DD238662A1 - Verfahren u. vorrichtung zur herstellung von knochenasche - Google Patents

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DD238662A1
DD238662A1 DD27759585A DD27759585A DD238662A1 DD 238662 A1 DD238662 A1 DD 238662A1 DD 27759585 A DD27759585 A DD 27759585A DD 27759585 A DD27759585 A DD 27759585A DD 238662 A1 DD238662 A1 DD 238662A1
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DD
German Democratic Republic
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fluidized bed
bone
reactor
circulating fluidized
bone ash
Prior art date
Application number
DD27759585A
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Inventor
Jochen Stark
Richard Rudolph
Ursula Litzke
Bernd Winter
Bernd Dahm
Axel Bruckert
Original Assignee
Dessau Zementanlagenbau Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und die Vorrichtung zur Gewinnung von Knochenasche auf der Basis von tierischen Knochen. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, Brennbedingungen zu schaffen, um Knochenasche mit hoher Qualitaet herzustellen. Erfindungsgemaess wird dieses dadurch erreicht, dass die thermische Behandlung des pulvrig oder koernig aufbereiteten Knochenmehls in einer zirkulierenden Wirbelschicht erfolgt. Die Verweilzeiten liegen dabei im Bereich von 0,5 bis 30 Minuten. Der erreichte Gluehverlust liegt bei 0,8%. Figur

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und die Ausrüstung zur Gewinnung von Knochenasche auf der Basis von tierischen Knochen, beispielsweise zur Verwendung als Schleifmittel oder als Rohstoff zur Porzellanherstellung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Das bei der Verarbeitung tierischer Knochen, beispielsweise bei der Knochenleimherstellung, anfallende stückige Material wird vorwiegend bei autothermer Verbrennung zu Knochenasche als Hydroxilapatit Cae (PO4I3 · OH und Tricalciumphosphat Ca3 (P04>2 gebrannt. Die Qualität des Brennprodukts, beurteilt nach dem Glühverlust, unterliegt großen Schwankungen infolge des veränderlichen Eigenheizwertes der Knochen im Bereich von etwa 200 bis 700 kcal/kg Knochen.
Als Brennaggregat für derartiges Material kommen neben Schachtofen auch Drehrohr- oder Wirbelschichtofen zur Anwendung.
Ob und in welchem Umfang bei den genannten Reaktoren Stützfeuerungen eingesetzt werden, hängt vom Gehalt und der Zusammensetzung der organischen Substanz des Rohmaterials und von der geforderten Qualität des Brennprodukts ab.
Das ebenfalls bei der Verarbeitung der Knochen anfallende mehlförmige bzw. feinkörnige Material läßt sich in den genannten Einrichtungen aus prinzipiellen Gründen nicht oder nur infolge hoher Staubbelastung bedingt brennen. Eine praktische Realisierung der Glühung von staubförmigen Knochenmaterial ist nicht bekannt.
Bei den genannten Reaktoren liegen die Verweilzeiten für den Feststoff im Stunden- bzw. im oberen Minutenbereich, was zwangsläufig zu erhöhten Wärmeverlusten führt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Knochenasche zu gewinnen mit einer hohen Qualität bei gleichzeitiger Senkung des spezifischen Brennstoffeinsatzes.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf der Grundlage tierischer Knochen Brennbedingungen zu schaffen, um Knochenasche bei hoher Qualität mit Glühverlusten < 0,8% zu gewinnen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die thermische Behandlung in einer zirkulierenden Wirbelschicht erfolgt. Das pulvrig oder körnig aufbereitete Knochenmehl wird einer zirkulierenden Wirbelschicht mit einer zusätzlichen Verweilstufe aufgegeben. Hohe Produktqualitäten mit einem Glühverlust kleiner 0,8% sind verfahrenstechnisch nur im Minutenbereich realisierbar. Da der Glühprozeß ein exothermer Vorgang ist, ist die Apparatur der zirkulierenden Wirbelschicht so gestaltet, daß in einem Wirbelschichtreaktor die Aufheizung auf Reaktionstemperatur erfolgt, danach eine Gas-Gut-Trennung in einem Zyklon und nachfolgende Zwischenlagerung der Knochenasche in einem Verweilbehälter, in dem der Glühprozeß ohne zusätzliche Energiezufuhr weiterläuft. Der Verweilbehälter kann gleichzeitig als Stromaufteilungsvorrichtung gestaltet sein. Die Verweilzeiten liegen dabei im Bereich von 0,5 bis 30 Minuten. Der Verweilbehälter stellt sich als Wirbelschichtapparat dar, dem Luft in der strömungstechnisch und verfahrenstechnisch stöchiometrisch erforderlichen Menge aus dem Kühlsystem zugeführt wird.
Ausführungsbeispiel
Für das Glühen von Knochenmehl hoher Qualität mit Glühverlusten kleiner 0,8% wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung entsprechend dem Prinzip der zirkulierenden Wirbelschicht verwendet. Dabei wird entsprechend der Zeichnung der vorgewärmte Rohstoff 3 direkt dem Reaktor 1 im unteren konischen Teil 2 zugeführt. Im unteren Reaktorteil befinden sich ein oder mehrere Brenner (nicht dargestellt). Im Reaktor erfolgt die Gutaufheizung mit beginnendem Glühprozeß. Nach der Trennung des Gas-Gut-Gemisches im Zyklon 4 gelangt das Gut in den Verweilbehälter 5. In diesem Verweilbehälter verläuft der Glühprozeß ohne Energiezufuhr weiter. Durch zweckentsprechende geometrische Gestaltung werden Verweilzeiten im Minutenbereich realisiert. Nachfolgend gelangt das Gut in die Stromaufteilungsvorrichtung 6, wobei ein Teil des Gutes in den Kreislauf zu rück, der andere in das nicht dargestellte Kühlsystem geführt wird. Verweilbehälter und Stromaufteilungsvorrichtung können auch als ein Aggregat ausgebildet werden.
Der Vorteil beim Einsatz der zirkulierenden Wirbelschicht liegt darin, daß günstige Reaktionstemperaturen für das Glühen des Knochenmehls realisiert werden können.
Verfahren bei niedrigeren Reaktionstemperaturen sind im allgemeinen energiewirtschaftlicher. Im Vergleich zu den konventionellen Reaktoren wie Drehrohr-oder Wirbelschichtofen ist bei Nutzung der zirkulierenden Wirbelschicht der spezifische Brennstoffeinsatz geringer.

