Abstand zum Bildschirm 22 lösbar befestigt. Eine verbesserte Schlitzmasken-Elektronenkanone 26, die in Fig. 1 schematisch durch Strichlinien dargestellt wird, ist im Hals 14 angebracht und erzeugt und schickt drei Elektronenstrahlen 28 längs koplanarer konvergenter Wege durch die Maske 24 zum Schirm 22.
Die Röhre gemäß Fig. 1 ist zusammen mit einem externen magnetischen Ablenkjoch wie beispielsweise Joch 30 einzusetzen, das wie schematisch dargestellt, den Hals 14 und den Trichter 16 in der Nähe ihrer Verbindungsstelle umgibt. Nach Spannungsanlegung an das Joch 30 werden die drei Strahlen 28 vertikalen und horizontalen Magnetfeldern ausgesetzt, damit sich die Strahlen in horizontaler bzw. vertikaler Richtung in einem rechtwinkligen Raster über den Bildschirm 22 bewegen. Die Ausgangsebene der Ablenkung (bei Ablenkung Null) wird durch die Linie P-P in Fig. 1 dargestellt, die etwa durch die Mitte des Ablenkjoches 30 führt. Wegen der Randfelder erstreckt sich die Ablenkzone der Röhre axial vom Joch 30 aus in den Bereich der Elektronenkanone 26. Der Einfachheit halber wird die tatsächliche Krümmung der abgelenkten Elektronenstrahlwege in der Ablenkungzone in Fig. 1 nicht dargestellt. Ein Beispiel für ein magnetisches Ablenkjoch 30 ist ein Sattelringjoch (ST yoke — saddle-toroid type yoke) wie es in der US-PS 4143345 beschrieben wird.
Mit der Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Modifikationen entspricht die Elektronenkanone 26 möglicherweise jenen Drei-Strahl-Schlitzmasken-Elektronenkanonen, die in den obenzitierten US-PS 4234814,4319163 und 4443736 beschrieben werden, oder den Schlitzmaskenröhren mit verlängerter Brennweite von der Art, wie sie in der US-PS 4370592 beschrieben werden. Diese Patente offenbaren modifizierte Ausführungen der Elektronenkanone, die in der US-PS 3772554 beschrieben werden.
Einzelheiten der Elektronenkanone 26 werden in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Die Elektronenkanone umfaßt zwei Glasbefestigungsstäbe 32, an denen verschiedene Elektroden befestigt sind. Diese Elektroden schließen drei gleichmäßig voneinander entfernte Inline-Katoden 34 (eine für jeden Strahl, wobei jedoch nur eine dargestellt ist), eine Steuergitterelektrode 36 (G 1), ein verbessertes Schirmgitterelektrodensystem 38 (G2a, G 2b), eine erste Hauptfokussierlinsenelektrode40 (G3) und eine zweite Hauptfokussierlinsenelektrode42 (G4), die in der angegebenen Reihenfolge und in einem bestimmten Abstand an den Glasstäben befestigt sind. Beide Elektroden G1 und G4 sowie die beiden Enden der G3-Elektroden besitzen drei in Reihe angeordnete Aperturen (Inline-Aperturen), die den Durchgang von drei koplanaren Elektronenstrahlen 28 gestatten. Der Aufbau des Schirmgitterelektrodensystems 38 wird nachfolgend beschrieben. Die elektrostatische Hauptfokussierlinse in der Kanone 26 wird zwischen G3, der Elektrode 40, und G4, der Elektrode 42, gebildet. G3, Elektrode 40, besteht aus zwei becherförmigen Elementen 44 und 46, deren offene Enden aneinander befestigt sind. Obwohl G3, Elektrode 40, als zweiteiliges Gebilde dargestellt wird, könnte es aus einer beliebigen Anzahl von Teilen sowie auch als ein einzelnes Teil von gleicher Länge gefertigt werden. G4, Elektrode 42, kann auch aus zwei becherförmigen Teilen 48 und 50, die an ihren offenen Enden mit einander befestigt sind, bestehen. Obwohl die Hauptfokussierungslinse aus zwei Elektroden bestehend dargestellt ist, könnte sie des weiteren auch aus drei, vier oder mehr Elektroden bestehen (in diesem Fall würden andere als die dargestellten Spannungen angelegt werden).
