DD238731A5 - Verfahren zur entfernung von schwegeldioxid aus einem gasstrom - Google Patents

Verfahren zur entfernung von schwegeldioxid aus einem gasstrom Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren fuer die selektive Entfernung von Schwefeldioxid aus einem Schwefeldioxid und Kohlendioxid enthaltenden Gasstrom. Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten, einfachen, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Verfahrens. Erfindungsgemaess wird der Gasstrom in Kontakt gebracht mit einer waessrigen Loesung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, worin X ein Sauerstoffatom oder NR; R und R ein Wasserstoffatom oder eine C1- bis C5-Alkylgruppe bedeuten. Die Verbindung der Formel (I) kann beispielsweise 1,4-Dimethylpiperazinon oder 1-Methyl-2-morpholinon sein.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die selektive Entfernung von Schwefeldioxidgas aus einem Gasstrom in Anwesenheit von Kohlenstoffdioxid. Das Absorptionsmittel, das das Schwefeldioxid entfernt, wird regeneriert, wodurch seine Wiederverwendung und eine kontinuierliche Durchführung des Verfahrens ermöglicht wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Verschiedene Patente und Literaturstellen beschreiben Techniken zur Entfernung von Schwefelverbindungen aus einem Gasstrom, der die Schwefelverbindungen enthält. Bei weitem die meist gebräuchliche Technik ist es, ein natürliches Gas, das ein oder mehrere saure Gase, Schwefelwasserstoff (H2S), Schwefeldioxid (SO2), Schwefelkohlenstoff (COS) und Kohlendioxid (CO2) enthält, mit einem wäßrigen flüssigen armen (im Hinblick auf die sauren Gase) Absorptionsmittel zu behandeln, um einen reichen Absorptionsmittelstrom zu erhalten und den reichen Absorptionsmittelstrom durch thermische Behandlung zu regenerieren, um einen recyclisierbaren armen Strom herzustellen. Viele Verbindungen wurden vorgeschlagen und verwendet als Absorptionsmittel, einige um selektiv H2S oder CO2 zu entfernen und andere unspezifischere Absorptionsmittel um so viel von jenem vorhandenen Gas zu entfernen wie möglich.
Nun besteht bei dem erneuerten Interesse an mit Kohle gefeuerten Boilern und ähnlichen zusammen mit einem größeren Interesse für die Umwelt ein Bedarf, ein selektives Verfahren bei niedrigem Druck (bei oder unter atmosphärischem Druck), niedriger Temperatur, um Schwefeldioxid aus den Abgasen zu entfernen, die aus solchen Anlagen ausgestoßen werden ohne die Entfernung eines größeren Anteils des Kohlendioxids. Ein wirtschaftlich wünschenswertes Merkmal für das Absorptionsmittel wäre seine Regeneration von den absorbierten Gasen, die seine Wiederverwendung ermöglichen würde. Ein Verfahren zur Entfernung von SO2, das heutzutage weit in Gebrauch ist, ist das Kalksteinwaschverfahren. Der Nachteil dieses Verfahrens ist die Bildung eines großen Volumens an festem Abfall, Calciumsulfid-sulfat, das oft mit Flugasche kontaminiert ist, die der Entfernung bedarf. In Gebieten, wo Papiermassenverfahren durchgeführt werden, ist der Abfall oft verwendbar, aber solche Situationen sind nicht oft gegeben.
Ein anderes Verfahren, das kürzlich im Vormarsch ist, ist die Verwendung von Kalium- oder Natriumeitrat, wie es in US-PS 4.366.134 offenbart ist. Obwohl das Absorptionsmittel regeneriert und recyclisiertwird, können die Ausstattungskosten hoch sein wegen der Bildung thermisch stabiler Salze. Zusätzlich ist es notwendig, rostfreien Stahl für die gesamte Anlage zu verwenden, um eine übermäßige Korrosion der Metalle zu verhindern. " —
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten, einfachen und wirtschaftlichen Verfahrens für die selektive Entfernung von Schwefeldioxid aus einem Schwefeldioxid und Kohlendioxid enthaltenden Gasstrom.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verfugung zu stellen, das:
(a) selektiv Schwefeldioxid unter Ausnahme der anderen sauren Gase, insbesondere Kohlendioxid absorbiert;
(b) niedrige chemische Ausstattungskosten hat;
(c) reduzierte Verfahrenskosten hat; und
(d) eine wirtschaftliche Konstruktion der Ausstattung erlaubt, um niedrigen Druck, ein hohes Volumen, Gasströme, wie Abgas anzuwenden, das in der Reduktion oder Eliminierung des Schwefeldioxidgehaltes dieser Gase resultiert.
