DD238568A1 - Holzschuetzendes lasursystem - Google Patents

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DD238568A1
DD238568A1 DD27771985A DD27771985A DD238568A1 DD 238568 A1 DD238568 A1 DD 238568A1 DD 27771985 A DD27771985 A DD 27771985A DD 27771985 A DD27771985 A DD 27771985A DD 238568 A1 DD238568 A1 DD 238568A1
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Werner Sarfert
Werner Lohs
Werner Freitag
Hans Friedrich
Jutta Pudell
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Leipzig Farben & Lackfab Veb
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Abstract

Holzschuetzendes Lasursystem auf Grundlage eines Fungizide und organisch geloeste Bindemittel enthaltenden Einlassgrundes und wasserverduennbarer Lasuren mit hohem Eindringvermoegen, guter Trocknung und damit schneller Ueberlackierbarkeit des Einlassgrundes mit wasserverduennbaren Lasuren. Das System besitzt hohe Wetterbestaendigkeit und Dauerbelastbarkeit. Der Einlassgrund besteht aus niedermolekularen Veresterungsprodukten der Formel I, die gegebenenfalls bis zu 70 Ma.-% mit langoeligen Alkydharzen kombiniert sein koennen. Die das System bildenden wasserverduennbaren Lasuren bestehen aus waessrigen Polymerdispersionen und wasserverduennbaren vinylmodifizierten Alkydharzen im Verhaeltnis 3:1 bis 1:3.

Description

in der η den Wert 1,0 bis 2,0 und R den veresterten Rest von Fettsäurepartialestern höherwertiger Alkohole und von Polycarbonsäuren enthaltenden Oligoestern darstellt, als Bindemittel, welches gegebenenfalls bis zu 70Ma.-% mit langöligem Alkydharz kombiniert sein kann, enthält und die wäßrige Lasur auf der Basis einer Bindemittelkombination aus
I feinst- und/oder feinteiligen, verseifungsbeständigen wäßrigen Copolymerdispersionen von Vinylmonomeren, insbesondere Acryl- und/oder Methacrylmonomeren, mit einer Mindestfilmbildungstemperatur S 278K und einer mittleren Teilchengröße von 0,01 bis 0,25 Mikrometer und
II nach Neutralisation mit Stickstoffbasen wasserverdünnbaren, vinyl-, insbesondere acrylmodifizierten,oxydativ vernetzbaren Alkydharzen mit einem Gehalt an trocknenden Fettsäuren von 25 bis 35Ma.-%, einer Säurezahl von 50 bis 70mg KOH/g und einem Gehalt an copolymerisierten Vinylmonomeren von 35 bis 50Ma.-%, bezogen auf ungelöstes copolymerisiertes Harz,
hergestellt wurde, maximal 15Ma.-% Glykolether und Glykole, neben Wasser, sowie spezielle Pigmente und Additive enthält, wobei das Verhältnis von Komponente I und Komponente II, bezogen auf ungelöste Bestandteile, 3:1 bis 1:3 beträgt.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein holzschützendes Lasursystem, bestehend aus einer fungizid ausgerüsteten Einlaß-/ Imprägniergrundierung und einer wasserverdünnbaren Lasur, für den komplexen Schutz von Holz und Holzwerkstoffen gegen biologische und atmosphärische Schädigungsfaktoren.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Forderung, der Emission organischer Lösungsmittel entgegenzuwirken, führte auch zur Entwicklung wasserverdünnbarer Lasuren. Diese wasserverdünnbaren Lasuren müssen eine gute Lager- und Verarbeitungsfähigkeit und eine gute Wetterbeständigkeit aufweisen. Als eine vorteilhafte Bindemittelbasis hierfür haben sich Kombinationen aus wäßrigen Polymerdispersionen, insbesondere Acrylatdispersionen, und wasserverdünnbaren vinylmodifizierten Alkydharzen herausgestellt. Solche Kombinationen sind in der DE-AS 2729900 beschrieben.
