DD239392A1 - Verfahren und vorrichtung zum vereinzeln von mehrspurig herangefuehrten flaschen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Zusammenfuehrung von mehrspurig transportierten Gegenstaenden zu einer einzigen Reihe, z. B. vor Flaschenabfuellmaschinen. Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand und die Laermemission zu senken. Es wird die Aufgabe geloest, die Flaschen kontrolliert umzuschichten, so dass eine Flaschenreihe entsteht. Erfindungsgemaess wird der Flaschenstrom in der dichtesten Flaschenreihung gefuehrt, umgeformt in parallele Reihen, die jeweils vorderste Reihe beschleunigt und seitwaerts abgefuehrt. Die Vorrichtung besteht aus parallelen Foerderbaendern und Leitflaechen mit definiertem Abstand, diese sind anschliessend um 30 geschwenkt und haben einen Abstand entsprechend der Summe der Flaschendurchmesser. Daran ist eine geneigte Flaeche und an ihr eine geneigte mit einem Winkel 90 zu den Foerderern angeschlossen. Die Erfindung ist in Flaschenbehandlungsanlagen anwendbar. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft die Zusammenführung von mehrspurig transportierten Gegenständen zu einer einzigen Reihe. Insbesondere bezieht sie sich auf einen Flanschenstrom, der zu Behandlungsmaschinen einreihig zugeführt werden muß.
In Abfüllanlagen für Flaschen o.dgl. sind innerhalb des Gesamttransportsystems die herkömmlichen Zusammenführungen vor den Behandlungsmaschinen bezüglich des Lärms und der Funktionssicherheit besonders unbefriedigend. Die mehrspurig mit geringer Geschwindigkeit herangeführten Flaschen werden bei diesen Zusammenführungen durch zwei trichterförmig angeordnete Leitflächen auf einen schneller laufenden Abförderer vereinzelt. Die infolge des großen Staudrucks entstehenden Störungen durch Brückenbildungen der Flaschen sollen oftmals mit beweglichen Leitflächen bzw. Walzengeländern vermieden werden. Die Verwendung dieses Prinzips ist die Ursache für sehr hohe Schalldruckpegel.
Eine andere Vorrichtung zum Vereinzeln von mehrspurig einlaufenden Flaschen auf eine einreihige Spur wird aus einem mehrspurigen Zuförderer, aus einem Vereinzelungsförderer und einem Abförderer gebildet (DE-OS 3004259). Die Plattenbandgeschwindigkeiten des Vereinzelungsförderers werden mit zunehmendem senkrechten Abstand vom Zuförderer vergrößert. Die Förderfläche des Vereinzelungsförderers ist ca. 5° in Richtung des Abförderers geneigt. Um die Flaschen vom Zuförderer über den Vereinzelungsförderer zum Abförderer zu transportieren, ist eine Leitfläche auf der höherliegenden Seite des Flaschenstroms angeordnet. Die auf dem Zuförderer transportierten Flaschen werden nach Erreichen des Vereinzelungsförderers auf diesen infolge der stetig steigenden Geschwindigkeiten der Plattenbänder und der Leitflächenführung zu einer geschlossenen Flaschenreihe vereinzelt. Die Neigung der Förderfläche bewirkt das Herausrollen liegender Flaschen aus dem Flaschenstrom. Die auf die Flaschen wirkende Hangabtriebskraft ist nicht so groß, daß die Haftreibung zwischen Plattenbänder und Flaschen überwunden wird.
Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann gegenüber der erstgenannten Zusammenführung der Druck zwischen den Flaschen verringert und damit der Schalldruckpegel verringert werden.
Bei einer weiteren Vorrichtung (DE 3202991 A1) wird der Lärmpegel durch weitere Primärmaßnahmen gesenkt. Gegenüber der Vorrichtung nach DE-OS 3045259 wird der Neigungswinkel auf 10°-12° vergrößert und die Leitfläche auf der tieferliegenden Seite des Vereinzelungsförderers angeordnet. Die dient zur Festlegung des Formverlaufs des Flaschenstroms an seinem unteren Rand und zur Abstützung der geneigten Flaschen, nicht zur Erzeugung einer die Flaschen seitlich abgedrängten Kraft. Diese ist
identisch mit der Hangabtriebskraft, die auf Grund der großen Bahnneigung die Haftreibung zwischen Plattenband und Flasche überwindet. Bei dieser Vorrichtung besteht Kippgefahr für die Flaschen, da die Plattenbänder, bedingt durch die große Förderflächenneigung, einseitig aus ihren Führungen gehoben werden.
Bei allen bekannten Vorrichtungen zum Vereinzeln von mehrspurig herangeführten Flaschen erfolgt die Vereinzelung durch eine unkontrollierte Umschichtung der Flaschen. Das heißt, daß jede Flasche bis zum Abschluß des Vereinzelungsprozesses mit einer Vielzahl anderer Flaschen in Berührung kommt und dabei Schallemissionen erzeugt. Durch diesen komplizierten Umschichtungsprozeß bedingt ist eine Lärmreduzierung mit den bekannten Vorrichtungen nur in bestimmten Grenzen möglich.