Jener Abschnitt der Elektronenkanone 26, der die Katoden 34, die Steuergitterelektrode 36 und das Schirmgitterelektrodensystem 38 umfaßt, ist als Strahlformungsbereich der Kanone bekannt. Dieser Strahlbereich erzeugt Elektronen und bildet aus ihnen Strahlen, die sich in der Nähe des Schirmgitterelektrodensystems 38 überschneiden. Die Hauptfokussierlinsenelektroden 40 und 42 schließen den Strahlfokussierbereich der Kanone ein. Der Strahlfokussierbereich baut ein elektrostatisches Fokussierfeld für die Fokussierung der Elektronenstrahlen und Abbildung der Strahlkreuzungspunkte auf dem Bildschirm auf.
Eine erste Ausführungsform des verbesserten Schirmgitterelektrodensystems 38 schließt zwei in einem bestimmten Abstand voneinander angeordnete Metallteile G2a und G2b ein. Das erste Metallteil G 2a, das sich neben dem Steuergitter 36 (G 1) befindet, umfaßt eine im wesentlichen flache Platte mit einer Dicke von etwa 0,51 mm (20 mils). Wie in Fig. 3 dargestellt, sind drei im wesentlichen identische in der Horizontalen angeordnete Schlitze 52 in einer der Hauptflächen des ersten Teiles G2a eingearbeitet. Die Schlitze 52 sind jeweils etwa 0,71 mm (28mils) hoch, 2,03mm (8OmHs) breit und 0,25mm (10mils) tief. Eine kreisrunde Apertur 54 ist in jeden der Schlitze 52 eingearbeitet; sie erstrecken sich durch das erste Metallteil G 2a hindurch und sind auf die Aperturen im Steuergitter 36 (G 1) ausgerichtet. Die drei kreisrunden Aperturen 54 haben einen Durchmesser von 0,635mm (25mils). Das erste Teil G2a ist in einem Abstand von etwa 0,229mm (9mils) vom Steuergitter 36 (G 1) entfernt angeordnet. Das zweite Metallteil G2b hat eine Dicke von etwa 0,13mm (5mils) und ist in einem Abstand von etwa 0,13mm (5mils) vom ersten Teil G 2a angeordnet. Das zweite Teil G2b hat drei kreisrunde Aperturen 56, die einen Durchmesser von 0,635mm (25mils) haben und auf die kreisrunden Aperturen 54 im ersten Teil G2a ausgerichtet sind. Wie in den Figuren 4 und 5 dargestellt, wird während des Betriebs der Elektronenkanone 26 an das erste Teil G 2a eine GS-Gleichspannung zur Steuerung der Strahlbegrenzung angelegt.
An das zweite Teil G2b wird eine Gleichspannung angelegt, derein auf die vertikale und horizontale Ablenkung bezogenes zusammengesetztes dynamisches Signal überlagert ist. Dieses dynamische Signal moduliert die Querschnittsform des Strahles entsprechend der Ablenkung, wodurch die obenerwähnte linsenförmige Ausbauchung des sonst runden Strahlauftrefffleckes kompensiert wird. Das an das Teil G2b angeschlossene dynamische Signal verbessert zusammen mit den horizontal angeordneten Schlitzen 52 im Teil G 2 a die Eckenhelligkeit und kompensiert damit (die Verminderung des/) den Randübertragungsverlust, der durch die Schattenmaske 24 verursacht wird.