Die Lasuren enthalten neben dem Wasser einen bestimmten Anteil wassermischbarer organischer Hilfslösungsmittel, die einerseits die Verarbeitungsfähigkeit verbessern, andererseits eine ausreichende, sogenannte offene Zeit zur Verteilung des Materials gewährleisten. Auf Grund ihres molekularen Aufbaus zeigen diese wäßrigen Dispersionen in Kombination mit wasserverdünnbaren Kunstharzen ein ungenügendes Eindringvermögen in Holzuntergründe. Gleichzeitig ist die Verträglichkeit solcher wäßrigen Lasuren mit wichtigen wirksamen Fungiziden stark eingeschränkt. Damit ist eine Imprägnierung des Untergrundes und durch das Fehlen von Fungiziden der Holzschutz nicht gewährleistet. Insgesamt wird daher eine ausreichende langzeitige Schutzwirkung nicht erreicht.
Zur Beseitigung dieser Mängel ist der Einsatz von in organischen Lösungsmitteln gelösten und fungizid ausgerüsteten Einlaßgründen bekannt. (Farbe und Lack, 90, H.3/84)
Als Bindemittel für derartige Einlaßgründe werden vorwiegend Alkydharze eingesetzt. Sie zeigen bei entsprechend schneller Trocknung der Oberfläche, die für eine kurzfristige Weiterbearbeitung mit wäßrigen Lasuren gefordert werden muß, oftmals nicht das für den Langzeitschutz des Holzes erforderliche hohe Eindringvermögen. Eine Verbesserung des Eindringvermögens wird durch die Mitverwendung von natürlichen Ölen und hochsiedenden Lösungsmitteln ermöglicht. Dadurch werden aber die Trocknung und damit eine schnelle Weiterbearbeitung der Oberflächen mit wäßrigen Lasuren verzögert. Sowohl bei den Einlaßgründen auf der Basis von Alkydharzen als auch bei Einsatz von Ölen werden durch die Hilfslösungsmittel in den wäßrigen Lasuren Störungen in der Schicht hervorgerufen, so daß neben der ungenügenden Schutzwirkung durch mangelhaftes Eindringvermögen die gesamte Schutzschicht selbst mangelhaft wird.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, bei holzschützenden Lasuren auf der Grundlage wasserverdünnbarer Bindemittel die Verarbeitbarkeit und die Schutzwirkung zu verbessern.
-2- 238 Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein holzschützendes Lasursystem aus wäßrigen Lasuren auf der Basis von Kombinationen wäßriger Polymerdispersionen mit wasserverdünnbaren Kunstharzen und einem fungizid ausgerüsteten Einlaßgrund zu schaffen, das bezüglich der Eindringtiefe und der Trocknung des Einlaßgrundes, der nachfolgenden Beschichtbarkeit der Oberflächen und der Dauerbelastbarkeit der beschichteten Oberflächen verbessert ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein holzschützendes Lasursystem aus einem Fungizide und in organischen Lösungsmitteln gelöste Bindemittel enthaltenden Einlaßgrund und einer wäßrigen Lasur auf Basis wäßriger Polymerdispersionen in Kombination mit wasserverdünnbaren Alkydharzen zum Einsatz kommt. Der Einlaßgrund enthält als Bindemittel ein oder mehrere niedermolekulare, autoxidierbare Veresterungsprodukte der allgemeinen Formel
E-
CO - CH я CH - CO - О
in der η den Wert 1,0 bis 2,0 und R den veresterten Rest von Fettsäurepartialestern höherwertiger Alkohole und von Polycarbonsäuren enthaltenen Oligoestern darstellt, welche gegebenenfalls bis zu 70Ma.-% mit langöligen Alkydharzen kombiniert sein können.