Überraschend erfüllt das vorliegende Verfahren die oben geforderten Ziele. Das Verfahren entfernt selektiv Schwefeldioxid aus einem Schwefeldioxid und Kohlendioxid enthaltenden Gasstrom durch Inkontaktbringen des Gases mit einer wäßrigen Lösung einer Verbindung der allgemeinen Formel
worin X ein Sauerstoffatom oder NR' ist; R' ein Wasserstoffatom oder CrC5-Alkylgruppe; und R ein Wasserstoffatom oder eine C-i-Cs-Alkylgruppe.
Geeignet sind beispielsweise die folgenden Verbindungen der Formel (I):
1,4-Dimethylpiperazinon und
1-Methyl-2-morpholinon.
Der Gasstrom kann auch eine oder mehrere der anderen sauren Gase (z. B. H2S oder COS) enthalten, die üblicherweise mit Kohlenwasserstoffen, natürlichen oder synthetischen und/oder Verbrennungsgasen (Abgas) verbunden sind. Ebenso muß für die Zwecke der Erfindung der Gasstrom kein Kohlendioxid enthalten. Jedoch ermöglicht das vorliegende Verfahren, wenn Kohlendioxid in dem Gas vorhanden ist, die selektive Entfernung von Schwefeldioxid. Das Verfahren wendet eine arme wäßrige Absorptionsmittellösung einer Verbindung der Formel (I), vorzugsweise mit einer Konzentration von 0,1 Molar bis zum Sättigungspunkt, an. Das reiche Absorptionsmittel, das das meiste an SO2 und wenig an CO2 enthält, wird von dem Absorber (Kontakteinrichtung) entfernt und thermisch regeneriert, um eine arme Absorptionsmittellösung herzustellen zur Recyclisierung zu dem Absorber.
Der Absorber wird vorzugsweise zwischen 5 und 95°C unter etwa atmosphärischem Druck betrieben. Höhere Temperaturen und Drücke beeinflussen das Verfahren nicht wesentlich, obwohl der Anlagenaufbau eine Modifikation erfordern kann, um höhere Temperaturen und Drücke zu gebrauchen.
Die Konzentration des Schwefeldioxids in den Gasströmen kann variieren von 10ppm bisetwa45Vol.-%deszu behandelnden Gasstromes.
Das Verfahren zur Regenerierung kann eines der üblichen Verfahren sein, die bei üblichen Gasentschwefelungseinheiten ebenso angewendet werden wie beim Dampfabziehen.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Diagramm der wesentlichen Komponenten eines Verfahrens, das verwendet wird, um Gase gemäß der vorliegenden Erfindung zu behandeln.
Es wurde ein integrierter Absorber-Stripper (Kontakteinrichtung — Regenerator), wie in Fig. 1 dargestellt, hergestellt, in dem eine zehnbödigeOldershaw-Säule, 10, mit einem inneren Durchmesser von 2,54cm (1 inch) und 3,17 cm (TAinch) Bodenzwischenstücken als Rohr gebildet wurde in einer Art, um an ihrem oberen Ende, 11, eine arme (lean) Absorptionsmittellösung zu erhalten und an ihrem unteren Ende, 12, einen kontaminierten Gasstrom. Die Spitze 13 und der Boden 14 wurden unabhängig voneinander als Rohr gebildet, um das behandelte Gas an der Spitze 13 bzw. das reiche (rieh) Absorptionsmittel am Boden 14 zu sammeln. Das reiche Absorptionsmittel wurde zu einem Mantel-und Rohrkühler 15 geleitet, der das heiße arme Absorptionsmittel auf die Mantelseite und das kalte reiche Absorptionsmittel auf die Rohrseite leitete. Das reiche Absorptionsmittel wurde dann zu dem oberen Ende 16 eines Strippers 17 gefördert. Der Stripper 17 war eine Säule mit einem inneren Durchmesser von 0,635m (2ft, 1 inch), die gepackt war mit 6,35mm CAinch) Berl-Sattelstücke. Das Schwefeldioxid entwich durch die Spitze 18 mit einigem Wasserdampf und wurde zu einem Kondensator 19 geschickt, worin der Wasserdampf kondensiert wurde und das Kondensat und das Schwefeldioxid zu einem Entgaser 20 geschickt wurde, von wo das Schwefeldioxid entlüftet wurde und das Kondensat über die Pumpe 20 A zu der Spitze 18 des Strippers 17 im Rückfluß zurückkehrte. Die Flüssigkeit, die sich im Boden 21 des Strippers 17 sammelte, war im wesentlichen armes Absorptionsmittel, von dem ein Teil durch einen Aufwärmer 22 und in den Stripper 17 unterhalb des gepackten Abschnittes geleitet wurde. Der Rückstand des armen Absorptionsmittels, das sich in dem Boden 21 sammelte, wurde zu dem Kühler 15 geleitet, worin es die meiste Hitze an das reiche Absorptionsmittel abgab. Das kalte Absorptionsmittel wurde von der Ansaugseite einer Pumpe 23 angezogen, durch einen weiteren Kühler-24geleitetund dann zu dem armen Speisepunkt des Absorbers 10 geleitet
Ausführungsbeispiel
Um das vorliegende Verfahren darzustellen, werden die folgenden Beispiele beschrieben.
