DD239724A1 - Vorrichtung zur ultraviolettbestrahlung des blutes - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ultraviolettenbestrahlung des Blutes. Ziel ist die gegenueber bekannten Verfahren einfachere Handhabung und die Herabsetzung des Risikos fuer den Patienten durch die Verwendung von Einwegmaterial und das Betreiben des Bestrahlungsgeraetes mit Niederspannung. Aufgabe der Erfindung ist es, das Blut mit UV-Licht zu bestrahlen und dabei die Risiken fuer den Patienten herabzusetzen. Erfindungsgemaess wird das Blut ueber einen fuer die wirksame Strahlung durchlaessigen Plastschlauch aus medizinischen Einwegmaterial mit einem bekannten UV-Blutbestrahlungsgeraet bestrahlt und das Blutbestrahlungsgeraet mit Niederspannung betrieben.
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von körpereigenem Blut durch Beaufschlagung mit ultravioletten Strahlen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Allen bekannten technischen Lösungen ist gemeinsam, daß mit einem UV-Strahler, dessen Hauptemissionsgebiet in der Regel im UV-C-Bereich liegt, das Blut auf unterschiedliche Art und Weise bestrahlt wird. Die einfachste Ausführung besteht aus einem Quarzglasrohr oder einer -Küvette, die über einem UV-Strahler angeordnet ist und in der das Blut bestrahlt wird (WP 69886 UV-Blutbestrahlungsgerät FMR 10, VE Kombinat Präcitronic, DDR). Weiter kann das Blut mit einem Sauerstoff/Ozon-Gemisch aufgeschäumt und mit UV-Licht bestrahlt werden (DE-PS 957877). Dafür ist auch ein geschlossener Kreislauf (Körper — Pumpe — Aufschäumer—Bestrahlungseinrichtung — Entschäumer—Körper) vorgestellt worden (US-PS 4.321.919). Die UV-Strahlung kann auch über eine Punktion direkt mittels Lichtleitkabel in das Gefäßsystem gebracht werden (DE-OS 2 943 A1).
Die genannten Verfahren setzen meist einen hohen apparativen technischen und medizinischen Aufwand voraus, wobei der Sterilisationsaufwand einen bedeutenden Anteil an den laufenden Kosten hat. Im Fall des WP A61 M/255210/3 umgeht man die Sterilisationsprobleme zum großen Teil durch Verwendung von vorsterilisierten medizinischen Einwegmaterial, es ist jedoch eine dort beschriebene spezielle Apparatur notwendig.
Weiterhin sind bei allen Apparaturen, insbesondere aber bei solchen, bei denen das Blut zur Bestrahlung direkt vom Patienten zur Bestrahlungsapparatur geleitet wird, die für medizinische Geräte notwendigen Sicherheitsvorschriften gegen eine Verbindung mit dem Stromnetz nur mit hohem Aufwand zu erfüllen. Mit gleich hohem Aufwand sind auch Reinigungs- und Sterilisationsprozeß sowie Maßnahmen gegen das Eindringen von Blut in das Gerät im Defektfall verbunden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur UV-Bestrahlung des Blutes zu schaffen, die mit einer einfachen, ökonomischen und wenig aufwendigen Bestrahlungsapparatur arbeitet, bei der das Sterilisationsproblem auf ein Minimum reduziert wird und bei der die notwendigen Sicherheitsvorschriften für medizinische Geräte sowohl im Betriebsfall als auch im Defektfall und bei Reinigungsvorgängen leicht einzuhalten sind
Damit kann die Behandlung bei verbesserter Ökonomie gefahrloser durchgeführt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Apparatur zu schaffen, bei der durch Verwendung von Einwegmaterialien eine weitgehend von Sterilisationsproblemen freie Behandlung von Blut mit UV-Strahlen durchgeführt werden kann und bei der die Sicherheitsanforderungen in hohem Maße gewährleistet werden. Dadurch ist es möglich den Gebrauchswert gegenüber bekannten Lösungen zu erhöhen.