Die wäßrige Lasur, die auf der Basis einer Bindemittelkombination aus
I feinst- und/oder feinteiligen, verseifungsbeständigen wäßrigen Copolymerdispersionen von Vinylmonomeren, insbesondere Acryl- und/oder Methacrylmonomeren, mit einer Mindestfilmbildungstemperatur Ш 278 Kund einer mittleren Teilchengröße von 0,01 bis 0,25 Mikrometer und
Il nach Neutralisation mit Stickstoffbasen wasserverdünnbaren, vinyl-, insbesondere acrylmodifizierten, oxidativ vernetzbaren Alkydharzen mit einem Gehalt an trocknenden Fettsäuren von 25 bis 35 Ma.-%, einer Säurezahl von 50 bis 70 mg KOH/g und einem Gehalt an copolymerisierten Vinylmonomeren von 35 bis 50Ma.-%, bezogen auf ungelöstes copolymerisiertes Harz hergestellt wurde, enthält maximal 15Ma.-% Glykolether und Glykole neben Wasser sowie spezielle Pigmente und Additive, wobei das Verhältnis von Komponente I zu Komponente II, bezogen auf ungelöste Bestandteile, 3:1 bis 1:3 beträgt. Bei den für den Einlaßgrund verwendeten niedermolekularen, autoxidierbaren Veresterungsprodukten handelt es sich um Umsetzungsprodukte aus Maleinsäure- oder Fumarsäure-Hydroxidicyclopentenhalbester, in welchem R steht für den veresterten Rest von Fettsäurepartialestern von höherwertigen Alkoholen, wie z. B. Ethylenglykol, Propylen-, Diethylen-, Butylen-, Neopentylglykol, Hexandiol, Glycerol, Trimethylolethan, -propan. Pentaerythritol, und deren Gemische. Als geeignete Fettsäuren enthalten diese Veresterungsprodukte solche, die als halbtrocknende und trocknende natürliche Fettsäuren bezeichnet wurden. Darunter sind solche zu verstehen, die durch Spaltung der entsprechenden Öle, wie z. B. Leinöl, Soja-, Ricinen-, Holz-, Fisch-, Baumwollsaat-, Sonnenblumenöl, hergestellt werden können. Ebenso sind daraus gewonnene Fraktionen oder Gemische und technische Fettsäuren, wie z. B. Tallölfettsäure, einsetzbar.
Weiterhin geeignet für die Bildung des veresterten Restes R sind Polycarbonsäuren enthaltende Oligoester, die z. B. aus Dicarbonsäuren, wie Phthalsäuren, Adipinsäure, Malein-, Fumarsäure oder deren Anhydride, und den bekannten höherwertigen Alkoholen oder auch deren Fettsäurepartialestern erhalten werden.
Diese niedermolekularen, autoxidierbaren Veresterungsprodukte können einen Fettsäuregehalt von 0 bis 65 Ma.-% aufweisen. Entsprechend ihrem Fettsäuregehalt sind sie in aromatischen und/oder aliphatischen Kohlenwasserstoffen löslich. Diese Lösungen zeigen im allgemeinen niedrige Viskositäten, wodurch Festkörpergehalte der Lieferform von =£ 75 Ma.-% möglich sind.
Durch die vielfältigen Formulierungsmöglichkeiten dieser Veresterungsprodukte ergibt sich eine ausgezeichnete Optimierbarkeit der Eigenschaften, insbesondere des Eindringvermögens und der Durchtrocknung für den Einlaßgrund. Für das Erreichen dieser optimalen Anwendungseigenschaften können weiterhin Mischungen aus verschiedenartig zusammengesetzten niedermolekularen, autoxidierbaren Veresterungsprodukten angewendet werden, wobei Veresterungsprodukte mit höheren Fettsäureanteilen ein besonders günstiges Eindringvermögen aufweisen und Veresterungsprodukte mit niedrigen Fettsäureanteilen besonders des Trocknungsvermögen begünstigen. Infolge der guten Verträglichkeitseigenschaften können diese Veresterungsprodukte auch in Kombination mit größeren Anteilen bekannter fettsäure- oder ölmodifizierter Alkydharze verwendet werden. Solche gegebenenfalls mitverwendeten Alkydharze haben einen Gehalt an halbtrocknenden und/oder trocknenden Fettsäuren von mindestens 50Ma.-%. Zum Erreichen der Eigenschaften des Einlaßgrundes für das erfindungsgemäße Lasursystem ist jedoch die Mitverwendung von mindestens 30 Ma.-% der niedermolekularen, autoxidierbaren Veresterungsprodukte unbedingt erforderlich.