Beispiel 1
Die Daten, die von verschiedenen Durchgängen gesammelt wurden, sind in der unteren Tabelle aufgeführt. Die alphabetischen Überschriften beziehen sich auf die gleichalphabetisch bezeichneten Ströme in Fig. 1.
Tabelle I
AB C
behandeltes arme Mol Gew. Gaszufuhr Gas Lösung
Ibs/hr
(kg/Std.)
reiche
Lösung
arme
Lösung
sauer Gas/Wasser
Kondensat
saures
Gas
H2O 18,0 0,1908* 0,1908 0,63 0,63 0,63 0,65 0,65 0,001
(0,0866) (0,0866) (0,29) (0,29) (0,29) (0,29) (0,29) (0,00045
CO2 44,0 0,7105 0,7105
(0,3226) (0,3226)
N2 28,17
0,014 3 ppm
O2 32,0 (0,0064) 6,6 xiO"6
SO2 64,06 (3,99 x 10"6) 0,0045 0,0185 0,0045 0,014 0,014
(0,0020) (0,0084) (0,0020) (0,0064) (0,0064)
SO3 80,06 0,03 0,03 0,03
NNDP** 128,17 (0,0014) (0,0014) (0,0014)
0,9153 (0,4155)
0,901 (0,0409)
0,665 (0,302)
0,6785 (0,308)
0,665 (0,302)
0,664 (0,301)
0,65 (0,29)
0,015 (0,0068)
* Die Zahlen wurden abgeglichen
** Ν,Ν'-Dimethylpiperazinon (oder 1,4-Dimethylpiperazinon)
Beispiel 2 v
Eine Reihe von Tests wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit verschiedener Verbindungen, von denen bekannt ist, daß sie SO2 absorbieren, im Hinblick auf ihre Absorptionsmitteleigenschaft für CO2 herauszufinden. Die Anlage, eine Stahlbombe, die mit Glaskugeln gefüllt war, war mit einem Ventil an einem Ende, durch das CO2 und Absorptionsmittel zugegeben werden konnte, ausgestattet. Die Bombe hatte auch ein Druckmeßinstrument. Die Bombe wurde auf 760 Torr mit CO2 unter Druck gesetzt und mi einer abgemessenen Menge einer einmolaren Lösung eines spezifischen Absorptionsmittels gefüllt. Die Bombe wurde dann bei Umgebungstemperatur (etwa 24°C) stehen gelassen oder erhitzt, wie es in der untere?! Tabelle angegeben ist und der Druckabfal wurde über einen 10-Minuten-Zeitraum bei jeder Bedingung gemessen. Die Ergebnisse waren wie folgt:
Tabelle Il
Zeil
Absorptionsmittel Temp.T
Wasser 24
1 M Triethanolamin 24
50
1 M 1,4-Dimethylpiperazinon 23
75
1 M Triethylenglycol 24
1 M neutralisierte Zitronensäure 24
1M DETA4 24
65
74
1MNa2SO3 24
44
74
MoICO2/ Mol Absorpt. m.