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Die dynamische Modulationsspannung verändert die asymmetrische Schlitzlinsenstärke zwischen dem ersten Teil G2a und dem zweiten Teil G2b des Schirmgitterelektrodensystems 38 und verbessert damit die Eckenauflösung, ohne die Auflösung in der Bildschirm mitte zu verschlechtern. Das erste Teil G 2 a, dessen Dicke etwa vierfach so groß ist wie die des zweiten Teiles, schirmt das dynamische Signal vom Bereich des Steuergitters 36 (G 1) ab, so daß die Helligkeitsmodulation bzw. -Schwankung auf etwa 3% — verglichen mit den etwa 20 bis 30% in dem obenzitierten US-PS 4443736 reduziert wird. Der niedrige Pegel der Helligkeitsmodulation, der mit dem vorliegenden Aufbau (des Systems) erzielt wird, macht die Gegenmodulation der Katode, wie sie bei den dem Stand der Technik entsprechenden Elektronenkanonen, bei denen eine dynamische Modulationsspannung am Schirmgitter angelegt wird, erforderlich ist, überflüssig. Die vorliegende Schirmgitterelektrodenstruktur ist deshalb wirtschaftlich, weil sie problemlos nach Standardverfahren für die Herstellung von Elektronenkanonen gefertigt werden kann. Andererseits können die Schlitze im Teil G 2 a vertikal angeordnet sein, wobei dann Wellenformen wie beispielsweise jene, die in Fig.6 dargestellt sind, an das Teil G2b angelegt werden können. Die entsprechenden Punkte auf dem Bildschirm der Röhre werden in Fig.7 gezeigt.
Eine zweite Ausführungsform der neuartigen Elektronenkanone 26'wird in Fig. 8 dargestellt. Die Elektronenkanone 26'entspricht der Elektronenkanone 26, die hierin beschrieben wird, und unterscheidet sich nur darin, daß die Anordnung der Schirmgitterelemente untereinander anders ist. Bei Elektronenkanone 26' umfaßt das Schirmgitterelektrodensystem 38' ein erstes Metallteil G 2 a' und ein in einem bestimmten Abstand dazu angeordnetes zweites Metallteil G 2 b'. Das erste Teil G 2 a' ist eine im wesentlichen flache Platte mit einer Dicke von etwa 0,38 mm (15 mils) mit drei kreisrunden in einer Reihe angeordneten Aperturen 60 in Form von Durchgangslöchern. Die drei Aperturen 60 haben jeweils einen Durchmesser von 0,635mm (25 mils) und sind jeweils auf eine Apertur im Steuergitter 36 (G 1) ausgerichtet. Das zweite Teil G 2b' hat eine Dicke von etwa 0,30 mm (12mils) und drei eingearbeitet horizontal angeordnete Schlitze 62. Die Schlitze 62 haben die gleichen Abmessungen wie die oben beschriebenen Schlitze 52; bei der Kanone 26' jedoch liegen die Schlitze 62 dem ersten Teil G 2 a' des Schirmgitterelektrodensystems 38' gegenüber. Die kreisrunden Aperturen 64 haben ebenfalls einen Durchmesser von 0,635 mm (25 mils) und sind auf die Aperturen 60 im ersten Teil G 2 a' ausgerichtet.
Wie oben beschrieben, wird an das zweite Teil G 2 b' eine dynamische Signalspannung angelegt. Ist das erste Teil G 2a' verhältnismäßig dünn, tritt eine gewisse Helligkeitsmodulation in der Größenordnung von 20 bis 30% auf. Sie kann jedoch durch Anlegen einer Gegenmodulation an Katode 34 kompensiert werden, oder, sie kann durch Vergrößerung der Dicke des ersten Teils G 2 a' zur Abschirmung des Steuergitters 36 auf ein Mindestmaß beschränkt werden.