Es sind einfache Geräte zur Blutbestrahlung bekannt, bei denen das Blut mit einer Injektionsnadel abgenommen wird, durch einen medizinischen Schlauch zu einer Quarzglasküvette geleitet, dort bestrahlt wird und in einer medizinischen Spritze aufgenommen wird. Danach wird das Blut wieder auf dem gleichen Weg reinjiziert. Die Quarzglasküvette ist sehr teuer und muß deshalb wieder verwendet werden. Die Sterilisation des Schlauch-Küvettensystems ist sehr aufwendig. Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, die Küvetten aus UV-durchlässigem Plastmaterial herzustellen und sie damit als vorsterilisierten Wegwerfartikel auszuführen und sie auf den bekannten Geräten zu betreiben. Weiterhin wird vorgeschlagen, einen Einweg plastschlauch vor dem Bestrahlungsfenster anzuordnen, der zwecks Erhöhung des bestrahlten Anteils des Blutes in mehreren Windungen in die Aufnahmevorrichtung des Bestrahlungsgerätes gelegt wird.
Zur Verbesserung der Schutzgüte wird in das Bestrahlungsgerät erfindungsgemäß nur Niederspannung geführt, die von einem separaten Netzteil, das sich zweckmäßigerweise direkt am Netzstecker befindet, geliefert wird.
Weiterhin wird vorgeschlagen, das beschriebene Blutbestrahlungssystem außer in der bisher praktizierten Art (Abnahme des Blutes und Aufnahme in eine Spritze bei gleichzeitiger Bestrahlung) in ein an sich bekanntes Bluttransfusionssystem einzubeziehen, um dadurch das Blut während eines Transfusionsprozesses bestrahlen zu können.
Die Zeichnung zeigt eine Vorrichtung zur physiologisch wirksamen UV-Bestrahlung des körpereigenen Blutes in einer Prinzipdarstellung.
Das Blut wird über eine Kanüle 1 und einen Schlauch 2 aus Einwegmaterial, der über einem Bestrahlungsfenster 3 eines UV-Blutbestrahlungsgerätes 4 in mehreren Windungen liegt, in eine Spritze 5 gezogen und danach reinjiziert. Das Blutbestrahlungsgerät 4 wird mit Niederspannung über ein Kabel 6 aus einem Netzteil 7, das zweckmäßigerweise an einem Netzstecker angeordnet ist und den Anforderungen an die technische Sicherheit medizinischer Geräte entspricht, gespeist. Damit wird eine sehr hohe Sicherheit im Defekt- oder Wartungsfall des UV-Blutbestrahlungsgerätes erreicht. Weiterhin ist das UV-Blutbestrahlungsgerät über eine baugleiche Steckverbindung 8 über die die Niederspannung aus dem Netzteil 7 in das Gerät eingespeist wird, auch mit einer Batteriespannung betreibbar. Dadurch ist das UV-Blutbestrahlungsgerät netzunabhängig.
Über das Bestrahlungsfenster 3 kann auch eine aus Plastmaterial bestehende Küvette 10 gelegt werden, die über die Schläuche 9 und 9 a mit der Kanüle 1 und der Spritze 5 verbunden ist. Über dieses System wird das Blut über die Kanüle 1, den Schlauch 9, die Plastküvette 10 und die Spritze 5 aufgezogen und danach wieder reinjiziert.
Claims (5)
- Erfindungsanspruch:1. Vorrichtung zur physiologisch wirksamen Bestrahlung von Blut, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Bestrahlungsfenster ' (3) eines UV-Blutbestrahlungsgerätes (4) ein aus medizinischem Einwegmaterial bestehender Schlauch (2), der mit einer Kanüle (1) und einer Spritze (5) verbunden ist und in dem das Blut bestrahlt wird, in mindestens einer Windung angeordnet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das UV-Blutbestrahlungsgerät (4) mit einen Netzteil (7), das am Netzstecker angeordnet ist und das das UV-Bestrahlungsgerät (4) mit Niederspannung versorgt, über ein Kabel (6) und einen Steckverbinder (8) verbunden ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das UV-Blutbestrahlungsgerät (4) über ein Kabel (6) und einen Steckverbinder (8) mit einer Batteriespeisung versehen ist. (
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Bestrahlungsfenster (3) des UV- ' Blutbestrahlungsgerätes (4) eine Küvette (10) aus Plastmaterial angeordnet ist, die mit einer Kanüle (1) und einer Spritze (5) über einen Schlauch (9) verbunden ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blutbestrahlungseinrichtung in das Schlauchsystem einer an sich bekannten Bluttransfusionseinrichtung einbezogen ist.
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