1 Hohe Verluste wegen hohem Dampfdruck
2 Abzüge bei Anwesenheit von Sauerstoff
3 Lösungsmittel, das in US 4.366.134 verwendet wurde, korrosiv.
4 Diethylentriamin
0,046 0,27 nichts1 0,08 nichts nichts2 nichts3 1,33 0,95 0,76 0,17 0,16 0,1
Beispiel 3
Unter Verwendung einer zehnbödigen Oldershaw-Säule, die vorher beschrieben wurde, wurden verschiedene Verbindungen getestet auf ihre CO2- und SO2-absorbierenden Eigenschaften. Eine synthetische N2/CO2/SO2-Gasmischung der in der folgendei Tabelle angegebenen Zusammensetzung wurde dem Boden der Säule bei 550C und mit 4,5l/min zugeführt. Der Flüssigkeitsfluß zur Spitze war etwa 10cc/min. Die Analyse des Gaseinlasses und Gasauslasses wurde erhalten und die absorbierten Gew.-% a CO2 und/oder SO2 wurden berechnet. Die Ergebnisse sind unten angegeben.
Tabelle III Absorption Studien
Gew.-% zugeführtes Gas
Gew.-% entweichendes Gas
% absorbiert
Verbindung
N2
CO,
CO2
SO2
CO2
Wasser 78,78 19,85 1,43 79,56 19,27 1,15 3,8 19,5
NNDP 79,01 19,97 1,02 79,58 20,41 100
74,27 17,60 8,13 80,69 19,31 100
DETA 73,86 17,94 8,19 83,82 16,17 20,58 100
K-Citrat 74,44 17,74 7,82 79,83 20,17 100
69,23 16,86 13,91 80,23 19,77 100
M-pyrrol 78,36 20,19 1,43 78,62 19,90 1,32 1,47 7,7
N,N'Dimethylpiperazin 79,01 19,51 1,48 79,76 20,24 Spuren 99
Morphoiin 78,16 20,39 1,45 79,78 20,22 Spuren 99
Tetramethylensulfon 78,22 20,15 1,63 77,94 19,95 1,35 2,65 17,2
Aminoethylpiperazin + 3PO 77,95 20,44 1,61 78,97 21,03 100
Tabeiie IV SO2-Absorption; 20Gew.-% NNDP; Hohe SO2-Beladung
5cc/min flüssige Zuführung; 781 mm Torr absoluter Druck, ca. 0,195ft3/min Gaseinlaß und 0,184ft3/min Gasauslaß
Temperature 56
Absorptionsmittel 25
zuführung
Gaszuführung 77,17
Gew.-% Gaseinlaß 19,65
N2 3,18
CO2
SO2 79,78
Gew.-% Gasauslaß 20,52
N2 0,001
CO2 10
SO2
ppm SO2 durch Träger
75,18 19,70 5,12
80,35 19,65 0,001 10
57 25
73,27
19,00
7,73
78,97 20,76
0,269 zu hoch zum Messen
Dieser Durchlauf bestätigte, daß NNDP einen Überschuß von 1 Mol SO2 pro Mol NNDP absorbiert.
Stripper
4cc/min Flüssigkeitszuführung, 761 Torr absoluter Druck
Gew.-% SO2
Flüssigkeit (ein) 7,5 7,5 7,5
Flüssigkeit (aus) 2,38 2,29 2,14
Temperatur "C
Zuführung 81 81 82
Boden 104 104 104
7,5 2,03
82 103
Tabelle V
S02-Absorption, 20Gew.-% NNDP
5cc/min Flüssigkeitszuführung; ft3/min Gas (m3/min) ein 781 Torr Druck
0,173
aus (0,0049)
0,169
Temperaturen 0C (0,0048)
Flüssigkeitszuführung
am Einlaß
Spitze der Säule 85
Gaseinlaß 56
Boden der Säule
Gew.-%Gasein 25
N2
CO, 77,83
20,56
0,176 (0,0050) 0,175 (0,0049)
78,11 20,27
0,176 (0,0050) 0,175 (0,0049)
80 54
21
77,85 20,66
0,177 (0,0050) 0,176 (0,0050)
80 55
22
77,68 20,75
— t>— £.00 /ο ι
Gew.-%Gasaus N2 CO2 SO2 ppm SO2 durch Dräger Stripper 761 Torr Druck cc/min Flüssigkeitszuführung Gew.-% SO2 Flüssigkeit (ein) Flüssigkeit (aus) Temperaturen 0C Zuführung Böden
79,10 79,40
20,90 20,60
zu gering, um gemessen zu werden 8 8
3,12 1,52
84
100
84 102
79,03 20,97
1,80 1,44
80 102
78,92 21,08
1,87 1,42
90 101
Tabelle Vl
SO2 Absorption; 5Gew.-% NNDP 5cc/m:n Flüssigkeitszuführung; 781 Torr Druck ftVmin Gas (m3/min)
Temperaturen 0C Flüssigkeitszuführung Einlaß Spitze derSäule Gas BodenderSäule Gew.-%Gasein N2 CO2 SO2 Gew.-%Gasaus N2 CO2 SO2 ppm SO2 durch Dräger
0,195 (0,0055) 0,184 (0,0052) 0,195 (0,0055) 0,184 (0,0052) 0,195 (0,0055) 0,185 (0,0052) 0,195 (0,0055) 0,184 (0,0052)