Es liegt auch im Geltungsbereich der Erfindung, sowohl das erste als auch das zweite Teil des Schirmgitterelektrodensystems 38 mit Schlitzen zu versehen. Eine solche Struktur wird in Fig. 9 gezeigt. Die Schlitze sind in die gegenüberliegenden Flächen der Schirmgitterteile G2a und G2b eingearbeitet, und die gestrichelt dargestellten Schlitze sind in der Vertikalen und Horizontalen rechtwinklig zueinander angeordnet.
Claims (7)
- Patentansprüche:1. Schlitzmaskenelektronenkanonefürden Einsatz in einer Katodenstrahlröhre, wobei die Elektrodenkanone eine Vielzahl von in der angegebenen Reihenfolge und in einem bestimmten Abstand voneinander angeordnete Katoden, ein Steuergitter, ein Schirmgitterelektrodensystem und zumindest zwei Hauptfokussierlinsenelektroden einschließt, gekennzeichnet dadurch, daß das Schirmgitterelektrodensystem zwei voneinander entfernte Metallteile (Masken) (G2a, G2b; G2a', G2b') umfaßt, wobei zumindest eines der Teile (G 2 a, G 2 b') eine Vielzahl von länglichen, rechtwinkligen Schlitzen (52; 62) aufweist, die in eine seiner Flächen eingearbeitet sind, und wobei die Schlitze eine Tiefe haben, die kleiner als die Dicke des Teiles ist und dem anderenTeil (G 2 b; G 2a') gegenüberliegen, sowie eine Vielzahl von kreisrunden Aperturen (54, 64), die mit den Schlitzen in Verbindung stehen und durch das Teil hindurchgehen.
- 2. Elektronenkanone nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die voneinander entfernten Teile des Schirmgitterelektrodensystems (38) ein erstes Teil (G 2a), das sich neben dem Steuergitter (36) befindet, und ein zweites Teil (G 2 b), das zwischen dem ersten Teil und den Hauptfokussierlinsenelektroden (42,40) angeordnet ist, einschließt, wobei das erste Teil mit den länglichen rechtwinkligen Schlitzen (52) versehen ist, die dem zweiten Teil gegenüberliegen.
- 3. Elektronenkanone (26) nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß das erste Teil (G 2 a) eine Dicke aufweist, die größer als die des zweiten Teils (G 2 b) ist.
- 4. Elektronenkanone (26') nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die in einem bestimmten Abstand voneinander angeordneten Teile des Schirmgitterelektrodensystems (38') ein erstes Teil (G 2 a') neben dem Steuergitter (36) und ein zweites Teil (Gl b') zwischen dem ersten Teil und den Hauptfokussierlinsenelektroden (40,42) einschließen, wobei das zweite Teil die länglichen rechtwinkligen Schlitze (62), die dem ersten Teil gegenüberliegen, aufweist.
- 5. Elektronenkanone (26, 26') nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet dadurch, daß die rechtwinkligen Schlitze (52, 62) in Fluchtrichtung der Elektronenkanone verlängert wurden.
- 6. Elektronenkanone (26,26') nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet dadurch, daß an das zweite Schirmgitterteil (G 2 b, G 2 b') eine Modulationsspannung angelegt wird.
- 7. Elektronenkanone nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Metallteile (G 2 a, G 2 b) des Schirmgitterelektrodensystems (38) eine Vielzahl von verlängerten rechtwinkligen Schlitzen, die in eine von deren Flächen eingearbeitet sind, aufweist, wobei die Schlitze eine Tiefe haben, die kleiner als die Dicke der Metallteile ist, und den anderen Metallteilen gegenüberliegen, sowie eine Vielzahl von kreisrunden Aperturen (54), die in jedes der Metallteile eingearbeitet wurden, mit den Schlitzen in Verbindung stehen und durch die Metallteile hindurchführen, wobei die Schlitze des einen Metallteiles rechtwinklig zu den Schlitzen im anderen Metallteil angeordnet sind.Hierzu 3 Seiten Zeichnungen.
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