DD238965A1 - Verfahren zum herstellen von schichten und formkoerpern und pulvergemisch zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

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DD238965A1
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DD27819785A
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Lothar Beyerlein
Peter Dobras
Siegfried May
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Hermsdorf Keramik Veb
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Abstract

Korrosions- und verschleissfeste Schutzschichten und Formkoerper koennen aus Al2O3 und TiO2 bestehen. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, die Technologie zur Herstellung solcher Schichten und Formkoerper so zu gestalten, dass sie eine hohe Dichte und mechanische Festigkeit mit einer guten Temperaturbelastbarkeit sowie einer ausgezeichneten Haftfestigkeit bei Vermeidung von seltenen Materialien miteinander verbindet. Derartige Schichten und Formkoerper kommen vor allen Dingen im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und im Ofenbau zur Anwendung. Hierzu werden 50 bis 90 Vol.-% Al2O3 mit 50 bis 10 Vol.-% metallischem Ti in Pulverform mit einer Korngroesse von 20 bis 80 mm miteinander gemischt und danach verspritzt, gepresst oder vergossen. Die Schicht oder der Formkoerper wird dann in oxidierender Atmosphaere thermisch behandelt, so dass das Ti in TiO2 umgewandelt wird, mit Al2O3 durch Diffusion reagiert und sich Spinell bildet.

Description

In der Verbindungsfläche zwischen Substrat und Spritzschicht findet gleichzeitig eine Diffusion zwischen dem Ti und Substrat statt bevor der Sauerstoff (O2) der Behandlungsatmosphäre von außen durch die Spritzschicht gedrungen ist und seinerseits die Diffusion zwischen AI2O3 und TiO2 vollzogen hat.
Das gleiche Verfahren läßt sich auch bei der Verarbeitung von Preßlingen und Gußkörpern anwenden.
An Stelle von N2 kann als Plasmagas auch Argon (Ar) oder anderes Edelgas ohne Zusatz von H2 verwendet werden.