80 55 80 55 80 55 80 55
21 22 22 21
78,41 19,97 1,62 78,93 19,55 1,51 77,27 21,11 1,61 78,41 19,97 1,62
78,53 21,47 0,0003 80,15 19,85 0,0008 78,54 21,46 0,0003 79,70 20,30 0,0003
Stripper 4cc/min Flüssigkeitszuführung; 761 Torr Druck Gew.-% SO2
Flüssigkeit (ein) 2,94 2,72 2,74 2,74
Flüssigkeit (aus) 0,72 0,72 0,82 0,72
Temperaturen 0C
Zuführung 80 86 87 87
Böden 102 103 102 102
Diesezwei Durchläufe bestätigen, daß SO2 selektiv gegenüber CO2 bei Temperaturen oberhalb 500C, der normalen Wasser/Gas-Waschtemperatur, bei 5% Konzentration ebenso wie bei 20% Konzentration absorbiert wird.
Beispiel 4
In einer anderen Reihe von Testdurchläufen wurde eine 10Gew.-%ige wäßrige Lösung von 1-Methyl-2-morpholinon in deionisiertem Wasser durch eine 1,27cm χ 0,6Im(V2" χ 2ft) gut (niedrig) gepackte Absorbersäule mit einer Sollrate von —5cc/min geleitet, während eine Mischung von 3,171 pro Minite N2, V2t/min Luft, 750cc/min CO2und70cc/min SO2, was 1 Gew.-% SO2 entspricht, zum Boden der Säule geführt wurde. Die von dem Boden der Säule abgezogene Flüssigkeit würde einer 1,27cm x 0,6Im(V2" x 2ft) SS-Stripper-Säule, die mit 0,6cm (1A) Berl-Sattelstücken gepackt war, mit einem erhitzten
Aufwärmbad, zugeführt.
Das von dem Absorber abströmende Gas enthielt 0,45Gew.-% SO2 und die Absorberflüssigkeit enthielt 0,63Gew.-% SO2, von denen 96,8% von dem Absorptionsmittel in der Stripper-Säule abgezogen waren. Dies bedeutet eine Aufnahme von V2 Mol pro Mol i-Methyl-2-morpholinon bei einer 10%igen Lösung und die Möglichkeit, das Absorptionsmittel für die Recyclisierung zu
regenerieren.

Claims (9)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren für die selektive Entfernung von Schwefeldioxid aus einem Schwefeldioxid und Kohlendioxid enthaltenden Gasstrom, gekennzeichnet dadurch, daß der Gasstrom in Kontakt gebracht wird mit einer wäßrigen Lösung einer Verbindung der allgemeinen Formel
    (I)
    worin X ein Sauerstoffatom oder NR'; R' ein Wasserstoffatom oder eine C1- bis C5-Alkylgruppe; und R ein Wasserstoffatom oder eine C, bis Cs-Alkylgruppe ist.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß X Sauerstoff ist.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß X NR'ist.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß R und R' beide eine Cr bis C5-Alkylgruppe bedeuten.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 1 oder 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindung der Formel (I) 1,4-Dimethylpiperazinon ist.
  6. 6. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindung der Formel (I) 1-Methyl-2-morpholinon ist.
  7. 7. Verfahren nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß das Verfahren kontinuierlich durchgeführt wird.
  8. 8. Verfahren nach Punkt 1 oder 7, gekennzeichnet dadurch, daß zusätzlich eine Regenerierung der wäßrigen Lösung der Verbindung der Formel (I) durchgeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach Punkt 1 oder 7, gekennzeichnet dadurch, daß das im wesentlichen von Schwefeldioxid freie Gas aus der wäßrigen Lösung wiedergewonnen wird.
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JPH03296413A (ja) * 1990-04-13 1991-12-27 Mitsubishi Heavy Ind Ltd 極性ガス分離装置

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