Der Einlaßgrund als Untergrund für das Überstreichen mit wasserverdünnbaren Lasuren enthält in der Regel zur Entfaltung seiner Schutzwirkung eine Kombination bekannter fungizider Wirkstoffe, wie z. B. Bläueschutzmittel, organische Zinnverbindungen, Zinkverbindungen usw.
Die Verarbeitung des Einlaßgrundes erfolgt üblicherweise bei einem Feststoffgehalt von <25Ma.-%. Die Einstellung dieses Feststoffgehaltes erfolgt mit aliphatischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Testbenzine verschiedener Siedebereiche, Xylen und dessen höhere Homologe und gegebenenfalls auch mit untergeordneten Mengen niederer Glykole und Glykolether. Als weitere Lackhilfsmittel werden die üblichen Sikkative, wie z. B. Kobalt- und Bleioctoate, und Hautverhütungsmittel zugesetzt.
Zum Aufbau des holzschützenden Lasursystems kommen wäßrige Lasuren zum Einsatz, die als Bindemittelbasis eine Kombination aus wäßrigen Polymerdispersionen (I) und wasserverdünnbaren, speziell modifizierten Alkydharzen (II) enthalten.
Geeignete filmbildende Bestandteile (I) dieser Kombination sind vernetzende oder nichtvernetzende, feinst- oder feinteilige, wäßrige Plastdispersionen, die in bekannter Weise durch Emulsionspolymerisation einer Vielzahl von polymerisierbaren, olefinisch ungesättigten, monomeren Verbindungen hergestellt werden. Zur Homo- oder Copolymerisation geeignete Monomere sind z. B. Methyl-, Ethyl-, 2-Ethylhexyl-, Propyl-, Butylacrylat sowie die entsprechenden Homologen der Methacrylsäure. Weiterhin können als Comonomere vinylaromatische Verbindungen, wie Styren, Methylstyren, Vinyltoluen und Nitrile α,/3-olefinisch ungesättigter Monocarbonsäuren, wie z. B. Acrylnitril, verwendet werden. In untergeordneten Mengen
können auch α,/3-monoolefinisch ungesättigte Mono- und Dicarbonsäuren mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Acrylsäure, Methacrylsäure und Maleinsäure, sowie deren Amide und N-Methyloloamide als Comonomere in die Mischpolymerisate eingebaut werden. Die erhaltenen Dispersionen haben je nach Auswahl der Monomeren Mindestfilmbildungstemperaturen von ca. 278 bis 373K und Blocktemperaturen von ca. 303 bis 358 K. Ihr Feststoffgehalt liegt vorzugsweise zwischen 40 und 60 Ma.-% und der mittleren Teilchendurchmesser etwa zwischen 0,01 und 0,25 Mikrometer. Als Komponente I der wasserlöslichen Lasuren können auch Mischungen verschiedener wäßriger Dispersionen verwendet werden.