Mit den Vorrichtungen entsprechend DE-OS 3004259 und DE 3202991 A1 wurde diese Lärmreduzierung gegenüber den herkömmlichen trichterförmigen Vereinzelungen mit einem erheblichen materiellen Mehraufwand erreicht. Die Vorrichtung nach DE 3202991 A1 ist daher vom lärmtechnischen Standpunkt her die günstige Lösung. Der Nachteil der Vorrichtung besteht in der Reduzierung der Funktionssicherheit, da die Plattenbänder aufgrund der hohen Förderflächenneigung einseitig aus ihren Führungen geschoben werden und so Kippgefahr für die Flaschen besteht.
Die Erfindung hat das Ziel, den Aufwand für das Vereinzeln von mehrspurig herangeführten Flaschen zu senken. Die Lärmemission und die Standfläche dieser Vorrichtungen soll ebenfalls minimiert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die mehrspurig herangeführten Flaschen kontinuierlich auf einer kleinen Fläche kontrolliert so umzuschichten, daß eine einige Flaschenreihe entsteht. Erfindungsgemäß besteht das Verfahren zum Vereinzeln aus den Schritten:
— Führung des Flaschenstromes in der dichtesten Flaschenreihung
— Umformung in rechtwinklig zur Bewegungsrichtung stehende parallele Reihen
— kurze Beschleunigung der jeweils vordersten Reihe in Bewegungsrichtung
— seitliche Abführung der jeweils vordersten Reihe in einem Winkel von mehr als 90° zum Flaschenstrom, wobei die Reihe beschleunigt wird
— aufstauen der auf Lücke stehenden kurzen Flaschenreihen zu einer geschlossenen Reihe
Durch dieses Verfahren wird auf kürzestem Wege eine Umformung des Flaschenstromes erreicht. Alle Flaschen haben einen definierten Weg, so daß es keine Geräuschentwicklung durch aufeinanderprallende Flaschen gibt. Eine erfinderische Vorrichtung für das Verfahren besteht aus:
— Einem Zuförderbereich A, aus bekannten mehrspurigen Förderbändern. Die zugehörigen 2 Leitflächen haben einen Abstand, der den Flaschenstrom in der dichtesten Packung führt.
— Einen Ordnungsabschnitt B, indem der Förderer um einen Winkel von 30° gegenüber dem vorherigen Abschnitt geschwenkt angeordnet ist und die 2 Leitflächen einen Abstand entsprechend der Summe der Flaschendurchmesser einer Reihe besitzen.
— Eine kurze Förderfläche C, die an dem Ordnungsabschnitt anschließt und in Förderrichtung geneigt ist.
— Ein Beschleunigungsabschnitt D, der gegenüber den vorhergehenden 2 Abschnitten einen Winkel von mindestens 90° einschließt und in seiner Förderrichtung geneigt ist.
Mit dieser aus einfachen Elementen bestehenden Vorrichtung wird der Verfahrensablauf effektiv realisiert. Die weiteren Ausgestaltungen sind aus dem Anwendungsbeispiel zu entnehmen. Für besonders hohe Durchsätze ist es auch möglich, einen mechanisch wirkenden Abschieber für die jeweils vorderste Flaschenreihe anzuordnen. An dem Beschleunigungsabschnitt D schließt sich ein bekannter einreihiger Förderer E an, der eine geringere Fördergeschwindigkeit hat und dadurch eine geschlossene Flaschenreihe erzeugt.
Anhand der Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1: die schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Zusammenführen von Flaschen Figur 2: der Neigungsverlauf bezogen auf die Draufsicht
Die Vorrichtung nach Figur 1 besteht aus einem ZufördererA, einem Ordnungsabschnitt B, einem Übergangsabschnitt C, einem Beschleunigungsabschnitt D und einem Abförderer E.
Der Zuförderer A weist z. B. vier mit der Geschwindigkeit v2U angetriebenen Scharnierbandketten auf, während der Abförderer E aus einer einzigen, mit einer höheren Geschwindigkeit vab angetriebenen Scharnierbandkette besteht. Der ankommende Flaschenstrom wird auf den Zuförderer A durch zwei ortsfeste Leitflächen derart begrenzt, sodaß sich eine dichteste Flaschenreihung entsprechend Figur 1, Abschnitt A ergibt.