Claims (5)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zum Herstellen von Schichten und Formkörpern aus АІ2Оз und T1O2, gekennzeichnet dadurch, daß das AI2O3 mit Ti in Pulverform gemischt und danach verspritzt, gepreßt oder vergossen wird und die Schicht oder der Formkörper in oxidierender Atmosphäre thermisch behandelt wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Verspritzen mit einem Plasmatron erfolgt.
  3. 3. Verfahren gemäß Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Schicht oder der Formkörper bei 11000C bis 1 5000C gesintert wird.
  4. 4. Verfahren gemäß Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß die thermische Behandlung für die Dauer von 3 bis 10 Stunden pro 0,1 mm Schichtdicke unter Normaldruck erfolgt.
  5. 5. Pulvergemisch zur Durchführung des Verfahrens gemäß Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß es aus 50 bis 90, vorzgusweise 60Vol.-% AI2O3 und aus 50 bis 10, vorzugsweise 40 Vol.-% Ti besteht und eine Korngröße von 20 bis 80, vorzugsweise 32 μηη für AI2O3 und 45 pm für Ti aufweist.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Schichten und Formkörpern (Preßlingen, Gußkörpern) aus Aluminiumoxid (AI2O3) und Titandioxid (TiO2) und ein zur Durchführung des Verfahrens geeignetes Pulvergemisch. Erfindungsgemäß hergestellte Schichten und Formkörper werden als Korrosions- und Verschleißschutzschichten bzw. korrosions- und verschleißfeste Formkörper in der Industrie, im Maschinenbau, in der Elektrotechnik, im Ofenbau verwendet.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Es ist bereits bekannt, Schichten aus AI2O3 und TiO2 herzustellen, die verschleißfest und temperaturbelastbar sind, wobei die Belastungstemperatur in der Größenordnung von 5000C liegt. Allerdings sind derartige Schichten relativ thermoschockempfindlich sowie für manche Anwendungsfälle von zu geringer Dichte und Haftfestigkeit. Man hat schon versucht, die Thermoschockempfindlichkeit und damit das Ausbrechen von Schichten aus AI2O3 + TiO2 durch Zusätze von Lanthanoxid und/oder Nioboxid zu verringern, mußte aber trotzdem eine nicht in allen Fällen ausreichende Haftfestigkeit und Dichte der Schichten in Kauf nehmen und war außerdem an die Zuführung weiterer, relativ seltener Materialien gebunden. Außerdem werden Formkörper aus reinem AI2O3 mit Sinterhilfen, insbesondere Tonen versetzt, damit sie in einfachen Sinteröfen nach herkömmlichen Technologien genügend dicht hergestellt werden können. Für bestimmte Anwendungszwecke, z. B. in der Elektrotechnik und dem Ofenbau, ist aber der Zusatz von Ton unerwünscht.
    Ziel der Erfindung
    Durch die Erfindung sollen die aufgezeigten Mängel beseitigt und ein wenig aufwendiges Verfahren zur Herstellung dichter, haft- und verschleißfester und temperaturbeständiger AI2O3- und TiO2-Schichten und -Formkörper aufgezeigt werden.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Technologie der Herstellung so zu gestalten, daß es keiner Zusätze von Ton oder anderer seltener Materialien bedarf, daß aber die mechanische Beständigkeit und Dichte der AI2O3 + TiO2-Schichten gleichzeitig verbessert wird.
    Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das AI2O3 und metallische Ti in Pulverform gemischt und danach verspritzt, gepreßt oder vergossen wird und daß die Schichten oder Formkörper in oxidierender Atmosphäre thermisch behandelt werden. Vorteilhaft wird das Pulvergemisch mit Hilfe eines Plasmatrons thermisch verspritzt. Die thermische Behandlung der Schicht oder der Formkörper geschieht nach einem weiteren Merkmal der Erfindung durch Sintern bei 11000C bis 1 500X in sauerstoffhaltiger Atmosphäre oder Luft für die Dauer von 3 bis 10 Stunden pro 0,1 mm unter Normaldruck und führt zur Spinellbildung. Zur Herstellung der Formkörper werden diese auf einem Dorn gespritzt. Dabei wandelt sich das Ti exotherm TiO2 um, das mit dem AI2O3 durch Diffusion Spinell bildet und den Werkstoff verdichtet. Ein Pulvergemisch zur Durchführung des Verfahrens besteht vorteilhaft aus 50 bis 90 Vol.-% AI2O3, 50 bis 10Vol.-%Ti und weist eine Korngröße von 20 bis 80 pm für jeden Gemischbestandteil auf. Die Haftfestigkeit einer erfindungsgemäß hergestellten Schicht ist sogroß, daß bei sehr unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Schicht und Substrat bei Erwärmung um ca. 10000C die Schicht nicht vom Substrat abreißt, sondern in sich aufreißt und mit einigen hundertstel Millimeter am Substrat haften bleibt.
    Ausführungsbeispiel
    Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Ein Pulvergemisch aus 60Vol.-0AAI2O3 und 40Vol.-% metallischem Ti mit den entsprechenden Korngrößen 32 bis 45μιη wird in geeigneterweise einem Plasmatron zugeführt und thermisch verspritzt. Die gespritzte Schicht besteht aus AI2O3 + Ti, weil dem Plasmagas Stickstoff (N2) bis zu 20 Vol.-% Wasserstoff (H2) zugeführt werden. Die Zuführung von H2 zur Erhöhung der Enthalpie muß so gering gehalten werden, daß kein T H4 entsteht. Wird die gespritzte Schicht in Luft geglüht, so wandelt sich das Ti in einem exothermen Vorgang in TiO2 um. Das geschieht bei einer Sintertemperatur von 1 5000C. Bei der exothermen Reaktion Ti + O2 = TiO2 steigt die Temperatur im Inneren der Schicht an; es kommt zur Diffusion zwischen AI2O3 und TiO2, zur Verdichtung des Schichtwerkstoffes und somit Spinellbildung.
DD27819785A 1985-07-03 1985-07-03 Verfahren zum herstellen von schichten und formkoerpern und pulvergemisch zur durchfuehrung des verfahrens DD238965A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006077355A1 (fr) * 2005-01-24 2006-07-27 Areva T & D Sa Procede de preparation de ceramiques semi-conductrices constituees d'oxydes de metaux tel que l'etain en particulier pour les varistances

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2006077355A1 (fr) * 2005-01-24 2006-07-27 Areva T & D Sa Procede de preparation de ceramiques semi-conductrices constituees d'oxydes de metaux tel que l'etain en particulier pour les varistances
FR2881135A1 (fr) * 2005-01-24 2006-07-28 Areva T & D Sa Procede de preparation de ceramiques semi-conductrices constituees d'oxydes de metaux tel que l'etain en pariculier pour les varistances

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