Als filmbildende Bestandteile (II) der wäßrigen Lasuren sind Alkydharze geeignet, die durch Veresterung mit mehrfach ungesättigten Ölen oder Fettsäuren erhalten und nachfolgend mit Vinyl- bzw. Acrylmonomeren copolymerisiert werden. Die Alkydharze für die Copolymerisation werden in bekannter Weise hergestellt, vorzugsweise aus drei- oder vierwertigen Alkoholen, wie z. B. Glycerol, Trimethylolpropan, Pentaerythritol, und Polycarbonsäuren, wie z. B. Phthalsäuren, Adipinsäure und Maleinsäure, und aus copolymerisierbaren Fettsäuren und/oder Ölen. Dabei werden bevorzugt Leinöl und Ricinenöl bzw. daraus gewonnene Fettsäuren in solchen Mengen eingesetzt, daß der Fettsäuregehalt des copolymerisiertenAlkydharzes 25 bis 35 Ma.-% beträgt. Für die Copolymerisation besonders geeignete Vinyl- bzw. Acrylmonomere sind Acrylsäure, Methacrylsäure und deren Verbindungen, wie z. B. Ester und Amide, Styren und Vinyltoluen. Der Gehalt an eingebauten Monomeren beträgt, bezogen auf lösungsmittelfreies copolymerisiertes Alkydharz, 35 bis 50Ma.-%.
Die Säurezahl dieser Produkte beträgt 50 bis 70mg KOH/g. Die Carboxylgruppen können anteilig aus nicht vollständig veresterten Dicarbonsäureanteilen herrühren, werden jedoch mindestens zu 80% durch carboxylgruppenhaltige mischpolymerisierbare Monomere bei der Copolymerisation eingebaut. Die Copolymerisation wird in der Regel als Lösungspolymerisation in teilweise oder vollständig wassermischbaren Lösungsmitteln durchgeführt, wobei ein Feststoffgehalt zwischen 60 und 80 Ma.-% eingestellt wird. Die Wasserverdünnbarkeit wird durch teilweise oder vollständige Neutralisation der Carboxylgruppen mit starken organischen Stickstoffbasen, wie Aminen oder Ammoniak, erreicht.
Die wäßrigen Lasuren sind umweltfreundlich und enthalten im verarbeitungsfähigen Zustand maximal 15Ma.-% organische Lösungsmittel, vorzugsweise Glykole und Glykolether.
Zur Ausbildung der speziellen Schutzwirkung bzw. für den dekorativen Effekt kann die wäßrige Lasur spezielle Pigmente, wie Eisenoxidpigmente, enthalten. Dabei erfolgt die Dispergierung der Pigmente vorrangig in der neutralisierten, sikkativierten und gegebenenfalls mit Wasser verdünnten Alkydharzlösung und nachfolgende Dosierung der alkydharzhaltigen Pigmentpaste zu den wäßrigen Plastdispersionen unter mäßigem Rühren. Die wasserverdünnbaren Lasuren können ebenfalls Hilfsstoffe, wie Fungizide, Verlaufsmittel und Verdickungsmittel, enthalten, die wahlweise während der einzelnen Herstellungsstufen zugesetzt werden.
Das erfindungsgemäße holzschützende Lasursystem besitzt einen speziellen Einlaßgrund mit einem hervorragenden Eindringvermögen bei gleichzeitig guter Trocknung. Durch diese Eigenschaften entstehen eine sehr gute Schutzwirkung und die Möglichkeit, in verhältnismäßig kurzer Zeit den Auftrag der wäßrigen Lasuren, die stark anlösend wirkende Hilfslösungsmittel enthalten, vornehmen zu können. Die vorteilhaften Eigenschaften des Einlaßgrundes werden durch die das Lasursystem komplettierenden wasserverdünnbaren Lasuren in hervorragender Weise ergänzt. Das erfindungsgemäße Lasursystem zeigt eine hohe Wetterbeständigkeit und eine dauerhafte Belastbarkeit der beschichteten Oberflächen.
