DD239719A1 - Reibfeststeller fuer sitz- und liegemoebel - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Feststellen von verstellbaren Elementen an Sitz- und Liegemoebeln in stufenlosen Positionen. Das Anwendungsgebiet ist vorwiegend die Polstermoebelfertigung. Erfindungsgemaess erfolgt die Loesung der Aufgabe durch einen Reibfeststeller, der die fuer die Reibung notwendige Anpresskraft von zwei Reibbacken auf das Feststellelement derart uebertraegt, dass die Reibbacken mit Rechts- und Linksgewinde durch die Drehbewegung einer Welle (Schraube) axial durch die Schraubkraft gegen das Feststellelement gepresst werden. Dabei wird durch einen Formschluss die Reibbacke an der Drehbewegung gegenueber der Welle gehindert, die axiale Beweglichkeit jedoch erhalten. Die Welle ist lediglich drehbar in dem Gestell des Sessels oder der Liege verankert. Fig. 1
Description
-1 Feststellelement
2 Reibbacke mit Rechtsgewinde
3 Reibbacke mit Linksgewinde
4 Welle (Schraube)
5 Handhebel
6 Stift oder Schraube
7 Beschlag
8 Sicherungsring ,
9 Gestell des Sessels >
10 Reibbelag
11 Rückenlehne
12 Armlehne
13 Fußstütze
11 a Feststellelement der Rückenlehne 12a Feststellelement der Armlehne 13a Feststellelement der Fußstütze
Claims (3)
1. Reibfeststeller für Sitz- und Liegemöbel, speziell von Rückenlehne, Armlehne oder Fußstütze an Ruhesesseln, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellen dieser Teile durch Reibung erfolgt, wobei die für die Reibkraft notwendige Anpreßkraft von zwei Reibbacken auf ein oder mehrere Feststellelemente derart übertragen wird, daß die Reibbacken mit Re.chts- und Linksgewinde durch die Drehbewegung einer Welle axial durch Schraubenkraft gegen das Feststellelement gepreßt werden, und ein Wirkpaar (Schraube, Stift, Hebel) die Drehbewegung der Reibbacken gegenüber der Welle verhindert, die axiale Verschiebbarkeit der Reibbacken zueinander jedoch erhalten bleibt.
2. Reibfeststeller nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Bewegung der Reibbacken durch Gewinde mit gleichem Steigungssinn aber unterschiedlicher Steigungsgröße realisiert wird.
3. Reibfeststeller nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die notwendige Drehbewegung der Welle gegenüber den Reibbacken sowohl durch Handkraft als auch durch motorischen Anfrieb erzeugt wird.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Das Anwendungsgebiet der Erfindung liegt vorwiegend im Bereich der Polstermöbelherstellung, speziell zum Feststellen von verstellbaren Elementen an Sitz-und Liegemöbeln.
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Die Mehrzahl der verstellbaren Sitz-und Liegemöbel sind nur in bestimmten Intervallen feststellbar. Bei nur wenigen Bauarten erfolgt eine stufenlose Feststellung, wobei recht komplizierte Mechanismen bzw. teure Elemente zur Anwendung kommen. So erfolgt z. B. die Reibungsblockierung zweier gegeneinander bewegter Teile nach Patentschrift 3031139 A1 der BRD durch rohrförmige Blockierelemente. In der Patentschrift 2734565 der BRD wird die Verstellung und Feststellung für die Rückenlehne eines Sessels durch Taumelgetriebe und Exzenter realisiert. In den Patentschriften der BRD Nr. 1554082 bzw. 2706736 erfolgt das Ver- und Feststellen durch Gasdruckfedern bzw. durch Pneumatikfedern. Laut Patentschrift 2618943 BRD wird ein motorischer Antrieb genutzt. Im Patent 2040429 der BRD wird eine einstellbare Federkraft zur Abstützung der beweglichen Rückenlehne verwendet.