Der Ordnungsabscnitt B schließt sich einem Winkel α = 30° an den Zuförderer an und besteht aus einem Gleitblech bzw. aus kurvengängigen Scharnierbandketten, die vom Zufördererabschnitt A in den Ordnungsabschnitt B übergehen. Durch die Auslenkung der dichtesten Flaschenreihung des Zuförderers um 30°, entsteht ein geordnetes Flaschenpaket im Ordnungsabschnitt B, das durch ortsfeste Leitflächen begrenzt wird, deren Abstand der Summe der Durchmesser der
vorhandenen Flaschen entspricht Wie in der Figur 2 dargestellt wird, ist die kurze Förderfläche C nach dem Ordnungsabschnitt B in ihrem Bereich in Richtung des Beschleunigungsabschnitts D geneigt. Der Beschleunigungsabschnitt D besteht aus einem Gleitblech und schließt sich mit einem Winkel j3>90° an den Ordnungsabschnitt an. Sein Endbereich ist gegenüber seinem Anfangsbereich derart geneigt, daß sich die vorderste Transportgutreihe durch den Hangabtrieb aus dem vorhergehenden Abschnitt löst und einreihig in den Endbereich des Beschleunigungsabschnitts übergeht. Das Lösen der vordersten Transportgutreihe von der nachfolgenden Reihe wird im Anfangsbereich des Beschleunigungsabschnitts durch eine Neigung senkrecht zur Transportrichtung des Beschleunigungsabschnitts unterstützt. Die Transportgutreihen können dem Beschleunigungsabschnitt teilweise, als auch kontinuierlich zugeführt werden. Hat die auf den Beschleunigungsabschnitt aufgeschobene Transportgutreihe den Aufschubbereich des Ordnungsabschnitts (Punkt 3) verlassen, so erfolgt der Aufschub der nachfolgenden Transportgutreihe. Die zwischen den aufeinanderfolgenden Transportgutreihen entstehenden Lücken werden auf dem nachfolgenden Abförderer geschlossen. Der Abförderer befindet sich an der tieferliegenden Seite des Beschleunigungsabschnitts und ermöglicht durch den Einsatz einer kurvengängigen Scharnierbandkette den einreihigen Weitertransport z. B. analog der Richtung des Zuförderers.
Durch den Einsatz bekannter Reglungstechnik wird mittels Staudruckfühler ein leichter Stau auf dem Zuförderer und eine geschlossene Reihe auf dem Abförderer durch Änderung der Fördergeschwindigkeiten erreicht.
Claims (6)
- Erfindungsanspruch:1. Verfahren zum Vereinzeln von mehrspurig herangeführten Flaschen, bei dem mehrere Flaschenreihen in Berührung miteinander zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet,— daß der Flaschenstrom in der dichtesten Flaschenreihung geführt (A)— anschließend in parallele Reihen umgeformt wird, die etwa rechtwinklig zur Bewegungsrichtung stehen (B)— danach die jeweils vorderste Reihe in der Bewegungsrichtung des Flaschenstromes beschleunigt wird (C)— und diese Reihe in einem Winkel von mehr als 90° zum Flaschenstrom seitlich abgeführt wird, wobei sie in dieser Richtung beschleunigt wird (D)— die abgeführten, auf Lücke stehenden Flaschenreihen zu einer geschlossenen Reihe aufgestaut werden (E).
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, bestehend aus mehreren parallelen Förderbändern und an den den Seiten angeordneten Leitflächen, dadurch gekennzeichnet,— daß im Zufördererbereich (A) die Leitflächen einen Abstand besitzen, die einen Flaschenstrom in der dichtesten Packung entspricht, daran ein Ordnungsabschnitt (B) um den Winkel α = 30° gegenüber dem Zufördererbereich geschwenkt angeordnet ist, bei dem der Abstand der Leitflächen der Summe der Druchmesser der Flaschen einer Reihe entspricht, und an diesem eine kurze Förderfläche (C) anschließt, die in Förderrichtung geneigt ist, an der ein Beschleunigungsabschnitt (D) mit einem Winkel β S 90° gegenüber den vorgehenden Abschnitten anschließt, der aus einem in seiner Förderrichtung geneigten Förderfläche besteht.
- 3. Vorrichtung nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufördererbereich (A) und der Ordnungsabschnitt (B) aus kurvengängigen Scharnierbandketten und 2 um 30° abgewinkelte Leitflächen gebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach Punkt 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharnierbandkette im Ordnungsbereich (B) und die Förderfläche (C) ansteigend quer zur Förderrichtung geneigt sind.
- 5. Vorrichtung nach Punkt 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderfläche (C) und Beschleunigungsabschnitt (D) aus geneigten Überschubblechen bestehen.
- 6. Vorrichtung nach Punkt 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Beschleunigungsabschnitt (C) Punkt 4, eine Düse für Schmiermittel so angeordnet ist, daß der Schmiermittelstrom in Förderrichtung gerichtet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD239392A1 true DD239392A1 (de) | 1986-09-24 |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2665424A1 (fr) * | 1990-08-06 | 1992-02-07 | Gebo Ind | Dispositif de mise en couloir sans pression de recipients. |
| WO2004071891A3 (en) * | 2003-02-12 | 2005-02-17 | Douglas Machine Inc | Product arranging and loading apparatus and methods |
| US7073656B2 (en) | 2004-10-21 | 2006-07-11 | Douglas Machine, Inc. | Method and apparatus for removing holes from nested product patterns |
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1985
- 1985-07-17 DD DD27866585A patent/DD239392A1/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| FR2665424A1 (fr) * | 1990-08-06 | 1992-02-07 | Gebo Ind | Dispositif de mise en couloir sans pression de recipients. |
| WO2004071891A3 (en) * | 2003-02-12 | 2005-02-17 | Douglas Machine Inc | Product arranging and loading apparatus and methods |
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