Ausführungsbeispiele
Zum Nachweis der Eigenschaften des erfindungsgemäßen Lasursystems wurde in den Beispielen für den Einlaßgrund folgende Rahmenrezeptur verwendet:
A Bindemittellosung 90,9 Gewichtsteile
B aliphatische und/oder aromatische
Kohlenwasserstoffe bzw. Wasser 5,0 Gewichtsteile
als Lösungsmittel bei dem Beispiel 5 2,0
Butylglykol 0,3 Gewichtsteile
Propylenglykol 0,1 Gewichtsteile
Bleisikkativ (25 Ma.-% Pb) 0,6 Gewichtsteile
Cobalt-Sikkativ (6 Ma.-% Co) 1,1 Gewichtsteile
Bläueschutzwirkstoff Gewichtsteile
Tributylzinnoxid Gewichtsteile
100,0 Gewichtsteile
A wird in allen Beispielen so gewählt, daß es 15 Gewichtsteile lösungsmittelfreies Harz enthält. Die Summe aus A und B beträgt 90,9 Gewichtsteile.
Der nach dieser Rahmenrezeptur hergestellte Einlaßgrund wurde mittels Pinsel auf Holztafeln mit den Abmessungen 11 χ 24cm aufgetragen und bei 293 к und 65% relativer Luftfeuchtigkeit getrocknet. Die zum Aufbau des erfindungsgemäßen Lasursystems verwendeten wasserverdünnbaren Lasuren sind in Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 1
Rezeptur (in Gew.-Teilen) I Il III
Wasserverdünnbaresacrylmodifiziertes Alkydharz
65%ig in Butylglykol 15,0 13,15 23,47
Acrylatdispersion 43%ig in Wasser 27,00 29,80 14,19
Spezielle Eisenoxidpigmente 2,80 2,80 2,80
Butylglykol 4,00 4,00 4,00
Propylenglykol 1,50 1,50 1,50
Verdickungsmittel 0,40 0,40 0,40
Entschäumer 0,20 0,20 0,20
Cobaltsikkativ (6 Ma.-% Co) 0,25 0,25 0,25
Bläueschutzwirkstoff 0,20 0,20 0,20
Triethylamin 1,10 1,00 1,74
Wasser 47,55 46,70 51,25
Das wasserverdünnbare acrylmodifizierte Alkydharz hat einen Gehalt an Leinölfettsäure von 30Ma.-%, einen Gehalt an copolymerisierten Arcylmonomeren von 43Ma.-%, eine Säurezahl von 63 mg KOH/g ungelöstes Harz und eine Viskosität von 610OmPa · s, 65%ig in Butylglykol.
Die verwendete Acrylatdispersion besteht aus einem Gemisch von Ethyl- und Butylacrylat mit geringen Mengen Styren und Acrylsäure und hat folgende Eigenschaften:
Festkörpergehalt: 43%
Mindestfilmbildungstemperatur: 291K
Teilchengröße: 0,06 Mikrometer
Beispiel 1
Der Einlaßgrund gemäß Beispiel 1 enthält als A 18,8 Gewichtsteile einer 80%igen Lösung in Xylen eines niedermolekularen autoxidierbaren Veresterungsproduktes, welches aus 61 Ma.-% Hydroxy-Dicyclopenten-Maleinsäurehalbester, 24Ma.-% Tallölfettsäure und 15Ma.-% 1,3 Butylenglykol hergestellt wurde, und als B 72,4 Gewichtsteile eines Gemisches aus Xylen und Testbenzin im Verhältnis 2:1. Der Einlaßgrund wurde anschließend mit der Lasur nach Rezeptur I überstrichen.
Beispiel 2
Der Einlaßgrund gemäß Beispiel 2 enthält als A1 9,4 Gewichtsteile des niedermolekularen autoxidierbaren Veresterungsproduktes aus Beispiel 1, als A2 8,2 Gewichtsteile einer 92%igen Lösung in Xylen eines niedermolekularen autoxidierbaren Veresterungsproduktes, welches aus 39Ma.-% Hydroxy-Dicyclopenten-Maleinsäurehalbester, 46Ma.-% Tallölfettsäure und 15Ma.-% 1,3 Butylenglykol hergestellt wurde, und als B 73,3 Gewichtsteile Xylen. Der Einlaßgrund wurde anschließend mit der Lasur nach Rezeptur Il überstrichen.