Claims (2)

Erfindungsanspruch:
1. Verfahren zur Herstellung von Knochenasche durch Glühen beispielsweise tierischer Knochen, gekennzeichnet dadurch, daß pulvrig oder körnig aufbereitetes Knochenmehl einer zirkulierenden Wirbelschicht mit zusätzlicher Verweilstufe mit Verweilzeiten im Bereich von 0,5 bis 30 Minuten aufgegeben wird und der exotherm verlaufende Prozeß vorzugsweise in der Verweilstufe ohne Energiezufuhr erfolgt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Reaktor (1) in seinem unteren konischen Teil (2) mit Brennern und einer Gas- und einer Rohstoffzuführung (3) versehen ist und dem Reaktor ein Zyklon (4), ein Verweilbehälter (5) und eine Stromaufteilungsvorrichtung (6) nachgeschaltet sind.
DD27759585A 1985-06-21 1985-06-21 Verfahren u. vorrichtung zur herstellung von knochenasche DD238662A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10124073B4 (de) * 2001-05-17 2006-04-13 Saria Bio-Industries Gmbh & Co. Verwaltungs- Und Beteiligungs-Kg Verfahren zur Herstellung von phosphorhaltigem Düngemittel

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DE10124073B4 (de) * 2001-05-17 2006-04-13 Saria Bio-Industries Gmbh & Co. Verwaltungs- Und Beteiligungs-Kg Verfahren zur Herstellung von phosphorhaltigem Düngemittel

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