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist, den in der Industrie bestehenden Wunsch nach einer einfachen mechanischen Feststellvorrichtung für verstellbare Elemente an Sitz- und Liegemöbeln zu realisieren, die mit einem Minimum an technischem Aufwand herstellbar ist und größte Sicherheit gibt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die verstellbaren Bewegungselemente an Sitz- und Liegemöbeln in jeder beliebigen Lage mittels einer einfachen mechanischen Vorrichtung festzustellen. Erfindungsgemäß wird die Lösung der Aufgabenstellung dadurch, daß einzelne oder gekoppelte Bewegungselemente des Verstellmechanismus durch einen Reibungsfeststeller in jeder gewünschten Lage festgestellt werden. Dabei dient ein Glied des Verstellmechanismus bei getrennter Verstellmöglichkeit bzw. das Koppelglied bei gekoppelter Verstellung als Feststellelement und als Reibbacken werden zwei gegenüber dem Verstellmechanismusfeststehende, auf einer Welle axial durch gegenläufige Gewinde bewegliche Scheiben genutzt. Diefür die Scheiben notwendige Anpreßkraft wird durch Drehen der Welle und damit über die Gewinde durch axiales Anpressen der Reibbacken an das Feststellelement erzeugt. Dabei verhindert eine Wirkflächenpaarung zwischen Reibbacke und Feststellelement bzw. zwischen Reibbacke und feststehendem Teil des Gestellsdas Mitdrehen der Reibbacke und garantiert die axiale Verschiebung.
Ausführungsbeispiel
Das Prinzip des Reibfeststellers ist in Figur 1 dargestellt. Die Welle 4 ist in dem Gestell, z. B. eines Sessels 9, drehbar gelagert und gegen axiale Bewegung durch Sicherungsringe 8 gesichert. Das Feststellelement 1, das gelenkig mit der Rückenlehne oder der Fußstütze des Sessels bzw. mit beiden verbunden ist, ist gegenüber der Welle normal frei beweglich, wird von dieser jedoch in der Höhe geführt. Die links und rechts des Feststellelementes 1 angeordneten Reibbacken 2 und 3 sowie die entsprechenden Abschnitte der Welle 4 besitzen Rechts- und Linksgewinde, wobei bei Drehung der Welle 4 die Reibbacken 2 und 3 axial gegenläufig gegen das Feststellelement 1 gepreßt bzw. gelöst werden. Damit erfolgt das Feststellen bzw. das Lösen des Feststellelementes 1 (Rückenlehne oder/und Fußstütze) gegenüber dem Sitz des Sessels 9. Die Schrauben bzw. Stifte 6 sind in einer Reibbacke fest und in der anderen axial verschiebbar und garantieren bei Verhinderung der Drehbewegung der Reibbacken gegenüber der Welle die axiale Verschiebbarkeit. Teil 7 als Beschlag dient zur spielfreien Lagerung der Welle 4 im Sesselgestell 9. Zur Erhöhung der Reibkraft ist beiderseitig auf das Feststellelement 1 ein Bremsbelag 10 aufgeklebt. Figur 2 und Figur 3 zeigen die Möglichkeit der gekoppelten Festeilung mehrerer Bewegungselemente.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD27914885A DD239719A1 (de) | 1985-07-31 | 1985-07-31 | Reibfeststeller fuer sitz- und liegemoebel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD27914885A DD239719A1 (de) | 1985-07-31 | 1985-07-31 | Reibfeststeller fuer sitz- und liegemoebel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD239719A1 true DD239719A1 (de) | 1986-10-08 |
Family
ID=5570073
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD27914885A DD239719A1 (de) | 1985-07-31 | 1985-07-31 | Reibfeststeller fuer sitz- und liegemoebel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD239719A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT408117B (de) * | 1995-10-24 | 2001-09-25 | Doka Ind Gmbh | Vorrichtung zum biegesteifen verbinden von zwei schalungselementen |
-
1985
- 1985-07-31 DD DD27914885A patent/DD239719A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT408117B (de) * | 1995-10-24 | 2001-09-25 | Doka Ind Gmbh | Vorrichtung zum biegesteifen verbinden von zwei schalungselementen |
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| ENJ | Ceased due to non-payment of renewal fee |