Beispiel 3
Der Einlaßgrund gemäß Beispiel 3 enthält als A1 8,2 Gewichtsteile des niedermolekularen autoxidierbaren Veresterungsproduktes A2 des Beispiels 2 und als A213,55 Gewichtsteile einer 55%igen Testbenzinlösung des langöligen pentaerythritveresterten Sojaalkydes mit einem Gehalt an Phthalsäureanhydrid von 25 Ma.-% und einem Ölgehalt von 60 Ma.-% und als B 69,0 Gewichtsteile Testbenzin. Der Einlaßgrund wurde anschließend mit der Lasur nach Rezeptur III überstrichen.
Beispiel 4 (Vergleich)
Der Einlaßgrund gemäß Beispiel 4 enthält als A1 21,8 Gewichtsteile einer 55%igen Testbenzinlösung des Sojaalkydes A2 des Beispiels 3, als A2 3,0 Gewichtsteile Leinöl und als B 66,1 Gewichtsteile Xylen. Der Einlaßgrund wurde anschließend mit der Lasur nach Rezeptur I überstrichen.
Beispiel 5 (Vergleich)
Der Einlaßgrund gemäß Beispiel 5 enthält als A 34,9 Gewichtsteile feinteilige Acrylatdispersion, 43%ig in Wasser, mit einer mittleren Teilchengröße von 0,01 bis 0,25 Mikrometer und einer Mindestfilmbildungstemperatur von 282K und als B 56,0 Gewichtsteile Wasser. Bei diesem Beispiel wurde kein Sikkativ zugesetzt. Dieser Einlaßgrund wurde anschließend mit der Lasur nach Rezeptur I überstrichen.
Die erhaltenen Prüfwerte zeigt Tabelle 2.
Tabelle 2
Kennwerte
Beispiele 2 3 Vergleich 4 5
12 12 9-10 6
in Ordnung in Ordnung in Ordnung in Ordnung Blasenbildung in Ordnung in Ordnung in Ordnung
sehr gut sehr gut gut ungenügend
Eindringvermögen* 12
Überlackierbarkeit mit wäßriger Lasur nach 8 h Trocknung in Ordnung nach 16 h Trocknung in Ordnung
Schutzwirkung nach 1,5-jähriger Freibewitterung im System (Einlaßgrund und 2mal Lasur) sehr gut
Das Eindringvermögen wurde nach folgender Methode beurteilt: 20g des zu prüfenden Einlaßgrundes wurden in eine Glasschale eingewogen. Weiches Filterpapier mit 9cm Durchmesser wurde zwischen zwei plangeschliffene Glasplatten gepreßt und das Hochsteigen des Einlaßgrundes in Abhängigkeit von der Zeit gemessen. Der Penetrationsversuch wurde über 20 Sekunden durchgeführt. Beurteilung des Eindringvermögens: 1 Punkt — kein Eindringvermögen 12 Punkte — ausgezeichnetes Eindringvermögen

Claims (1)

  1. Holzschützendes Lasursystem aus einem Fungizide und in organischen Lösungsmitteln gelöste Bindemittel enthaltenden Einlaßgrund und einer wäßrigen Lasur auf Basis wäßriger Polymerdispersionen in Kombination mit wasserverdünnbaren Alkydharzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßgrund ein oder mehrere niedermolekulare, autoxidierbare Veresterungsprodukte der allgemeinen Formel
    R 4-0 -
    CO - CH = CH - CO - 0
    n,
DD27771985A 1985-06-25 1985-06-25 Holzschuetzendes lasursystem DD238568A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4209939A1 (de) * 1992-03-27 1993-09-30 Desowag Materialschutz Gmbh Emulgatorfreies, wasserverdünnbares Konzentrat oder Mittel zum Konservieren von Holz und Holzwerkstoffen
WO1997025365A3 (de) * 1996-01-04 1997-10-09 Basf Ag Polyfunktionell reaktive polymere stoffe

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